Bildung

DIE JÜDISCHEN FILMTAGE

laufen in München noch bis zum 15. Februar, hier das Programm:

http://www.ikg-m.de/

Do. 23.01.2020 10:00 | 26. Tewet 5780

Veranstaltungsort: NS-Dokumentationszentrum München, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

Jüdische Filmtage: „Leni… muss fort.“ Film und Gespräch

Regie und Drehbuch: Leo Hiemer
Kamera: Marian Czura; Schnitt: Ulrike Leipold
Musik: Vyšniauskas-Quartett
Darsteller: Hannes Thanheiser, Christa Berndl, Franz Buchrieser und Johanna Thanheiser
Deutschland 1994, 86 Min.
 

Der Allgäuer Regisseur Leo Hiemer drehte „Leni“ 1993 nach einer wahren Geschichte.

Gabi („Leni“) im Dirndl auf dem Hof © Leo Hiemer

Gabi („Leni“) im Dirndl auf dem Hof © Leo Hiemer

Die fünfjährige Gabi (im Film: „Leni“), die bei Allgäuer Bauern als Pflegekind untergebracht ist, muss von einem Tag auf den anderen ihrer Heimat Lebewohl sagen. Ihre jüdische Mutter ist zu diesem Zeitpunkt bereits Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns geworden. Das Mädchen wird in der „Heimanlage für Juden in Berg am Laim“ untergebracht. Verzweifelte Bemühungen des Pflegevaters und des Dorflehrers, das Kind zurückzuholen, bleiben erfolglos. Das Heim wird wenig später aufgelöst, und sämtliche Insassen werden nach Auschwitz deportiert.

Leo Hiemers Film schildert einfühlsam das Aufwachsen des Mädchens in der ländlichen Idylle des Allgäus, das Drama, das plötzlich über die Familie hereinbricht, und die Rettungsversuche in München. Am Ende bleibt nur die Erinnerung an ein kleines Kind, das der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten zum Opfer fiel.

Gabis („Lenis“) Pflegefamilie © Leo Hiemer

Gabis („Lenis“) Pflegefamilie © Leo Hiemer

Der Film wurde mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ und vielen internationalen Filmpreisen ausgezeichnet. 2019 veröffentlichte Leo Hiemer ein Buch über das Vorbild für die „Leni“ aus seinem Film: „Gabi. Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz“.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit dem Regisseur Leo Hiemer statt.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und NS-Dokumentationszentrum München



UNSERE POLITIK & WISSENSCHAFT-REDAKTION DISKUTIERT

seit 2007 extrem intensiv darüber, was man im Politikbereich als GAU bezeichnen könnte, als größten anzunehmenden Unfall. Der CSU-Abgeordnete Peter Ramsauer hat das Problem jetzt gelöst: „Schwarz-Grün wäre ein maximaler politischer Gau“, sagte er anlässlich der Gründung der Gruppierung „Liberal-konservativer Kreis“.

Trotz der nicht unerheblichen, aber noch nicht maximalen Sprach- und Grammatikprobleme des verdienten ehemaligen Verkehrsministers Peter Ramsauer (65) ist die PW-Redaktion entschlossen, den langjährigen Abgeordneten für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Klingt maximalst unmöglich? Nicht für uns …



WEITER DENKEN WIRD AUCH

im neuen Jahr nichts schaden, habe ich gehört, und dabei hilft:

Kritische Theorie der Politik



DIE STADT OHNE JUDEN AUSLÄNDER MUSLIME FLÜCHTLINGE

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben (JMAS) in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim) | in den Räumen des tim

„Ausgehend von Hugo Bettauers 1922 erschienenem Roman „Die Stadt ohne Juden“ sowie dessen Stummfilmversion 1924 erzählt die Ausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“ entlang einzelner Filmszenen die Stufen eines Ausgrenzungsprozesses nach: von der Polarisierung der Gesellschaft bis hin zum endgültigen Ausschluss der Feindbilder.

Diese Entwicklung wird nicht nur für die 1920er- und 1930er-Jahre verortet, sondern bis in die Gegenwart hinein erzählt, in der Ausländer, Muslim*innen, Flüchtlinge, aber auch nach wie vor Jüdinnen und Juden ausgegrenzt und angefeindet werden.

