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SOLL DAS EIN WITZ SEIN

dass es diese Zeitungsbeamten wagen, mich zu beleidigen? Nach allem, was allein in den letzten 5 Jahren oder auch seit Beginn der NSU-Mordserie in Polizei-, Verfassungsschutz- und Militärkreisen an Skandalen mit rechtsextremem Hintergrund aufgetaucht ist oder auch zu vertuschen versucht wurde?

Wenn wir alle kritischen Stimmen aus diesen Behörden versammeln würden und diese Zeitungspolizisten es lesen müssten, wären sie für den Rest ihres Lebens sinnvoll beschäftigt.



DAS GLAUBE ICH JETZT ABER NICHT DASS

Debbie Harry heute 75 wird. Irgendwann muss Schluss sein mit diesen Fake News!

Blondie 'Heart of Glass' Record Cover (Debbie Harry) | Rock album ...Debbie Harry - Calmarie - Listen on DeezerHappy Birthday, Debbie Harry - GVSHP | Preservation | Off the Grid

In meinem Roman Ein Schlag ins Gesicht habe ich, inhaltlich gut begründet versteht sich, fast schon viel über sie geschrieben. In dem Sinn, wie es Madonna einmal gesagt hat: „I was hugely influenced by Debbie Harry when I started out as a singer and songwriter. I thought she was the coolest chick in the universe.“



DIESER HÖRSPIEL-WETTBEWERB

könnte ein Stück sinnvolle Arbeit sein:

…und bring Dein Hörspiel ins Radio / Der Preis für unabhängig produzierte Kurzhörspiele. Die Ausschreibung für den ARD PiNball 2020 startet am 1. Juni und läuft bis zum 31. Juli.

https://www.swr.de/swr2/hoerspiel/ard-hoerspieltage/ard-pinball-2020-100~_detailPage-1_-dc56264c3eed6f7453c3f263012a8308a11ab691.html

Und immer eine interessante Lektüre ist der Newsletter vom BR-Hörspiel:

https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/hoerspiel-und-medienkunst/newsletter-anmeldung-hoerspiel100.html



JÖRG FAUSER, MARLON BRANDO (& ICH!!!)

Die Neuausgabe der legendären Biographie von Jörg Fauser Marlon Brando – Der versilberte Rebell ist jetzt bei Diogenes erschienen. Mit meinem 15 Seiten langen Nachwort „Denn sie wussten, was sie tun“, das einige Bemerkungen enthält, die die Fauser-Gemeinde bisher nicht auf dem Schirm hatte: Zum Aufsatz von Brigitte Kronauer von 1978 (der zum Glück für alle dann vollständig ins Buch reinkam). Und zu Fausers falscher Einschätzung von Jean Améry, den er offensichtlich nicht kannte – was dieses großartige Buch, das er selbst als das „wahrscheinlich am gelungensten“ seiner Werke betrachtete und das heute viel eher ein Fauser- als ein Brando-Buch ist und vor allem auch ein weiterhin gültiges Pamphlet gegen die Kulturverwaltungsbranche, allerdings nicht weniger großartig macht.

Der Anfang meines Nachworts: „Es war ein guter Tag für die deutsche Literatur, als Jörg Fauser am 12. Dezember 1977 den Vertrag für die Marlon Brando-Biografie unterzeichnete.

Mit einem Motto aus Jean Amérys Marlon-Brando-Portrait von 1960: „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Poeten nur bleichsüchtige Sänftlinge mit Pickeln im Gesicht sind, die bei den Mädchen nur jammervoll abfahren und nicht imstande sind, einem andern eine Ohrfeige zu geben, wenn es nötig ist.“

Diogenes Verlag - Marlon Brando288 S., geb., 24.-



DIE POLIZEI HAT SICH VORBILDLICH

zurückgehalten. Allerdings in der falschen Situation. So sieht es auf dem Twitter-Video des Jüdischen Forums aus: „Angriff auf bei -Kundgebung am 27.06.20: & Anhänger:innen gingen am Rande stehende Personen aggressiv an. Es kam zu Bedrohungen & Einschüchterungen.“ Vielleicht wussten sie nicht, wer Attila H. ist. Oder sie wussten es.

https://www.spiegel.de/panorama/berlin-journalisten-auf-kundgebung-von-verschwoerungsideologen-angegriffen-a-a6bb0b63-da5b-4577-ba64-1e7c06c65426



