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TOBIAS GRUBEN : DER FILM

Eine außergewöhnlich großartige Meldung, ein Dokfilm über Tobias Gruben, der mit die beste deutsche Popmusik gemacht hat, viel zu wenig bekannt war, früh verstorben und viel zu vergessen ist. Ich hatte ihn erst mit seiner letzten Band Sol mitbekommen, die Single „Hände“ auf Buback 1996 kam kurz vor seinem Tod rein, wenn ich mich richtig erinnere; ich glaube, der Autor Alfred Hackensberger hatte was über die Hamburg Szene und mich auf Gruben aufmerksam gemacht… Seinen unveröffentlichten Song „Stammheim Blues“ nahm ich dann auf #3 Zur Hölle Mama (Trikont US-0248, 1998).

DIE LIEBE FRISST DAS LEBEN – Tobias Gruben, seine Lieder und die Erde

auf dem FILMFEST HAMBURG am 29.09. um 18h im Metropolis Weltpremiere!

TRAILER

Ein Dokumentarfilm von Oliver Schwabe

„Die Liebe frisst das Leben“ spürt dem Werk von Tobias Gruben nach, der auch zwanzig Jahre nach seinem Tod als ungeschliffener Diamant deutscher Popkultur als nahezu unentdeckt gilt. Junge Bands wie „Messer“ oder „Isolation Berlin“ inspiriert der Sänger von „Cyan Revue“ und „Die Erde“ zu Coverversionen. Der Film erzählt aber nicht nur von einer unvollendeten Musikerkarriere, sondern er beschreibt auch den anhaltenden Kampf eines Sohnes um die Anerkennung seines Vater. In Interviews, teils unveröffentlichter Musik und Briefen führt „Die Liebe frisst das Leben direkt in das Herz und den Kopf eines fast vergessenen Musikers, der kurz vor dem kommerziellen Durchbruch an einer Überdosis stirbt und dessen Texte und Lieder bis heute berühren.

Mit: Sebastian Gruben, Imogen Gruben, Heidrun Tuchenhagen, Florian Langmaack, Tobias Levin, Rocko Schamoni, FM Einheit, Alfred Hilsberg, Horst Petersen und Coverversionen von Paul Pötsch/Trümmer, Hendrik Otremba/Messer, Timm Völker, Tom Schilling, Fee Kürten/Tellavision und Isolation Berlin. Und Gustav Peter Wöhler und Robert Stadlober als Sprecher.

Bildgestaltung: Nikolas Jürgens # Ko-Produzent: Klaus Maeck # Buch und Regie: Oliver Schwabe # eine field recordings filmproduktion mit interzone pictures

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JETZT DA: NICO: DAS BUCH

Das wird zweifellos eines der schönsten Bücher des Jahres sein und ich bin stolz darauf, mit meinem Nico-Gedicht „Verhängnisvolle Frau“ dabei zu sein…

Herausgeber: Manfred Rothenberger und Thomas Weber
in Zusammenarbeit mit dem Institut für moderne Kunst Nürnberg
Gestaltung: Timo Reger
624 Seiten mit 92 Farb- und 134 s/w-Abbildungen
Hardcover; 14 x 21 cm * 35,00 Euro * ISBN: 978-3-922895-34-3

