Literatur

SARGASSO MAGAZIN

Neue Ausgabe des feinen, von M.A. Littler und Deadhorse Ottn hrsg. Magazins: „SARGASSO Issue II is now ready for shipping. 92 pages (deutsch/english) of holy madness on solid paper.  Also available: SARGASSO II DELUXE w/ Spoken Word CD from the depths of the Sargasso Sea.“
https://www.sargasso-magazine.com/order/

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DIE MEISTEN MAGAZINE

welche vor allem oder auch der Lürik gewidmet sein mögen, haben doch schon einen Titel zum Davonlaufen, Mensch, stimmt´s vielleicht nicht. Da loben wir uns das von der Epidemie der Künste zu Berlin herausgegebene Organ SAUFEN aktuell, dessen Numero 4 nun auch online pardon gekippt werden kann mit Beiträgen von (i. d. R. i. A.) Scheiffele, Mark E. Smith, Florian Ludwig, Boris Vian, Matthias Hering, Bert Papenfuß, Johannes Witek, Ilia Kitup, Peter Hohl, Carola Göllner, Helmut Loeven, Robert Mießner, Silbenhochzeit, Franz Adam Beyerlein, Clemens Schittko, Egon Günther, Ralf S. Werder, Du Fu, Katja Horn u. v. a.

http://edk.pappelschnee.de/saufenaktuell/index.html

 


HANS FRICK (9)

Ein besonderer Abend in Frankfurt für mich, in Memoriam Hans Frick, einen der wichtigsten Autoren nach 45. Ich war etwa zwanzig, als ich durch die Käutner-Verfilmung seines Romans Mulligans Rückkehr aufmerksam wurde. Eine Art Schocktherapie, der Film, der Roman, die Romane und Berichte. Heute frage ich mich, wie ich dann bei der Idee bleiben konnte, schreiben zu wollen, vermutlich hatte ich einfach nichts kapiert. Was man über Deutschland, die Deutschen und das Leben erfährt, macht es einem nicht leichter – no fun, wenig Licht, fast kein Licht, eigentlich null…

Blaue Stunden – Durch die Nacht mit Hans Frick (Teil 1)
Lesung und Gespräch / Frankfurt, Museum Judengasse, Battonnstraße 47, 19h

„Hans Frick (1930 – 2003), der am 3. August 87 Jahre alt geworden wäre, zählt zu den wichtigen Autoren der deutschen Nachkriegszeit. Kein anderer Frankfurter Schriftsteller hat diese Stadt so hart porträtiert wie der im Gallusviertel aufgewachsene Sohn einer Arbeiterin und eines jüdischen Kunsthändlers. Mit dreißig Jahren schrieb der Autodidakt Frick seinen ersten Roman, in dem ein KZ-Arzt, verfolgt von Schuld und Albträumen, versucht einen Prozess gegen sich selbst zu erwirken: „Breinitzer oder Die andere Schuld“ erschien 1965. In einem Gespräch zwischen dem Schriftsteller und Frick-Verehrer Franz Dobler und der Moderatorin Hanne Kulessa soll an den zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Frankfurter Autor Hans Frick erinnert werden. Dazu liest Till Weinheimer aus den Büchern Fricks.“ / Eine zweiteilige Veranstaltung in Kooperation mit hr2-kultur und dem Deutschen Filmmuseum. Eintritt: 5 EUR, ermäßigt: 2,50 EUR

Teil 2: 17.8. Kino des Deutschen Filmmuseums, Schaumainkai 41, 20 Uhr: „Hans – Ein Junge in Deutschland“. 1985 verfilmte der iranische Regisseur Sohrab Shahid Saless den autobiografischen Roman „Die blaue Stunde“ von Hans Frick. Der Film schildert Fricks Erfahrungen während des Nationalsozialismus und beschreibt seine Angst vor Verfolgung und der Entdeckung seiner jüdischen Herkunft. Saless übersetzt Fricks Kindheitserinnerungen in eine eindringliche Bildsprache. Zuvor führt die Autorin und Moderatorin Hanne Kulessa in den Film ein.



VIVA VENTIL

Es gibt ja auch noch gute Nachrichten: „Der Ventil Verlag hat gerade in Rekordzeit 15.000 Euro per Crowdfunding eingesammelt. Wie der Mainzer Verlag das geschafft hat und wofür das Geld eingesetzt werden soll, erklärt Jonas Engelmann, einer der fünf Verleger des Kollektivbetriebs.“

https://www.boersenblatt.net/artikel-die_sonntagsfrage_.1352296.html

Und bei der Gelegenheit empfehlen wir nachdrücklich Jonas Engelmanns jüngste Veröffentlichung: Wurzellose Kosmopoliten – Von Luftmenschen, Golems und jüdischer Popkultur. Testcard Zwergobst, 112 S.



