Allgemein

WAS ZUR KREUZUNG

von Ministerpräsident Dr. Söder und seinen Kollegahs zu sagen ist, hat Ferda Ataman sehr gut und angemessen zustechend kommentiert. Ein Auszug: „Eigentlich wollte die CSU doch nur klarstellen, dass Muslime nicht dazu gehören. Um zu beweisen, dass Juden mit dem Ausschluss gar nicht gemeint sind, erlebt die fragwürdige Formulierung der „christlich-jüdischen Kultur“ eine Renaissance. Nur: Wo genau findet man sie? Kennen Sie eine Kantine, die koscheres Essen anbietet oder auch nur eine deutsche Behörde, die jüdische Feste feiert? Ich nicht.“

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/markus-soeder-in-bayern-kippa-statt-kruzifix-a-1204790.html



DIE JÜDISCHE GEMEINDE ZU BERLIN

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AUFRUF DES AUGSBURGER FLÜCHTLINGSRATS

Aufruf  des Augsburger Flüchtlingsrates

zur Kundgebung

 Für ein solidarisches Miteinander – Gegen Abschiebungen in Krieg und Perspektivlosigkeit

 Dienstag, 24. April 2018, 18:30 Uhr, (korrekt:) RATHAUSPLATZ

Am kommenden Dienstag startet wieder ein Abschiebeflug nach Afghanistan. Bayern wird sich wieder daran beteiligen und alles daran setzen, möglichst viele Afghanen nach Kabul abzuschieben. Begonnen wurden die Abschiebeflüge im Dezember 2016, seither startet fast jeden Monat einer dieser Flüge nach Kabul. Diese Flüge sind tragische Beispiele für die herzlose und unvernünftige Migrationspolitik Bayerns, Deutschlands und der Europäischen Union.

Eine Politik, die die jahrzehnte lange Expertise von Fachkräften und WissenschaftlerInnen genauso außer acht lässt, wie den Ruf von tausenden UnterstützerInnen Geflüchteter. Und stattdessen Ausgrenzung betreibt und den Tod von Abgeschobenen, sowie den Tod von Menschen, die sich auf den Weg nach Europa befinden billigend in Kauf nimmt.

Wir rufen dazu auf mit uns zu zeigen, dass wir auch diesen Abschiebeflug nicht schweigend hinnehmen, genauso wenig wie wir das Sterben an den Außengrenzen Europas hinnehmen wollen. 

Wer online auch ein Zeichen setzen möchte kann das hier tun: https://www.change.org/p/stadt rat-augsburg-augsburg-gegen- abschiebungen

Kommt zahlreich und zeigt, dass wir für eine solidarische Migrationspolitik sind!

#StopDeportation #AfghanistanIsNotSafe

Informationen: augsburgerfluechtlingsrat.blog spot.de

https://www.facebook.com/ events/165578457485843/

www.augsburger-fluechtlingsrat.de oder facebook.com/augsburgerfluechtlingsrat
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spendekunst.org Der Augsburger Flüchtlingsrat präsentiert Kunst, Literatur, Musik und schöne Dinge zu Benefizpreisen. Fotografie | Gemälde | Handwerkliches | Literatur | Musik | Performance Künstler*innen spenden ihr Werk und wir spenden den Erlös der Verkäufe an Flüchtlingsprojekte.

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EINEN TRUCK VOLL HEIMATKUNDE

kann man sich mit der aktuellen Ausgabe von konkret reinhauen: Hermann L. Gremliza „über das Volksministerium der Großen Koalition“, Georg Seeßlen mit einem „dialektischen Heimatabend im Wirtshaus“, Niklas Lämmel beschreibt in „Heidekrauts“, wie ein großes Parteienbündnis in Lüneburg „Tradition und Nazi-Denkmäler“ pflegt. Wer dann nicht unterm Tisch liegt, geht in den Bunker, Grüß Gott.



