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NILS KOPPRUCH (20)

WIR REISEN HIER NUR DURCH UND NEHMEN NICHTS MIT.

Nils Koppruch, 27.10.1965 – 10.10.2012

# „Meine erste Gitarre hatte keinen Namen, aber sie war über und über mit weißer Farbe beschmiert und diente einem Freund als eine Art Tisch.“

# Werkschau Nils Koppruch+Fink bei Trocadero Records

 lp cover

Grand Hotel van Cleef, 2010

# SAM. (alias Nils): Dilettant. Kunstkatalog, Hamburg 2006

# Eine Widmung: „DIES HIER FÜR FRANZ: MIT DEM ICH IRGENDWANN AUCH NOCH EIN BUCH MACHE. ALLES LIEBE NILS KOPPRUCH“. Wir sind noch nicht dazu gekommen.



FALLS SICH NOCH JEMAND MEHR FÜR

Musik (und ihre Bedingungen) als für Streamingdienste interessiert, kann ich dieses Interview mit Tourneeveranstalter (zB Daniel Kahn & The Painted Bird oder The Residents, bei denen er, habe ich echt gehört, auch mitspielt) und (konkret-) Autor Berthold Seliger empfehlen (den man am 15.11. in Innsbruck (ggf nur mit Einreisegenehmigung) live befragen kann, zB ob es nur so ein Gerücht ist, dass er bei den Residents mitspielt):

https://www.musicaustria.at/aufstand-der-bildungswilligen-berthold-seliger-im-mica-interview-teil-2/?fbclid=IwAR3_QhsN2LExMOuQteT2zptDu3rhMocwT1gHoTvYr0jvN65K3seoLsRqm0Q

Hier sein aktuelles Profil durch Playlist (www.bseliger.de):

Marco Stroppa, Upon a Blade of Grass, Pierre-Laurent Aimard/Peter Eötvös/Orch. Philh. de Radio France
Shemekia Copeland, America’s Child
Aretha Franklin, I Never Loved A Man The Way I Love You (Japan-Pressung)
Schubert, Sinfonie NR. 8 (9) C-Dur, D 944, Rudolf Kempe/Münchner Philharmoniker (1968)
Bach, Solo Cantatas for Bass (BWV 82, 56, 158, 203), Klaus Mertens/Ton Koopman/Amsterdam Baroque
Mussorgsky, Without Sun – Songs and Dances of Death, Eugene Nesterenko/Vladimir Krainev
Swamp Dogg, Love, Loss, and Auto-Tune
Mahler, Sinfonie Nr. 3, Leonard Bernstein/New York Philharmonic (live, 1987)
Charles Ives, Four Sonatas, Hilary Hahn/Valentina Lisitsa
They Might Be Giants, The Communists Have The Music (
Single)
Alexander Melnikov, Four Pianos – Four Pieces (Schubert, Chopin, Liszt, Stravinsky)
Prince, Piano & A Microphone 1983
Walt Solek, Larry Chesky And His Orchestra, Hey Jude – Live Polish Party

Morton Feldman, Violin & String Quartet, Peter Rundel/Pellegrini Quartet
Cat Power, Wanderer
Mozart, Klavierkonzerte #20 d-moll KV 466 & #21 C-Dur KV 467, Arthur Schoonderwoerd/Cristoferi
Félix Blume, Death in Haiti: Funeral Brass Bands & Sounds from Port Au Prince
Alpha Maid, Cinnamon (on Soundcloud)
Count Ossie & The Mystic Revelation Of Rastafari, Groundation/Ethiopian Serenade (7’’)
Noname, Room 25
Damir Imamović Trio, Abrašević live
Mahler, Das Lied von der Erde, Kathleen Ferrier/Julius Patzak/Bruno Walter/Wiener Philharmoniker (1952)
Nicole Johänntgen, Henry II
Cherubini, Medea, Maria Callas u.a./Leonard Bernstein/Orchestra e Coro del Teatro all Scala (live 1953)
Pet Shop Boys, Behaviour: Further Listening 1990-1991 (2018 Remastered Version)
Will Oldham, Songs of Love and Horror



BEIM MAURERHANSL AM AMMERSEE

kommt es zu einem äußerst viel versprechenden Abend:

