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HAUS AM SEE NICHT ZU TEUER

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TONI MORRISON

Ein Nachruf auf Toni Morrison von Trikonts Mr. Black Music Jonathan Fischer:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/toni-morrison-nachruf-1.4555189

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SPITZENSATZ (44)

ICH HABE BEIM ZITIEREN IN BLOGBEITRÄGEN TECHNISCHE FEHLER GEMACHT, DIE ICH MENSCHLICH SEHR BEDAURE. (Britta-Heide Garben)



PRESSEMITTEILUNG UND OFFENER BRIEF

Gemeinsame Pressemitteilung mit Seebrücke Augsburg — 05.08.2019

Offener Brief an OB Gribl und Stadtrat zur Friedenstafel: Augsburg soll sicherer Hafen werden

Anlässlich des Hohen Friedensfestes haben der Augsburger Flüchtlingsrat und die Seebrücke Augsburg einen offenen Brief an Oberbürgermeister Kurt Gribl und die Stadträte aller Fraktionen geschrieben, in dem sie fordern, dass die Stadt Augsburg sich dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ anschließt und damit ihre Bereitschaft zeigt, Flüchtlinge, die aus Seenot gerettet werden, über die Verteilungsquote hinaus aufzunehmen. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, bei der Friedenstafel am 8. August auf dem Rathausplatz ein Zeichen von friedlicher Solidarität zu setzen.

Im vergangenen Jahr sorgte eine gemeinsame Aktion von Bluespots Productions und  dem Flüchtlingsrat für Aufsehen: In seinem Überraschungsauftritt äußerte sich Claus-Peter Reisch, Kapitän der Lifeline, zum Thema Seenotrettung. Die Gäste der Friedenstafel lauschten den Ausführungen des Kapitäns zwar sehr interessiert, doch die Stadtspitze war verärgert.

Die Situation im Mittelmeer hat sich seitdem jedoch verschlimmert: Das Mittelmeer ist zur  tödlichste Fluchtrute geworden. Allein in diesem Jahr sind bereits mindestens 800 Menschen ertrunken, die Dunkelziffer ist weit höher. Eine EU-Seenotrettung findet nicht mehr statt, und zivile Seenotrettungsorganisationen werden systematisch am Retten gehindert und sogar kriminalisiert. Italiens Innenminister lässt Schiffe mit Flüchtlingen nicht mehr in die Häfen einlaufen, solange es keine konkreten Zusagen von anderen Staaten gibt, die Geretteten aufzunehmen.

In Deutschland gibt es bereits mehr als 80 Kommunen, die bereit wären, diese aus Seenot geretteten Flüchtlinge aufzunehmen, aber Innenminister Seehofer blockiert dies, indem er auf eine europäische Lösung pocht. Doch der Druck auf ihn wird immer größer, je mehr Städte ein Zeichen der Solidarität setzen und sich zum sicheren Hafen erklären.

Augsburg muss sicherer Hafen werden

Genau dieses Zeichen, nämlich dass die Friedens- und Wasserstadt Augsburg – die Stadt, die Seehofer zum Ehrenbürger gemacht hat – sich auch zum sicheren Hafen erklärt, fordern die Seebrücke Augsburg, der Augsburger Flüchtlingsrat und 26 weitere Organisationen, die den offenen Brief an Gribl und den Stadtrat ebenfalls unterzeichnet haben, von der Stadtspitze.  

Der Antrag der SPD vom letzten Jahr, der das gleiche Ziel verfolgte, wurde vom Stadtrat im Oktober 2018 zwar abgelehnt – unter anderem mit der Begründung, dass der Antrag zeitlich und inhaltlich zu nahe an der Reisch-Aktion auf der Friedenstafel gestellt worden war. Doch auch München hat sich vor kurzem zum sicheren Hafen erklärt, obwohl dies im ersten Anlauf im Januar noch abgelehnt wurde.

