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OCCUPY RESIST PRODUCE REPEAT

Die Solidarität-mit-Viome-2-LP jetzt auch auf Bandcamp. Mit Rückendeckung von Das Hobos bringe ich den Song „Wer macht den Dreck und wer macht die Wäsche?“ zum Vortrag. Total 23 Tracks/Bands mit diesen Worten vom produzierenden Kollektiv Die Seiferei:

„Die Seiferei – selbstverwaltet und solidarisch“ ist im schönen und gleichermaßen solidarischen Projekt „Grandhotel Cosmopolis“ im Herzen Augsburgs angesiedelt und verkauft dort biologische und vegane Reinigungsmittel von Viome für Haushalt und Körper (ohne Palmöl), die aus Thessaloniki in Griechenland importiert werden. Dort haben sich Arbeiter*innen 2011 eine bankrotte Fliesenkleberfirma angeeignet und auf die neuen Produkte umgestellt. Das Ganze funktioniert basisdemokratisch ohne Chef*in und unter der Prämisse, dass man nicht die Grundlagen für das eigene Leben zerstören darf. Wer Viome oder Die Seiferei unterstützen möchte, kann gerne Samstagnachmittag im Grandhotel Cosmopolis vorbeischauen.“
seiferei.noblogs.org

https://dieseiferei.bandcamp.com/album/occupy-resist-produce-repeat?



ENDLICH HAT MAN WIEDER MEHR

Zeit für die permanente Fortsetzung des eigenverantwortlichen Generalstudiums, um es mal extrem positiv auszudrücken:

Ist möglicherweise ein Bild von Baum und Text „konkret POLITIK & KULTUR 12/2021 Notstand für alle! Mangelwirtschaft Kapitalismus Europas Ostfront Flüchtlings- bekämpfung in Polen Schrottpresse Skandal im Hause Springer Erste Welt, dritter Schuss Die ungleiche mpfstoffverteilung Friede den Hütten Der Trend zum Tiny House 6,50€ 4:7,60€ G1261LF“



CATWALK SMALLTALK (17)

EINE STUNDE.

IST NICHT VIEL.

ABER OHNE RESULTAT. UND NULL GRAD.

WAR WAS LOS – BESCHIMPFUNGEN ?

NICHTS. NUR WARTEN. DANN KAM DIESER GODOTCLOWN MIT UNIFORM UND HAT GESAGT, SIE HABEN GLEICH NICHTS MEHR, ENDE, MORGEN WIEDER.

BEI GODOT IST JA DAS DING, DASS DU NICHT WEISST, WIE LANG DU WARTEN WIRST.

ACH JA? WUSSTE ICH EINE STUNDE LANG AUCH NICHT.

WÄRE NE AKTUALISIERUNG WERT.

ZIEMLICH DURCHSICHTIG. HAB GESTERN DAS GESAMTWERK VON KAFKA GEKAUFT, 99 CENT, ABER NUR DIGITAL. KANNSTE AUCH WAS AKTUELLISIEREN.

IST GARANTIERT WAS DABEI, WAS KAUM JEMAND KENNT. DER PROZESS KOMBINIERT MIT ZITATEN VON ZIZEK.

GENAU DAS MEIN ICH. IRGENDSO’N SCHEISS SCHWACHSINN, WO ALLE SOFORT GENAU SAGEN.

DU BIST SO SCHÖN, WENN DU WÜTEND BIST.

GENAU, KOMBINIERT MIT SCHEISS SCHLAGERN, DIE MAN FÜR CHANSONS HÄLT, UDO JÜRGENS ODER SO’N SCHEISS – GENAU, NENA WIRD ZWANGSGEIMPFT, DIE IST AN SO’N KLASSISCHES IRRENHAUSGITTERBETT GEFESSELT UND SINGT AUS PROTEST NUR GETRÄUMT ODER SO ZEUGS.

MIT HANDSCHELLEN.

MIT HANDSCHELLEN UND BISSCHEN UNTERWÄSCHE.

NEIN, DAS MUSS ERNSTHAFT RÜBERKOMMEN, UNTERWÄSCHE IST SPEKULATIV, DAS NIMMT DANN DEN ERNST RAUS.