Die Ausstellung zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele aus Augsburg, Bayerisch-Schwaben und der Bundesrepublik, wie eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft zum inhumanen Ausschluss einzelner Gruppen führen kann und fragt, ob und inwiefern die gesellschaftliche Polarisierung und Spaltung während der Jahre des Aufstiegs des Nationalsozialismus mit der aktuellen Situation unserer Gegenwart verglichen werden können, sollen oder sogar müssen.“

Laufzeit: 18. Dezember 2019 – 29. März 2020
Ort: Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim), Provinostraße 46, 86153 Augsburg
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 9.00 – 18.00 Uhr

https://www.jkmas.de/



DENIZ YÜCEL LÄSST ES SICH NATÜRLICH NICHT GEFALLEN

dass er im konkret-Interview erstmal penetrant auf seine Tätigkeit für das Springer-Blatt Welt festgenagelt werden soll (als wäre die Geschichte so einfach) und kontert mit: „Ich weiß noch, wie das ausging, als zum letzten Mal ein konkret-Redakteur (dem konkret-Herausgeber) Hermann L. Gremliza widersprochen hat…“

Außerdem im neuen Heft: Verfassungsschützen Vom hessischen Geheimdienstmitarbeiter Andreas Temme führen Spuren nicht nur zum NSU, sondern auch zum Mörder von Walter Lübcke. Von Friedrich C. Burschel. Tatort Wache Die juristische Aufklärung des Falls Oury Jalloh ist trotz neuer Erkenntnisse offiziell für beendet erklärt. Von Peter Nowak. Ist der Kommunismus böse?« Interview mit der US-Ethnografin und Osteuropa-Expertin Kristen R. Ghodsee über Frauenrechte und Sex im Sozialismus und ihren Traum von einer sozialistischen US-Präsidentin. Und wie immer ein Gemälde von Ernst Kahl, aus gegebenem Anlass „Oh, Tannenbaum“.

Das aktuelle Heft



NEUE INFORMATION

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MEHR SCHIFFSMELDUNGEN ODER BESSER GESAGT WASSERSTANDSMELDUNGEN

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SLOWBOAT FILMS

Regisseur M.A.Littler wird im Deutschen Filminstitut Frankfurt für 20 Jahre making herausragende Independent Films geehrt:

Gäste im Kino: M.A. Littler und Elizabeth Oehlkers Wright über 20 Jahre Slowboat Films

12. Oktober 2019 | 17:00

„Seit nunmehr zwei Jahrzehnten widmet sich M.A. Littler mit seiner Produktionsfirma Slowboat Films dem unangepassten, persönlichen Kino abseits des Mainstreams. Littler berichtet im DFF über die Entstehungsgeschichten seiner Filme und blickt in die Zukunft. Im Anschluss ist als Premiere Littlers Filmessay FRANZ WRIGHT– LAST WORDS über das Leben, Schreiben und Sterben des Pulitzerpreisträgers Franz Wright zu sehen.“

FRANZ WRIGHT – LAST WORDS

Deutschland/USA 2019. R: M.A. Littler. Filmessay. 122 Min. DCP. engl. OF

„LAST WORDS ist ein Dokument, das als abstraktes, experimentelles Hörspiel begann und sich ganz organisch zu einem Film entwickelt hat. Es lässt Zeuge davon werden, wie sich die eigene Wahrnehmung in traumähnlichen Bildern verliert – und hört einem Mann beim Sich-Verabschieden zu.“

https://www.dff.film/veranstaltung/gaeste-im-kino-m-a-littler-und-elizabeth-oehlkers-wright-ueber-20-jahre-slowboat-films/?fbclid=IwAR1Jeh_i8OwBYPQ14oVBrZ3BrsKScXuWJ84FG-cKgz82rqadKcGacQ-AJ6g

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http://www.slowboatfilms.com/

Ich selbst hatte die Ehre und das Vergnügen vor einigen Jahren in seinem Spielfilm Road to Nod die Rolle des stummen Killers zu übernehmen und den von Delaney Davidson gespielten Ex-Knacki zu suchen, was bytheway zum Hinweis führt, dass Musikfilme in Littlers großem Werk besondere Bedeutung haben, vgl. The Dead Brothers oder The Bambi Molesters and many more and nicht zu vergessen das Magazin Sargasso, das Littler mit Dead Horse Ottn herausgibt auf echtem Papier.



