Artikel mit dem Schlagwort ‘ Blog ’

VIELE WICHTIGE ANGELEGENHEITEN DROHEN JETZT

unterzugehen, und da ist der Fall Woody Allen sicher nicht ganz oben auf der Liste (im Gegensatz zum Thema des Hefts). Dennoch täuscht sich, wer denkt, dass es dabei nur um diesen alten US-Regisseur geht…

In der aktuellen Jungle World die ausführliche Zusammenfassung von Christian Bomm: „Die Forderungen an Verlage, die Autobiographie des Filmemachers Woody Allen nicht zu drucken, sind durchtränkt von einem Moralismus, der an Allen lediglich ein Exempel statuieren will. Sinnvoller wäre es, sich mit den Tatsachen zu beschäftigen.“

https://jungle.world/artikel/2020/12/fakten-und-andere-kleinigkeiten



ES GEHT UM MEHR

als nur jungen weißen germanischen Menschen zu helfen, die massive Probleme bekommen, wenn sie mal nicht so draußen in ihrer Wohlstandsgesellschaft abhängen dürfen…

#LeaveNoOneBehind: Jetzt die Corona-Katastrophe verhindern – auch an den Außengrenzen!

Unterschreiben Sie hier:

https://www.change.org/p/leavenoonebehind-jetzt-die-corona-katastrophe-verhindern-auch-an-den-au%C3%9Fengrenzen



DIE GUTEN NACHRICHTEN

sind kaum noch zu zählen, wobei stündlich natürlich auch schön wäre! Denn wie schon Alfred Hilsberg gesagt hat: Lieber zuviel als zuwenig!

Als Staatsanwalt für Kulturelle Aneignungen würde ich am Anfang der Verhandlung fragen: Und warum ist Ihnen das grade jetzt eingefallen?



MAN MUSS NICHT DIE WÄNDE HOCHGEHEN

wenn man sich von den besten Berliner Lesebühnen unterhalten und aufbauen lassen kann. Hier die Meldungen von Aktivist und Autor Falko Hennig:

Donnerstag, 19. März 2020, 20.30 Uhr, Facebook: Brauseboys

Sonntag, 22. März 2020, 20 Uhr, Facebook: Reformbühne Heim & Welt

„Am Sonntag waren neben mir Jakob Hein, Jürgen Witte, Heiko Werning & als Gäste Frank Sorge & Spider dabei. Wir hatten über 10.000 Zuschauer & Ihr könnt Euch das Spektakel noch immer ankucken:“

https://www.facebook.com/reformbuehne/videos/222636002435684/

Immer gut sein Newsletter: http://www.falko-hennig.de/



DER AUGSBURGER FLÜCHTLINGSRAT INFORMIERT

Augsburger Flüchtlingsrat17. März 2020

Aufnehmen statt sterben lassen! // Maßnahmen zum Schutz von Flüchtlingen und Personal

medico international, der Sächsische Flüchtlingsrat und viele andere haben den Appell „Aufnehmen statt sterben lassen! Die Faschisierung Europas stoppen!“ veröffentlicht. Der Augsburger Flüchtlinsgrat kann sich dem dort Gesagten nur anschließen und unterstützt den Appell umfassend.
Heruntergeladen und gelesen werden kann der Appell hier:
Aufnehmen statt sterben lassen! Die Faschisierung Europas stoppen!
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Der Bayerische Flüchtlingsrat hat zudem eine Erklärung zu Maßnahmen zum Schutz von Flüchtlingen und Personal in Unterkünften, Behörden und Gerichten veröffentlicht, die wir ebenfalls unterstützen und hier veröffentlichen möchten:

Flüchtlinge vor Corona schützen!

Maßnahmen zum Schutz von Flüchtlingen und Personal in Unterkünften, Behörden und Gerichten: Infektionsschutz muss absoluten Vorrang haben!

 
Flüchtlinge sind aufgrund der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und ANKER-Zentren besonders von einer Infektion mit dem Coronavirus bedroht. Ist er erst einmal in solchen Unterkünften angekommen, lässt sich ein Überspringen auf andere Bewohner*innen kaum mehr verhindern. Weder kann ein Sicherheitsabstand eingehalten werden, noch können soziale Kontakte vermieden werden. Wer sich Gemeinschaftsküchen teilt, in Mehrbettzimmern wohnt, aus derselben Kantine versorgt wird und die Sanitäranlagen gemeinsam nutzt, ist immer mit anderen Menschen in Kontakt. Zudem müssen Flüchtlinge zum Interview beim BAMF und zu Verhandlungen bei den Verwaltungsgerichten, regelmäßig haben sie Termine bei Ausländerbehörden und Sozialämtern.