DER SPRITZENDOKTOR HEISST ERNST, ER LÄSST SICH VON IHREM SCHEISS GESINGE BEZIRZEN, ER LÄSST SICH AUF DISKUSSIONEN EIN.

ER VERLIEBT SICH UND PACKT SEINEN ERNST AUS. ERST DER ERNST UND DANN DIE SPRITZE.

DIE SCHLUSSSPRITZE ABER NUR AUF VIDEO. ZU ZITATEN VON ZIZEK.

ABER SOLL MAN’S KAPIEREN?

KAPIEREN – KAPIEREN – WIR WOLLN DOCH NUR ZITIEREN!

BRAINSTORM SHITSTORM. NE STUNDE MUSS REICHEN, DIE ZEIT DER LANGEN STÜCKE IST VORBEI.

QUATSCH. (Sie stolpert über den Vorhang)



SPITZENSATZ (79)

„Natürlich ist das Schreiben sehr schwierig und anspruchsvoll, ständig muss man aufpassen, dass man keinen Scheiß schreibt.“ – Roland van Oystern (18.11.2021)



BIS HITLER LINKS

Immer wieder oder sogar viel zu oft sind wir mit Informationen konfrontiert, die wir nicht glauben können, weil wir nicht glauben können, dass wir noch nie davon gehört haben. Zum Beispiel mein Vater, er war Österreicher und hat dort immerhin achtzehn Jahre gelebt, ehe er nach Deutschland zur Wehrmacht ging. Aber davon hat er mir nie erzählt und ich habe es auch sonst eben noch nie von irgendeinem Haberer gehört oder davon gelesen, obwohl ich schon Einiges oder auch zuviel von Austriaken – Bayer, Wiener, Artmann, Handke, Bernhard, Jelinek, Qualtinger, Mayröcker, Jandl, um nur schnell ein paar zu nennen, ja Mensch, habe ich eigentlich jemals von anderen Landsleuten was gelesen!? – gelesen habe, um jetzt endlich bei Ruth Klüger in „weiter leben“ davon zu erfahren:

„Einmal sind wir im Auto nach Italien gefahren, auf Sommerfrische, und als wir über der Grenze waren, mußten wir auf der anderen Straßenseite weiter, wie komisch, denn in Österreich fuhr man bis Hitler auf der linken Seite.“

Es ging also bergab, als sie rechts weiterfuhren? Wäre doch also eine gute Idee, wenn sie jetzt wieder links fahren würden, damit es auch wieder einmal besser wird. Nein? Kann mir jemand das Gegenteil beweisen?



KEIN FUSSBREIT DEN BDS-UNTERSTÜTZER*INNEN

Der Dichter und Musiker Gerald Fiebig (wie ich ein Unterstützer der „Artists Against Antisemitism“-Kampagne) hat auf F-book einen sehr guten Kommentar über Antisemitismus von Linken und das von ihnen kräftig unterstützte BDS-Movement geschrieben. Er korrigiert damit einen Beitrag von „eklatanter Unkenntnis“ auf BR-„Zündfunk“ zu einem neuen Song von Antilopen Gangs Koljah:

