Literatur

VOR 100 JAHREN

wurden am 15. Januar Luxemburg und Liebknecht ermordet, um die deutsche Rechtsfront durchzusetzen, aber es braucht kein Jubiläum, um eines der größten Werke der deutschen Literatur zu lesen, Alfred Döblins „November 1918“, dessen „Band 4 Karl und Rosa“ heißt, dessen „Achtes Buch – Der Mord an Karl und Rosa“ ist, in der dtv-Ausgabe ab S. 511

Eine TV-Doku. von 1969 (via Perlentaucher mit Verweis auf einen freitag-Artikel dazu):

https://www.youtube.com/watch?v=fh4ZO6NRsUY

Bildergebnis für alfred döblin november 1918 dtv



WOLFGANG POHRT

der große Soziologe und Schriftsteller, von dem ich mehr gelernt habe als von allen, die mir irgendwas lernen wollten, starb am Freitag nach langer Krankheit mit 73 Jahren. Sein Gesamtwerk bei Edition Tiamat. Hier die Nachrufe vom Literatur-Redakteur des Neuen Deutschland Christof Meueler („Er war unerbittlich, brillant und auch noch lustig.“) und von Verleger Klaus Bittermann in der taz („Er hinterlässt mehr Feinde als Freunde. Das hätte ihm gefallen.“):

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1108636.nachruf-wolfgang-pohrt-gegen-den-applaus.html

http://www.taz.de/!5561736/



DIE TECHNIK DES GLÜCKS (BZW. FRANZ JUNG (5))

Die Franz-Jung-Revue „Die Technik des Glücks“ oder auch die Erinnerung an einen viel zu vergessenen Autor, 18er-Revolutionär und Antifaschisten, jetzt am HAU-Theater in Berlin, u.a. mit Die Sterne und Robert Stadlober. Hanna Mittelstädt, Mitbegründerin und bis vor kurzem Verlegerin der Edition Nautilus (wo das Jung-Gesamtwerk erschienen ist), hatte lange an diesem Projekt gearbeitet … Hier ihr Interview dazu:

https://jungle.world/artikel/2018/46/jung-wusste-was-wichtig-ist

https://www.hebbel-am-ufer.de/programm/spielplan/groeschner-mittelstaedt-vogtenhuber-fischbeck-technik-des-gluecks/4106/



HEYNE HARDCORE

Mastermind Markus Nägele hat dem Buchmarkt ein Interview zum Verlags-Label und seinen Veranstaltungen gegeben:

https://www.buchmarkt.de/meldungen/1000000015409/



EINE TOLLE BÜCHERKOLUMNE

(vielleicht ist es sogar die beste weit und breit) schreibt seit vielen Jahren der Autor Wolfgang Bortlik für das Schweizer Comicmagazin Strapazin mit dem Titel „Das geschriebene Wort“, die sich meistens am Thema des Hefts orientiert. Reportagen ist die Nr.131, und hier ein paar dieser großartigen Bortlik-Sätze:

„Mittlerweile erscheinen mir die Journalistinnen und Journalisten aber nur noch als hysterischer Haufen. Fake News? Himmel­arsch, wir sind mit Fake News aufgewachsen und aus uns ist auch etwas Anständiges geworden. Jahrzehntelang habe ich mit meinen politischen Aktionen im Solde Moskaus oder wahlweise Pekings oder Tiranas gestanden und wusste nichts davon.“

Der ganze Txt und mehr: http://strapazin.ch/?page_id=7782

strapazin.ch



EINE SCHÖNE SOMMERGESCHICHTE

hat unser Wiener Kollege Andreas Niedermann geschrieben, eine fettige heiße Sozialstudie mit quietschenden Reifen könnte man sagen …

http://songdog.at/blog/?p=13610

Wem sie gefällt, dem gefällt auch sein neuer Roman:

Blumbergsongdog.at



DAS BENNO-OHNESORG-THEATER #10

10.7.2018 Theater Augsburg Hoffmannkeller 20h Franz Dobler präsentiert

DAS BENNO-OHNESORG-THEATER

Du weißt nicht, was dich erwartet, aber es wird nicht ganz blöd sein!

