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NACH DER WAHL #4

Ein vor der Wahl geführtes Interview, das keineswegs veraltet ist: „Die AfD ist als Abspaltung der CDU zu verstehen, sagt Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen. Ein Gespräch über rechte Hegemonie und was ein Wahlerfolg der AfD für Sachsen bedeuten würde.“

https://jungle.world/artikel/2019/34/die-afd-ist-fleisch-vom-fleisch-der-cdu

Ergänzung aus Brandenburg: „In Gemeinden, in denen die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2014 besonders stark verloren hat, gewann die AfD häufig besonders stark hinzu.“ (SZ, 3.9.)



NACH DER WAHL #3

nd-Autor Thomas Blum schreibt auf f-book:

Thomas Blum„Direkt an der Hauptstraße von Hirschfeld, zwischen Apotheke und Kirche, liegt der Jugendklub des Dorfs. Er wird von Rechten dominiert. Am Wahlsonntag steht einer von ihnen mit Reichsadler auf seinem T-Shirt auf der Straße, keinen stört es, das ist hier schlicht normal, sagt eine Bewohnerin.

Im privaten Kreis würden auch Hakenkreuzmotive getragen, und auf Partys könne es passieren, dass ein und derselbe Hirschfelder erst den Holocaust leugne und dann aber vorschlage, ob man mit den Flüchtlingen in Deutschland nicht einen weiteren Holocaust veranstalten könne.

„Für die Jüngeren ist es cool, rechts zu sein“, sagt die Frau. Die Älteren wählten AfD, weil sie sich mehr Respekt wünschten. „Respekt für ihre Lebensleistungen, der wird ihnen angeblich verwehrt, gerade von Westdeutschen.““



NACH DER WAHL #2

Ein Beitrag von Gerrit Wustmann btr die Kulturleuchten der AfD:

https://www.heise.de/tp/features/AfD-gegen-Kultur-Ein-aussichtsloser-Kampf-4510281.html?fbclid=IwAR03e5M-XMSutpOwEHGy2ZTlBIMM1hYnJvO7UqlQbjTu3sTyUbs2zMjRha8



NACH DER WAHL

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NEWSLETTER NR. 7.8-2019

Schönen guten Tag,

wie üblich vertreibe ich mir im Sommerloch die Zeit damit, Ihnen ein paar Neuigkeiten aus meiner Fabrik mitzuteilen:

Am 21.9. erscheint mein neuer Roman Ein Schuss ins Blaue (wieder in der Tropen-Abteilung bei Klett-Cotta). Ich kann verraten, dass auch im dritten Teil der Serie mit dem Ex-Polizisten Fallner die meisten der Hauptakteure überleben. Was nicht heißt, dass irgendwas gut ausgeht. Vielleicht weil es im Hintergrund auch um Rechtsradikale im Polizeiapparat geht, habe ich ein Happyend ganz vergessen.

Ebenfalls kein Happyend ist mir für das Hörspiel Mörder und Gespenster eingefallen, das am 16.10. in der Reihe „Radio Tatort“ auf Bayern2, dann auf allen ARD-Sendern ausgestrahlt wird: Meine erste Aktion als neuer BR-Autor für die Serie. Regisseur ist weiterhin Ulrich Lampen, für die Musik wurde die Band Das Hobos verpflichtet, mit der ich letztes Jahr den Song „Verhängnisvolle Frau“ auf einer Split-Single bei Gutfeeling Records veröffentlicht habe.

Die Hauptfigur meiner Tatort-Hörspiele ist übrigens die stärkste Nebenrolle meiner Kriminalromane, Kommissarin Jaqueline Hosnicz, die „Ossibraut“, die in der Münchner Bahnhofsgegend gut integriert ist. Im Moment frage ich mich, in welche Serie ich sie noch einbauen könnte. Vielleicht was mit Ossibullen kurz nach der Wende? Oder besser ein raffinierter Mittelalterquatsch? Keine leichte Entscheidung.

Aber natürlich lang nicht so schwierig wie alles, was mit Verfilmung zu tun hat. Im letzten Newsletter meldete ich, die Verfilmung von Ein Bulle im Zug sei so gut wie bombensicher, und ich schwöre, das war´s auch. Und heute? Zitiere ich Sam Peckinpah: „Kill ´em all“. Und lehne mich nicht mehr so weit aus dem Fenster – nur so ein bisschen, damit ich unten auf der Straße meine alte Freundin Nina Grosse („Die Protokollantin“) sehen kann, die am Drehbuch zu Ein Schlag ins Gesicht schreibt, das sie Anfang nächsten Jahres verfilmen wird. Das ist nicht so gut wie, sondern total bombensicher (s. die Verträge im Anhang).