WIGLAF DROSTE IN WAHRHEIT

Gestern wäre mein alter Freund 59 geworden. Am 15. Mai erschien mein Artikel anlässlich seines ersten Todestags in der jungen Welt:

DIE GANZE WAHRHEIT ÜBER WIGLAF DROSTE

Ausgepackt zum ersten Todestag. Von Franz Dobler

Für unsere Kinder

Der Autor, Journalist, Sänger und langjährige junge Welt-Kolumnist Wiglaf Droste starb am 15. Mai vor einem Jahr, wenige Wochen vor seinem 58. Geburtstag. Ich sage zuerst das, was jetzt wohl viele seiner Freunde und Fans sagen: Ich muss oft an ihn denken, ich würde mich besser fühlen, wenn er noch unter uns wäre, und ich kann nicht glauben, dass er schon ein Jahr tot sein soll.

Dabei waren wir nicht immer einer Meinung. Wir konnten auch über scheinbar unwichtige Sachen heftig diskutieren. Eine Anekdote, an die ich mich in diesen Tagen oft erinnere: Als er sich einmal zu der Ansicht verstieg, die Jogginghose wäre “die Kapitulation der Zivilisation”, und, als er in eine reingestiegen war, sogar behauptete, “der letzte Eisbär auf einer schmelzenden Eisscholle hätte sich nicht einsamer und unglücklicher fühlen können”, wollte ich das nicht unterschreiben. Was mir Wiglaf allerdings nicht übel nahm. Ja, er war großzügig und nicht immer nachtragend.

Auch ein etwas weniger harmloser Twist trieb nur kurz einen Keil zwischen uns. Für seinen kleinen Roman “Schalldämpfer”, den er selbst als “Eine Revue” sah, erfand er das “Kommando Leise Welt”, eine mit ihm 7-köpfige-Männertruppe, die mit nicht immer feinen Methoden gegen die laute Welt kämpft, natürlich mit Schalldämpfern. Schon am Anfang charakterisierte er mich äußerst verzerrend: „Franz, unserem besten Schützen, gefiel das gar nicht. Franz fand Schalldämpfer scheiße und maximal den halben Spaß. Er arbeitete lieber mit einer Abgesägten.“ Meinen Protest, dass ich Schalldämpfer keineswegs prinzipiell “scheiße” finde, glaubte Wiglaf mit dem abgenutzten Begriff von der künstlerischen Freiheit wegwischen zu können. Da war ich eine Weile doch etwas sauer auf ihn. Ja, er hatte auch ein paar Schwächen.

Es machte mich zuerst nicht nachdenklich, dass mir jetzt ständig solche Erinnerungen durch den Kopf schießen – bis mir auffiel, dass es doch außergewöhnlich viele und präzise Erinnerungen sind, von denen ich, und da bin ich sicher nicht allein damit, den Eindruck habe, dass sie ganz direkt und heute zu mir sprechen.

So schrieb Wiglaf Droste schon 2015 den Besinnungsaufsatz “Nie mehr Frieden mit Xavier Naidoo”. Übrigens mit einer Zurückhaltung, die ihm viele immer wieder absprechen wollten: “Dass Dumme und/oder Gemeine sich mit Xavier Naidoo gemein machen, wundert nicht; nur muss man eben kein Recht auf Meinungs- und Auftrittsfreiheit für ihn erstreiten; beide stehen ihm wie jedem zu, und er kann seinen Quark auch bei den kaiserreichstreuen Irrsinnigen von den ‚Reichsbürgern‘ breittreten.”

Ebenfalls im letzten Buch, das zu seinen Lebzeiten erschien, “Kalte Duschen, warmer Regen”, konnte ich diesen Beleg finden, dass Droste längst vor diesen “Querdenkern” gewarnt hatte, die nun seit Wochen von allen politischen Seiten angreifen. Als er für eine vorweihnachtliche “Querdenker Gesucht”-Kampagne von den ihm “nicht gänzlich unsympathischen Greenpeace-Aktivisten” angegangen wurde, notierte er: “<Querdenker> ist eine Bezeichnung für Menschen, die daran gewöhnt sind, mit ihrem eigenen Kopf zu denken und nicht konformistisch mit den anderen Kindern herumzublöken, und die für diese Selbstverständlichkeit aber bitte nicht mit der Invektive Querdenker belegt werden wollen.” Er blieb selten so ruhig wie in diesem Fall, wenn er mit dieser “mündlichen oder schriftlichen Äußerung von absichtlich beleidigendem Charakter” in diesem Topf landen sollte. Ja, er konnte auch über seinen Schatten springen.

