WIGLAF DROSTE STARB

am 15. Mai 2019, und zum 5. Todestag des mit 57 früh verstorbenen Dichter-Sänger-Polemikers hat sein langjähriger Redakteur Christof Meueler die Biografie „Die Welt in Schach halten – Das Leben des Wiglaf Droste“ veröffentlicht. Sehr gut ge- und beschrieben und den Held im Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen, in die er sich wie nur wenige Literaten reingeworfen hat, perfekt ausbalanciert. Und ganz im Sinn von Droste kein nettes Lobgelaber, sondern auch die Probleme in den dunklen Ecken ausleuchtend.

304 Seiten Hardcover, mit zahlreichen Fotos und einem Nachwort des langjährigen Droste-Verlegers (und auch immer wieder Betreuers darf man sagen) Klaus Bittermann, in dessen Edition Tiamat die Biografie den besten Platz bekommen hat.

https://edition-tiamat.de/books/die-welt-in-schach-halten
Verlagsinformation: „Wiglaf Droste war ein Genie der kurzen Form. Als Autor, Sänger und Vorleser führte er ein wildes Leben auf Lesebühnen, in Zeitungen und im Radio, auf der Suche nach Wahrheit und Liebe. Geboren und aufgewachsen in Ostwestfalen, wollte er Rockmusiker werden und wurde dann »der Kurt Tucholsky unserer Tage« (Willi Winkler). Wiglaf Droste wurde als Satiriker gefürchtet und gefeiert, doch er nannte sich selbst »einen einfachen Jungen vom Land«. Er wollte sich nie daran gewöhnen, »dass die Welt sich oft weigert, sich mir von ihrer schönsten Seite zu zeigen«. Meueler hat mit seinen Freunden und Verwandten gesprochen, mit Zeitzeugen und Weggefährten, mit Vincent Klink, mit Bela B, Max Goldt u.a. Es ist eine berührende Geschichte von Mut und Angst und eine Entdeckungsreise in eine untergegangene Welt, als im kulturellen Leben alles möglich schien.“

Für die Droste-Sammlung „Chaos, Glück und Höllenfahrten“ (Edition Tiamat, 2021) habe ich mal den Besinnungsaufsatz „Wege zum Ruhm“ geschrieben:

https://www.franzdobler.de/2021/06/27/60-jahre-wiglaf-droste/

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