Weiter mit der Zukunft: ebenfalls ´20 erscheint ein neuer Gedichtband bei Starfruit Publications. Die ersten beiden Bände sind längst vergriffen und werden deshalb als Bonustracks dabei sein. Dieses Motto von Willie Nelson würde doch passen: „Don´t bury me, I got a show to play!“

In jedem Fall werde ich meinen Feierabend weiterhin als Mitglied des Augsburger Flüchtlingsrats gestalten, der wie alle Flüchtlingsräte in einem antifaschistischen/-rassistischen Zusammenhang steht. Für mich hat das eher mit Notwehr als mit Engagement zu tun: Ich möchte nicht, dass mein Volk von Nazis umgevolkt wird, mit denen ich dann auch noch diskutieren muss. Mein Vater sagte oft zu mir, ich solle die Klappe nicht so weit aufreißen, denn ich hätte mich „damals“ garantiert nicht anders verhalten als die meisten Deutschen, und ich ärgerte mich immer, dass ich keine Möglichkeit hatte, ihm das Gegenteil zu beweisen – aber inzwischen sieht es ja so aus, als könnte es bald mal klappen.

In diesem Sinne mit freundlichen Grüßen.

Der Block ist bis Anfang September verlassen.



THE SHITHEADS NEVER DIE

Einmal mehr die Bestätigung in einer Reportage aus New Orleans von Trikont-Artist Jonathan Fischer in der Süddeutschen von heute: „Oder die Gutsituierten Zuzügler, die sich Häuser in traditionell schwarzen Vierteln wie Treme kauften, um sich dann an den vielen Straßenparaden und Bars mit ihrer nächtlichen lauten Musik zu stören.“

Mit Trikont-Artist Chuck Perkins in der Hauptrolle, der ähnliche Nachrichten hat: „Seit Katrina werden die Armen und Schwarzen aus den älteren Teilen von New Orleans vertrieben. Die Stadt will sie nicht mehr haben. Lebendig oder tot.“

Bildergebnis für chuck perkins

https://trikont.de/shop/themen/black-and-proud/chuck-perkins-a-love-song-for-nola/



DEAR US-COPS

LASST MICHAEL MADSEN IN RUHE! DON’T TOUCH MICHAEL MADSEN! DAS SAGE ICH NICHT NUR ALS FAN DES DICHTERS, SONDERN VOR ALLEM ZU EURER EIGENEN SICHERHEIT.

Bildergebnis für reservoir dogs

Ich hatte in meinem neuen Roman „Ein Schuss ins Blaue“ eine Stelle, wo sich zwei Männer über die Gedichte von Michael Madsen unterhalten. Aber die ist dann doch wieder rausgeflogen – jetzt denke ich, das war ein verdammter Fehler. Für den ich mich entschuldige. Aber ich kann´s fuckin nicht mehr ändern, es tut mir fuckin leid, ich habe einen fuckin Fehler gemacht.

Tatsächlich bin ich einmal im Jahr auf den Knien am Portal des Klett-Cotta-Tropen Verlags und bitte darum, sie mögen endlich weitere englisch-deutsche Ausgaben von Michael Madsens Gedichtbänden veröffentlichen, aber niemand hört auf mich, das fuckin Portal öffnet sich nicht, und wenn es Nacht wird, gehe ich wieder zurück in die fuckin Kälte, ohne ein wärmendes Wort erhalten zu haben.



DARKSIDE OF 1969

vor einem Jahr Magnus Klaue über die Mansons:

https://jungle.world/artikel/2018/40/die-familie-des-boesen

In der Ausgabe auch einige Seiten über Wayne County mit dem Titel Man enough to be a Woman (die Chefredaktion streicht den Satz, den die Archivchefin hinzufügen wollte, sorglos wie sie ist: and Woman enough to be a crazy Countryrocker).



AUS DEM TAGEBUCH EINES ÜBEREIFRIGEN MUSIKSTUDENTEN (11)

1/ Art Ensemble of Chicago: Theme de Yoyo

2/ https://www.hubl.com/the-guerilla-bops.html (The Guerilla Bops ist die neue Formation von meinem Spiritual Supervisor Dr. Hubl Greiner, hier das Trio +4 Gastimprovisateure)

3/ Miles Davis: The Complete On The Corner Sessions, Vol. I

4/ https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/free-jazz-black-power-aus-dem-saxophon/1683414

5/ Hochzeitskapelle: If I Think Of Love (Gutfeeling Rec. 13 Sept.)



MEIN NEUSTES GEDICHT

habe ich nicht nach dem Tod von Toni Morrison geschrieben, sondern schon vor einem Monat. Wie sagt man, wie´s der Teufel will …

https://www.jungewelt.de/artikel/360544.strange-fruit.html

Außerdem in der Printausgabe der jungen Welt von heute Teil 2 der Erzählung „Adolf Hitlers Lieblingsblume“ von Ludwig Lugmeier.