Goys letzter Sonntag, 28. Oktober 2018 im Maurerhansl, Johannisstraße 7, 86911 Diessen a. AmmerseeBeginn 20 Uhr Literatur und MusikEgon Günther & Señor Blues Egon Günther 1953 in München geboren und in Thalkirchen aufgewachsen, war im früheren Leben Kontorist, Drucker, Maurer und Pflasterer. Heute ist er nicht nur Romanautor (Watschenbaum – Roman einer Kindheit, Edition Nautilus) sondern auch Lyriker (allerlei entzwei – Gedichte für Besiegte, gangspuren, hegt traum kerne, Verlag Peter Engstler), Übersetzer (Charles Plymell Rauchzeichen, Will Staple – Herbe Schönheit, Dale Pendell - Geistertanz) und Herausgeber (Feuerstuhl Zeitschrift für Brot und Rosen). An diesem Abend wird er Streiflichter auf die Poesie und Prosa radikaler nordamerikanischer Nonkonformisten wie Kenneth Rexroth, Charles Plymell & Dale Pendell werfen. Señor Blues Danach präsentieren Guido Rochus Schmidt und Tom Höhne- laut Süddeutscher Zeitung die großen Minimalisten des rauen, ehrlichen Blues – ihre eigenen Bluessongs sowie traditionelle Bluestitel in eigenwillig modernen Interpretationen, ohne jedoch ihre musikalischen Wurzeln zu verleugnen. Mit Fingerstyle-, Slide- und Baritongitarre nehmen sie ihr Publikum mit auf eine Reise zu den Hinterhöfen Harlems bis hinunter in die schweißtreibenden Juke Joints im tiefen Süden des Mississippi-Deltas.



DEN POESIEPREIS DER DEUTSCHEN AUTOINDUSTRIE

(eine neue Einrichtung der Kreativabteilung für innovative Sidekicks) haben folgende Zeilen zurecht gewonnen: „Elegante Akzente wie das Panoramaglasdach in schwarzer Kontrastausführung, die 18“ Leichtmetallfelgen in Gloss Black, getönte Scheiben und nicht zuletzt die Xenon-Scheinwerfer mit LED Signatur verleihen unserem Kompakt-SUV eine unwiderstehliche Ausstrahlung.“ Ich habe den Titel vergessen, ich glaube SUV-Stau auf dem Weg zur Hölle oder so ähnlich.



DIE PROTOKOLLANTIN

Ab morgen im ZDF das neuste Regie-Drehbuch-Werk meiner Fast-schon-seit-dem-Kindergarten-Freundin Nina Grosse, deren Fan ich schon war, als ihre Lache noch durch die Filmhochschule donnerte. Und das Werk in fünf Teilen auch noch nach einer Idee von Brother Friedrich Ani. Also im Grunde eine Familienangelegenheit, ja, ich bin aufgeregt wie die Hölle!

Bildergebnis für die protokollantin

Blickpunkt Film:“ Dass man diese fünf Folgen gebannt und mit wachsender Begeisterung verfolgt, liegt an der herausragenden Besetzung bis in die kleinsten Rollen, an einer intelligenten und reich an Details erzählten Geschichte, einem besonderen Gespür für Schauplätze und Atmosphären und dem beachtlichen Talent aller Beteiligten, Klischees in Charakterzeichnung und Handlungsführung zu vermeiden.“



JOHNNY CASH AUSSTELLUNG

Ab 19.10. im Münchner Amerikahaus (aus Landsberg kommend). Am 20. um 20h lese ich aus meiner Cash-Biographie „The Beast In Me“ und spiele anschließend bis 00hxx mit Cash&Country-Platten. „Achtung: Eintritt nur mit Tickets für die Lange Nacht der Münchner Museen!“

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c Foto: Amerikahaus „Don’t Take Your Guns to Town“ – Johnny Cash und die Amerikaner in Landsberg 1951-1954″ Vernissage 19.10. 19h / Eintritt frei

