Musik

SACHSEN-ANHALT GANZ ANDERS

gibts ja nun doch auch noch, wenn auch „auf schwerer See“, die nun erheblich schwerer ist als in den dreißig Jahren seit Gründung von Label+Verlag, welche jetzt mit ELMSFEUER, 34 Tracks und „Töne aus dem Jenseits der Unterhaltung“ als 2CD bzw CD+Chapbook gefeiert wird:

https://taz.de/Label-Moloko-Plus-aus-Sachsen-Anhalt/!6207919/

Komplettes Line-up (und diese „Credits & Notes Compilation: Rex Joswig … Dedicated to the loving memory of Robert „Bob“ Rutman (1931–2021), Bert Papenfuß (1956–2023) & Bruno Adams (1963–2009). Gone but not forgotten!“) hier:

https://www.molokoplusrecords.de/finder.php?folder=Label&content=155

Schon den Moloko-Start mit Badfish hatte ich nicht verschlafen und „Jesus im Schnee“ von der ebenfalls von Rex Joswig und bis heute angetriebenen Band Herbst in Peking kam auf meine Trikont-Compilation Vol3 und ich will immer noch nicht schlafen, weil man auf schwerer See bekanntlich besser erstmal nicht schläft.



UNSCHLAGBAR

Dem berühmten Schlagerkomponist Ralph Siegel gehts nach schwerer Erkrankung besser und er berichtete (laut Spiegel.de, 1.8.) der Presse: »Ich habe aus dem Koma ein fantastisches Lied mitgebracht. Es ist in meinem Kopf, und ich weiß schon jetzt: Es ist unschlagbar« und er „wolle den Song beim nächsten Eurovision Song Contest (ESC) einreichen und habe genau so ein Gefühl wie damals mit »Ein bisschen Frieden«.“

Das finde ich noch nicht so bemerkenswert, sondern erst in Kombination mit Siegels Schilderung über sein künstliches Koma: „»Das war das Schrecklichste, was ich jemals erlebt habe … Ich kann mich nicht an Details erinnern, aber ich hatte Angst.« Das Koma sei »wie ein immerwährender Albtraum« gewesen: »Es war ein Gefühl, als ob ich gefangen und gefoltert wurde.«“



INDIEPOP & POPJOURNALISMUS TODAY

Song XX „wird mit ziemlicher Sicherheit ein Wiesn-Hit werden. Ist das nicht eh die höchste Auszeichnung für eine Münchner Band: „Wiesn-Hit“?“ (Michael Zirnstein in der Süddeutschen über Sportfreunde Stiller). [Wird schon so sein].

Der Konkurrenzkampf ist aber brutal: „KI-Song über Wal Timmy wird zum Hit – schafft er es zur Wiesn?“ (BR24 13.6.)



DIE KULTURWIRTSCHAFT WALDEN

in 86695 Blankenburg präsentiert seit einigen Jahren ein Kulturprogramm, das zum Allerbesten in der bayrischen Metropolregion Augsburg-München gehört. Und jetzt vom 26.-28.6. das Festival HOI, das nur noch unglaublich ist.

Im Style der Wirtschaft „genre – und generationenübergreifend“ mit „über 20 musikalischen Acts“ (präsentiert von BR-Zündfunk, Programm unten) und dafür gibt es „die Gaststube, den Biergarten mit Bühne und Tanzboden, eine Festivalwiese mit großer Bühne (samt dem dazugehörigen Wäldchen)“. „Park- und Zeltplatz sind kostenlos. Es gibt einen Shuttle Service vom Bahnhof Nordendorf. Fußweg vom Bahnhof 20-30 Minuten.“

Dabei sind u.a. die Krautrocklegende (der seit Faust konstant großartig unverwüstliche) Hans-Joachim Irmler, Stefanie Schrank, vom Trikont-Label Maxi Pongratz und Su Yono, der Frauenchor Witches of Westend, Joasihno, Angela Aux, G.Rag Y Los Hermanos Patchekos, Rabenbad, Rosa Anschütz&Kevin Kuhn (Die Nerven), Dr. Drexler Project.

Tickets und mehr Info: https://waldenkulturwirtschaft.de/hoi/

Freitag

Samstagneu

Sonntagneu 2



DIE REGIERUNG

ist für mich immer noch on top der German Popgroups und das seit circa 36 Jahren und es sind keine nostalgischen Gefühle, dass mich das Gesamtwerk von und mit Tilman Rossmy immer noch begleitet, aber sie tauchen dabei auf, wenn ich zum B. dran denke, dass mir ziemlich am Anfang, als ich bei einer Lesung in Hamburg über Die Regierung sprach, Christof Schreuf von Kolossale Jugend, mit dem ich das dann weiter diskutiert hatte, am nächsten Tag alle damals drei Regierungsplatten vorbeibrachte und dann kamen Band oder Rossmy auf meinen Trikont-Compilations und er spielte für das Album mit Cash-Covers einen neuen Track ein und viele Jahre später zitierte ich in einem Roman Tilmans Song „1975“ mit seinem okay & anyway gibt es wie es Tradition ist alle zweidrei Jahre eine neue Bandscheibe und es ist nie eine dabei, die meine Begeisterung kleiner machen würde… – also: ‚immer unbekannt‘ kommt bei Staatsakt am 20. Februar raus und sie wird präsentiert

8.3.26 Köln – Hängende Gärten
10.3.26 München – Import Export
11.3.26 Würzburg – Z 87
12.3.26 Wuppertal – Börse
13.3.26 Hamburg – Hafenklang
14.3.26 Berlin – Neue Zukunft


