FRANZ DOBLER

Franz Dobler

/// Discographie

Johnny Cash

A boy named sue / Johnny Cash Revisited
[Trikont Feb 2002]

Johnny CashFranz Doblers Johnny Cash-Biografie "The Beast In Me" und die von ihm herausgegebene CD "a boy named sue" bilanzieren eine Karriere, die Cash zur weltweit wichtigsten Ikone der Country-Musik gemacht hat. [Feb 2002]

Nicht mehr erhältlich!

>> Hörbeispiele und Presse bei www.trikont.de

Interview: Fanz Dobler spricht über seine Cash-Biographie
Buch: The Beast in me - Johnny Cash [Antje Kunstmann]

Presse zur CD

Der Huldigungen wird es viele geben anlässlich des 70. Geburtstages, den der große alte Mann der Countrymusik am 26. Februar feiern kann. Einst von Unbedarften fälschlicherweise als Reaktionär geschmäht.,erhielt er mit AMERICAN RECORDINGS endlich den überfälligen Respekt und die höheren Weihen der Coolnes. Plötzlich outeten sich Heerscharen als Cash-Fans.

Einer, der - weil immer schon ein wissender - solches nicht nötig hatte, ist Franz Dobler, Autor kluger Artikel und Bücher zum Thema Country, der mit A BOY NAMED SUE die wohl ungewöhnlichste Cash Tribute Platte ever kompiliert hat. Von zwei Aufnahmen - Alvaro ( mit dem köstlichen "Senor Cash") und Jay Rutledge (give my love a rose) - abgesehen, sind ausschließlich deutsche Künstler am Werk.

Das Spektrum reicht vom Elektroniker Jörg "Bionaut" Burger, der mit Samples aus Cashs Album RIDE THIS TRAIN "I Wish I Was Tied To Bertha" zusammenfrickelt, über die Kingston Cowboys ("Ring of Fire" als Reggae) bis zu "I Won`t Back Down" von Wiglaf Droste und dem Spardosenterzett.

Abgedreht? Ja. Häufig. Aber vor allem auch eines: Eine Geste tief empfundenen Respekts. Happy Birthday, Mr. Cash. (Peter Felkel - MusikExpress - Februar 2002)

what a great record!
(Charlie Gillett, BBC - Greater London Radio)

JOHNNY CASH REVISITED, I AM PLAYING TRACK 4, RING OF FIRE FROM THE KINGSTON COWBOY'S. MY OTHER FAVOURITES ARE TRACKS 5,7,8,9 AND 18. (JAMES PEARSON - BBC RADIO SHETLAND)


Titelliste

1 THE BIONAUT: I Wish I Was Tied To Bertha 4:32
2 GERRY LEE & THE WANTED MEN: Locomotive Man* 3:08
3 GUZ: Guess Things Happen That Way* 3:25
4 KINGSTON COWBOYS: Ring Of Fire 2:48
5 COW: Jackson* 4:18
6 TILMAN ROSSMY QUARTETT: Orange Blossom Special* 5:05
7 LILY, FRIENDS & HUSBAND: Give My Love To Rose* 3:38
8 HAZZARD COUNTY MOONSHINE RAMBLERS: Big River* 2:33
9 WIGLAF DROSTE & DAS SPARDOSENTERZETT: I Won´t Back Down* 2:22
10 ALVARO: Senor Johnny Cash* 3:37
11 SMOKESTACK LIGHTNIN`: Ring Of Fire 3:35
12 HACK MACK JACKSON: Rusty Cage* 2:46
13 WHILS: Thirteen 4:56
14 FRED IS DEAD: Don´t Take Your Guns To Town 3:26
15 DANNY DZIUK: Let The Train Blow The Whistle* 4:00
16 BERNADETTE LA HENGST: Ein Mädchen namens Gerd* 4:14
17 MANN OHNE SCHMERZEN: Big River* 4:02
18 QUEEN OF JAPAN: Wanted Man* 3:40
19 THREE SHADES OF BLUES: Gdje Je Kod Kuce, Mama* 2:5


Interpreten

> 1 THE BIONAUT - Johnny Cash Revisited
I Wish I Was Tied To Bertha
(The Bionaut)
The Bionaut: Musik/Produktion. Musikverlag: Popular Songs/Schacht Musikverlage. Erschienen auf Wild Horse Annie 1997, licensed from eat raw.