Überall treffen Flüchtlinge auf eine große Zahl weiterer Flüchtlinge, sowie auf Mitarbeiter*innen aus Behörden, Unterkunftsverwaltung, Sicherheitsdiensten, Richter*innen, Dolmetscher*innen, und sonstigem Personal. Um eine ungehinderte Ausbreitung des Coronavirus‘ zu verhindern, fordert der Bayerische Flüchtlingsrat, die Gesundheitsversorgung, Information und Betreuung sicherzustellen, alle Termine abzusagen, Fristsetzungen aufzuheben, den aktuellen Verfahrensstand beizubehalten und Abschiebungen auszusetzen.

Wir haben nach Überwindung der aktuellen Corona-Krise wieder Zeit, um über humane Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Bayern, faire Asylverfahren und eine menschenwürdige Behandlung in den Behörden zu streiten. Aber in der aktuellen Notsituation muss der Infektionsschutz für Flüchtlinge und Personal in Unterkünften, Behörden und Gerichten Vorrang haben„, erklärt Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats. „Die Corona-Krise bestätigt uns nachdrücklich in unserer Kritik an großen Sammelunterkünften für Flüchtlinge, denn sie steigern das Risiko von Infektionskrankheiten massiv. Sobald die aktuelle Krise überstanden ist, müssen die großen Flüchtlingsunterkünfte zugunsten von kleinen dezentralen Unterkünften aufgegeben werden!

Akut hält der Bayerische Flüchtlingsrat folgende Maßnahmen für unabdingbar notwendig:

Gesundheitsversorgung
Die Gesundheitsversorgung und die freie Arztwahl müssen für alle Flüchtlinge gesichert sein. Eine ärztliche Behandlung darf nicht vom Vorliegen eines Krankenscheins nach dem AsylbLG abhängig gemacht werden.
Betreuung im Infektionsfall
Sollten Infektionsfälle auftreten, muss für eine adäquate Betreuung gesorgt werden. Werden einfach nur Gebäudetrakte oder ganze Unterkünfte von Polizei und Sicherheitsdiensten abgeriegelt, wirkt das nicht wie eine Schutzmaßnahme, sondern wir Strafarrest.
Umfassende Information
Die Bevölkerung in Bayern ist höchst verunsichert ob der Gefahren einer Coronainfektion. Das gilt umso mehr für Flüchtlinge, die aufgrund fehlender oder geringer Deutschkenntnisse vom Informationsfluss abgeschnitten sind. In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden müssen schnell Informationsmaterialen übersetzt und in den Unterkünften in den Sprachen der dort untergebrachten Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollten Telefon-Hotlines mit Übersetzer*innen geschaltet werden für alle Flüchtlinge und Migrant*innen in Bayern, um drängende Fragen direkt beantworten zu können.
Zugang für ehrenamtliche Helfer*innen
Ehrenamtliche Helfer*innen berichten uns, dass ihnen der Zugang zu den von ihnen betreuten Menschen in Unterkünften untersagt wurde, obwohl keine Quarantäne verhängt wurde. Ehrenamtliche müssen solche Unterkünfte weiter betreten dürfen, um die von ihnen betreuten Menschen zu beraten und über die Gefahren, Risiken und Vorbeugemaßnahmen zu informieren.
Alle Termine absagen
Termine bei Behörden bergen ein unabsehbares Infektionsrisiko, weil sich hier besonders viele Flüchtlinge in engen Wartebereichen über längere Zeit aufhalten müssen. Deshalb müssen alle Termine bei BAMF, Ausländerbehörden, Sozialämtern und Verwaltungsgerichten abgesagt werden, um Infektionsgefahren zu minimieren. Einige Behörden und Gerichte haben damit bereits begonnen, das Innen- und das Justizministerium sollten dazu bayernweit aufrufen.
Fristen aussetzen
Wenn Flüchtlinge ihren BAMF-Bescheid zugestellt bekommen, haben sie in der Regel 2 Wochen Klagefrist. Zudem setzen Ausländerbehörden Fristen zur Beschaffung von Dokumenten und Ausweisen über Familienangehörige, Botschaften und Konsulate. Alle diese Fristen müssen sofort ausgesetzt werden, um zu verhindern, dass Flüchtlinge trotz massiver Infektionsrisiken zu Behörden, Gerichten, Botschaften und Konsulaten fahren.
Ausweispapiere unbürokratisch verlängern
Durch einen solchen Wegfall direkter Vorsprachen bei den Ausländerbehörden können Ausweispapiere ablaufen, die verlängert werden müssen. Aufenthaltsgestattungen, Aufenthaltserlaubnisse und Duldungen müssen vorübergehend unbürokratisch verlängert und, sofern nicht anders möglich, mit der Post zugestellt werden.
Sozialleistungsauszahlungen sicherstellen
Uns wurde berichtet, dass vereinzelt Flüchtlingen unter Verweis auf Coronainfektionsrisiken der Zutritt zu Sozialämtern verwehrt wurde und die ihnen zustehenden Sozialleistungen nicht ausbezahlt wurden. Die Auszahlung des menschenwürdigen Existenzminimums muss gewährleistet werden, notfalls vor Ort in den Unterkünften.
Entzerrung der Belegung in Unterkünften
In vielen Unterkünften stehen Betten leer, regelmäßig werden deshalb einzelne Zimmer und ganze Gebäudetrakte geschlossen. Die leerstehenden Zimmer müssen geöffnet werden, um die Belegung der Unterkünfte zu entzerren und die Einhaltung eines Sicherheitsabstandes zwischen den Bewohner*innen zu ermöglichen.
Abschiebungen stoppen
Abschiebungen innerhalb Europas finden nur noch eingeschränkt statt, auch der Luftverkehr ist deutlich reduziert. Dennoch kommt es wohl immer noch zu Abschiebungen, obwohl dies die Gefahr birgt, eine Infektion mit Corona zwischen abzuschiebenden Flüchtlingen, Landes- und Bundespolizeibeamt*innen und Flugpersonal zu ermöglichen. Dies kann dazu führen, dass der Coronavirus in andere Länder weitergetragen wird. Abschiebungen müssen deshalb vorübergehend generell ausgesetzt werden.
Abschiebehaft beenden
Wir gehen davon aus, dass sich noch immer Flüchtlinge in Abschiebehaft befinden, obwohl ihre Abschiebungen nicht durchgeführt werden können. Die Abschiebehaft muss vorübergehend komplett geschlossen und die inhaftierten Flüchtlinge müssen entlassen werden!



