Literatur

YURIY GURZHYS KRIEGSTAGEBUCH NR.66

Yuriy Gurzhys Kriegstagebuch (66): Charkiw ist die glücklichste Stadt der Welt. „Der ukrainische Autor, DJ, und Musiker Yuriy Gurzhy lebt seit 1995 in Berlin. Hier schreibt er über den Krieg in der Ukraine.“

https://www.tagesspiegel.de/kultur/yuriy-gurzhys-kriegstagebuch-66-charkiw-ist-die-glucklichste-stadt-der-welt

Und der Künstler ist auf der Hotlist für „Die Bücher des Jahres aus unabhängigen Verlagen“: „Jetzt brauchen wir eure Stimme – wir freuen uns sehr, wenn ihr beim Publikumsvoting mitmacht“: https://www.hotlist-online.com/wahllokal-polling

Cover Richard Wagner und die Klezmerband, Yuriy Gurzhy



STAND WITH SALMAN

Ist möglicherweise ein Bild von Text „PEN AMERICA 100 TheFreedom Freedom toWrite Stand With Salman Featuring: Paul Auster. Reginald Dwayne Betts Tina Brown Kiran Desai. Andrea Elliott. Amanda Foreman Roya Hakakian A.M. Homes Siri Hustvedt Hari Kunzru Aasif Mandvi Colum McCann Andrew Solomon Gay Talese. and more JOIN US IN PERSON Friday Aug. 19 11 am ET Steps of The New York Public Library Fifth Avenue and 42nd Street This event will also be livestreamed.“



PEN-BERLIN: WORDS AGAINST VIOLENCE – AN EVENING FOR SALMAN RUSHDIE

Der PEN Berlin und das Berliner Ensemble laden ein zu:

WORDS AGAINST VIOLENCE – SOLIDARITÄTSLESUNG FÜR SALMAN RUSHDIE

Sonntag, 21. August 2022, 18.30 Uhr, Berliner Ensemble, Neues Haus

„Die Kunst ist verwundbar, weil sie von Menschen gemacht wird und andere Menschen sie zerstören wollen. Seit dem Todesbefehl des iranischen Mullah-Regimes hat Salman Rushdie diese Verwundbarkeit bitter erfahren müssen – und niemand kann sagen, welche seelischen und körperlichen Wunden der Mordversuch vom 12. August hinterlassen wird.
Doch wir alle müssen das schützen, was Salman Rushdie immer am wichtigsten war: Die Freiheit des literarischen Wortes. PEN Berlin und das Berliner Ensemble haben kurzfristig eine Lesung organisiert, als Gene-sungsgruß an Salman Rushdie, einen der größten Schriftsteller unserer Zeit. Als Zeichen des Widerstands gegen Fanatismus und Gewalt, gemeinsam mit dem Publikum, mit seinen Leserinnen und Lesern.
Wie kein zweiter Schriftsteller seiner Generation musste Rushdie Jahrzehnte lang um seine persönliche und künstlerische Freiheit kämpfen. Was in unserer Welt oft hölzern und routi-niert daherkommt – das Reden über die Freiheit des Wortes – klingt bei ihm sinnlich und lebendig: „Wenn wir an die Freiheit glauben, wenn wir wollen, dass die Luft, die wir atmen, im Überfluss vorhanden und atembar bleibt, dann müssen wir das Existenzrecht der Kunst nicht nur verteidigen, sondern feiern.“

Am Sonntag im Berliner Ensemble feiern wir Salman Rushdies Kunst.

Mit Seyran Ateş, Priya Basil, Zoë Beck, Thea Dorn, Can Dündar, Eren Güvercin, Eva Menasse, Yassin Musharbash, Sven Regener, Judith Schalansky, Günter Wallraff, Deniz Yücel und mit freundlicher Unterstützung des C. Bertelsmann Verlages

Der Vorverkauf für die Lesung läuft ab sofort über die Theaterkasse des Berliner Ensembles, die Karten kosten 16 Euro, ermäßigt 9 Euro. 