ALVARO REST IN PEACE

Am 8. Januar ist der chilenische Singer-Songwriter Alvaro mit 82 Jahren in Konstanz verstorben, wo er seit 1979 lebte. „Der Musiker Álvaro floh vor dem Pinochet-Regime und spielte Mitte 1970 mit Joe Strummer bei der Protopunkband The 101ers. Nachruf auf einen Pionier“ von Christian Zschammer: 

https://taz.de/Chilenischer-Musiker-Alvaro-ist-tot/!6145188/

Ein paar Stunden war Alvaro Pena-Rojas mal bei uns, als er für ein Konzert in der Stadt war, begleitet von meinen Freunden, den The Blech-Musikern Hubl Greiner und Jens-Peter Volk. (In meiner Erinnerung das immer wieder faszinierende Erlebnis, dass kleine Kinder innerhalb einer Minute manchen Menschen total zugetan sind, und unsere Tochter hatte dann gleich einen Alvaro-Song auf ihrer Lieblingscassette). So kam´s, dass Alvaro mit den beiden dann den Song „Senor Johnny Cash“ für das Album A Boy Named Sue – Johnny Cash Revisited einspielte, das ich 2002 bei Trikont compilierte. Als echter Freigeist und radikaler Independent-Musiker (als der Begriff noch eine Bedeutung hatte) coverte er keinen Song, sondern schrieb einen, in dem er Cash aufforderte, bei seinem nächsten Konzert in San Quentin die Latinos nicht zu vergessen.

Bassist JP-Volk war bis zuletzt sein musikalischer Partner. In den letzten Jahren hatten sie drei Alben mit Neueinspielungen geplant, das erste ist kürzlich erschienen, das zweite eingespielt. Hier die Homepage mit Soundbeispielen und vielen Dokumenten, u.a. einem Dokfilm von Christian Zschammer:

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DER LETZTE MACHT DAS LICHT

aus“ ist der traditionelle Rückblick von Karl Bruckmaier auf die Pop-Verstorbenen des vergangenen Jahres. Hier live 140 Minuten aus Münchens Optimal Plattenladen. Immer spannend, wen es erwischt hat, wessen Tod man nicht mitbekommen hat, welche Bemerkungen Bruckmaier ins Grab wirft und wer eine Einspielung bekommt. „Der Abend ist Alfred Hilsberg gewidmet.“

„Der Letzte macht das Licht aus – ein Leichentrunk für die Toten des Pop-Jahrgangs 2025 von Karl Bruckmaier: Seit Jahren hat BR-Radio-Persona Karl Bruckmaier zum Jahreswechsel die verblichenen Stars und One-Hit-Wonders eines Jahrgangs nochmals aus ihren Grüften geholt, auf dass sie noch ein letztes Mal einen Höllenlärm vollführen. Doch nun ist Bruckmaier dank Verrentung selbst schon mit einem Sargdeckel in der Hand gesichtet worden und vorbei sind die knappen, aber enzyklopädischen zwei Stunden Verwesungs-Pop im Radio. Dafür kann man dem grimmen Pop-Reaper nun leibhaftig begegnen – zwei Stunden für die notorisch Überlebenden. Mit Plattenspieler ausgestattet, wird live und vor geneigtem Publikum die Tradition der akustischen Rundumbestattung weitergeführt… Seien Sie mit dabei – bevor es zu spät ist!“



FRED IS DEAD

ist auferstanden! Obwohl Jesus nicht mitmacht! Was soll das heißen? Fred Is Dead waren seit 1991 die zentrale Band des legendären Labels Hausmusik. Nach sechs Alben und 19 Jahren in anderen Bands und Tätigkeiten sind sie jetzt mit dem neuen Track „Albatros“ zurück und die Pause hat ihnen offensichtlich sehr gut getan und es sollen weitere Tracks folgen. Falls es kein Wunder ist, dann eine gute Nachricht:

Mehr History: http://hausmusik.com/diskographie.html

 



SIE SPIELEN

nicht so oft und deshalb und sowieso ist es was Besonderes: Trikont-Band Su Yono – am 11.11. 19h30 in Münchens Bellevue di Monaco, zusammen mit Nina Savary und Astrobal:

Konzert: Astrobal, Nina Savary & Su Yono

• „Astrobal (Karaoke Kalk) das Projekt des französischen Musikers und Produzenten Emmanuel Mario, steht für fein ausbalancierte elektronische Klanglandschaften, die Pop, Avantgarde und subtilen Groove miteinander verweben.

• Nina Savary, französische Songwriterin, Performerin und Schauspielerin, bringt ihre poetisch-verspielte Bühnenpräsenz ein und schlägt Brücken zwischen Chanson, experimenteller Musik und Performance-Kunst.

• Das Münchner Trio Su Yono (Trikont) verknüpft melancholische Melodien mit psychedlic folk und hypnotischen Rhythmen.“

https://trikont.de/category/artists/su-yono/



ENDLICH WIEDER ADIR JAN

mit seinem Cosmopolitan Kurdesque-Sound und natürlich auf Trikont: „Yasmina ist die erste Single der neuen Platte AL MAST von Adir Jan, die am 21.11.2025 erscheint, fünf Jahre nach seinem viel besprochenen und gefeierten Album LEYLA“:

https://trikont.de/artists/adir-jan/adir-jan-al-mast/adir-jan-yasmina/