„Koljahs Kritik des auch in „linken“ Kreisen beliebten antiisraelischen (z.B. Pro-Hamas-) Antisemitismus als Variante der Hufeisen-Ideologie (die genauso wenig eine „Theorie“ ist wie Verschwörungs-„Theorien“) zu benennen, verrät eine eklatante Unkenntnis aktueller Diskurse. Gerade im popkulturellen Umfeld, wo leider ungefähr jede „linke“ britische Band bis rauf zu Brian Eno dem unsäglichen BDS-Movement huldigt, sollte man eigentlich wissen, dass sich eine Selbstdefinition als „links“ und ausdrücklicher Antisemitismus leider nicht ausschließen. Und das ist viel, viel schlimmer als jedes Hufeisen, weil es nämlich bedeutet, dass genau die Deutschen, die sich einbilden, am allerhärtesten gegen Nazis zu sein, gleichzeitig gegen jenen jüdischen Staat stehen, den es genau deshalb geben muss, weil es (deutschen) antisemitischen Vernichtungswillen gibt. Diesen Schmerzpunkt in jedem linken Bewusstsein so selbstkritisch zu benennen, wie Koljah das tut, ist ganz, ganz groß und durchaus erkenntnisstiftend. Während euer Kommentar leider dazu beiträgt, dieser Kritik die Spitze zu nehmen und damit der bequemen Lebenslüge von der „Wiedergutwerdung der Deutschen“, die Koljah sabotieren will, eher zuarbeitet. Der beste Song zu diesem Komplex wurde, im amerikanischen Kontext (linke, aber antisemitische Afroamerikaner vs. linke Juden in der Democratic Party) vor über 30 Jahren von einem mittlerweile toten linken Juden namens Lou Reed geschrieben. Den hört ihr euch jetzt bitte so lange an, bis ihr es kapiert habt, und das ist keine Strafaufgabe, denn der Song ist großartig. Lesehilfe für die Jüngeren unter uns: ersetze „PLO“ durch „Hamas“ oder „BDS“, dann ist es (leider!) sehr aktuell lesbar“: https://www.youtube.com/watch?v=66qe76gkCxo



DANKE AN ALLE UNGEIMPFTEN

dass ich jetzt mehr Freizeit habe. Eine Bitte noch, die ich schon länger aussprechen wollte: quatscht mich nie wieder an, geht mir ausm Weg, ganz grundsätzlich piss off.

26.11. ABGESAGT NÜRNBERG Desi 20h Die neusten Gedichte

23.11. ABGESAGT BONN Bundeskunsthalle 20h Ausstellung RWFassbinder: Dobler liest Dobler & Fauser

20.11. ABGESAGT/KOMPLETT LANDSBERG Stadttheater 19h30 Einführung „Musik für Flugräder“ / Konzert: Micha Acher, Maxi Pongratz & Verstärkung



ICH MUSS GESTEHEN

dass ich im neuen Vorwort zur Neuausgabe meiner Johnny Cash-Biographie „The Beast In Me“ etwas vergessen habe, was fast schon unverzeihlich ist, nämlich auf den besten Remix hinzuweisen, den ich kenne: „I See A Darkerness“ von Acid Pauli (aka Martin Gretschmann, ex-The Notwist). Niemand hat die Cash-Vocals jemals so respektvoll deutlich und passend mit Electrobeats verschraubt. Ich habe mich in den Arsch gebissen und entschuldige mich bei allen, die wissen, wovon ich rede, auch wenn ich jetzt noch erwähne, dass das Vinyl, das ich mal hatte und dann aufgrund letztlich beknackter Umstände nicht mehr, auch nicht bei Discogs auftaucht. Check it out:

https://www.youtube.com/watch?v=zjcqpp79nSo

https://acidpauli.bandcamp.com/

Im März erscheint das zweite Acid Pauli Album



NEUE FAKTEN

Das Postillon-Magazin bringt neue Fakten auf den Tisch:

<Kaiserslautern (dpo) – Diesen Wahnsinn macht sie nicht mit: Querlenkerin Karin Schwermer (37) aus Kaiserslautern will diesen Winter im Straßenverkehr mit Sommerreifen bestreiten, obwohl gemeinhin zum Wechsel auf Winterreifen geraten wird.

„Winterreifen sind doch nur ein Trick der Reifenmafia und der Kfz-Mechaniker-Lobby, um jedes Jahr Milliarden zu scheffeln“, so Schwermer. „Aber was auf meine Felgen kommt, das entscheide immer noch ich! Wussten Sie, dass statistisch gesehen die meisten Unfälle im Winter mit Winterreifen passieren?“>

https://www.der-postillon.com/2021/11/winterreifen.html



SPITZENSATZ (78)

„Ich spüre, dass mein Körper mir derzeit kein grünes Licht gibt für eine Corona-Impfung.“ (Ein Gründer von Attac Österreich; Quelle wurde überprüft, hier keine Weitergabe, weil wir unsere AbonnentInnen nicht nur spüren, sondern vor allem schützen wollen)