Allgemein

ES GIBT SIE IMMER NOCH

die guten Nachrichten, wenn auch nicht mehr so oft wie in der guten alten Zeit, das weiß jeder. Zum Beispiel heute: Man muss sich keine Sorgen mehr machen, dass der Politiker Friedrich Merz keinen Job mehr hat, nachdem er bei den Christdemokraten so böse ins Abseits bzw. den Abgrund verschaukelt wurde. Er „arbeitet wieder als Aufsichtsrat bei Blackrock“, meldet Spiegel-Online. Das darf man Gerechtigkeit nennen. Und was heißt das und wer ist Blackrock? Der saubere Herr Merz ist „weiter als Ratsvorsitzender und Cheflobbyist für die Fondsgesellschaft unterwegs, die für überwiegend private Investoren mehr als 6000 Milliarden Dollar angelegt hat und weltweit an Tausenden Unternehmen beteiligt ist.“

Wer glaubt, wir könnten keinen literarischen Bezug herstellen, täuscht sich: Die irre Summe hat mich an etwas erinnert … ganz klar: In Mickey Spillanes Roman mit dem jetzt passenden deutschen Titel „Tod mit Zinsen“ geht es um 80 Milliarden (mit denen ein ähnlicher Verein wie Blackrock nicht glücklich wird), und Spillane war sich nicht zu schade, die Summe zu verdeutlichen: 1 „Million Mäuse in Hundertdollarnoten“ wäre „ungefähr so groß wie ein Wäschetrockner“, das heißt, man würde „für eine Milliarde tausend solcher Kisten brauchen“. Also nur, falls die Lobbyisten der Christdemokraten mal eine Lagerhalle brauchen …

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/friedrich-merz-bleibt-aufsichtsrat-bei-blackrock-a-1248702.html



EIN

gutes Neues wünschen wir allen Leserinnen und Abonnenten in diesem Block.

Und dazu hier auch mal was Lustiges (ein lustiges Autorennen!):

https://www.youtube.com/watch?v=0JL2-g3coiM



LEONIE SINGT

nicht nur und spielt Gitarre mit ihrer Band wie z.B. auf unserer neuen Remembering Nico-Single bei GutfeelingRecords, sondern eröffnet jetzt eine neue Ausstellung (mehr bei leonie-felle.de):

Bild könnte enthalten: Text



100 JAHRE BAYERN

heißt 100 Jahre Bayern in fester Hand der Loden-High-Society, die noch jedes System überlebt hat. Was macht diese Bande eigentlich, wenn sie nicht die Leute aus ihren Häusern rausschmeißt, um noch mehr Miete einsacken zu können? Ich habe es jetzt rausfinden können:

„100 JAHRE FREISTAAT BAYERN   BAYERN FEIERT – UND WIR FEIERN MIT! Exklusiv bei uns erhältlich: die auf 100 Exemplare limitierte Sonderedition „NOMOS Tangente – 100 Jahre Freistaat Bayern“ der Uhrenmanufaktur NOMOS Glashütte. Das Besondere: das Zifferblatt mit der blauen Raute auf sechs Uhr (…) EXKLUSIVES JUBILÄUMSANGEBOT: 1.840 EURO (…) Fridrich JUWELIER SEIT 1864″

In der Einleitung „Freiheit auf gut Bairisch“ zu diesem Anzeigenblatt, in dem in zusammengeklauten Texten die Namen von Eisner über Brecht und Valentin bis Kraudn und Prell und Polt  für geballten Schwachsinn herhalten müssen, heißt es: „Es geht lustig und skurril zu südlich des Weißwurstäquators. Und die nächsten 100 Jahre im Freistaat werden eine genauso große Gaudi.“ Die mir gefallen würde, wenn man solche TexterInnen mal für ein paar Stunden in einer Einzelzelle meditieren lässt.



REDEN MIT BESORGTEN

Der Berliner Edition Tiamat-Verleger und Autor Klaus Bittermann zur Frage, ob bzw. wie man mit Rechten reden soll:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1106439.mit-rechten-reden-denn-sie-wissen-was-sie-tun.html

Ausschnitt: „Das Einfühlungsvermögen in den AfD-Wähler ist erstaunlich groß, größer jedenfalls als gegenüber dem Wähler einer anderen Partei. Man sieht in ihm einen gutwilligen Menschen, der niemandem etwas Böses will, dem aber keine Aufmerksamkeit zuteil wird. Politiker fordern auf fast hilflose Weise, ihn nicht verloren zu geben, und ignorieren dabei das ganz Offenkundige, nämlich dass die sogenannten Wutbürger keineswegs ihrer Wut über die soziale Lage Ausdruck verleihen wollen. Vielmehr spricht Ignoranz und Ressentiment aus ihrem Wahlverhalten.“



ABSCHIEBESTOPP FÜR SAID FARDNOUR

Abschiebung trotz drohender Todesstrafe – Said Fardnour soll in den Iran abgeschoben werden

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrats am 21.11.2018

Abschiebung trotz drohender Todesstrafe: der Christ Said Fardnour soll aus der Abschiebehaft in den Iran abgeschoben werden.