EIN STARKER BASS (REVISITED)

Stolpern als Art der Fortbewegung, Lebensart oder Zeichen von Aufmerksamkeit wird unterschätzt und sogar belächelt, wenn nicht verachtet. Hier ein weiteres Lob des Stolperns: ich stolperte über einen Artikel, den ich vergessen hatte, veröffentlicht im Freitag 41/2015, den ich aus zwei Gründen hier wiederveröffentliche: 1. war mein Betreuer als Textchef mein kürzlich verstorbener Freund Thomas „Cäsar“ Kaiser, und 2. passt der Artikel zum damals erschienenen Buch Country von meinem Freund Andreas Niedermann auch ganz gut zu seinem neuen autobiografischen Roman Schreiben. Selbstbild mit Tier (von gewissen Details mal abgesehen, so hat er sich sieben Jahre später aus dem von ihm gegründeten Songdog Verlag zurückgezogen), wie auch meine allgemeinen Literaturbemerkungen weniger veraltet sind, als viele denken oder hoffen möchten. Es tut übrigens nicht so wahnsinnig weh, wenn man ein paar *** eigenverantwortlich hinzufügt:

EIN STARKER BASS

(im Freitag 41/2015 abgesegnet von Thomas Cäsar Kaiser)

Die deutsche Gegenwartsliteratur hat drei Krankheiten, die bei ihren Buchhaltern allerdings beliebt sind. Die Gute-Laune-Pest: Weil es heute mehr Kabarettisten als Sozialarbeiter gibt, will jeder Schreiber mitmachen, der schon mal einen Witz gehört hat. Fettleibigkeit: Auch wer nicht viel zu sagen hat, streckt das auf 400 plus Seiten, denn der Markt findet’s geil, redundantes Rumlabern ist vollkommen akzeptiert und neobiedermeierliche Häkelarbeiten werden gern ausgezeichnet – während die Kunst des Weglassens und der Schnelligkeit nicht mehr viel wert ist. Und drittens natürlich: diese Mittelschichtsautoren! Feridun Zaimoglu sagte in einem Interview kürzlich nichts anderes: „Ich habe nirgendwo sonst in der deutschen Gesellschaft so viel Hierarchie gesehen wie im Literaturbetrieb. Es konnte nicht sein, dass so ein dahergelaufener Unterschichtler“ wie er sich da einmischte, und an dieser Tour habe sich seit 20 Jahren nichts geändert.

Ich fange hier nicht damit an, weil ich vorhabe, eine Dichterinitiative zu gründen oder an so einem großen Essay arbeite, der jedes Jahr gebraucht wird, um nach kurzer Debatte die Archive zu ergänzen, und mir ist auch egal, ob ein Autor (nach Charles Plymell gesagt) Kuhscheiße an den Stiefeln oder einen Leipzig-Schreibkurs absolviert hat. Ich habe damit angefangen, weil Andreas Niedermann einer der wenigen deutschsprachigen Autoren ist, die keine dieser drei Krankheiten haben. Was Mittelschicht und -literatur betrifft, kann er sowieso keine der Voraussetzungen vorweisen. Von dem, was es sonst noch gibt, erzählt er in seinem neuen Buch Country eine Menge. Direkt mit der Musik hat das nichts zu tun, es war die berühmte Definition von Harlan Howard, Country sei nichts anderes als „three chords and the truth“, von der sich der Autor inspirieren ließ. Seine Themen wie Freundschaft, Liebe, Sex, Gier, Verrat, Rache sind countryesk, mit einem ländlichen Hintergrund und vielen Tieren, die auch gejagt und getötet werden.

Der starke Bass, der sozusagen unter allen fünfzehn Stories stampft, ist jedoch „harte Arbeit“: die Art Arbeit, bei der man fliegt, wenn man krank ist, und keinen bezahlten Urlaub hat, oder die man vielleicht gleich morgen hinschmeißt; und die mit dem alten Spiel „Such den Raps“ verbunden ist, weil’s jederzeit vorbei sein kann und man wieder Raps auftreiben muss, den Kies von der Maloche, die vom hebräischen Melacha kommt und dich meschugge macht. Und das Problem ist, dass man selten allein arbeitet …

„Weil ich etwas gegen das Töten von Schlangen hatte, hielten mich einige Kollegen für weichherzig, um nicht zu sagen für ein Weichtier, aber sie staunten jeden Mittag, wenn die Bündel gezählt wurden und ich immer einige mehr geschnitten hatte als jeder von ihnen. Jeden Tag schaffte ich mehr als sie, und sie wunderten sich, dass einer, der nicht töten wollte, mehr arbeiten und am Abend mehr trinken konnte als sie, die doch gerne töteten und tranken.“ Dann kommt mit einem Satz, wo der eigentliche Nerv der Geschichte steckt: „Nur Chiara schnitt mehr Bündel als ich.“ Und sie war der Boss.