https://www.starfruit-publications.de

„Die Sängerin und Schauspielerin Nico (als Christa Päffgen geboren am 16. Oktober 1938 in Köln, am 18. Juli 1988 gestorben auf Ibiza) war das erste deutsche Supermodel, sie arbeitete u.a. für die Fotografen Herbert Tobias und Willy Maywald, war Muse von Warhol und Fellini, wirkte mit in zahlreichen Independent-Filmen von Andy Warhol und Philippe Garrel, war befreundet mit Brian Jones, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Leonard Cohen, Lou Reed, John Cale, Iggy Pop, Patti Smith und Jim Morrison. (…)
Dieses Buch enthält zahlreiche erstmals auf deutsch veröffentlichte Nico-Interviews, rare Fotografien, wichtige Platten- und Konzertreviews, Interviews mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie Beiträge zeitgenössischer Künstler*innen, Musiker*innen und Autor*innen, die Nicos Werk aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und neu erfahrbar machen.
Mit Beiträgen u.a. von: Heike Aumüller, Lester Bangs, Alexandra Baumgartner, Frank Bez, John Cale, Julian Cope, Ann Cotten, Walter Dahn, Dietmar Dath, Franz Dobler, Marianne Enzensberger, Harun Farocki, Karin Fisslthaler, Werner Fritsch, Philippe Gerlach, Antoine Giacomoni, Lutz Graf- Ulbrich, Harald inHülsen, Frank Kelleter, Kitti & Joy, Jutta Koether, Juliane Liebert, Gerard Malanga, Willy Maywald, Jonathan Meese, Michaela Meise, Jonas Mekas, Michaela Melián, Phil Milstein, Wolfgang Müller, Kris Needs, Susanne Ofteringer, Tal R, Marianne Rosenberg, Steve Schapiro, Cornelia Schleime, Hank Schmidt in der Beek, Stephen Shore, Aleen Solari, Ulf Stolterfoht, Allan Tannenbaum, Gert & Uwe Tobias, Rosemarie Trockel, Andy Warhol und James Young.“



EIN SCHUSS INS BLAUE (7)

Das in junge Welt vom 14.9. vorabgedruckte Kapitel „Perfekte V-Männer“ wurde vom Autor leicht gekürzt und bearbeitet. Der Roman erscheint am 21.9.

https://www.jungewelt.de/artikel/362840.kriminalroman-perfekte-v-m%C3%A4nner.html



EIN SCHUSS INS BLAUE (6)

Ein 2-seitiger Vorabdruck aus meinem neuen Roman Ein Schuss ins Blaue erscheint am 14.9. in der Wochenendbeilage der jungen Welt im passenden Feld „abc-Waffen“.

https://www.klett-cotta.de/buch/Literarischer_Krimi/Ein_Schuss_ins_Blaue/106752



MIT DIESEN TAPFEREN DEMOKRATEN

ist unsere Zukunft bombensicher: „Nach der Wahl eines Rechtsextremen zum Ortsvorsteher“ im hessischen Altenstadt „mit Stimmen aus SPD, CDU und FDP fordern führende Bundespolitiker der Parteien Konsequenzen.“ Dann geht´s ja.

Und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderte sogar, die Wahl wieder aufzuheben und twitterte laut Spiegel-Online vom 7.9.: „Die SPD hat eine ganz klare Haltung: Wir kooperieren nicht mit Nazis! Niemals!“ Das ist beruhigend. Obwohl wir uns Sorgen machen um den General. Wie natürlich um jeden Mann, der nicht weiß, was er redet.



EIN SCHUSS INS BLAUE (5)

Morgen in Marburg im Rathaus lese ich zur Eröffnung des Krimifestivals um 20 Uhr zum ersten Mal aus meinem neuen Roman „Ein Schuss ins Blaue“ (obwohl er erst am 21.9. bei Klett-Cotta-Tropen erscheint und obwohl ich noch nicht weiß, was ich lesen könnte, sollte, müsste, möchte), zusammen mit dem Schirmherrn des Festivals, Friedrich Ani, und Kollegin Elisabeth Herrmann, die in diesem Fall Moderatorin ist.

Buchdeckel „978-3-608-50346-3All die unbewohnten Zimmer

Vielleicht das Kapitel „Perfekte V-Männer“? Ein Auszug: „Fallner sah die Straße runter und fragte sich, warum sich der größte Teil seines Lebens in diesen Nebenstraßen abspielte. Und wann und wo und warum er irgendwann falsch abgebogen war. Und warum er nicht mit seinem Bruder im Garten von Millionären saß, die viel Geld dafür bezahlten, dass ihre Häuser nicht von jungen Männern besucht wurden, die nicht im Meer ertrunken waren. Er sah die Straße runter und an der Kreuzung dreißig Meter weiter einen Mann mit einem Gehstock und einer braunen Einkaufstasche. Er stand neben einem Abfallkorb und schaute sich um, dann vorsichtig in den Abfallkorb rein, als würde jeden Moment etwas herausspringen.“