AM 1. APRIL

hätten wir das als Aprilscherz eingeordnet, aber die Meldung kam am 29. März mit der Headline: „Nach Kritik an reinem Männerteam: Horst Seehofer stellt weibliche Putzkraft ein“.

http://www.der-postillon.com/2018/03/heimatministerium.html



SCHÖN

dass es noch zuverlässige Wettervorhersagen gibt:

„Die Freiheit ist bedroht. Aber es steht kein neuer Kalter Krieg bevor“ (SZ, 29.3.)



FRONTLINIE

Meldung von DLF, 19.3. Die Eröffnung einer Frontlinie, könnte man sagen. Von Typen wie Tellkamp, Sarrazin, Matussek war nichts anderes zu erwarten. Dass Henryk M. Broder in diesem Boot ist, erschreckt mich jedoch, weil ich einige seiner Bücher sehr schätze, und obwohl ich seine seltsamen Drives in den letzten Jahren mitbekommen habe, die jedoch von dieser Verbrüderung übertroffen werden … nein, das ist ein mieses Zeichen … :

„Der Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp hat zusammen mit anderen Autoren und Journalisten einen Aufruf gegen – wie es heißt – illegale Masseneinwanderung unterzeichnet. Die Gemeinsame Erklärung 2018, die zur Leipziger Buchmesse im Internet veröffentlicht wurde, umfasst nur zwei Sätze: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“ 
Zu den Erstunterzeichnern gehören Thilo Sarrazin, Henryk Broder, Matthias Matussek sowie der Chefredakteur der rechtsgerichteten Wochenzeitung „Junge Freiheit“, Dieter Stein, oder Michael Klonovsky, Persönlicher Referent des AfD-Bundestagsfraktionschefs Alexander Gauland. Die Initiative war von der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld ausgegangen.“

http://www.deutschlandfunk.de/gemeinsame-erklaerung-autoren-gegen-illegale.2849.de.html?drn:news_id=862742



DER UNTERGANG DES WEISSEN MANNES

durch permanent stärker werdende Diskriminierung vollzieht sich mit unfassbarer Härte. Jetzt hat Jordan Peele auch noch den Oscar für das beste Originaldrehbuch bekommen. Nach nur 90 Oscarjahren der erste Afroamerikaner in dieser Kategorie. Wär´s denn ein Wunder, wenn die Cops da nervös werden? Also nervöser als sonst?

Bildergebnis für shaft

 



DIE FREIHEIT

ist eine Folge der Trikont-Serie „Stimmen Bayerns“, und der Beitrag darüber in der BR-Sendung Lesezeichen ist jetzt auch ein schönes Portrait von Achim Bergmann, acht Minuten aus dem Jahr 2013:

https://www.youtube.com/watch?v=yulnzFCZlg8



DER NACHRUF

zum Tod von Achim Bergmann von Heyne Hardcore-Verlagsleiter Markus Nägele:

„Achim Bergmann ist nicht mehr da. Ein ganz lapidarer Satz, aber ein Satz mit unfassbarer Tragweite. Denkt man einmal kurz nach, stellt man fest, dass das nicht sein kann. Und natürlich stimmt er auch nicht wirklich. Denn Achim wird immer da sein. Im Herbst 2017 haben er und seine Frau Eva Mair-Holmes mit der kleinen Belegschaft das 50. Jubiläum ihres Trikont-Verlages gefeiert. Wir durften die Feierlichkeiten mit einer umfangreichen Verlagschronik begleiten. „Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste“ erzählt farbenprächtig und voller Anekdoten eine (Erfolgs-)Geschichte, die einzigartig in der deutschen Kulturlandschaft ist. Aufgeschrieben haben es der Journalist Christof Meueler und Autor Franz Dobler. Und es war natürlich kein gewöhnliches Buchprojekt. Wie sollte man all die Geschichten halbwegs übersichtlich zusammentragen, wo anfangen, wo aufhören?