Denn Ende Juni hat sich mit dem Fall Carola Rackete und der Sea-Watch 3 die Situation grundlegend geändert: Nicht nur Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Heiko Maas und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm haben sich öffentlich für Seenotrettung eingesetzt – auch eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung steht hinter der privaten Seenotrettung im Mittelmeer, wie eine Umfrage des ARD-Deutschlandtrends Anfang Juli ergeben hat.

Die Seebrücke Augsburg ist seit letztem Herbst in Gesprächen mit den verschiedenen Stadtratsfraktionen und auch mit OB Gribl. Sie hat ihm im Februar ihr Konzept für eine sichere Hafenstadt vorgestellt. Dass auch ein Großteil der Augsburger Bürger hinter dem Anliegen steht, zeigt die große Beteiligung an einer Postkartenaktion, die die Seebrücke in den letzten Wochen bei Infoständen und Veranstaltungen verbreitet hat. Mehrere hundert Postkarten dürfte OB Gribl inzwischen dazu erhalten haben.

„Gerne wären wir auch mit einem Redebeitrag auf der Friedenstafel dabei gewesen, aber unser Antrag wurde leider abgelehnt“, sagt Andrea Finkel von der Seebrücke. „Daher rufen wir nun alle Menschen, die am 8. August an der Friedenstafel teilnehmen, auf, in Orange – der Farbe der Seebrücke – zu kommen, als Zeichen der Solidarität für Seenotrettung.“

Weitere Informationen: Andrea Finkel, Seebrücke Augsburg, Tel. 0162-5954023

Augsburger Flüchtlingsrat: fluechtlingsrataugsburg@gmail.com

Offener Brief von Seebrücke Augsburg und dem Augsburger Flüchtlingsrat: Sichere Hafenstadt Augsburg

Augsburg, den 05.08.2019

Nah am Wasser gebaut? Die Friedens- und Wasserstadt Augsburg soll sicherer Hafen werden!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl, 
sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte aller Parteien,

es ist eine unerträgliche Schande, dass tausende Menschen auf der Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken. Die Arbeit von zivilen Seenotrettungsorganisationen wird systematisch verhindert und die Retterinnen und Retter sogar kriminalisiert. Eine EU-Seenotrettung findet nicht mehr statt. Stattdessen soll Seenotrettung, wenn man davon sprechen kann, von der sogenannten libyschen Küstenwache übernommen werden, obwohl seit geraumer Zeit bekannt ist, dass nach Libyen zurückgebrachte Menschen systematisch Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt sind. Dies widerspricht jeglicher Humanität und auch dem internationalen Seerecht. Sicher sind die Häfen Libyens derzeit keinesfalls. Kein Mensch, der aus Seenot gerettet wurde, darf dorthin zurück gebracht werden.

Mehr als 80 Städte und Landkreise in Deutschland haben sich bereits der Initiative  „Städte sicherer Häfen“ angeschlossen und damit ihre Bereitschaft gezeigt, Flüchtlinge über die Verteilungsquote hinaus aufzunehmen sowie ein grundsätzliches Umsteuern in der Flüchtlingspolitik von der Bundesregierung zu fordern.

Vor kurzem, am 18.07.2019, hat auch der Sozialausschuss im Münchner Stadtrat aus diesen Gründen einstimmig beschlossen, dass sich die bayerische Landeshauptstadt der Initiative anschließt. 

Wir appellieren an Sie, dass sich auch Augsburg anlässlich des Augsburger Hohen Friedensfests solidarisch mit den in Seenot geratenen Menschen aus den Krisen- und Kriegsregionen dieser Welt zeigt.

Lassen Sie uns am 8. August ein Zeichen von friedlicher Solidarität setzen: Die Wasser- und Friedensstadt Augsburg soll auch zur sicheren Hafenstadt werden!

Konkret bedeutet dies:

  1. Augsburg tritt dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ bei. 
  1. Wir bitten Sie, Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl, und den Stadtrat der Stadt Augsburg, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern einer europäischen Hafenstadt im Mittelmeer logistische und organisatorische Hilfe durch die Friedensstadt Augsburg bei der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen anzubieten. 
  1. Wir bitten Sie, Herr Oberbürgermeister Dr. Gribl, ein Schreiben an das Bundesaußenministerium zu senden, in dem die Friedensstadt Augsburg die Wichtigkeit einer funktionierenden Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer betont, sich für eine Intensivierung der europäischen Seenotrettung engagiert und sich für die Einstellung der strafrechtlichen Verfolgung von Frau Carola Rackete und anderen Seenotretterinnen und -rettern einsetzt.