Ich bin kein besonders schreckhafter Mensch, finde es aber fast erschreckend, dass der Mann aus Westfalen in der Vergangenheit häufig etwas beschrieb, das in unserer Gegenwart sozusagen aus dem Lautsprecher kommt. Mir wäre wohler, wenn ich behaupten könnte, das liege nur an den Drogen, die wir, viel zu oft im Übermaß, genommen haben bzw. nehmen.

Als im Januar 2017 der Begriff “Volksverräter” zum “Unwort des Jahres” gekürt wurde, schrieb er im Artikel “Volksverräter? Aber ja doch” dies: Wenn eine AfD-Politikerin “<das Völkische> als <wertfreie> Kategorie re-etablieren will, obwohl es dem Wesen nach aggressiv antisemitisch, brandsatzgefährlich nationalistisch und vielfaltsfeindselig ist, bin ich mit allen Freuden der Vernunft und der Empathie gerne das, was als <Verräter> stigmatisiert wird”, und “so verhält es sich auch mit dem <Wir-sind-das-Volk!>-Volk” – das offensichtlich nur Atem geholt hat, als wir bis vor kurzem noch dachten, es würde jetzt die Klappe vielleicht mal etwas weniger weit aufreißen. Ja, er schlug zu, wenn es sein musste.

Als er mir dann vor wenigen Nächten im Traum erschien, erschrak ich nicht, sondern hatte unbewusst damit gerechnet. Ich träume so viel und heftig, dass ich das Interpretieren aufgegeben habe. Dieser Traum war klarer als die Realität.

Wir sahen uns, auf einem roten Sofa sitzend, vollkommen allein auf einem leeren Platz vor einer Kirche, vor der eine große Leinwand aufgebaut war, den neuen Song von Danny Dziuk an, “Der strahlend blaue Himmel dieser Tage”, den er in echt soeben auf Youtube veröffentlicht hatte. Danny selbst hatte dazu die Befürchtung geäußert, es handle sich dabei um “noch ´n Coronasong”, den “die Welt jetzt ganz sicher braucht”. Wiglaf und ich waren uns sofort einig, dass der Song von viel mehr als nur diesem Virus erzählt und Danny ein großer Poet und Songster ist, der aus allem alles machen kann. Die beiden haben einige Songs zusammen geschrieben und gesungen. “So geht´s weiter”, sagte Wiglaf. Stand auf, ging davon. Als ich ihm nachrief, er solle doch mal kurz warten, winkte er, ohne sich umzudrehen. Erst später erkannte ich, was er beim Weggehen gesummt hatte: “I won´t back down.”

Und dass es genau dieser Song war, passte zu einigen Spuren, die ich zwar schon lange kannte, aber erst jetzt verstand. So lauten die Zeilen, die seinem letzten Gedichtband “Tisch und Bett”, dessen Veröffentlichung er nicht mehr erlebte, vorangestellt sind: “Das Leben macht immer, was es will. Manchmal scheint es bereit, sich zum Guten zu fügen. Aber auch damit kann man sich immer betrügen. Ich will nicht maulen und bin jetzt mal still.” Und noch deutlicher, obwohl ich nicht weiß, was genau es bedeutet, scheint mir das Gedicht “An einen alten Freund”, das in dieser Zeitung am Tag nach seinem Tod erschien: “You are the Joker / I am the Joke“. Ja, er hat nicht immer alles erklärt.

Das sind die nackten Fakten: Da waren viele Männer, die weniger sagten und weniger über die Zeit, die nach ihnen kam. Und doch werden sie Propheten genannt.