Ein vielschichtiges Beziehungsdrama zwischen Arbeit und Sex, erzählt auf zehn Seiten. Ohne einen überflüssigen Satz. Das gilt für alle diese Stories, und das ist große Kunst – die Kunst, nur so viel wie nötig zu sagen, mit ein paar knappen Dialogen ein Panorama aufzubauen, einen schönen Gag wie ein Blitzlicht zu setzen (anstatt ihn aus- und niederzuwalzen), mit dem einen richtigen Satz (und nicht zehn Seiten Rumlabern) das Herz einer Geschichte zu zeigen (oder sie auf den Kopf zu stellen, um zu zeigen, dass der Schein trügt).

Es ist die Kunst, die bei uns nicht viel gilt. Auch weil solche Jobs wie in Country selten zu Literatur verarbeitet werden (es will sie ja keiner mehr machen). Natürlich steckt in dieser ersten Sammlung mit Short Stories, nach etwa zehn Romanen Niedermanns, eine Menge Biografisches. Er wurde 1956 in der Schweiz geboren und lebt seit 20 Jahren in Wien. Er ist viel durch Europa gereist, hat auf dem Bau gearbeitet, als Almhirte, Koch, Theatertechniker, hat die erste Bühne der Roten Fabrik in Zürich gezimmert, sich mit Ökospießern und Mittelschichtpunks gestritten und auch vom Boxen und Saufen in seinen Romanen erzählt (die übrigens alle um die 200 Seiten lang sind). Sein erster Roman Sauser (eine Anspielung auf den Schriftsteller und Abenteurer Blaise Cendrars), erschien 1987 bei Edition Nautilus. So wurden wir Verlagskollegen, danach Freunde, die sich längst alle möglichen Krankheiten erzählt haben.

Zum Profil eines Autors, der außerhalb vom sogenannten Betrieb einiges erlebt, gelernt und getan hat, passt, dass er vor zehn Jahren seinen eigenen Songdog-Verlag gründete (in dem er nicht nur seine Bücher produziert). Nach drei Romanen hatte ihn damals ein neuer Verleger hingehalten und abgeschoben, dann gingen ihm Lektoren auf die Nerven und er meinte, sie könnten ihn jetzt alle mal. Ich hatte ihm vom Verlag abgeraten, aber Andrzej Stasiuk hatte in Polen gerade seinen eigenen aufgestellt, und das war ein stärkeres Signal. Dass Niedermann Buchmessen nichts abgewinnen kann und das Klinkenputzen nie lernte, macht’s nicht leichter; dass er sich stoppen lässt, außer vielleicht durch eine Bombe in seine nicht existierende Bürofront, glaube ich nicht. Er hat genug trainiert, nicht nur als Pilger, wie er eine der Stories genannt hat.

„Der Hunger. Er war ein kleines, wütendes Tier, das gurgelnd und rumorend in meinem Gedärm rauf und runter tobte. So fühlte es sich an. Der Scheißhunger. Zuletzt hatte ich vor drei Tagen etwas gegessen. An einem Fest der Kommunistischen Partei, in das ich zufällig geraten war. Irgendjemand hatte einen Teller Spaghetti Carbonara vor mich hingestellt. Oder ich hatte mich vor einen ledigen Teller gesetzt. Was weiß ich. Drei Tage war das her. Ich besaß noch eineinhalb Schachteln Zigaretten und eine Flasche mit gechlortem Wasser. Und ich hatte noch 1200 Kilometer vor mir.“

Country. Fünfzehn Stories. Songdog, Wien 2015, 180 S. / Schreiben. Selbstbild mit Tier. Songdog, Bern 2022, 192 S.

