AN DER HUNDERTZEHNTEN

Bobby Womack, Across 110th Street (1973) | Circles Of Life In Harlem blieb ich wie vom Blitz getroffen stehen, als ich das Straßenschild mit der 110th sah, und dann fiel mir der Name einfach nicht ein, und eine halbe Stunde später, ich glaube, es war am Washington, sah ich ein paar Afrojungs mit einem Soundsystem rumstehen und ging zu ihnen und sagte, excuse me I have a question, und noch ehe ich meine Frage vorbringen konnte, starrten sie mich an, what the fuck?!, als wollte ich sie überfallen, I cannot remember who wrote and sang Across 110th Street, can you help me? Sie starrten mich weiter an, auch die, die hinter den DJs standen, hell, was war das denn für ein behämmerter Trick, ehe einer endlich im Umdrehen Bobby Womack sagte und ich wieder abziehen konnte … Der Titeltrack wurde dann für Jackie Brown wieder aufgebaut, und ich hatte dann auch ein explizites Remake in meinem Roman Ein Schlag ins Gesicht, den ich vor meinem konsternierten Blick auf das Straßenschild in Harlem geschrieben hatte, und auch Nina Grosse – das darf ich hier schon mal verraten – hat in ihrer Verfilmung Nicht tot zu kriegen eine wunderbare und deutliche Anspielung, die bei der Ausstrahlung im August von ein paar Leute erkannt werden wird, wenn auch nicht von den Jungs mit dem Soundsystem, die bei leichtem Regen am Washington überlegten, ob sie anfangen, abwarten oder die Sache vergessen sollten.

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