Die hier benutzten Samples stammen aus Cashs erstem von vielen Konzept-Alben, Ride This Train, das 1960 das zweite Konzept-Album in Country war. Er nahm die Hörer mit auf eine auch historische Zugfahrt quer durch die USA und erzählte Stories zwischen den Songs.

The Bionaut ist neben The Modernist, Burger/Ink und Trinkwasser ein Projekt des Kölner Elektronikers, Labelmachers und Cash-Fans Jörg Burger, dessen Discographie seit 1990 dieses Booklet fast sprengen würde. Zuletzt erschien die Bionaut-Compilation Lubricate Your Living-Room (Matador), mit ausschließlich in Europa veröffentlichten Tracks von 1993-1997.

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> 2 GERRY LEE - Johnny Cash Revisited
& THE WANTED MEN
Locomotive Man
(Johnny Cash)
Gerry Lee: Gesang/Gitarre, Jancee Warnick: Lapsteel/Gesang, Mat Trashnick: Schlagzeug, Winston Friday: Kontrabass, Ray Schröter: Gitarre, Rephil Janssen: Gitarre/Gesang. Aufgenommen im Herbst 2001.

Cashs einziger Song, in dem explizit von Sex gesprochen wird, war 1960 die b-Seite einer weniger beachteten Single und tauchte erst Jahre später wieder auf Compilations auf (das Album More Of Old Golden Throat ist bis heute bei Bear Family Records erhältlich).
Kölns Surf/Rockabilly/Ska-erfahrene Western-Swing-Band brachte 2000 ihr erstes Album Framed heraus, mit den Gästen Peta Devlin und dem damals in der Stadt lebenden US-Countrysänger Hank McCoy. Anfang 2002 kam, ebenfalls auf Elmo, die EP It´s The Latest Style, was bei Konzerten bewiesen wird.

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> 3 GUZ - Johnny Cash Revisited
Guess Things Happen That Way
(Jack Clement)
Olifr M. Guz: Gesang/Instrumente. Aufgenommen und produziert von Guz im Winter 2001 im Star Track Studiokombinat, CH-Schaffhausen.
Der Song war 1958 nach ‘Ballad Of A Teenage Queen’ der zweite Nr.1-Hit, den Jack Clement, Sam Phillips’ Nachfolger als Sun Records´ Cash-Produzent, für ihn geschrieben hatte. Sie blieben Freunde lebenslänglich, und Clement produzierte auch einige Alben der im Gesamtwerk am wenigsten beachteten Mercury-Phase (1987-1991).

Guz ist das Soloprojekt des Aeronauten-Sängers Olifr Maurmann. Sein Frühwerk auf Cassetten und Vinyl präsentiert das Album In Guz We Trust - Anthology 1984-95. Ein gewisses Interesse für Country zeigte sich auch auf seinem letzten Album We Do Wie Du (L´age d´Or 2000) mit der Interpretation eines Jimmie Rodgers-Klassikers, wobei ‘T For Texas’ im ‘Blue Yodel Stomp’ zu ”T für Thurgau und T für Tessin” wurde.

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> 4 KINGSTON COWBOYS - Johnny Cash Revisited
Ring Of Fire
(June Carter/Merle Kilgore)
Gerry Lee: Gesang/Gitarre, Ina Schmid/Ines Söntgen: Gesang, Mat Trashnick: Schlagzeug, Winston Friday: Bass, Jan Sievers: Keyboards, Marc Müller: Saxophon, Hannes Klein: Trompete, Prince Pitti: Posaune.

June Carters Liebeserklärung an den Mann, zu dessen Show sie gehörte, wurde 1963 sein bis dahin größter Country/Pop-Hit und kam als einziger in die deutschen Charts (Platz 27). Cash erzählte, dass er die Mariachi-Trompeten, die zum ersten Mal in einer Nashville-Session benutzt wurden, geträumt hatte.

Die Band war ein der Country-Leidenschaft gewidmetes Nebenprojekt der Ska-Band Monkey Shop, aus der nach der Auflösung 1999 die Wanted Men entstanden. Die EP Nashville To Shanty Town (Clifford Records) blieb ihre einzige Veröffentlichung. ‘Ring Of Fire’ wurde 1996 aufgenommen, erschien aber erst fünf Jahre später auf einer Kölner Ska-Compilation.