#10 der Augsburger Lesebühne mit den Gästen

Anna McCarthy (München) und Michael Wildenhain (Berlin)

Der Autor und „Bayerische Bastard“ Franz Dobler mit neuen und anderen Texten und diesen großartigen Gästen:

Die englische Münchnerin Anna McCarthy ist eine international begehrte Polit-Performance-Künstlerin, die von Malerei über Action-Art bis zu Musik (u.a. bei der Damenkapelle) und Video (u.a. für Franz Ferdinand) alles macht und auch Texte schreibt. (Hier ein sehr gutes Filmportrait: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/suedlicht/kunst-anna-mccarthy-100.html)

Der Berliner Michael Wildenhain kommt aus der 1980er-Hausbesetzerszene und ist heute einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und Gesellschaftsanalytiker, außerdem neuer Berlin-Vorsitzender des Deutschen Schriftsteller Verbands. Sein jüngster Roman „Das Singen der Sirenen“ (Klett-Cotta) war für den Deutschen Buchpreis 2017 nominiert.

Wie immer also Menge Stoff in der einzigen Politshowlesebühne mit Pause, permanent und bei jedem Wetter geöffneter Bar und gelegentlich familienfreundlichem Humor! Tickets: 0821-3244900 oder theater-Augsburg.de/karten



DIE GANZE REDE

von Feridun Zaimoglu zur Eröffnung des Bachmann-Literaturwettbewerbs 2018:

https://bachmannpreis.orf.at/stories/2922747/

„… Wer sagt denn, dass das Gerücht immer größer sei als die Wahrheit? Wer verkehrt die Verhältnisse, und wer beschimpft die Verkehrtheit? Wer glaubt, er wurzele in der Heimatscholle und er sei für immer und ewig unentwurzelbar? Wer schwätzt von der Gegenwart als von einer Leere, und wer faucht und wispert böse Flüche in die Leere? Das ist der Armenhasser, das ist der Frauenhasser, das ist der Fremdenhasser …“


WIGLAF DROSTE

wurde vor einigen Tagen mit dem Göttinger Elch für sein satirisches Lebenswerk ausgezeichnet. Hier die Laudatio von Friedrich Küppersbusch auf Freund Wiglaf, den großen Dichter, Kritiker und Satiriker, dessen großes Werk bei Edition Tiamat erscheint:

https://www.jungewelt.de/artikel/334924.der-unumarmbare.html?sstr=k%C3%BCppersbusch



TEXTLAND

ist eine neue Literatur-Blog-Aktion des geschätzten Kollegen Jamal Tuschick:

http://www.textland-online.de/index.php?article_id=8

Seine Beschreibung dazu: „Neue deutsche Literatur / »Eine Kultur ergibt sich erst aus der Vermischung« / Im deutschsprachigen Raum existiert schon lange eine lebendige, hochklassige Literaturszene, in der Texte entstehen, die geprägt sind vom kulturellen und sprachlichen Reservoir mehrerer Kulturen. TEXTLAND gibt diesen spannenden Entwicklungen den nötigen Raum, sich zu entfalten und fördert langfristig den weiteren Prozess. TEXTLAND bietet eine öffentliche Bühne für transkulturelle, lebendige Begegnungen und Kontroversen, ist erzählte Welt als Panorama der Gegenwart. Der Name ist Programm – TEXTLAND steht für ein grenzüberschreitendes Land aus Texten, aus Geschichten und Narrativen.“

 „Jamal Tuschick, geboren 1961 in Kassel. Lebte von 1987 bis 2010 als Journalist und Schriftsteller in Frankfurt am Main. Er beteiligte sich fünfundzwanzig Jahre an der Kulturberichterstattung der Frankfurter Rundschau und rezensierte fünfzehn Jahre für die junge welt. Seit 2010 pendelt er zwischen Kassel und Berlin. Als Schriftsteller debütierte er 1999 mit „Keine große Geschichte“ in der edition suhrkamp. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Pseudonym Raik Kepler den Roman „Der Maschinenraum des Universums“ bei Palma Publishing Berlin. Tuschick gehört zum Autorenstamm von Faust Kultur. Jamal Tuschick ist Leiter der Zukunftswerkstatt MAIN LABOR und des MAIN LABOR-Blogs.“