10 REGELN VS FAKE-NEWS

https://www.sueddeutsche.de/medien/coronavirus-informationstipps-1.4846836

Aus #2: „Eine gute Faustregel ist: Über soziale Medien verbreitete Behauptungen sollten die Empfänger mit zwei verlässlichen Quellen überprüfen. Denn es gibt gerade in Krisensituationen immer wieder Betrüger, die bewusst falsche Informationen verbreiten. Und auch nicht davor zurückschrecken, mit gefälschten Fotos zu arbeiten, die Nachrichtenseiten zeigen.“



MEANWHILE IN MUNIC

Ein Brief von unseren Freunden vom Konzertveranstalter Club 2, dem wir wie viele seit vielen Jahren eine Menge gute und mutige Arbeit verdanken, und für die schwierige Zeiten kommen, wie für alle, die im unabhängigen Art-Business tätig sind und nicht auf staatlichen oder städtischen Posten halbwegs ruhig sitzen können … wir bitten also um Beachtung:

„… Wir für unseren Teil, der CLUBZWEI (…) versuchen die Nerven nicht zu verlieren, obschon diese Krise, wir Ihr sicher mitbekommen habt, gerade uns und all die Kulturschaffende*n, Freiberufle*r und Selbstständige*n existenziell bedroht. Klar ist nun, dass unsere Veranstaltungen im März allesamt verschoben werden müssen.

Es wäre uns eine große Hilfe, wenn Ihr Euch mit der Rückgabe bereits gekaufter Tickets zurückhaltet. Gerade jetzt brauchen wir jeden Cent, um weiterarbeiten zu können.