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> 5 COW - Johnny Cash Revisited
Jackson
(Jerry Leiber/Billy Edd Wheeler)
Peta Devlin: Gesang, Thomas Wenzel: Gesang/Gitarre/Pedal-Steel/Klavier, Thomas Butteweg: Bass/Schlagzeug, Ecki Heins: Violine. Gäste: Volker Reckeweg: Trompete, Ansgar Ruff: Posaune, Jan Carstensen: Klarinette. Aufgenommen und abgemischt von Peta Devlin im Soundgarden Studio, Hamburg, im Sommer 2001.

Der Song war 1967, als es nicht so aussah als sollte Cashs Drogenphase bald zu einem guten Ende kommen, eine Nr. 2-Country-Hitsingle für ihn und seine zukünftige Ehefrau June Carter und kam Ende des Jahres auf das Duett-Album Carryin´ On. Zu dem Zeitpunkt hätten sie den Song von Billy Ed Wheeler (mit dem auch Nancy & Lee einen Hit hatten) schon drei Jahre live gesungen, erzählte Cash.

Die in Hamburg lebende Engländerin Peta Devlin spielte Bass bei Die Braut Haut Ins Auge und das tut sie heute bei der Punkgruppe Oma Hans. Weitere Band-Verbindungen sind Die Sterne oder The Incredible Sinalco Bums. Cow wurde 1999 gegründet, nachdem Peta Devlin & Band schon auf der Compilation 13 Golden Kantrie Greats zu hören waren (xxs-Records 1997). Eine Maxi-CD erschien 2001, das erste Album kommt 2002 auf Trikont.

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> 6 TILMAN ROSSMY QUARTETT - Johnny Cash Revisited
Orange Blossom Special
(Ervin T. Rouse)
Tilman Rossmy: Gesang/Akustik-Gitarre, Folke Jensen: Gitarren, Ralf Schlüter: Keyboards, Rob Feigel: Schlagzeug/Computer. Aufgenommen und produziert von Jensen/Schlüter in den Ultraschall Studios, Hamburg, im Dezember 2001.

Love God Murder hieß 1999 eine 3-CD-Themen-Compilation, aber auch Train-Songs gehören seit der ersten Single ‘Hey Porter’ 1955 zu den Säulen in Cashs Werk. Die Single-Auskopplung vom Album Orange Blossom Special war 1965 ein Nr.3-Hit in den Country- Charts. Auf dem Cover saß Cash Hobo-mäßig auf einem Waggondach. Sein Vater war während der Great Depression in den 30er Jahren ein paar Monate als Hobo unterwegs gewesen, um irgendwo Arbeit zu suchen.

Tilman Rossmy veröffentlichte von 1984 bis 1994 vier Alben mit seiner Band Die Regierung und danach vier mehr unter seinem Namen (auf L´age d´Or und Glitterhouse). Aus dem Traum, das erste Solo-Album in Nashville mit echten Country-Studio-Profis an einem Tag aufzunehmen war allerdings nichts geworden. Schon das letzte Regierungs-Album Unten hatte bei einigen Songs Rossmys Interesse für Country gezeigt. Die neue CD Reisen im eigenen Land ist nur über seine Homepage erhältlich und präsentiert Songs aus der Regierungs-Zeit im Sound des neuen Quartetts.

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> 7 LILY, FRIENDS & HUSBAND - Johnny Cash Revisited
Give My Love To Rose
(Johnny Cash)
Jay Rutledge: Gesang/Banjo, Ulrike Glinsböckel: Geige/Chorgesang, Chris Marschner: Gitarre/Chorgesang, Barbara Streidl: Bass. Aufgenommen und produziert von Michael Heilrath im Winter 2001.

Der Song war 1957 die b-Seite von ‘Home Of The Blues’, der sechsten Single für Sun Records, und blieb im Schatten der frühen Hits.

Die junge Münchner Bluegrass-Combo ist mit den Bands Moulinettes und Land Of Sex And Glory verbunden und mit Berufen wie Geigenbau und Journalismus. Mit dem Song sind sie erstmals auf einem Tonträger. Rutledge gab bei Trikont 2001 die Compilation Africa Raps heraus.

