/// Bücher
The Beast in me - Johnny Cash
und die schöne Welt der Country Music
Erweiterte Neuauflage. Broschiert - Heyne
VÖ: Juni 2004
ISBN: 3453879538
Interview: Fanz
Dobler spricht über seine Cash-Biographie
Lesebeispiel: The
Beast In Me
Siehe auch: CD "a boy
named sue"
>> Bestellung
bei amazon
The
Beast In Me - Johnny Cash
und die seltsame & schöne Welt der Country Music
Franz Doblers Johnny Cash-Biografie "The Beast In Me" [Verlag Antje Kunstmann] und die von ihm herausgegebene CD "a boy named sue" [Trikont] bilanzieren eine Karriere, die Cash zur weltweit wichtigsten Ikone der Country-Musik gemacht hat.
Unter den lebenden Legenden des Show-Business ist Johnny Cash eine der größten. Am Anfang trat er zusammen mit Elvis auf, am vorläufigen Ende hat er Nick Cave interpretiert. Franz Doblers Buch bilanziert eine Karriere, die Cash zur weltweit wichtigsten Ikone der Country-Musik gemacht hat.
Der amerikanische Traum und die Realitäten seiner Kehrseite: Niemand kündet davon so markant wie John R. Cash, in dessen Stimme all das aufgehoben ist, was ihn zum Country-Star Nr. 1 werden ließ: das Unverstellte des boy next door, der Erfahrungsschatz weltweiter Tourneen und die pure Notwendigkeit, all seine Empfindungen in den jeweils nächsten Song zu packen. Franz Dobler sichtet die Songs und die Platten von Klassikern wie dem "Folson Prison Blues" bis zum Alterswerk "American Trilogy", schildert Cashs Anfänge als singender G.I. in Oberbayern, seinen Aufstieg in Memphis, das triumphale Comeback in den 90er-Jahren - legt aber auch seine Drogenexzesse und musikalischen Desaster offen.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Im Vorwort erinnert sich Franz Dobler an ein Party-Erlebnis mit einer Frau, mit der er gerne "näher zu tun gehabt hätte". Nach gebührendem Smalltalk stellte sie schließlich die Vertrauensfrage nach seinen musikalischen Vorlieben. "Ziemlich viel Countrymusik", erwiderte der Autor wahrheitsgemäß -- wodurch das gerade zart geknüpfte Band jäh zerschnitten ward. Mit mitleidigem Blick trug die Dame ihr Prosecco-Glas zu einem Herrn erleseneren Geschmacks.
Selten hat einer so gescheit, böse und witzig über die seltsame und schöne Welt der Country-Musik geschrieben, über die, wie obiges Beispiel zeigt, selbst die Ahnungslosesten noch glauben, die Nase rümpfen zu dürfen. Zu gern hätte Dobler der unwissenden Dame erklärt, dass echte Countrymusik weder gleichzusetzen ist mit dem hiesigen Volksmusikgetümel, noch Ausdruck einer rechten Gesinnung ist. Dann hätte er ihr Johnny Cash vorgestellt, diesen düster brütenden Voodoo-Priester der verlorenen Seelen und ganz und gar ungemütlichen Opa seiner toten Enkel Sid Vicious und Kurt Cobain.
Der Man In Black, so der Titel seiner Autobiografie, der 1955 bei Sun Records seine erste Single aufnahm und von Elvis persönlich den Ritterschlag zum besten Songwriter erhielt, führte ein Leben auf der Überholspur, gekennzeichnet von Karriereknicks und Zusammenbrüchen, Alkohol und Drogenmissbrauch. In einer Art Umkehrung des amerikanischen Traums entstand so eine Affinität gegenüber allen Verlierern und Verdammten dieses Lebens, wie Cashs Songs und unzählige Knastauftritte beweisen.
Dem Produzentenwunder Rick Rubin ist es zu danken, dass Cash, der auf seinen annähernd 75 Platten nicht immer zu Höchstform auflief und fast schon abgeschrieben schien, mit seinen letzten drei Veröffentlichungen, darunter dem epochalen American III: Solitary Man, ein furioses Comeback feiern konnte. Dobler könnte bei seiner Musikfreundin späte Punkte machen, da Johnny Cash, ähnlich seinem Schicksalsgefährten Tom Waits, auf Schickeria-Partys inzwischen von Leuten zum immer schon geliebten Paradiesvogel erklärt wird. Der Country-Veteran dürfte auch das überleben. -Ravi Unger
Erstveröffentlichung:
Antje Kunstmann Verlag
272 Seiten, Broschur
Erscheinungsdatum: 23.02.2002