JÖRG FAUSER

Zum 30. Todestag des Schriftstellers heute ein Interview von Ambros Waibel mit „Rohstoff“-Drehbuchautor Stefan Weigl:

https://www.taz.de/Drehbuchautor-ueber-Joerg-Fausers-Roman/!5426956/



PROVINZ

Wie jedes Jahr die in jeder Hinsicht sagenhafte Versammlung des großartigen Peter Engstler Verlags, wie eine Art Skulptur zum Ausspruch Andrzej Stasiuks, dass die wichtigen kulturellen Ereignisse nur noch aus der Provinz kommen (können):



ILLEGAL

ist der neue Roman von Max Annas, den er heute 20h in der Polka Bar in München-Haidhausen vorstellt. Zum Buch gibt es genau das zu sagen: «Lange nicht hat ein deutscher Autor so furios, so gewalttätig und so entschieden mit den Bestandteilen des Genres jongliert. Lange nicht ist ein derart radikaler Krimi auf Deutsch erschienen.» (Deutschlandfunk)

„MAX ANNAS, Träger des Deutschen Krimi Preises, hat an einem Forschungsprojekt zu südafrikanischem Jazz an der University of Fort Hare in East London, Südafrika, gearbeitet und ist vor gut zwei Jahren nach Berlin zurückgekehrt. Er hat zahlreiche Bücher zu Popkultur, Politik und Sport veröffentlicht und arbeitete bei verschiedenen Festivals als Filmkurator. In einem früheren Leben war er Journalist. Sein Roman „Die Mauer“ stand zwei Monate auf Platz 1 der Krimi-Bestenliste der ZEIT…“

Interview, taz 29.4.: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5401417/

https://www.mordsbuch.net/2017/05/03/interview-mit-max-annas/



ABSCHLUSSBALL

Ziemlich exklusiv bei uns der Trailer zum neuen Roman „Abschlussball“ von Jess Jochimsen, der im Juni bei dtv erscheint. Den großartigen Mann lebendig bei seinem Bühnenjubiläum (25) gibt´s am 29.5. in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

https://www.youtube.com/watch?v=llNr2-Yk2fI&feature=youtu.be



HANS FRICK (8)

Heute, Hessischer Rundfunk, hr2 Kultur 18:04 Uhr

Blaue Stunden – Auf den Spuren des Schriftstellers Hans Frick
Ein Feature von Hanne Kulessa 

„Hans Frick wurde 1930 in Frankfurt am Main geboren. Es gibt wohl keinen anderen Frankfurter Schriftsteller, der diese Stadt so hart porträtiert hat wie der im Gallusviertel aufgewachsene „Juddebub“. Mit dreißig Jahren schrieb Frick seinen ersten Roman, in dem ein KZ-Arzt, verfolgt von Schuld und Alpträumen, versucht, einen Prozess gegen sich selbst zu erwirken. „Breinitzer oder Die andere Schuld“ erschien 1965. Frick war befreundet mit dem Hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, mit dem Philosophen Georg Lukács, mit dem Schriftsteller Erich Maria Remarque. Er, der Autodidakt, der uneheliche Sohn einer Arbeiterin, fand große Anerkennung, aber seine Lebensangst und seine Wut auf die Gesellschaft blieben. Er schrieb sich in vielen Romanen, Hörspielen, Filmen diese Angst vom Leib, trank gegen sie an, aber trotz des immensen Alkoholkonsums blieb sie seine ständige Begleiterin. “Wann werde ich abgeholt?“ Diese Frage aus der Kindheit verfolgte ihn bis zum Schluss. Hans Frick veröffentlichte 1980 sein letztes Buch „Die Flucht nach Casablanca“. Danach zog er mit seiner Frau Karin zuerst nach Portugal, dann nach Spanien, wo er 2003 starb. Das Feature von Hanne Kulessa folgt den literarischen Spuren, die Hans Frick in Frankfurt hinterlassen hat, es kommen Weggefährten zu Wort und Frick selbst mit Auszügen aus Interviews und Lesungen.“ (hr2-kultur 2016)

   


ZUM WELTTAG DES BUCHES

möchte ich mal erwähnen, dass die Jury der monatlichen Krimibestenliste die wahrscheinlich härteste auf Gottes deutschem Erdboden ist. Das sieht man daran, dass „Illegal“, der neue Roman von Max Annas (der für „Die Farm“ zuletzt völlig zurecht den Deutschen Krimipreis bekommen hat), schon den zweiten Monat der einzige eines deutschen Autors ist, der es in die Top Ten geschafft hat. Da sind keine Dampfnudeln und kein Klüpfel&Knödel drin. Im Zweifel fragen Sie Ihren Dealer.

Bildergebnis für max annas illegal rowohlt Bildergebnis für max annas rowohlt