EINE KILLER-STORY

aus dem anscheinend schon ziemlich kriminellen Bereich der Buchbranche, die selbst einem wie mir, der schon einige miese Aktionen mitbekommen hat, die Stiefel auszieht. Gepostet von FAS-Redakteurin Julia Encke: „Eine niederschmetternde Geschichte darüber, was für Methoden in der Verlagswelt angewandt werden und möglich sind.“

In einem Prozess wären die Angeklagten: Verlag Hoffmann und Campe und ZEIT-Verlag. – Das Opfer: Katapult Magazin und Verlag. – Und die Story „Zeit-Autoren kopieren gesamtes Katapult-Buch“ packt Katapult-Verleger Benjamin Fredrich angemessen deutlich mit Klarnamen aus, und man muss sie in voller Länge lesen:

https://mobile.katapult-magazin.de/?mpage=a&l=0&artID=1206&fbclid=IwAR1uvlcSJ9nuegIoPeBTiIvMtNUos0p2PJx8APLIcfyQ4H8aTzfduEgp5-k

Auszug: „Über Hoca [Hoffmann und Campe; Anm. d. V.] lästert mittlerweile die halbe Branche, aber was ist mit dem Zeitverlag? Der hat doch eigentlich einen guten Ruf. Ist das nicht unangenehm, dass deren freie Autoren eine Fortsetzung von einem KATAPULT-Buch machen und das einfach nur deshalb, weil sie von Hoca dazu überredet wurden und sich das kopierte Buch am Ende durch eine gezielte Kundentäuschung gut verkauft? Würde ich gerne wissen, auch weil ich die Zeit wichtig finde. Korrekter Laden ist das, bin schon lange Abonnent.“



NICHTS NEUES VON BDS-BASSIST ROGER WATERS

Aus der Serie „Und diese Leute dürfen wählen“, heute unser Lieblingsmusiker Roger Waters … (Ben Salomo postet:) „Wer meint, dass #Antisemitismus und #Israelhass unter Musikern nur eine Randerscheinung wäre, der irrt sich leider. Neben #XavierNaidoo, macht auch der ehemalige #PinkFloyd Bassist und #BDS Lobbyist #RogerWaters keinen Hehl aus seinem #Judenhass. Zuletzt gab er sogar einem der Terrororganisation #Hamas nahstehenden TV-Sender ein bizarres Interview!“ In dem Roger Waters, Ex-Pink Floyd, sagt: „Zionismus ist ein hässlicher Schandfleck der entfernt werden muss.“

 



DEUTSCHE UNTERNEHMEN BRAUCHEN UNSERE HILFE

im täglichen Kampf um das Überleben in schwierigen Zeiten, denn das geschätzte 2-Milliarden-Vermögen von, um nur ein Beispiel zu nennen, Clemens Tönnies, der in seiner allzu knappen Freizeit ein sympathischer Fußball- und sogar Schalke04-Fan ist, geht natürlich schneller vor die Hunde als jemand Arbeitsplätze-sichern sagen kann.

„Klimaschutz in der Tierhaltung“ heißt dieses schöne Foto auf der modern gestalteten Unternehmensseite.



BUKOWSKI 100 EXTRABLATT DRECKSACK

Eine der besten deutschen Literaturzeitschriften (die eine supergebildete und -studierte, privilegierte weiße Deutsche wie Hengameh Yaghoobifarah sowieso nicht auf ihrem Schirm hat, um nicht in Gefahr zu geraten, in diesem sprachlichen Prekariat vielleicht abzusaufen) widmet sich dem Mann, der sich nicht mal von seinen Fans korrumpieren ließ. Mein Beitrag ist ein Gedicht mit dem Titel „Fakten“, bei dem ich mich in den ersten Zeilen an Bukowskis Gedicht „Fakten“ orientiert habe. Unten die Links zu Inhaltsangabe und Bestellung.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen gehen spazieren und Text

„Die beteiligten Autoren und Fotografen sind diesmal: Gerd Adloff, Michael Arenz, Charles Bukowski, Marvin Chlada, Franz Dobler, Jerk Götterwind, Florian Günther, Thomas Kapielski, Benno Käsmayr, Axel Klingenberg, Susann Klossek, Clint Lukas, Signe Mähler, Todd Moore, Jan Off, Roni, Jürgen Roth, Frank Schäfer, Katrin Schings, Hauke Schrieber, Michael Schulte, Silke Vogten, Carl Weissner Fotografien: Michael Dressel, Signe Mähler, Hauke Schrieber

Das Inhaltsverzeichnis: www.edition-luekk-noesens.de/drecksack/aktuelle-ausgabe/

DreckSack-Bestellung: www.edition-luekk-noesens.de/shop-1/drecksack/
Bitte beachten: auf Grund der 4 zusätzlichen Seiten, mußten wir den Preis für diese Ausgabe von 4 Euro auf 4,50 Euro erhöhen.“