BEST OF WIGLAF DROSTE

neu bei Edition Tiamat, hrsg. von seinem längjährigen Freund und Verleger Klaus Bittermann. Mit einem Vorwort von Friedrich Küppersbusch. 304 Seiten, 18.- Euro

 »Mit dieser komprimierten, aber repräsentativen Auswahl versteht man sofort, dass Droste ein Monolith war: sprachlich brillant und von großer Klarheit, analytisch scharf, mit überraschendem Witz und in offener Gegnerschaft zu praktisch jedem, gegen alles Nationale, Patriotische, Rechte, Neoliberale sowieso.« (Heiko Werning, ver.di publik)

„Wiglaf Droste, mit 57 Jahren überraschend gestorben, wird gerne mit Kurt Tucholsky in einem Atemzug genannt. Er war in jedem Fall ein ebenso begnadeter Polemiker wie Dichter hinreißender Liebeserklärungen, ein mit den Nuancen der Sprache vertrauter Analytiker und ein unversöhnlicher Kritiker der politischen Verhältnisse und der Dummheit. (…) In diesem Buch erscheinen seine Texte, die für Furore sorgten und Debatten auslösten, wie »Als Schokoladenonkel unterwegs«, der ihm einen Boykott seiner Lesungen eintrug, »Mit Nazis reden?«, eine bereits vor 25 Jahren gegebene letztgültige Antwort auf eine aktuell diskutierte Frage, eine feine Liebeserklärung an »Die rauchende Frau« und »Die Rolle der Frau«, ein Zusammentreffen mit dem »Proletariat«, eine Reise um die Welt mit 80 Phrasen, die Wahrheit über den »Commandante Reduntante« aus der Konkret und viele andere unvergessene Evergreens.“



NACH DER WAHL #4

Ein vor der Wahl geführtes Interview, das keineswegs veraltet ist: „Die AfD ist als Abspaltung der CDU zu verstehen, sagt Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen. Ein Gespräch über rechte Hegemonie und was ein Wahlerfolg der AfD für Sachsen bedeuten würde.“

https://jungle.world/artikel/2019/34/die-afd-ist-fleisch-vom-fleisch-der-cdu

Ergänzung aus Brandenburg: „In Gemeinden, in denen die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2014 besonders stark verloren hat, gewann die AfD häufig besonders stark hinzu.“ (SZ, 3.9.)



NACH DER WAHL #3

nd-Autor Thomas Blum schreibt auf f-book:

Thomas Blum„Direkt an der Hauptstraße von Hirschfeld, zwischen Apotheke und Kirche, liegt der Jugendklub des Dorfs. Er wird von Rechten dominiert. Am Wahlsonntag steht einer von ihnen mit Reichsadler auf seinem T-Shirt auf der Straße, keinen stört es, das ist hier schlicht normal, sagt eine Bewohnerin.

Im privaten Kreis würden auch Hakenkreuzmotive getragen, und auf Partys könne es passieren, dass ein und derselbe Hirschfelder erst den Holocaust leugne und dann aber vorschlage, ob man mit den Flüchtlingen in Deutschland nicht einen weiteren Holocaust veranstalten könne.

„Für die Jüngeren ist es cool, rechts zu sein“, sagt die Frau. Die Älteren wählten AfD, weil sie sich mehr Respekt wünschten. „Respekt für ihre Lebensleistungen, der wird ihnen angeblich verwehrt, gerade von Westdeutschen.““



NACH DER WAHL #2

Ein Beitrag von Gerrit Wustmann btr die Kulturleuchten der AfD:

https://www.heise.de/tp/features/AfD-gegen-Kultur-Ein-aussichtsloser-Kampf-4510281.html?fbclid=IwAR03e5M-XMSutpOwEHGy2ZTlBIMM1hYnJvO7UqlQbjTu3sTyUbs2zMjRha8