Musik

GEGEN ALLE DUMMEN STÜRME

AlienDisko#5 2022

https://www.youtube.com/watch?v=JYLlviWmPVc



EINE SPRECHSTUNDE BEI DOCTOR L

hat Trikonts Black-(Panther)-Afro&US-Sound-Compiler Jonathan Fischer zu einer weiteren Feldforschung genutzt: „Er ist auf der Suche nach afrikanischem Punk. In Dakar arbeitet er an der Zukunft des Afro-Pop. Ein Besuch im Studio des irischen Musikproduzenten Liam Farrell alias Doctor L.“

https://www.nzz.ch/feuilleton/doctor-l-vom-hip-hop-zum-afropop-ld.1665480

Black and Proud | TrikontMessage Soul (Politics & Soul In Black America 1998-2008) (2009, Vinyl) -  DiscogsI Smell A Rat - Early Black Rock'N'Roll #2 - 1949-1959 (2010, CD) - Discogsuva @trikont.de



TOP ROCKERS NOT DEAD

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Text „ECHOKAMMER & GUTFEELING PRÄSENTIEREN G.RAG/ZELIG THE UND IMPL LOSION GREXITS DELUXXE PLUS THE GREXITS IMPLOSION DELUXXE DJ TEAM 24. FEBRUAR IMPORTEXPORT Telaville Nosebleed“



EMBRYO MOVING ON AND ON

„Vor bald vier Jahren verstarb Embryo-Gründer Christian Burchard. Was sein letzter Gedanke in Menschengestalt war, wissen wir nicht. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass es etwas mit seinem Lebensmotto, seinem unwiderstehlichen immer währenden Ausruf zu tun hat: „Auf Auf!“.

Seine Tochter Marja Burchard führt seither die Geschicke Münchens internationalster Band. Und nun ist bei Madlib Invazion das erste Studioalbum nach Christians Übergang erschienen. Ja genau: Der weltberühmte HipHop Producer Madlib hat es auf seinem Label veröffentlich, denn Embryo sind seine Lieblingsband.

Diese Platte feiern wir gala-esque an zwei sehr unterschiedlichen, aber gleich tollen Abenden am 2. und 3. Februar in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele mit Alphörnern und zahlreichen Weggefährt:innen“ (Sebastian Reier, Musikchef der Kammerspiele).
Karten (und mehr Text dazu) gibt’s hier:
https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/programm/9836-mk-musik-embryo
Auf Auf | embryo
https://embryoband.bandcamp.com/


DIE TOTEN

Popmusiker – inkl. Country-, Jazz- oder Musicalbassisten versteht sich – des vergangenen Jahres erhalten traditionell eine Würdigung von Karl Bruckmaier, und es ist wahrscheinlich die umfangreichste Liste dieser Art auf diesem Planeten:

https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-2692550.html



DIE BAR ZUR GUTEN HOFFNUNG

gehört dem besten Singer-Songwriter weit und breit im deutschsprachigen Raum: Philip Bradatsch hat sein drittes Album auf Trikont veröffentlicht und „Die Bar zur guten Hoffnung“ hat eine 2-LP gefordert und verdient, und ich springe in meinem zerrissensten Unterhemd auf den Tisch jeder Lyrik-Jury, um ihnen klarzumachen, dass sie keine besseren Texte kriegen werden … Den großen Gitarristen begleiten von RocknRoll bis Soul wieder die Cola Rum Boys (Wolfgang Dinter, Florian Ernszt, Tobias Hieber). Nicht meine Hoffnung, sondern Überzeugung: es wird den Mann nicht aufhalten, dass schon sein zweites Album mit schlechten Bedingungen konfrontiert ist.

Hier Bestellung/Daten/sehr gute Videos:

https://trikont.de/shop/artists/philip-bradatsch/philip-bradatsch-bar-zur-guten-hoffnung/

Philip Bradatsch- Die Bar zur guten Hoffnung



EMIL MANGELSDORFF IST

mit seinen 96 Jahren der dienstälteste deutsche Jazzmusiker bzw. wahrscheinlich Musiker überhaupt. Er hatte schon in der illegalen Frankfurter Hotclub Combo gespielt, als er deswegen 1943 von der Gestapo verhaftet wurde. Am kommenden Montag spielt er mit seinem Quartett die Nr.214 seiner Konzertreihe im Frankfurter Holzhausenschlösschen. Ich wollte ihn dort besuchen, aber die aktuelle Lage … Es war der mit Emil und Albert Mangelsdorff befreundete Autor und Musikfan Hans Frick, der mir als Erster von dieser frühen Frankfurter Jazzszene erzählt hatte. Auch Frick (1930-2003) war unter den Nazis als sogenannter „Halbjude“ gefährdet und hatte sich dann 45 sofort in die Clubs und Bars und die Sounds der Befreiung gestürzt.