 

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die sitzen, Hut und im Freien Foto: Markus Nägele

Wir saßen zig Mal im lauschigen Innenhof des Verlagshauses in der Kistlerstraße im Münchener Arbeiterviertel Obergiesing und diskutierten vor und zurück. Interviews mit den Künstlern, mit den Zeitzeugen, mit Achim und Eva, mit den Angestellten. Wenn man Achim ein Stichwort gab, sprudelten die Geschichten nur so aus ihm heraus. Er war nicht zu stoppen. Schwärmte von seinen Künstlern, redete sich in Rage. Wir mussten ihn immer wieder bremsen, gleichzeitig waren die Geschichten so spannend, so unglaublich.
Hier war ein Mann im fortgeschrittenen Alter, der immer noch eine bewundernswerte Energie besaß, der für das (Lebens-)Werk, das er mit unzähligen Publikationen und Tonträgern geschaffen hat, brannte.
Er konnte ganz leise und zart reden, er konnte laut werden, er war keiner, dem man doof kommen konnte. Er war ein aufrechter Kämpfer für die freiheitlichen Ideale, die ihm wichtig waren. Auf der letzten Buchmesse nahm er die rechte Stimmungsmache an einem Stand in der Messehalle nicht achselzuckend hin, sondern unterbrach einen nationalistischen Vortrag mit einer lautstarken Zwischenbemerkung, woraufhin er von einem Beisteher zusammengeschlagen wurde.

 

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Innenbereich

Bergmanns Schreibtisch, Foto: Markus Nägele

Der Zwischenfall ging durch die Medien. Achim gab mit dicker Lippe Interviews. Er ließ sich den Mund nicht verbieten. Und er fand deutliche Worte. So wie sich das auch gehört. Dafür habe ich ihn geliebt. Ein Mann der Tat. Einer, der das tat, was er für richtig hielt. Ohne Kompromisse. So sieht auch das Trikont-Programm aus. Achim und Eva haben immer das gemacht, was sie wichtig und relevant fanden, was ihnen gefiel. Erst danach machten sie sich Gedanken, wie sie das auch verkaufen und vermarkten konnten. Heutzutage schauen Labelmanager zumeist erst auf Youtube-Clickraten und die Anzahl der Facebook- und Twitter-Follower, bevor sie einen Künstler „signen“. Nicht so Trikont. Hier geht es um echte Freundschaften, Haltung und Originalität. Ob Karl-Valentin-Boxsets, Hans-Söllner-Protestalben, die Che-Guevara-Tagebücher, die Arbeiterklassen-Lieder und so so vieles mehr.
Ohne Trikont wäre die deutsche und auch internationale Kulturszene um so vieles ärmer. Sie machten das, was andere sich nicht trauten. Und das ist immer noch so. Im April erscheint das Album meines Freundes Philip Bradatsch bei Trikont, ein begnadeter Folk-, Blues- und Americana-Musiker, den fast alle Labels übersehen oder abgelehnt haben, weil er eben nicht Deutsch singt, wie es gerade angesagt ist. Trikont hat die neuen Aufnahmen gehört, war begeistert und hat Nägel mit Köpfen gemacht. Dafür liebe ich sie.

Und ich hoffe sehr, dass Eva die Kraft und die Mittel hat, mit ihrem Team das große Werk fortzusetzen. Denn Trikont muss weiter leben. Ein Leben ohne Trikont ist nicht vorstellbar.
Als wir an dem Buch arbeiteten, fand ich heraus, dass Achim ein großer Fan des amerikanischen Krimiautors James Lee Burke ist, den er geradezu verehrte. Da wir James Lee Burke auch bei Heyne Hardcore verlegen und zu dessen 80. Geburtstag einige wenige James-Lee-Burke-T-Shirts gedruckt hatten, brachte ich Achim ein T-Shirt mit. Er zog es sofort über und grinste zufrieden. Spätestens hier war das Eis zwischen uns gebrochen. Achim und Jim (so heißt James für Freunde) hätten sich hervorragend verstanden. Als ich Achim erzählte, dass Jim auch Gitarre spielt, meinte er sofort: „Das bring ich raus.“ Daraus wird jetzt vermutlich nichts mehr werden. Aber ich werde Jim von Achim erzählen.

Achim, ich werde dich sehr vermissen, du bist mir ein großes Vorbild. Eva, ich wünsche dir und der Familie ganz viel Kraft.“