ISBN 9783950355796: CountryCover Niedermann Schreiben



AUCH VAMPIRE SIND DOCH NICHT DOOF

Mein geschätzter Kollege und Edition-Tiamat-Autor Joe Bauer hat mich in seine neuste Kolumne reingeholt, genauer gesagt meine Story „Doof“, und mein Bauch ist gut gepinselt, obwohl es da um Vampire geht, genauer gesagt um einen Vampir-Überfall:

https://www.kontextwochenzeitung.de/kolumne/593/vampire-8347.html?fbclid=IwAR1oBkhosnHRvP2i2dJHgGTm0nPfYDj8yXn4Nu6sBvAFX9mRLKTTr11lN04

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person, steht, Straße und StraßeJoe

bei der Arbeit



PEN-BERLIN : PRESSEMITTEILUNG

Pressemitteilung des PEN-Berlin, 14.7.2022:
„Mit „Die Kultur der Ukraine im Fadenkreuz Russlands – Stimmen
ukrainischer Autorinnen und Autoren“ setzt die
Friedrich-Naumann-Stiftung für die
Freiheit/Thomas-Dehler-Stiftung jetzt in Kooperation mit dem
PEN Berlin ihre Online-Veranstaltungsreihe zu Writers in
Prison/Writers in Exile am 18. Juli 2022 um 19 Uhr fort und
nimmt die prekäre Lage von Autor:innen sowie der
Zivilgesellschaft in der Ukraine in den Blick.
   Putins brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine ist geprägt
von schwersten Menschenrechtsverletzungen, Terror und
Zerstörung. Die ukrainische Kultur ist existenziell bedroht,
Schriftsteller:innen und Medienschaffende arbeiten in den
besetzten Regionen unter enormen Druck und unter Lebensgefahr.
   Nach einer Einführung durch Constantin Groth, Fachbereich
Politische Bildung des Landesbüros Bayern der
Friedrich-Naumann-Stiftung, und Ralf Nestmeyer, Boardmitglied
des PEN Berlin, lesen Marjana Gaponenko und Dimitrij
Kapitelman – beide Mitglied von PEN Berlin – aus eigenen
Texten und den Werken ukrainischer Kolleginnen und Kollegen.
Anna Kravtšenko (Projektleiterin der Friedrich-Naumann-
Stiftung für die Freiheit – Ukraine und Belarus) stellt die
aktuelle politische Situation in der Ukraine vor. Anschließend
moderiert Nina George, Präsidentin des European Writers‘
Council und ebenfalls Mitglied des PEN Berlin, eine Diskussion
mit den Teilnehmenden sowie dem Publikum, das via Chat auch
Fragen stellen und mitdiskutieren kann.
   Die Teilnahme an der (digitalen) Veranstaltung ist kostenfrei.
Weiterführende Informationen und Anmeldelink
unter: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Veranstaltungen zu Russland, Uganda und Mexiko sind in Planung
und werden in den nächsten Monaten stattfinden.
PEN Berlin. Wir stehen im Wort.“


WALTER GRÖNER PFLEGT DAS GRAB VON FRANZ JUNG FOTOGRAFIERT VON WERNER FRITSCH

Der geschätzte Kollege Werner Fritsch mit einem für die deutsche Literaturgeschichte bedeutenden Foto (on f-book 5.7.): „POE@TRY: Der Dichter Walter Gröner pflegt das Grab von Franz Jung („Torpedokäfer“) Stuttgart 2022“

Ist möglicherweise ein Schwarz-Weiß-Bild von 1 Person und außen(Foto c by Werner Fritsch) – Auszüge aus dem dazugehörigen Schriftverkehr: Jan Kuhlbrodt: „hat jung kein ehrengrab´?“ Fritsch: „Ja das hat er, aber es war total verwildert, bis da Walter gröner kam aus Saarbrücken mit einer Tüte Harken etc : ich war einer seiner Assistenten…“ Fritsch: „Walter hat sich auch gekümmert, dass das Grab fürderhin mehr Aufmerksamkeit erfährt, was endlose Telefonate mit unwissenden Bürokraten erheischte…“ Marc Ottiker: „Hat der nicht auch Der Weg nach unten geschrieben?“ Fritsch: „Ja das ist ein anderer Titel für Torpedokäfer… Darin beschreibt er die Zusammenarbeit mit Piscator : was die damals schon alles gemacht haben!!! Und was uns immer als die neueste Mode verkauft wird…Clemens Schittko: „Der Torpedokäfer war mal eine Kneipe in Berlin (Prenzlauer Berg) in den 1990ern.“ Jochen Knoblauch: „Dazu kommen die Zeitschriften-Projekte der „Prenzlauer Berg-Connection“ wie „Sklaven“, „Abwärts“ usw.“ Annett Gröschner: „guter mann“ Ignaz Wrobel: „Meine Lieblingsepisode aus Der Weg nach unten (aka Torpedokäfer): 1. Weltkrieg, Jung ist desertiert und in Berlin auf der Flucht, trifft Walter Serner, der stellt ihm ein Attest aus: Herr Jung ist unverzüglich in ein Krankenhaus sozusagen durchzulassen, gezeichnet Dr. Walter Serner. Als die Jäger draufkamen, dass dieser Dr. Serner kein Arzt, sondern nur ein Jurist ist, war Jung schon abgedüst. (Jung beschreibt auch den Dr.: sitzt wie ein wohlhabender Gentleman im Café, aber unter dem schönen Mantel hat er nur noch ein bisschen Unterwäsche; wo und wann die Nazis Dr. Serner ermordeten, konnte übrigens nie aufgeklärt werden…). Danke den Grabpflegern und dem Fotograf!“