>“Don’t Take Your Guns to Town!“ So wurden die amerikanischen Soldaten ermahnt, die in den 1950er Jahren auf dem Fliegerhorst Penzing stationiert waren, wenn sie Ausgang in die Stadt Landsberg bekamen. Einer von ihnen war Johnny Cash, der aus Arkansas stammte und nach seiner Rückkehr in die USA 1954 eine Weltkarriere als Sänger und Musiker begann. Zu Lebzeiten Legende, der wohl berühmteste Countrysänger der Welt. 1951 als Neunzehnjähriger war er jedoch noch ein Nobody (…) Neben der Politik der Demokratisierung „von oben“ wurde Westdeutschland in den 1950er Jahren zunehmend zum Aufnahmeland einer demokratischen Populärkultur „von unten“. Diese populärkulturellen Einflüsse wurden in erster Linie durch die Soldaten persönlich transportiert: Das als lässig und besonders männlich empfundene Auftreten der in Deutschland stationierten GIs fand ebenso seine Nachahmer wie neue Frisuren, Kleidung und Musik, die  ab den 1950er Jahren aus den USA nach Europa herüberschwappten…<

Johnny Cash - The Beast in Me



GEGENDARSTELLUNG BTR BRITTA

In einem Artikel über die Berliner Frauenmusikkapelle „Britta“ in der Süddeutschen Zeitung vom 15.10.2018 wurde ich in ehrabschneidenster Weise vollkommen falsch beschuldigt, was ich hier, weil sich mein Anwalt in seinem angeblich wohlverdienten Urlaub befindet, auch noch selbst korrigieren muss:

In besagtem Artikel von Dirk Wagner mit dem Titel „Loblieder auf depressive Tage“ über die „Band Britta“ wird behauptet, dass „deren erstes Tondokument auf einer von Franz Dobler für Trikont zusammengetragenen Kompilation in falscher Bandgeschwindigkeit veröffentlicht wurde.“

Der Eindruck, ich hätte die Bandgeschwindigkeit bei der Übertragung der digitalen Aufnahme 1996 negativ beeinflusst, ist falsch. Richtig ist, dass das Digitaltonband sowohl von mir als auch von der Plattenfirma Trikont originalgetreu in unser Band für die Produktion „Perlen Deutschsprachiger Popmusik #2 Nicht Zuhause Mama“ hineingeklebt wurde. Obwohl die allermeisten HörerInnen beim Abhören des Liedes „Kuschelrock beim Metzger“ ebenfalls keine falsche Geschwindigkeit hören werden, behalte ich mir weitergehende rechtliche Schritte vor, welche bis hin zu einer weitreichenden Zeuginnenbefragung von Frau Christiane Rösinger führen könnten.

Dirk Wagner, auch du hast mein Leben zerstört!

Best of BrittaNeu

auf Staatsakt und super bei jeder Geschwindigkeit!

 Früher

war auch schon alles immer viel zu schnell!



UNSERE URBAYRISCHE MEGAPARTYLAUNE

ist nun nach 24 Stunden doch etwas abgeflaut, zumal unser Polit-Redakteur auch zu Bedenken geben wollte, dass der Fortschritt nicht so wahnsinnig irre ist, wenn man sich mal klarmacht, dass die mehr oder weniger christlich-soziale-rechte Seite bei 59,5% steht. Wobei der Depp, meinte unsere Lifestyle-Redakteurin, ja sogar die Freidemokratisten und Superbavaristen dazu zu zählen vergessen hat, womit ma bei guten 60+ waratn. Der Beginn von Katerstimmung? Natürlich samma soweit noch nicht bzw. noch lange aber schon überhaupts nicht.

Abb.: Schneepflug o.ä.



#ausgehetzt in bayern

Bild könnte enthalten: Text



ALLE DREHEN DURCH

vor der Bayernwahl, aber egal, jetzt mal Folgendes: In einem Thriller würde ich es so sehen, dass der Papst nicht durchdreht – warum sollte er denn, weil er die Hauptrolle in einem Wim Wenders-Film bekam? -, sondern topintelligent alle Aufmerksamkeit auf die Auftragskiller der anderen Art lenken will. Zugegeben, das wäre fast schon geklaut.

Aber wer kennt schon Power On Earth von Nick Tosches? 1987 auch mit dem deutschen Titel „Geschäfte mit dem Vatikan – Die Affäre Sindona“ erschienen. Das Märchen in Sachbuch-Gestalt in Kürze: Superbankier Sindona, 1986 in einem italienischen Hochsicherheitsgefängnis vergiftet („sein Tod bis heute geheimnisumwittert“), Freund von Papst Paul VI., „ungeklärt bleibt… ob er als Bankier auch in Geldwäscheaktionen der Mafia verwickelt war“.

Aber ich habe nichts gesagt. Da draußen laufen einfach zu viele Auftragskiller rum.