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> 8 HAZZARD COUNTY - Johnny Cash Revisited
MOONSHINE RAMBLERS
Big River
(Johnny Cash)
Gerry Lee: Gesang/Mandoline, Boris Wachsmann: Gesang, Jancee Warnick: Steel-Guitar/Gesang, Frank Rühland: Bass. Aufgenommen im Herbst 2001.
Der Song war 1958, kurz vor dem Wechsel von Sun zu Columbia Records, die b-Seite des Country/Pop-Hits ‘Ballad Of A Teenage Queen’ und kam in den Country Charts dennoch auf Platz 1.

Der Song ist der erste Tonträger-Beitrag der jungen Kölner Band, die man als Ableger der Wanted Men sehen kann. Warnick (ein Amerikaner in Köln mit neuer Surf-Band The Jancee Pornick Casino) und Rühland sind auch in der Band, die das neue Album von Hank McCoy eingespielt hat, das bei Trikont erscheinen wird.

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> 9 WIGLAF DROSTE & DAS SPARDOSENTERZETT - Johnny Cash Revisited
I Won´t Back Down
(Petty/Lynne)
Wiglaf Droste: Gesang, Rainer Lipsky: Percussion/Chor, Mickey Neher: Schlagzeug/Gitarren/Chor, Kai Struwe: Bass/Mundharmonika/Chor. Produziert von Kai Struwe, aufgenommen im Sommer 2001.

Der Song eröffnete das bislang letzte Album von Cash, Solitary Man, das 2000 Teil III der American-Trilogie war. Tom Petty und seine Band hatten ihn auf Teil II Unchained begleitet.
Der Autor und Kolumnist Wiglaf Droste ist schon 1988 als Sänger aufgefallen, mit der Single ‘Grönemeyer kann nicht tanzen’, und auch auf seinen vier Hörbuch-CDs sind einige Songs. Droste und das Terzett aus Essen fanden sich 1998. Nach dem Album Für Immer (Antje Kunstmann Verlag) erscheint 2002 ihre zweite Produktion auf Roof Records.

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> 10 ALVARO - Johnny Cash Revisited
Señor Johnny Cash
(Alvaro Pena-Rojas)
Alvaro: Gesang/Orgel/Klavier, Jens-Peter Volk: Bass/Backing Voc, Hubl g: Schlagzeug. Aufgenommen im Sommer 2001, produziert von Hubl g, abgemischt von K.H. Backes.
Der Text bezieht sich auf Cashs berühmtes, als Album veröffentlichtes Konzert im berüchtigtsten Gefängnis der USA, San Quentin, am 24.2.1969 (er war dort seit 1958, damals saß Merle Haggard im Publikum, mehrmals aufgetreten). Die Strophen in Spainglish, wie der Slang der Latinos im Süden der USA genannt wird, lauten: ”Ein Freund spielte mir kürzlich ein Lied von Ihnen vor, Señor Johnny Cash, und mir gefiel Ihr simpler und direkter Stil (...) Die Traube und die Tomate, der Mais und der Kürbis, die Sonnenblume - das ist die Arbeit der Latinos von früh bis spät”.

Alvaro musste aus Chile nach dem Pinochet-Putsch 1974 flüchten, er lebt seit einigen Jahren in Konstanz. Mitte der 60er spielte er seine ersten Singles mit den Bands Los Challengers und Los Bumerangs ein. In London hatte er mit Joe Strummer die Band The 101´ers (bevor Strummer von Punk begeistert zu The Clash ging). Der Mann mit der umfangreichsten Produktion der chilenischen Pop-Geschichte veröffentlichte seitdem einen Stapel Singles und Alben. Seine Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern von The Blech.

