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SPITZENSATZ (53)

Lieber tot als ein ganzes Leben in Angst!!!

(auf dem Schild einer sog. Corona-Demonstrantin, Berlin 29.8.2020)



WIE IM RICHTIGEN LEBEN SIEGT DIE GERECHTIGKEIT

manchmal auch in den Hitparaden – wobei die Krimibestenliste von FAZ/DLF-Kultur nicht von irgendwelchen Leuten, sondern von einer ziemlich strengen oder sagen wir mal ziemlich gut informierten Jury monatlich aufgestellt wird, weswegen man an den Stellen, wo irgendwelche Leute sich einen abkommentieren dürfen, immer ziemlich viel Protest lesen kann (was nicht heißt, ich hätte was gegen irgendwelche Leute …). Also eine Jury, die einen neuen Roman von Max Annas auf No.1 wählt, kann nicht völlig verkommen sein.

1. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit

Plazierung im Vormonat: 6 „Gera, Jena 1985. Melchior war Bassist einer Punk-Band. Jetzt liegt der 19-Jährige tot im Schuppen. Die Ermittler stöbern in unsozialistischem Familiendreck: Kriegsverbrechen, Diebstahl, Prügel. Freundin Julia erzählt von Aufbruch, Musik, Liebe und Verrat. Hommage an Punk, die Sehnsucht frei zu sein.“ Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.

„Max Annas, aufgewachsen in Westdeutschland, hat die letzten Jahre der DDR genutzt, um sich dort umzusehen und Freundschaften zu schließen. Im Juli 1989 wurde ihm die Einreise schließlich verwehrt. Er arbeitete lange als Journalist, lebte in Südafrika und wurde für seine Romane «Die Farm» (2014), «Die Mauer» (2016), «Finsterwalde» (2019) und «Morduntersuchungskommission» (2020) viermal mit dem Deutschen Krimipreis auszgezeichnet. Weitere Veröffentlichungen: «Illegal» (2017).“

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/krimi/punk-und-tod-in-gera-die-krimibestenliste-im-september-16920301.html?fbclid=IwAR1obWypL6PR0x_YQ74wKsgRm0JSVPQeOsWOFc-FRj6css2c4fCvdGZpkHc



DURCH DIE WAND

„Mein Captain“ ist der Titel des Nachrufs von Imran Ayata zum Tod von Birol Ünel:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-tod-von-birol-uenel-mein-captain-16939665.html?fbclid=IwAR0ZP0rGaEmUifBeVlvjxoNz8rOvsXVaEp_S1oh0S1_ymNtmmXfF0El5yuA



CRIME & GLATTEIS

Vor 20 Jahren gründeten Monika Dobler und Gabriele Fauser eine der besten Buchhandlungen auf diesem Planeten. Eine Kriminalbuchhandlung auf einem Killer-Planeten.

„Die Anfangsjahre waren hart“, schreibt Volker Isfort in der Münchner Abendzeitung, „die kleine Buchhandlung in der Corneliusstraße 31 hatte wenig Laufkundschaft und musste sich das inzwischen treue Stammpublikum erst erarbeiten. Doch auch nach dem Tod von Gabriele Fauser im Jahr 2008 entschloss sich Monika Dobler, das Projekt weiterzuführen und die anspruchsvollen Kundenwünsche zu erfüllen.“

Und warum würde ich diese Zelle „bis zur letzten Patrone“ (Horst Seeberhofer) verteidigen? „… die Bestseller, die anderswo die Kassen klingeln lassen, funktionieren bei Glatteis nicht. „Wenn beispielsweise ein neuer Eberhofer-Krimi von Rita Falk erscheint, dann verkauft eine Kollegin von mir in Germering davon 50 Exemplare die Woche, bei mir reichen fünf Exemplare für Monate“, gestand meine illegale Cousine Monika D. dem Reporter. Und auch, wer „ihre deutschsprachigen Favoriten sind“, nämlich „Horst Eckert, Jan Costin Wagner und Zoë Beck – neben Franz Dobler und Friedrich Ani, die längst Freunde des Hauses geworden sind.“