YOUNG POETS AND YNG PTS

Egal, was passiert! Man kann immer Gedichte schreiben, nein, man muss sogar! Und überall! Michael Brake hat in der taz die Beweise veröffentlicht: „Im Weinregal wartet ein Trio des Grauens, präsentiert von einer Winzergruppe namens „young poets“: „Fifty shades of GRAUBRGNDR“, „Everything happens for a RSLNG“ und „Always sunny SVGNBLNC“. Ich bin glücklich, dass ich das dritte Wortspiel gar nicht erst verstehe, und gleichzeitig wütend, dass dort ein N fehlt, denn es muss SVGNNBLNC heißen, wnnschn, dnnschn.“

Der Trend zu bemüht-lustigen Etiketten zieht sich durch alle Warengruppen im Supermarkt

https://taz.de/Bemueht-lustige-Produktverpackungen/!5859185/



ES IST NIE ZU HEISS

um ein gutes Buch zu lesen. Ich schwöre. Unser alter Freund und Wien-Korrespondent hat wieder eins geschrieben. Vielleicht sein bestes. Oder wieder mal sein bestes. Weil er eben immer besser wird. Hat er nichts Besseres zu tun? Geht euch nichts an. Mehr dazu bevor’s dann wieder kälter wird…

Cover Niedermann Schreiben uva

https://songdog.ch/songdog-home.html

Mit einem – auch das gibt´s! – korrekten Verlagsinfo: „Rasant, brutal, komisch und witzig erzählt Andreas Niedermann vom gefährlichen und abenteuerlichen Leben eines Getriebenen. Schonungslos ehrlich mit sich und anderen sucht er in dieser Odyssee, die ihn durch Schweizer Städte, durch Wien, Paris, Italien, Griechenland treibt, nach der Gelegenheit, das zu tun, was er will: Schreiben. Aber wie schreibt man? Und vor allem, wie erschafft man eine Situation, die Schreiben erst ermöglicht? Und was soll das überhaupt: das Schreiben? Für wen denn? Wie muss es klingen? Und was ist ein Schriftsteller?“ Wüsste ich auch gern – und weiß jetzt mehr. Wird´s mir weiterhelfen? Nicht ausgeschlossen. Hilft jedenfalls mehr als beten. Was man nicht von vielen Büchern behaupten kann.



PEN Berlin (3)

„Im Literaturhaus Berlin hat sich heute der PEN Berlin gegründet. Gewählt wurde ein elfköpfiges Gründungsboard, für das Eva Menasse und Deniz Yücel sprechen (…) Die erste Amtshandlung … war hochsymbolisch. Noch während die Wahl des Gründungsboards im Berliner Literaturhaus und per Zoom lief, machten sich die beiden Gründungsboard-Mitglieder Simone Buchholz und Alexandru Bulucz auf den Weg zum Berliner Flughafen, um dort den von der russischen Regierung zur Fahndung ausgeschriebenen kremlkritischen Schriftsteller Dmitry Glukhovsky abzuholen. (…) Zudem hat der Wikileaks-Gründer Julian Assange, dem die Ehrenmitgliedschaft vom PEN Berlin angetragen worden war, diese angenommen…“

https://www.br.de/nachrichten/kultur/menasse-und-yuecel-an-der-spitze-des-neuen-pen-berlin

The board: Simone Buchholz, Alexandru Bulucz, Joachim Helfer, Konstantin Küspert, Eva Menasse, Ralf Nestmeyer, Ronya Othmann, Mithu M. Sanyal, Elke Schmitter, Sophie Sumburane, Deniz Yücel