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> 11 SMOKESTACK LIGHTNIN’ - Johnny Cash Revisited
Ring Of Fire
(June Carter/Merle Kilgore)
Bernie Batke: Gesang/Kontrabass, Frieder Graef: Gitarre/Chorgesang, Wolfgang Bub: Gitarre, Michael Kargel: Schlagzeug, Jochen Pfister: Piano. Produziert von Walter Broes. Aus dem Album SoulBeat (Witchcraft Record Company, Frankfurt 2000).
Zum Song >Track 4

Die 1995 gegründete Band aus Nürnberg hat ihren puren Rockabilly in den letzten Jahren um Country und, entsprechend dem von Carl Perkins stammenden Titel des ersten Albums, um SoulBeat erweitert. Diesem Sound fügen sich Songs von Lennon / McCartney bis Tony Joe White und sogar Garth Brooks, der diese Ehre nicht verdient hat. Die erste Vinyl-EP Girl On The Billboard erschien 1999 ebenfalls auf Witchcraft.

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> 12 HACK MACK JACKSON - Johnny Cash Revisited
Rusty Cage
(Chris Cornell)
Andrew Uhlemann: Gesang/Percussion, Stefan Sternjakob: Gitarre, Ralf Puder: Gitarre, Florian Dürrmann: Steel-Guitar, Alexander Schottke: Bass, Oliver Schäfer: Schlagzeug. Aufgenommen und abgemischt im Winter 2001 in den Wild Wood Studios von Rolf Stinnen.
Der Soundgarden-Song kam 1996 auf dem zweiten American Recordings-Album Unchained. Cash sagte in einem Interview, der Text hätte ihn zwar sofort angesprochen, aber erst nachdem Produzent Rick Rubin ein Arrangement für ihn schrieb, wäre er für ihn wie ein eigener Song spielbar geworden. In seiner Autobiographie Cash erzählte er, dass sie eine zeitlang Probleme hatten, den Song live zu ihrer Zufriedenheit hinzubekommen.
Die Düsseldorfer ”Countrybillyswamprocktrashmachine” spielte mit dem Ausdruck angemessener Wucht 2000 ihr erstes Album Swamped ein, Anfang 2002 gefolgt von der EP Coming Home, ein neues Album im Kasten (alles auf Triggerfish). Die Kapelle pendelt zwischen eigenem Material und getunten Klassikern von Lee Hazlewood bis Leon Payne. Wem beim Hören die Walter-Elf oder die Spermbirds in den Sinn kommen, liegt nicht falsch.

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> 13 WHILS - Johnny Cash Revisited
Thirteen
(Glenn Danzig)
Pe Lagemann: Gesang/Gitarre, Thomas Querfurth: Bouzouki, Volker Hatje: Schlagzeug, Dirk Planeth: Bass, Sandra Havemeister: Violine, Martin Hilpert: Cello. Aufgenommen in den White Noise Studios, Hamburg, produziert und gemischt von Pe Lagemann und Joszi Sorokowski. Aus dem Album Revolution (One Million Dollar Records 2000).
Der Song war auf Cashs erstem von Rick Rubin produzierten Album American Recordings, das ihm 1994 ein unerwartetes und unvergleichliches Comeback bescherte. Die Auswahl des Songs verwies auf Rubin, der mit dem Country-Business nichts zu tun hatte, sondern als Produzent von Beastie Boys, Run DMC, Glenn Danzig u.v.a. berühmt geworden war.
Der Name der Hamburger Band ist die Abkürzung einer Zeile des englischen Dichters George Bernard Shaw: Whiskey Is Liquid Sunlight. In diesem Sinn verbinden sie Folk und Pogo, Tradition und Politik. Sie haben seit 1996 fünf Tonträger veröffentlicht, zuletzt die CD/LP Rustic Stomp auf One Million Dollar Records.

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> 14 FRED IS DEAD - Johnny Cash Revisited
Don’t Take Your Guns To Town (Johnny Cash)
Thomas Ganshorn: Gesang / Schlagzeug, Marion Gerth: Bass, Wolfgang Petters: Gitarre. Aus dem Album Fred Is Dead Or Just In Preparation
(Hausmusik 1991).

Der Song war 1959, nach dem Weggang von Sun Records und dem Umzug von Memphis nach Nashville, der erste Nr.1-Hit für CBS/Columbia.

