Allgemein

SYSTEMRELEVANT VERBLÖDET?

Die Jahresbilanz des Magazins Crime/Culturmag könnte einen das halbe Jahr beschäftigen … in den verschiedenen Kapiteln finden sich z.B. zwei neue Gedichte von Friedrich Ani und in dem hier verlinkten Kapitel Gary Disher mit Anmerkungen zu seinen Romanen und der neue Song „Kuhhandel“ von Danny Dziuk, zu dem er paar Sachen erklärt, die wir nicht weiter erklären können (ein Auszug):

<„Ohne Kunst & Kultur wird’s still“ hat zwar seine Berechtigung, aber was mich daran dann doch nervt: was mit „Kunst und Kultur“ gemeint ist. Nämlich unterschiedslos alles (…)  Wo etwa ein Grönemeyer behauptet, dass ein Kollaps der Veranstaltungsbranche jeglichen „Raum für Verblödung“ öffne: könnte man dem nicht ohne Übertreibung genausogut entgegenhalten, dass gerade die größten und wirtschaftsträchtigsten Events die verschiedensten Arten von Verblödung doch eigentlich erst erzeugen? Und weshalb war Kunst & Kultur jetzt nochmal „systemrelevant“? Wegen besagter Wirtschaftskraft oder der ohne sie angeblich drohenden „Verblödung“? Oder wegen beidem? Und für welches „System“ eigentlich „relevant“? Könnte einem jemand das vielleicht mal genauer erklären?“>

http://culturmag.de/highlights/claudia-denker-garry-disher-anita-djafari-danny-dziuk/139169

Das Ganze mit 90 Autorinnen aus aller Welt:

http://culturmag.de/category/highlights/highlights-2021



HAPPY NEW YEAR

wünschen wir unseren Abonnentinnen & Abonnenten.

Und immer saubere Spritzen!, sagt unser Block-Hausmeister.

Logisch, ganz klar, sowieso.



DIE SPRACHE DER IMPFGEGNER

sagt schon alles – hier ein paar Beispiele aus ihrem „Demokratischer Widerstand“-Newsletter mit Headline „419 Heute gegen die Genozidspritze“:  … „Hygienespaziergänge des Widerstands gegen das genozidale Terrorregime“ … „Zuerst müsse der »Impfmord mit allen Mitteln beendet und die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von der Nadel geholt werden!«, so die ehemalige Landtagsabgeordnete, die ich auf ihren Wunsch hin noch nicht nennen soll“ … „Es gibt für das Höllenregime seit Längerem keine Chance mehr, den Propagandakrieg auf lange Sicht zu gewinnen“ … „Wir sollten JETZT weiter auf die Entscheidung setzen und das verfassungs- und menschenrechtsbrüchige Höllenregime mit vollem Einsatz beenden“ … „so ist der Kommentar der früheren Lantagsabgeordneten zu verstehen: Das Regime muss jetzt auch strukturell zu Ende gebracht werden“ … „müssen wir Demokraten rasch dafür sorgen, dass die Verantwortlichen in Regierung und Wirtschaft konsequent inhaftiert werden“… „Bis zum umfassenden Sieg grüßt, Anselm Lenz Journalist, Verleger“



ERFÜLLUNG

„Was „Friedensdemos“, Pegida und Co. nicht geschafft haben, wurde jetzt erreicht: eine bundesweite, niedrigschwellige, massenhafte, dezentrale rechte Protestbewegung mit niedriger Gewalthemmung, Sympathien und inhaltlichen Anknüpfungspunkten bis weit in die „Mitte“, bei Friseurin und Feuilleton gleichermaßen. Damit geht ein jahrzehntelang gehegter Traum der Neuen Rechten in Erfüllung.“ (Leo Fischer, f-book 17.12.)

Es ist also ein Satiriker, der es wie niemand sonst so schnell und gut auf den Punkt gebracht hat. Aber ach was, Satiriker ist nur ein dummer Nothilfe-Ausdruck, der einem ex-Titanic-Redakteur natürlich anhängt – der geschätzte Leo Fischer ist konkret- und nd-Autor und Jungle World-Kolumnist, außerdem Politiker und Literaturwissenschaftler.



GERMANY TODAY

Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen und Text „Der AfD-Politiker Hannes Gnauck wurde als Soldat vom MAD als Extremist eingestuft & darf keine Kaserne betreten. Nun hat hat die AfD Gnauck in den Verteidigungsausschuss des Bundestags gesetzt. Das ist so logisch wie ne Handgranate als Babysitter.“



AUGSBURGER FLÜCHTLINGSRAT INFORMIERT

„Liebe Freund*innen des Augsburger Flüchtlingsrates, liebe Pressevertreter*innen,
an der polnisch-belarussischen Grenze wird es immer kälter und winterlicher, die Situation der  dort als Spielball geopolitischer Interessen gestrandeten Geflüchteten wird immer elender. Um endlich Bewegung in die Sache zu bringen, muss der zivilgesellschaftliche Druck auf die politischen Entscheider*innen in Berlin und Brüssel erhöht werden. Vor diesem Hintergrund laden wir Sie und Euch zu unserem heutigen Online-Vortrag von Christian Jakob (taz), der Ostpolen in den vergangenen Wochen mehrfach besucht hat und von der Lage vor Ort berichten wird.

