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SPITZENSATZ (88)

„Also vom Feeling her, das wird spannend.“

(Der Küchenchef Herr Metz vom Bräurosl-Zelt, BR2, 10.9.2022)



VON DAMALS BIS HEUTE

„Pier Paolo Pasolini’s & Giovannino Guareschi’s „La Rabbia“ (1963) – La Rabbia (The Anger) is an archival documentary film directed in the first half by Pier Paolo Pasolini and in the second half by Giovannino Guareschi, the first from a radical left perspective, the second from a conservative monarchist angle. An attempt to answer the existential question, „Why are our lives characterized by discontent, anguish, and fear?“ Part I, by Pasolini, is a denunciation of the offenses of Western culture, particularly those against colonized Africa. It is at the same time a chronicle of the liberation and independence of the former African colonies, portraying these peoples as the new protagonists of the world stage, holding up Marxism as their “salvation”, and suggesting that their “innocent ferocity” will be the new religion of the era. Guareschi’s part, by contrast, constitutes a defense of Western civilization and a word of hope, couched in traditional Christian terms, for man’s future.“

https://www.youtube.com/watch?v=B3GBa09Mg_s



PENberlin: EIN ABEND FÜR JULIAN ASSENGE

<„Ich habe noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammengeschlossen hat, um ein einzelnes Individuum so lange Zeit bewusst zu isolieren, zu dämonisieren und zu missachten.“ (UN- Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, über Julian Assange)

Seit über zehn Jahren lebt WikiLeaks-Gründer Julian Assange in Unfreiheit; davon sieben lange Jahre als politischer Flüchtling in der ecuadorianischen Botschaft in London und seit 2019 in britischer Einzelhaft.

Er ist inzwischen körperlich und seelisch schwer geschädigt, ein Ende des Alptraums ist nicht in Sicht. Weil Assange mit Wikileaks US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan öffentlich gemacht hat, verfolgen ihn die Vereinigten Staaten mit unerbittlicher Rachsucht. Auch europäische Staaten haben sich durch Handeln (Großbritannien, Schweden) oder Unterlassen (Deutschland) mit diesem Justizskandal gemein gemacht. Darum veranstaltet PEN Berlin einen Abend für sein Ehrenmitglied Julian Assange. Denn Journalismus ist kein Verbrechen.

Diskussion mit Anke Domscheit-Berg, Bascha Mika und Deniz Yücel, Moderation: Hajo Schumacher. Anschließend Dokumentarfilm „Hacking Justice“ von Juan Pancorbo und Clara López Rubio, die an dem Abend anwesend sein wird.
Sprache: Deutsch, Eintritt: 12 Euro

Eine Veranstaltung von PEN Berlin. Wir stehen im Wort.>



INTELLIGENTES POSTPUNKROCKEN

mit ALTE SAU mit mein Kumpel Pencil Quincy u.a. als Stütze für Jens Rachut nächste Woche live: 13.09.2022 GER-Dresden, Chemiefabrik + NO WAVES 14.09.2022 GER-Nürnberg, Kantine + OIRO 15.09.2022 GER-Karlsruhe, Alte Hackerei + OIRO 16.09.2022 CH-Basel, Humbug + SHILPA RAY 17.09.2022 GER-Reutlingen, Flamingo Artspace + ROLF BLUMIG
(„Ist möglicherweise ein Cartoon“ – ja, das war mal richtig.)


ANOTHER GREAT CONCERT @THE GREAT FAUST STUDIO

Bild

72515 Scheer Fabrikstr. 32-40 20h Reservierung mail@monikanuber.de



GERMAN HIGH CLASS JOURNALISM TODAY

Wenn man es in der Text-Branche soweit geschafft hat, dass man in der Zeit schreiben kann, dann hat man dies und das und vielleicht auch noch „seit vier Jahren einen Freund. Er ist schön und klug und witzig und hat auch einen tollen festen Job.“ Da platzen wir schon wieder vor Sozialneid. Unser Freund ist nämlich nicht so toll (ganz unter uns gesagt, wird er sogar auf den Mond geschossen, sobald sich ein ähnlich witziger Onkel findet), er verbietet uns sogar, die Bezahlschranke zu überschreiten, um nach diesem verheißungsvollen Anfang weiterzulesen.

Weiter als „seit eineinhalb Jahren teilen wir 80 Quadratmeter, zwei Efeututen, drei Glücksfedern, einen Olivenbaum und drei Zimmer: eins zum Schlafen, eins zum“ gehts nämlich nicht. Ich behaupte nicht, dass das ein Problem ist, denn im Grunde gehts ja sowieso nie weiter, auch nicht für arrivierte Jungjournalist:innen, die den Weg von Uni über Spiegel bis Neon schon locker durchgejoggt sind.

Ob vor oder hinter der Bezahlschranke, sie zeigt uns allen, wo der Hammer hängt.



PASOLINI REVISITED

Toller Dokfilm von Pepe Danquart: Pasolinis Italienrundfahrt von 1959, die er für eine Illustrierte erzählte, nachgefahren und mit Texten von ihm und Bildern von damals ergänzt:

https://www.ardmediathek.de/video/ndr-dokfilm/vor-mir-der-sueden/ndr/



GEFÄHRDERPROFIL COMPACT

Ein sehr gutes Gefährderprofil über das rechtsextreme Kampfblatt mit dem Chef, der aus der linken Szene kam:

https://taz.de/Rechtes-Magazin-Compact/!5873719/



ACH IMMER DIESE SOMMERLAUNE

die den Blockhausmeister jetzt dazu verleitet, hier zum ersten Mal ein Preisausschreiben zu veranstalten (aber gutes Personal ist ja bekanntlich kaum noch zu kriegen heute, deswegen lassen wir diesen Hamperer mal seine Laune ausleben):

„Es war etwas von einem Proletarier an ihm und von einem Marquis. Von rächerischer Leidenschaft, die ihr Opfer sucht, und gefeiltester Feinheit. Vom kämpfenden Zauber (…) von der ‚Magie des Extrems, der Verführung, die alles Äußerste übt‘ – und von einem in Blumen und Tiere verliebten Schäfer“, heißt es in einem Portrait über diesen Schriftsteller, und diese Hilfe noch: „Sein ästhetisches Prinzip: die Kunst muss völlig spontan sein und, wie der Künstler, unvollkommen, beschränkt, vergänglich.“

Die erste Nicht-Roboterperson, die uns also eine Mail schreibt mit dem Namen des gesuchten Schriftstellers, bekommt vom Hausmeister ein Buch zugeschickt. (Angeblich ein schönes, aber weil schön so relativ ist wie fast nix sonst, sollte man sich nicht darauf verlassen). Sogar Zahnärzt*innen und Anwält*innen sind teilnahmeberechtigt.



ES GEHT DOCH NICHTS ÜBER

die große Geheimtipp-Reportage! Ein schöner, nicht zu schwerer Bergwanderweg, ein ausführlicher Geheimtipp zur besten Sendezeit (BR2 ca. 11h30), der Geheimtipp natürlich nicht ausgeschildert, aber ganz leicht zu finden, wenn man sich an die genauen Angaben (top-journalistische Sorgfaltspflicht) hält, so ein nützlicher und wahrscheinlich auch nachhaltiger Geheimtipp, so dankbar ist man der Reporterin, deren Name, für mich jedenfalls, auch ein wertvoller Geheimtipp ist, den ich auf keinen Fall verraten werde, sonst rennt man ihr noch die Tür ein und sie weint, weil sie kein Geheimtipp mehr ist, und dann bin ich auch noch schuld, wenns wieder einen runterhaut.