Ich würde mich mit meinen kaputtesten Cowgirlstiefeln auf das Tischchen des Literarischen Quartetts stellen und verkünden, dass man keine stärkere Auszeichnung bekommen kann. Auch nicht von ExpertInnen, die wissen, wo der Satz herkommt.

https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/buch/moerderisches-geschaeft-20-jahre-krimibuchhandlung-glatteis-art-666785

Glatteis - Krimi-Couch.deBUCH VON HANS Werner Kettenbach - Minnie oder Ein Fall von Geringfügigkeit  - EUR 1,00 | PicClick DE



GUTER ABSTAND VON BERLIN

Bild könnte enthalten: 2 Personen, einschließlich Luns Luns, Personen, die stehen, Text „ÜBERMORGEN, SAMSTAG 5.9.2020 DAS LUNSENQUINTETT LIVE IN GÜNSTERODE“



WAS SIE GESCHAFFT HABEN

Mein Kommentar zum 5-jährigen Jubiläum von Bundeskanzlerin Merkels Behauptung „Wir schaffen das“ für die Bayern2-KulturWelt. Kommt am Anfang und endet mit:

Ich habe noch nie eine christliche Partei gewählt – aber als die Bundeskanzlerin damals „wir schaffen das“ sagte, hatte ich großen Respekt. Wie vor allen Menschen mit Herz und Courage. Schade, dass ihre Einschätzung falsch war. Ich ende dennoch mit einem ebenso optimistischen Spruch von Herbert Achternbusch – für alle, die sich weiter dafür einsetzen, etwas zu schaffen: „Du hast keine Chance, aber nutze sie!“

https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2815416.html



MÜNCHEN BIST DEPPERT DU DRECKSSTADT

„Du schöne Münchner Stadt“, heißt es im Hit von Bally Prell, „schön wie ein Märchen, mein München, bist du!“ Inzwischen sind paar Liter die Isar runtergerauscht:

„Viele der ehemaligen Sozialwohnungen sind aus der Sozialbindung gefallen, und die Folgen einer kapitalgetriebenen Stadtentwicklung sind auch hier zu sehen. So wird in der Trabantenstadt Neuperlach jetzt für einen Neubau nicht mehr mit Wohnungen, sondern mit »Logen« geworben, die Zweieinhalb-Zimmer-»Loge« mit 66 Quadratmeter kostet eine halbe Million Euro – geradezu ein Schnäppchen in der Landeshauptstadt.“

Eine Grundlage für den langen Artikel von Rudolf Stumberger ist „die Studie »DNA des Erfolges. Stadt der Zukunft 2040. Investorenchance München«. Erstellt hat sie 2017 die Immobilienfirma Wealthcap – der größte Investor am Münchner Gewerbeimmobilienmarkt – gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft. Darin werden verschiedene Zukunftsszenarien entworfen; eines davon nennt sich »Die entfesselte Stadt«. Dabei wird davon ausgegangen, dass die bisherige soziale und ökonomische Situation in der bayerischen Landeshauptstadt in eine Schieflage gerät, sich die Schere zwischen Reich und Arm weitet. Dafür gibt es zunehmend Anzeichen.“

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1141121.mietenwahnsinn-in-muenchen-der-nimbus-faellt.html

Stimmen Bayerns:München @trikont.de mit bally p. liesl k. fritz a. f.s.k. luise k. maxi p. karl v. udo w. franz d. plus zwirbeldirn, suzie trio, sendlinger stubensusi u.v.a.