Sitz der Band war bis 1999 nicht irgendeine Stadt, sondern Landsberg/Oberbayern, wo Cash von 1951 an fast drei Jahre als Funkabhör-Spezialist des Air Force Security Service gelebt, seine erste Gitarre von eigenem Geld gekauft und in seiner ersten Band The Landsberg Barbarians gespielt hatte: wovon die Band auf ihrem dritten Album Angst Vor im Song ‘Heimat (wir sind in der amerikanischen Zone geboren)’ erzählte. Band-Mitglied Petters ist zugleich Leiter des Labels Hausmusik, das, vor dem Umzug nach München, in den Jahren 1991 bis 1999 von Landsberg aus operierte und dafür verantwortlich war, dass es in der Gegend mehr Bands als Pferde gab. Zuletzt veröffentlichte Fred Is Dead 1999 das Album Mosaic.

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> 15 DANNY DZIUK - Johnny Cash Revisited
Let The Train Blow The Whistle (Johnny Cash)
Danny Dziuk: Gesang/Instrumente. Aufgenommen und produziert von Dziuk im Winter 2001 in seinem Studio.

Der Song erschien 1994 auf dem ersten Teil der Trilogie, American Recordings, für die Cash den Grammy für das Folk-Album des Jahres bekam.

Der Berliner Singer/Songwriter ist auf vielen Aufnahmen von Stoppok und Wiglaf Droste zu hören. Mit seiner Band Dziuks Küche hat der Mann, der mit Chuck Berry gespielt hat, drei Solo-Alben veröffentlicht, zuletzt Hauptsache Wind 2001 bei Ulftone Records.

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> 16 BERNADETTE LA HENGST - Johnny Cash Revisited
Ein Mädchen namens Gerd
(T: B. Hengst/M: Hengst, Sergej Jensen)
Bernadette Hengst: Gesang / Produktion, Sergej Jensen: Gastmusiker. Aufgenommen und abgemischt von Swen Meyer im Winter 2001. Musikverlag: Freibank.

Das Original ‘A Boy Named Sue’ spielte Cash erstmals beim Konzert im Gefängnis San Quentin im Februar 1969, und die Legende sagt, er hätte den Song erst am Abend zuvor bekommen. Nach der Veröffentlichung des Live-Albums At San Quentin ausgekoppelt, wurde der Song Nr. 1 der Country- und Nr. 2 der Pop-Charts und Cashs meistverkaufte Single. Wobei die Worte ”son of a bitch” durch ein Piep ersetzt wurden. Teresa Ortega erzählt in ihrem Aufsatz ‘Johnny Cash As Lesbian Icon’, dass es neben Aussehen, Kleidung und Image speziell auch dieser Song ist, der Cash zu einer Ikone lesbischer Frauen gemacht hat. Cash nannte das Werk von Shel Silverstein ”the most cleverly written song I´ve ever heard”.

Bernadette Hengst war Sängerin/ Gitarristin von Die Braut Haut Ins Auge; nach neun Jahren, einer Doppel-Single und vier Alben verabschiedete sich die Mädchen-Combo mit dem Live-Album +1 auf der Gästeliste 2000. Ihr erstes Solo-Album kommt im Sommer 2002 bei Trikont. ‘Ein Mädchen namens Gerd’ erscheint auch als Vinyl-Single.

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> 17 MANN OHNE SCHMERZEN - Johnny Cash Revisited
Big River
(Johnny Cash)

Nils Koppruch: Gesang/Gitarre/Orgel, Andreas Voß: Bass/Gitarre. Aufgenommen und abgemischt von Koppruch/Voß im Winter 2001, mit Dank an Paul Mayer. Verwendung mit freundlicher Genehmigung von L´age d´Or, Hamburg.
Zum Song >Track 8

Koppruch und Voß haben mit der Hamburger Band Fink seit 1997 vier Alben und zwei Maxis veröffentlicht (auf xxs und L´age d´Or). Ob sie dieses Projekt leben lassen, wussten sie bei Redaktionsschluss selbst nicht.

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> 18 QUEEN OF JAPAN - Johnny Cash Revisited
Wanted Man
(Bob Dylan)
Koneko: Gesang, Jo Ashito: Gitarre/ Gesang/Programming, Jason Arigato: Bass/Programming. Aufgenommen und produziert von Jason Arigato in der Echokammer, München, im Januar 2002.