Zur Lage der Geflüchteten im polnisch-belarussischen Grenzgebiet : Vortrag von Christian Jakob (taz)

13.12.2012 — 18.30 — online

Am 1. Dezember hat die EU-Kommission bekannt gegeben, dass sie den Zugang zu Asyl weiter erschweren und ermöglichen möchte, Schutzsuchende bis zu 20 Wochen in Haft zu nehmen. Der Schritt ist die Antwort auf die Strategie des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko, Geflüchtete über die EU-Außengrenzen nach Polen, Litauen und Lettland zu schicken. In der Folge saßen Zehntausende Menschen teils monatelang in völliger Entrechtung im Niemandsland an den Grenzen zu Belarus fest. Mindestens 14 Menschen starben. Polens Regierung sprach von einem „Krieg“, bezeichnete die Flüchtlinge als „hybride Waffe“. Deutschland und die EU übernahmen diese Formulierungen und bereiteten so den weiteren Abbau des Flüchtlingsschutzes in der EU vor.“

Online-Veranstaltung beitreten via

https://us02web.zoom.us/j/86457500550?pwd=L2o2dGtYV1BVcEZMR3BNQ2RwbzRTZz09

Meeting-ID: 864 5750 0550  / Kenncode: 124701



HEUTE IST TAG DER DINGS ÄH WAS WOZU?

„10. Dezember, Tag der Menschenrechte: Ein passendes Datum, um die Auslieferung von Julian Assange zu ermöglichen. Das bisschen Mordpläne, die die USA gegen ihn geschmiedet haben sollen, waren ja nicht böse gemeint.“ (Deniz Yücel)



PROBLEMZONE „LÖSCHEN“

Nach BR-Informationen sind alle Nachrichten aus der internen Chat-Gruppe der bayerischen AfD gelöscht. Parteimitglieder hatten dort radikale Positionen geäußert. Die Partei will sich im Lauf des Tages zu den Chats äußern.

Auf einmal ging es ganz schnell. Innerhalb weniger Stunden waren zehntausende Nachrichten aus dem internen Telegram-Chat „Alternative Nachrichten Gruppe Bayern“ gelöscht. So berichten es mehrere AfD-Mitglieder dem Bayerischen Rundfunk. Zuvor hatten BR-Reporter die Umsturz- und Bürgerkriegsfantasien einzelner AfD-Mitglieder öffentlich gemacht. (…) Die Landtagsabgeordnete Anne Cyron schrieb in einer Nachricht: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten – hat Tucholsky auch schon gewusst. Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden.“> (btr. Bürgerkrieg: da ist es von Vorteil, wenn die andere Seite offensichtlich unterbelichtet ist; auch vonTucholsky keine Hilfe bekommen wird).



HORROR STORY GERMANY

Nur ein paar nette Dörfer mehr, nur ein paar anständige Normale-Bürger-Leute mehr, nur eine Horror-Story mehr – aber eine ziemlich gute von Benno Stieber. Ein kurzer Blick von weit oben:

„Die Wissenschaftler bestätigen, dass in Baden-Württemberg die Widerborstigen eher aus linksliberalen Milieus kommen, anders als etwa in Ostdeutschland,. Menschen also, die vielleicht früher einmal gegen Atomkraft protestiert haben. Heute gehen sie immer noch lieber zum Heilpraktiker als zum Schulmediziner, auf W-LAN und Allradfahrzeug wollen sie aber nicht verzichten.“

https://taz.de/Coronaleugner-in-Baden-Wuerttemberg/!5815909/



WIR ERLAUBEN UNS

diesen schon fast im Schneechaos begrabenen feierlichen Monat mit einer guten Nachricht aus unserer Block-Abteilung Kreativwirtschaft zu beginnen. Diese Redaktion hat seit Monaten an einer neuen, auf fundierten Fakten beruhenden Verschwörungstheorie geforscht: Corona wurde in einer Kiste über Deutschland abgeworfen, um die Germanen von weiteren Untersuchungen und Überlegungen btr. Terrorgruppe NSU abzulenken. Erfolgreiche Aktion? Noch nicht ganz…

https://www.br.de/nachrichten/bayern/nsu-terror-neue-verbindungen-fuehren-von-sachsen-nach-nuernberg

Auszug: „„Am 4. November vor zehn Jahren fliegt die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) auf. Nach einem Banküberfall in Thüringen erschießen sich die beiden NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Fluchtfahrzeug, einem Wohnmobil. Kurz danach sprengt Beate Zschäpe die konspirative NSU-Wohnung in Zwickau in die Luft, um Beweise zu vernichten.

Wenige Minuten später ruft sie mehrmals hintereinander André Eminger auf seinem Handy an. Der heute 42-Jährige gehörte damals zu den engsten Kontaktpersonen von Zschäpe. Das Rechercheteam von Bayerischem Rundfunk und Nürnberger Nachrichten hat aufgedeckt: Es gab Verbindungen von Eminger nach Nürnberg. In dieser Stadt hat der NSU drei Menschen ermordet.“