ART WORK VISIT DOMAGK

News 2020

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ORIGINALTON DER GAULEITUNG BERLIN

verschickt am 30.8. um 01:01h:

+ + + Nächtliches Update der Demokratiebewegung Nicht ohne uns! + + +

  • das Regime hat wieder mal eine Null gelöscht: Es waren mindestens 380.000 Demonstranten, nach frühen Meldungen vom Tage möglicherweise sogar mehrere Millionen, auch das ist nicht gänzlich ausgeschlossen
  • auf der Straße des 17. Juni findet seit diesem ausgehenden Tag eine Verfassungsgebende Versammlung statt
  • Verfassungsentwürfe werden dort in den kommenden Tagen ausgearbeitet
  • kommen Sie BITTE nach Berlin zum Großen Stern im Tierpark und der Straße des 17. Juni!
  • weitere Landmaschinen sind ausdrücklich willkommen!
  • das verfassungsbrüchige Regime hat nur noch wenige Tage, um abzudanken — danach ist die letzte Chance vorbei
  • die erwarteten Bilder… denn dieses Mal war es die Theatergruppe der hochbegabten Berliner Regisseurin Lydia Dykier, die mit »17.000« Komparsen die Treppen des Reichstags erstürmte — allesamt bewehrt mit dem gleichen frisch eingekauften Modell der Reichsfahne in Schwarz-Weiß-Rot — Komplimente für diese gelungene Inszenierung!
  • Und nun weiter:
  • Nochmal der Hinweis, morgen findet um 14:00 Uhr im Berliner Mauerpark das Kampftreffen der neuen Demokratischen Gewerkschaft (DG) statt
  • wir bedanken uns bei allen Demokratinnen und Demokraten udn insbesondere bei den Kolleginnen und Kollegen von Querdenken
  • je perverser und schweinischer sich das verfassungsbrüchige Regime verhält, desto mehr fühlen wir uns allen Anwesenden, Mutigen und Menschenfreundlichen verbunden
  • wir grenzen uns ausdrücklich und final von dieser Regierung, der gleichgeschalteten Presse und der im Corona-Regime federführenden Kapitalfraktion ab
  • deren Niederlage wird immer umfassender und bitterer, je länger sie nicht aufgibt
  • wir werden siegen. Es wird ein Sieg der Demokratie, des Ausgleichs und der Menschenfreundlichkeit sein
  • ein Dank auch an die freundlichen Mitmenschen bei der Polizei —bitte bleiben auch Sie friedlich und beteiligen Sie sich nicht an einem maßlosen Verfassungsbruch, sondern schließen Sie sich uns an oder melden Sie sich krank, wenn es darauf ankommt:
  • denn das ist dann der Fall, wenn Sie richtig fiese Befehle bekommen. Bitte einfach nicht ausführen, sondern abrücken.
  • Keine Gewalt! — Dies ist die Vollendung der Friedlichen Revolution von 1989 nach Art. 146 und Art. 20 Abs. 4 GG.

Die Demokratiebewegung Nicht ohne uns!



VOM GEFÄHRLICHEN WEISSEN MITTELSCHICHTS-UNSINN

Mein seit vielen Jahren geschätzter Edition-Tiamat-Kollege Hartmut El Kurdi hat heute morgen einmal mehr ein starkes Statement veröffentlicht:

„Ich glaube, dass es naiver weißer Mittelschichts-Unsinn ist zu glauben, man müsse Verständnis für Rassisten, Faschisten, Verschwörungsschwurbler und wissenschaftsfeindliche/anti-intellektuelle Esoteriker aufbringen, man müsse mit ihnen reden, ihre Anliegen ernst nehmen, sie dann aber im Gespräch überzeugen, dass sie falsch liegen. Pardon, dazu bin ich sozialisations- und herkunftsbedingt nicht in der Lage. Aber nicht nur meine migrantische Herkunft hindert mich daran. Ja, die auch, weil ich weiß, dass die Reichsbürger und andere Nazis mir persönlich – wie allen Menschen mit vermeintlich oder tatsächlich nichtdeutschen Wurzeln – ans Leder wollen; ich mich also nicht nur bedroht fühle, sondern schon öfter real bedroht wurde. Und das nicht erst seit 2015 als mit Pegida zum ersten Mal Rechtsradikale zu zehntausenden auf die Straßen strömten. Mit Leuten, die mich verletzen, umbringen oder aus Deutschland rausschmeißen wollen, verhandele ich nicht. Aber tatsächlich ist es vor allem meine deutsche Herkunft, die mich hindert, so naiv zu sein. Werte deutsche Mitbürger: Wir hier wissen ganz genau, dass mit diesen Leuten nicht zu reden ist. Dass deren Weltbild komplett verquer, krank und noch dazu unerschütterlich ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wir wissen, dass die niemals an die Macht kommen dürfen. Weil wir wissen, was dann passiert. Und wir wissen, wie sie an die Macht kommen: Nicht indem sie bei Wahlen die Mehrheit der Stimmen erringen. Sondern, in dem man sie gewähren lässt, indem man sie als Gesprächs- und Verhandlungspartner ernst nimmt, indem man denkt, hier und da sagen sie gar nicht so falsche Dinge. Indem man zusammen mit ihnen demonstriert. Mit ihnen koaliert. Und indem man sagt: Die haben wir unter Kontrolle / So schlimm sind die ja gar nicht / Lass sie doch in der Regierung beweisen, ob sie was können…. Und indem sich ihre Gegner nicht einig sind.
Faschismus braucht keine 100 Prozent überzeugte Faschisten. 20 Prozent reichen, wenn die anderen 80 Prozent den Mund halten, mitlaufen, die Faschisten machen lassen. MIt anderen Worten: Wenn die anderen 80 Prozent keine erklärten, aktiven Antifaschisten sind.
Olaf Sundermeyer berichtete heute für die ARD von der Corona-Leugner-Demo in Berlin. Er sagte, er schätze den Anteil der erkennbar Rechtsradikalen, Reichsbürger und QAnon-Anhänger bei der Demo auf 20 Prozent. Diese 20 Prozent haben gereicht, um Bilder von Nazis zu produzieren, die den Reichstag stürmen wollen. Diese 20 Prozent waren genug, um vielen Schwarzen, Menschen mit Migrationshintergrund, PoCs in Berlin das Gefühl zu geben, dass es sicherer ist, heute nicht vor die Tür zu gehen. Und den anderen 80 Prozent der Demo-Teilnehmer ist das offensichtlich wurscht. Es ist ihnen egal, mit wem sie demonstrieren, wer von ihren Mitdemonstranten täglich bedroht wird, sie stehen mit ihren Regenbogen- und Peace-Fahnen neben Reichs- und Reichskriegsflaggen, sie singen und trommeln neben Leuten, die „Arier“-T-Shirts tragen, sie marschieren mit bekannten Nazis wie Sellner und dem „Volkslehrer“. Und sie beleidigen und bedrohen selbst Journalisten und skandieren „Lügenpresse“. Das Schlimme ist nicht, dass sie diese oder jene Corona-Maßnahme nicht mögen oder dass sie nicht glauben, was das RKI, Spahn und Lauterbach sagen. Das Schlimme ist, dass sie gar nicht in Betracht ziehen, dass sie vielleicht Unrecht haben könnte und sie dann durch ihre Weigerung Masken zu tragen und Abstand zu halten Menschenleben gefährden. Und genau so egal ist es diesen wohlstandsverwahrlosten Egoisten, dass die Leute, mit denen sie demonstrieren, allen PoCs die Existenzberechtigung in diesem Land absprechen. Und deren Leben gefährden und bedrohen. Ich habe kein Verständnis für diese Ignoranten und ich will auch kein Verständnis haben. Denn die Geschichte lehrt uns, dass diese Wegkucker, Verharmloser, Beschwichtiger genauso gefährlich sind wie die Faschisten. Weil sie zulassen, dass die Faschisten tun können, was Faschisten eben so tun. Und wir wissen, was das ist.“ (Facebook)
9783893201068: Der Viktualien-Araber: Geschichten und Kolumnen - ZVAB - El  Kurdi, Hartmut: 3893201068