DIE GUTEN UND DIE BLINDEN

Aufstand in Auschwitz-Birkenau am 7.10.1944 – eine Würdigung von Martin Pfaffenzeller:

https://www.spiegel.de/geschichte/auschwitz-birkenau-aufstand-juedischer-haeftlinge-am-7-oktober-1944-a-1289536.html

Über Journalisten, die nach Rechtsaußen wollten  – ein Überblick von René Martens:

https://uebermedien.de/41975/von-der-ard-zur-afd-journalisten-die-den-rechten-rand-bevoelkern/?fbclid=IwAR04tqeeRlryvLxWyijROs8L3VaoLqa9ciydyO02XCkak-h5bsXaPlBLr6E



BREAKING BORDERS FILMFESTIVAL

präsentiert und kuratiert vom Augsburger Flüchtlingsrat:

Programm: https://fluchtfilmfestival.noblogs.org/

PRESSEMITTEILUNG 30.9.2019

BREAKING BORDERS – FLUCHT FILM FESTIVAL 04.10 BIS 12.10.
„2019 ist ein weiteres Jahr, in dem sich die Europäische Union und Deutschland von der ganz schlechten Seite zeigen. Menschen werden in Länder abgeschoben, in denen ihnen Krieg, Terror, Tod oder Armut und Existenznot drohen. Jede Schiffsbesatzung, die geflüchtete Menschen aus Seenot rettet, sieht sich mit Diffamierungen und strafrechtlicher Verfolgung konfrontiert, obwohl sie das Richtige und Gute tun.
Ankerzentren, Abschiebehaft, Dublinsystem, Leistungskürzungen sind weitere Schlagwörter eines Asyl-und Migrationsregimes, welches nicht den Schutz von Geflüchteten im Sinne hat, sondern Abschreckung und Ausgrenzung. Die europäischen Rechtspopulist*innen und Rechtsradikale mit oder ohne Mandat bestimmen die Diskurse, säen Hass und befördern Niedertracht. Die Idee eines solidarischen Europas wird gleichzeitig entsorgt.
Aber es gibt auch noch die europäische Zivilgesellschaft, die sich hartnäckig dem Rechtsruck und der Entsolidarisierung gegenüber Geflüchteten entgegenstellt. Wir sehen da in der unermüdlichen Seenotrettung, an den anhaltenden Protesten gegen Massenlager und Abschiebungen, an den Kirchenasylen und am zähen Ringen von Ehrenamtlichen mit Behörden um jede*n Einzelne*n. All diese Menschen zeigen, dass sie mit der Grenzpolitik der Europäischen Union und Deutschlands nicht einverstanden sind und sie arbeiten daran, Europas Grenzmauern zu schleifen.
Mit dem Breaking Borders – FluchtFilmFestival wagen wir, der Augsburger Flüchtlingsrat, vom 04.10.2019 bis zum 13.10.2019 den Versuch, die vielfältigen Aspekte von Fluchtmigration an unterschiedlichen Spielorten in Augsburg wie dem Kino Liliom, dem staatlichen Textil – und Industriemuseum tim und Cafe Tür an Tür ins Kino zu bringen: Hoffnung, Trauer, Widerstand, Hilflosigkeit, Fremdheit, Vertrautheit und Solidarität. Die Kinofilme des Festivals sollen aufklären und erschüttern, aber sie sollen vor allem auch Mut machen. Der Einsatz für Geflüchtete – gemeinsam und solidarisch – ist unerlässlich. Das Festival ist also gleichermaßen eine Solidaritätsbekundung mit denen die Mauern zu Brücken machen.
Das Programm findet ihr unter https://fluchtfilmfestival.noblogs.org
Die Karten sind bereits im Vorverkauf und erhältlich im Kino Liliom und online unter https://www.liliom.de „

fluchtfilmfestival@riseup.net
https://augsburgerfluechtlingsrat.blogspot.com