Das Konzert auch zuhause: 6.12. 19h30: Emil Mangelsdorff (Saxophon) Thilo Wagner (Klavier) Jens Loh (Bass) Axel Pape (Schlagzeug) und Markus Harm (Altsaxophon) als besonderer Gast:

https://www.frankfurter-buergerstiftung.de/informationen/mediathek/video/zum-214-mal-jazz-mit-dem-emil-mangelsdorff-quartett-und-einem-besonderem-gast-91



THE SPECIALS PROTEST

Sehr schöne raumgreifende 55′-Lektion von Klaus Walter zum großartigen und tatsächlich very special Specials-Album „Freedom Highway – Protest Songs 1924-2012“. So geht Polit-Pop und so geht Musikjournalismus, wenn sie noch gehn können:

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/weise-alte-maenner-protestsongs-von-the-specials-100.html



OCCUPY RESIST PRODUCE REPEAT

Die Solidarität-mit-Viome-2-LP jetzt auch auf Bandcamp. Mit Rückendeckung von Das Hobos bringe ich den Song „Wer macht den Dreck und wer macht die Wäsche?“ zum Vortrag. Total 23 Tracks/Bands mit diesen Worten vom produzierenden Kollektiv Die Seiferei:

„Die Seiferei – selbstverwaltet und solidarisch“ ist im schönen und gleichermaßen solidarischen Projekt „Grandhotel Cosmopolis“ im Herzen Augsburgs angesiedelt und verkauft dort biologische und vegane Reinigungsmittel von Viome für Haushalt und Körper (ohne Palmöl), die aus Thessaloniki in Griechenland importiert werden. Dort haben sich Arbeiter*innen 2011 eine bankrotte Fliesenkleberfirma angeeignet und auf die neuen Produkte umgestellt. Das Ganze funktioniert basisdemokratisch ohne Chef*in und unter der Prämisse, dass man nicht die Grundlagen für das eigene Leben zerstören darf. Wer Viome oder Die Seiferei unterstützen möchte, kann gerne Samstagnachmittag im Grandhotel Cosmopolis vorbeischauen.“
seiferei.noblogs.org

https://dieseiferei.bandcamp.com/album/occupy-resist-produce-repeat?



ICH MÖCHTE BEIM KÖLN-KONZERT DABEI SEIN

klingt schon sehr seltsam, aber ich meine das ernst: weil ich dieses vor einem Jahr erschienene Album, das jetzt endlich am 10.11. mit einem Konzert gefeiert wird, „Seifenblasenmaschine“ von Krazy mit Danny Dziuk als Produzent und Sideman, in diesem Jahr so oft gehört habe wie nur wenige andere Alben (z.B. Tony-Allen-Hugh-Masekelas „Rejoice“, um hier den Maßstab zu markieren):

Songster – Konzert mit Krazy & Danny Dziuk  
zur Feier des neuen Krazy-Albums Seifenblasenmaschine

10.11. Artheater 20 Uhr

„Krazy ist in Köln bekannt als Sängerin und Songautorin, die in zahlreiche Kultur-Abenteuer involviert war (Zusammenarbeit u.a. mit Peter Sarach, Matthias Keul, Cowboys on Dope). Mit ihren eigenen Songs, die besonders durch geistreiche, sprachgenaue Texte auffallen, war sie auf zahlreichen Kleinkunst-, Lese- und Liederbühnen zu Gast.
Danny Dziuk ist in Fachkreisen bekannt als Autor einiger hochkarätiger Lieder im Programm von Stoppok, Annett Lousian u.A. Er war ausgiebig mit Wiglaf Droste auf Tour und schrieb einige Filmmusik, wird aber von Experten vor allem für seinen eigenen Auftritt geschätzt. Mit seiner Band Dziuks Küche wie als Solo-Künstler produzierte er zahlreiche Alben, für die er verschiedene Auszeichnungen bekam (Deutscher Kleinkunstpreis, Preis der Liederbestenliste, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Deutscher Musikautorenpreis).
2018 trafen sich diese zwei Songster und überzeugten sich gegenseitig mühelos – aus der glücklichen Begegnung wurde eine sporadische Zusammenarbeit; aus dem Experiment, ein Lied zusammen zu schreiben, wurde schließlich Krazys neues Album – begleitet, arrangiert und produziert von Danny Dziuk.

„Seifenblasenmaschine“ erschien 2020 bei timezone records. Ein neues Danny Dziuk -Album ist auf dem Weg. Nun stellen beide zusammen ihre Songs vor.“

https://artheater.de/?fbclid=IwAR1gz03ARr_144tJJntIS10HYl1l8Ip2mxifwuUXxnba7IWp5XJx99vymUE
www.facebook.com/KrazyRockt