Eine solche Erklärung und die aktive Hilfe von Stadt zu Stadt aus Anlass des Friedensfestes wäre ein mutiger und richtiger Schritt hin zu einer solidarischen Flüchtlings- und Migrationspolitik. Eine solche Erklärung würde den Wert des Friedensfestes für die Stadt Augsburg verdeutlichen.

Augsburg steht am Wasser! Lassen Sie uns Hafenstadt werden! Wir bitten Sie also: Bringen Sie auf den Weg, dass Augsburg ein sicherer Hafen für Geflüchtete wird.

Mit freundlichen Grüßen

Seebrücke Augsburg

Augsburger Flüchtlingsrat

Amnesty International Augsburg

Tür an Tür – miteinander wohnen und leben e.V.

AG Mutual

GEW Augsburg

SOLWODI Augsburg

Helferkreis der Barfüßerkirche

Bert Brecht Kreis Augsburg e.V.

Augsburg Postkolonial – Decolonize Yourself

Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

Grandhotel Cosmopolis

Helferkreis Asyl Haunstetten

AK Asyl Kriegshaber

Junges Theater Augsburg

Lesebühne „Dichtung und Fortschritt“ am Staatstheater Augsburg

Freundschaftskreis Augsburger Flüchtlingsrat e.V.

Frauen*streik Komitee Augsburg

duophonic GmbH

Fridays for Future Augsburg

Antifaschistische Jugend Augsburg

Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg

Eltern für Afrika e.V.
Seebrücke München

RESQSHIP e.V.

Seebrücke Passau

DGB-Jugend Augsburg

bujaa – Bündnis junger AntirassistInnen Auxburg



EIN SCHUSS INS BLAUE (2)

Die letzten Korrekturen an meinem neuen Roman sind raus. Der Versuch, unter 300 Seiten zu bleiben, war erfolgreich. Weitere Änderungswünsche von Abonnentinnen dieses Blocks können nicht mehr berücksichtigt werden. Im Laden ab 21.9.

Buchdeckel „978-3-608-50346-3 +++

https://www.klett-cotta.de/buch/Literarischer_Krimi/Ein_Schuss_ins_Blaue/106752



DIE GRIECHEN KOMMEN!

Als Vorhut die phantastische Rebetiko-Combo Ta Mourmourakia am 4.8. um ca. 11h30 auf dem Helmut-Haller-Platz anlässlich des Augsburger Friedensfests. Hier das falsche Plakat mit den richtigen Männern:



UNTERHALTUNG UND HORROR

Auch in der neuen Ausgabe des Konkret-Magazins gibt es nicht nur Horrormeldungen aus Germanistan (Titelthema „Nazi-Netzwerke im Staatsapparat“), sondern beste Unterhaltung:

„Während es im Deutschen wesentlich mehr Wörter gibt als bisher angenommen – meldeten jedenfalls vor einigen Jahren diverse Zeitungen -, gibt es trotzdem nicht genug, denn allein rund 20 Millionen Worte sollen aus dem Bereich der Chemie kommen“, schreibt Elke Wittich in einer Buchbesprechung (wobei ich die jetzt aufgetauchte Frage, ob das ebenfalls eine Horrormeldung ist, im Moment noch nicht geklärt habe).

Das aktuelle HeftAußerdem gibt´s im Heft die Frage „Warum Horst Seehofer auf Otto Schily neidisch ist“, ein Interview mit Klaus Theweleit zu den aktuellen „Männerphantasien“ und einen Essay „50 Jahre nach dem Tod Theodor W. Adornos…“



ANGELA AUX LIVE

auf dem Friedensfest Augsburg am 1.8. 19 Uhr @Provino Club: Der Trikont-Artist präsentiert sein neues Buch »Utopien sind meine Heimatae« und stellt mit Band seine neue Platte »In Love With The Demons« vor.