Die Bundesrepublik Deutschland will Said Fardnour aus der Abschiebehaft in Eichstätt in den Iran abschieben, trotz der Tatsache, dass ihm dort die Todesstrafe, aufgrund seiner Konversion zum Christentum, droht.

Said Fardnour ist 2015 aus dem Iran nach Deutschland geflohen und ließ sich, weil er den christlichen Glauben bereits im Iran praktizierte, in der St. Michael Kirche in Weiden durch den Dekan Dr. Wenrich Slenczka taufen. Dieser untrügliche Nachweis der Glaubenszugehörigkeit reicht dem Bundesamt jedoch nicht aus. Die Behörden begründen die Abschiebeanordnung damit, dass Herr Fardnour seine „innere Überzeugung“ nicht glaubhaft darlegen könne.

Darüber hinaus steht die Hochzeit mit seiner Verlobten, einer in Deutschland lebenden EU -Bürgerin, kurz bevor, nachdem das Paar zwei Jahre lang versuchte die Eheschließung beim Standesamt zu vollziehen. Das scheiterte bislang immer wieder an geforderten Dokumenten, die das Paar nicht beschaffen konnte. Die Abgabe eines iranischen Nationalpasses, der nach den jahrelangen Mühen den Behörden zum Zweck der Eheschließung überlassen werden konnte, führte schließlich zu seiner Verhaftung während eines Termins am Standesamt.

Die Bemühungen seines Anwalts, die Haft zu verhindern, blieben bislang erfolglos. Es ist davon auszugehen, dass Herr Said Fardnour zeitnah abgeschoben und somit der Gefahr einer Todesstrafe ausgesetzt wird.

Die Behörden spielen hier mit dem Leben eines Konvertiten, weil sie dessen christliche Überzeugung nicht erkennen können, die im Akt der Taufe allerdings kirchlich bestätigt ist. Sie spielen zudem mit dem Leben eines Paares, dass sich in der Hoffnung, heiraten zu dürfen, den Behörden anvertraute und letztlich vor dem Nichts steht.

Wir fordern daher, die Abschiebung des Iraners christlichen Glaubens in den Iran einzustellen und ihn sofort aus der Abschiebehaft zu entlassen.  

Presseanfragen richten Sie bitte an: fluechtlingsrataugsburg@gmail.com

https://augsburgerfluechtlingsrat.blogspot.com/



RELATIV MINIMAL

Köşk Schrenkstraße 8 80339 München Telefon: 089-55064585 oder 0177-7646340 E-Mail: koesk@kjr-m.de

„relativ minimal“ Ausstellung 18. bis 24. November 2018

Martin Wöhrl – Stefanie Ullmann – Florian Süssmayr – Andreas Neumeister – Christine Liebich  – Aylin Langreuther – Martin Fengel

Vernissage 18. November ab 14 Uhr / Finissage 24. November ab 19 Uhr / Mi bis Do 17 bis 20 Uhr

 Ich weiß jetzt aber nicht, von wem das ist.



FLUCHTURSACHEN & KAPITALISMUS



UNSERE URBAYRISCHE MEGAPARTYLAUNE

ist nun nach 24 Stunden doch etwas abgeflaut, zumal unser Polit-Redakteur auch zu Bedenken geben wollte, dass der Fortschritt nicht so wahnsinnig irre ist, wenn man sich mal klarmacht, dass die mehr oder weniger christlich-soziale-rechte Seite bei 59,5% steht. Wobei der Depp, meinte unsere Lifestyle-Redakteurin, ja sogar die Freidemokratisten und Superbavaristen dazu zu zählen vergessen hat, womit ma bei guten 60+ waratn. Der Beginn von Katerstimmung? Natürlich samma soweit noch nicht bzw. noch lange aber schon überhaupts nicht.

Abb.: Schneepflug o.ä.



#ausgehetzt in bayern

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