Der Song war ein Geschenk von Dylan an Cash und erschien zuerst 1969 auf dem Album At San Quentin. Cash war von Dylan seit dessen erstem Album 1962 begeistert, und als Dylan wegen seiner elektrischen Band 1965 von der Folk-Bewegung als Verräter gehasst wurde, verteidigte ihn Cash schriftlich unter dem Titel: ”Shut up and let him sing!” Verbunden durch ihren Produzenten Bob Johnston kam es 1969 in Nashville zu einer legendären, angeblich rein zufälligen Session im Studio, von der offiziell nur ‘Girl From The North Country’ auf Dylans Nashville Skyline veröffentlicht wurde. Dylan spielt bis heute live immer wieder Cash-Songs.

Das glamouröse Trio veröffentlichte 2001 drei Maxi-Singles und das erste Album Nightlife In Tokyo (auf Erkrankung durch Musik/Angelika Köhlermann). Ob sie von dort kommen, ist manchmal nicht ganz klar. Ihre ‘Wanted Man’-Interpretation fügt sich in eine Reihe mit Cover-Versionen von u.a. Kiss, Queen, Frank Zappa und sogar Tina Turner.

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> 19 THREE SHADES OF BLUES - Johnny Cash Revisited
Gdje Je Kod Kuce, Mama
(Johnny Cash)
Ivica Vukelic: Stimme, Micha Acher: Trompete, Markus Acher: Schlagzeug, Roberto di Goia: Orgel, Carl Oesterhelt: Conga, Uli Wangenheim: Baritonsaxophon. Aufgenommen und abgemischt von Zoro Babel mit Tonassistent Tobi ‘Verstärker’ Frank im Januar 2002 im Club 2, München.

Der von Vukelic übersetzte Text ist die kroatische Version der deutschen Version ‘Wo ist Zuhause Mama’ des Cash-Hits von 1959 ‘Five Feet High And Rising’. Cashs Original erzählt von einer Hochwasser-Katastrophe, die er als Kind miterlebt hat. Sein Nr.1-Hit ‘Don´t Take Your Guns To Town’ im selben Jahr hatte jemand in Deutschland auf die Idee zu einem Cover mit deutschem Text gebracht: ‘Komm, leg die Knarre weg’ sang Udo Jürgens 1960. Das wiederum brachte bei CBS in USA jemanden auf die Idee, man könnte mit Cash selbst als Sänger in deutscher Sprache den lukrativen deutschen Schlagermarkt testen.

Diese Aufnahme wurde zwar im Archiv begraben und erst 1978 auf dem Album Unissued Johnny Cash von Bear Family Records veröffentlicht, gilt aber als Beginn der Welle US-Stars-Singen-Deutsch (vgl. Bernd Mathejas Buch 1000 Nadelstiche). Die deutsche Version des Schlagertexters Joachim Relin, die Vukelic ins Kroatische übersetzt, hat nicht viel mit dem Text von Cash zu tun. Relin schrieb über Flüchten und Suchen. Aus der Frage der Kinder nach dem Stand des Hochwassers, die mit ”five feet high and rising” beantwortet wird, wurde die Frage nach einem neuen Zuhause, und analog zum steigenden Wasser lauten die Antworten ”dort bei diesen Bergen”, dann ”hinter diesen Bergen” und schließlich ”oben bei den hellen Sternen”. Kein Soundtrack zum Thema Heimat also, sondern zum Thema Migration.

Von der neuen Münchner Band, deren Mitglieder mit The Notwist, FSK, Tied & Tickled Trio, Carlo Fashion und vor allem dem Club 2 verbunden sind, erschien 2001 eine erste Single bei Dhyana Records. 2002 sollen eine Single auf Plattendruck und eine Maxi auf Dhyana folgen.

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Mit herzlichem Dank an alle beteiligten Künstlerinnen und Bands für ihre Großzügigkeit und unkomplizierte Zusammenarbeit. Spezieller Dank an Dr. Gerald Lubich und Peta Devlin.
Wichtigste Textquellen: Colin Escotts Booklets zu den drei CD-Boxes, die das Gesamtwerk von 1954-1969 dokumentieren (Bear Family Records). Die Autobiographie Cash im Palmyra Verlag.

Produzentin: Eva Mair
Grafik: Hias ”26. 02.” Schaschko
Mastering: M. Heilrath / bereich3.de
Foto: Cover © AP/Worldwide