(c) Leo Rothmoser „Angela Aux aka Heiner Hendrix aka Florian Kreier ist ein Künstler der Gegensätze, ein Künstler des Spiels mit der Identität, ein Shape-Shifter. Er balanciert zwischen Wu-Tang-Shirt und Mädchen-Perücke, zwischen Haiku und Dostojewski. 2018 war er mit seiner Schreibmaschine an den unterschiedlichsten Orten des Friedensfests unterwegs. Als »Type/Writer« verfolgte er das Geschehen und spann den Faden weiter zu Versen, die sich ungebunden an Zeit  und Ort zu einer utopischen Metaebene verdichten. Die Texte erscheinen bei Trikont unter dem Titel »Utopien sind meine Heimatae«. Angela Aux ist auch ein  Songwriter, der den Namen verdient. Inspiriert von Autoren wie Allen Ginsberg und William S. Burroughs, transportiert Angela Aux mit seinen vertonten Kurzgeschichten das unkonventionelle Lebensgefühl der amerikanischen Beat Generation der 1950er Jahre. Angela Aux präsentiert sein Buch »Utopien sind meine Heimatae« und stellt seine neue Platte »In Love With The Demons« vor.“



DIE ANHÖRUNG MIT H

Die Anhörung: neue Folge der Münchner Musik-Lektionen mit Pico Be („Das Weisse Pferd“). Thema: „H“. Das neue Werk meiner Freunde LeRoy und Tom Simonetti (jetzt mit Albert „Echokammer“ Pöschl als Verstärker). „H“ ist die Fortsetzung ihrer Formation Rhytm Police, schon immer falsch ohne H geschrieben…
Do. 01. August 2019 + Bar ab 20:00 / Anhörung um 21:00 + Ort: Gabis Veranda, Otto-Steidle-Atelier bei Gabi Blum, Ganghoferstraße 55, 80339 München

Das Album erscheint als Vinyl / CD / digital am 30.08. auf www.echokammer.de
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Pico Be sagt: „H atmet Spannung und Entspanntheit aus – das ist der Zauber von H! Man findet diese Mischung sonst vielleicht nur auf manch toller Platte aus der sog. Kraut-Ära, Platten von Harmonia und Cluster blitzen auf, und H könnte wunderbar neben einer Platte wie z.B. Rastakraut Pasta von Moebius & Plank stehen, aber auch neben den LeRoy-Alben Skläsh und Bambadea (beide auf Schamoni Musik), This Is The Place von Das Hobos (ein weiteres, hochgefeiertes, alias des Duos Hopfinger und Simonetti) und der ein oder anderen Echokammer-Produktion, wie etwa Entrance To The Exit von Blacken The Black.

Immer wieder zwitschern die Vögel, hallt das Echo vom Berg, wird die Sonne zur Heimat, zur Heimat für die ganze Welt. Ein arabesker Autotune-Gesang ertönt „Am Zug“, eine ganz und gar kosmische Musik wird hier gespielt. Also nochmal, ex negativo, zum Mitschreiben: Heimat ist nicht der Boden, Heimat ist die Sonne! Denn: Ohne sie sähe es hier dunkel aus! Und wenn am „Alpensee die Luft okay“ ist, dann ist damit eben auch gemeint, dass drunten in der Ebene irgendwas so ganz und gar nicht okay ist. H ist eben auch das: Die Revanche für den grausamen Begriff „Heimatsound“. Danke!“



EINE KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER JÜNGSTEN DEUTSCHEN GESCHICHTE

„In ihrer Phase drei wird die AfD nun zu einer völkischen Partei, die deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund aus Deutschland vertreiben will. Höcke und Co. geben der Partei eine gewandelte, gefährliche Identität. Es ist die Identität der sogenannten Identitären; das ist eine Bewegung, die in der Nachfolge der NSDAP steht …“ (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, 27.7.2019)