Im Speziellen trifft das für das kommende Wochenende auf Leonie Singt im Heppel & Ettlich (20.03.), die muskalische Lesung mit Knarf Rellöm im Optimal (21.03.), Sven Regener im Volkstheater (21.03.) Tempers, Paar, Bleib Modern in der Milla (22.03.) zu. Davon betroffen werden auch folgende Veranstaltungen in nächster Zukunft sein, wie: – VIAGRA BOYS – 27.03. Feierwerk – ARIEL SHARRATT & MATHIAS KOM (from The Burning Hell) – 06.04. Unter Deck – OPEAN  12 – 17.04. MUG – Wir arbeiten an möglichen Alternativterminen, die wir rechtzeitig bekanntmachen werden.“

VISIT:  https://www.clubzwei.de/



MEANWHILE IN SERBIA

mussten unsere Freunde von diSTRUCTURA eine Ausstellung absagen:

Foto c by diSTRUKTURA



A SPECIAL TRIP TO THESSALONIKI

Von meinen FreundInnen von der Firma „Die Seiferei“, die in jeder Hinsicht stark mit Thessaloniki verbunden ist, kommt dieser Hinweis auf einen ausführlichen und mit vielen Verweisen ergänzten Artikel über diese faszinierende Stadt und ihre tragische Geschichte, die eine für immer offene Rechnung mit den Deutschen ist:

https://www.hagalil.com/2018/10/thessaloniki-3/?fbclid=IwAR3aUtsxT34-1epNtKXiCEKCMG5x-3kyW-_z3ayPUfNNbowNI3jnn4E7uD4

https://seiferei.noblogs.org/

Ergänzender Literaturtipp zu exakt dieser Thessaloniki-Geschichte, die in der Gegenwart nicht erledigt ist: Der großartige Roman „Lebt“ von Orkun Ertener, der zuvor schon für eine der besten jemals in Germanistan produzierten TV-Serien, „KDD – Kriminaldauerdienst“, die Drehbücher geschrieben hat.



AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBEREIFRIGEN MUSIKSTUDENTEN (12)

Nach dem Einkaufen, kaum anders als sonst und kein Klopapier, schlagartig den Entschluss gefasst, die Anweisung, möglichst meistens zuhause zu bleiben, mit mehr Musik zu nutzen, genauer gesagt den schon lange gefassten, aber eigentlich bescheuerten Plan umzusetzen, links oben bei den Zahlen-Bands anzufangen und von A bis Z durchzumachen und mit den Kompilationen abzuschließen.

Wenn man zu nichts verpflichtet ist, fällt einem so böses Zeug ein wie eine Generalinventur. Dazu gehört: jedes Teil komplett abhören.

Geht also los mit 2Pac/Greatest Hits. Dann 3 Shades/Thank God For Beatniks. Dann 801/Live (wo mir klar wird, dass es auch eine Strafe ist, alles komplett abzuhören – wie man ja auch sagt, dass der Completist der Feind des Musikfans ist… aber der Plan war eben schon gefasst und schnelles Aufgeben ist meistens Shit).

Ich frage mich, wie weit ich damit kommen werde. Ich könnte eine Pi-mal-Daumen-Kalkulation aufstellen, aber das finde ich langweilig, geradezu feige. Komm ich bis Merricks/In Schwierigkeiten oder hat mich der Sensenmann – von dem ich glaube, dass er auch eine Frau sein könnte – schon vorher besucht?

Merricks´ Mastermind Bernd Hartwich ist vor wenigen Tagen gestorben, mit 53. Ich kannte ihn nicht gut, aber wenn wir uns mal irgendwo getroffen haben, unterhielten wir uns freundlich, einmal auf diesem Münchner Club-Gelände (Name fällt mir nicht ein) um 4h morgens, ich glaube, wir hatten beide irgendwo aufgelegt, jedenfalls war er stocknüchtern und musste noch weitermachen, während ich alles (oder auch alle) erledigt hatte und deshalb was intus haben durfte.

Seinen Merricks-Song „Schwierig Schwierig“ hatte ich für meine Trikont-Perlen-Compilation #2 bekommen, und von Der Englische Garten „Ein ehernes Gesetz“ für #4. Das In Schwierigkeiten-Album wurde „aufgenommen bei Radio Hartwich“, was das Geschäft seiner Eltern war, und war 1993 ein spezieller München-Reiseführer (mit Titeln wie „Club 2“ oder „Gabanyi“), der heute natürlich einen anderen Informationsgehalt hat.

Ich bin also mit dem alphabetischen Anfang meines Musikzeugs beschäftigt und würde sofort lieber bei M wie Merricks weiterhören. Die Entscheidung, mit CDs anzufangen, war bescheuert. Grundlos. Aber schon jetzt den ganzen Plan umschmeißen ist auch bescheuert… Es ist überhaupt alles bescheuert… Fuck the world and mind your own business. Würde ich außerhalb meines Tagebuchs sagen. Aber ich muss ja zuhause bleiben. Fuck this shit (dick unterstrichen).

Bildergebnis für merricks in schwierigkeiten

Bernd Hartwich mit Sonnenbrille: Ruhe in Frieden