Allgemein

AUCH IM MAI

sollte man das neue Heft von konkret lesen! Titelthema „World Wide Wahn – Nazis im Netz“. Außerdem „Fun ist ein Stahlbad“ („hinter den meisten Musikfestivals stecken inzwischen Großkonzerne“), ein Vorabdruck aus dem neuen Buch von Berthold Seliger „Vom Imperiengeschäft“ (Edition Tiamat); und „Das Kalb marschiert“ („die Ausländerfeindlichkeit von Ausländern ist für die AfD von großem politischen Wert“) von Florian Sendtner; und ein Interview mit der britischen Autorin Reni Eddo-Lodge zu ihrem Buch „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“ (Tropen/Klett-Cotta), u.v.m.

Buchdeckel „978-3-608-50419-4



DENIZ YÜCEL (7)

Deniz Yücel - StandbildReportage & Dokumentation ∙ Das Erste: „Der Journalist Deniz Yücel war über ein Jahr in der Türkei inhaftiert. Heute ist er zwar frei, die Anklage gegen ihn bleibt aber bestehen. Wird er jemals als freier Mann in die Türkei zurückkehren können?“

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2QyYzRiOGE0LWJiMzktNDg2NC1iMWQ1LWMzMmZjMTEwNmNiZg/deniz-yuecel
Deniz Yücel Wir sind ja nicht zum Spaß hier


BAYERN ZAHLEN HEIMAT KAPUTT ?!?

„Der AfD-Bezirksverband in Oberbayern habe mehr Mitglieder als die AfD in ganz Thüringen, sagt Plenk“ (der es wissen muss). Während Niederbayern da ist, „wo die AfD in Bayern am stärksten ist.“ (SZ, 15.4.)

Frage: Wieviele CSU-Mitglieder müssen am rechten Rand stehen, um unser Dorf wieder schöner zu machen?



DAS LUNSENTRIO NEU MIT NIX

Releaseparty der Single jetztat 19h im Münchner Isartor-Turmstüberl!

https://problembaer.bandcamp.com/album/das-lunsentrio-nix

https://www.youtube.com/watch?v=MEruyWVIuso



ICH GLAUBE B.TRAVEN LEBT NOCH!!!

Heute, zum 50. Todestag des geheimnisvollen Bestsellerautors B.Traven

„erschien ein sehr lesenswerter und spannender Artikel des Traven-Biographs Jan-Christoph Hauschild in der jungen Welt“, sagt der Tiamat-Newsletter, und:

„In der taz möchten wir auf ein informatives Interview mit Jan-Christoph Hauschild hinweisen, über B. Traven als faszinierenden Autor mit dunklen Seiten: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5580046&s=traven&SuchRahmen=Print/

In der Welt bestreitet die Stieftochter B. Travens, dass es sich bei B. Traven um einen ehemaligen Maschinenschlosser aus Brandenburg gehandelt hat.  https://www.welt.de/kultur/plus190765017/Spektakulaere-Theorie-Wer-B-Traven-wirklich-war.html

Einen weiteren Artikel finden Sie in der Frankfurt Rundschau:  https://www.fr.de/kultur/literatur/exotisches-ambiente-proletarischer-alltag-11884007.html

www.edition-tiamat.de



DISINTEGRATION DAYS

Ehe auch noch die Verbreitung von Informationen zu desintegrierenden Veranstaltungen kriminalisiert wird, hier diese tolle Reihe zum Thema:

Erste Augsburger Desintegrationstage | First Augsburg Disintegration Days

veranstaltet vom Jüdischen Museum Augsburg Schwaben und dem Kulturhaus abraxas / 26. – 28. März 2019 +++  https://www.jkmas.de/

© JMAS/Paul Rietzl

»Die Judenrolle folgt […] einem Skript, das den Titel ‚Die guten Deutschen‘ trägt. Denn das ist seit Jahrzehnten die Funktion der Juden in der Öffentlichkeit: die Wiedergutwerdung der Deutschen zu bestätigen. […] Aber auch andere Gruppen sind einem ähnlich dominanten Erwartungsdruck ausgeliefert, etwa Muslim*innen, die sich permanent zu Geschlechterrollen, Terror und Integration äußern müssen und damit als Gegenbild zum Selbstverständnis der toleranten und aufgeklärten Deutschen dienen.« Max Czollek

Jüdinnen und Juden – hört auf, im deutschen Gedächtnistheater mitzuspielen, emanzipiert euch von der Rolle, die dieses euch zuteilt! Max Czolleks leidenschaftliches Plädoyer „Desintegriert euch!“ (2018) trifft den Nerv jüdischen Lebens in Deutschland heute. Czollek kritisiert aus jüdischer Perspektive die Unehrlichkeit des Integrationsdiskurses sowie die zunehmend von völkischen Rassismen geprägte Debatte darüber, „wer dazugehört“ – und plädiert für neue Solidaritäten: Zwischen Juden und Jüdinnen und Muslimen und Musliminnen.

Max Czolleks Buch wird seit seinem Erscheinen heftig diskutiert – und es ist an der Zeit, diese Diskussion aufzunehmen und weiterzudenken. Was könnte aus dieser Forderung folgen und welche Auswirkungen kann dies auf Kulturschaffende haben?

Die „Ersten Augsburger Desintegrationstage“ gehen diesen Fragen in drei Tagen gemeinsam mit dem Autor nach: Ausgehend von einer Lesung von „Desintegriert euch!“ wird sich ein Talk mit Kulturschaffenden aus Berlin, Wien und Augsburg der Frage widmen, wie neue Solidaritäten zwischen Juden/Jüdinnen und Muslim*innen im kulturellen Leben umgesetzt werden können. Eine Guerilla-Museumstour kämpft sich durch die Erzählung der jüdischen Geschichte im Museum und wird mit einem Augsburger Comiczeichner eine Gegenerzählung in die Dauerausstellung einschreiben. Und zuletzt wird ein Poetry Slamunter dem Motto „Desintegration für alle!“ künstlerische Umsetzungen präsentieren.

Programm

26. März, 19.00 Uhr | noch Tickets erhältlich

Desintegriert Euch! Lesung mit Max Czollek / anschließend Empfang

Ort: Jüdisches Museum, Standort Ehemalige Synagoge Kriegshaber, Ulmer Straße 228, 86156 Augsburg

27. März, 19.00 Uhr | noch Tickets erhältlich

Neue Solidaritäten oder jüdisch-muslimische Leitkultur?

Talk mit Mirna Funk (Berlin), Tülay Ates-Brunner (Augsburg), Alexander Ratschinskij (Augsburg) und Max Czollek (Berlin). Moderation: Can Gülcü (Wien)

Ort: Kulturhaus abraxas, Sommestr. 30, 86156 Augsburg

28. März, 17.30 Uhr

Guerilla-Museumstour mit Max Czollek, dem Augsburger Comic-Zeichner Paul Rietzl und Museumsdirektorin Barbara Staudinger Ausverkauft! Die Tour dauert etwa 90 Minuten, der anschließende Poetry Slam um 20.30 Uhr kann problemlos erreicht werden.

Ort: Jüdisches Museum, Standort Innenstadt, Halderstraße 6-8, 86150 Augsburg

28. März, 20.30 Uhr

Desintegration für alle! Poetry Slam gehostet von Horst Thieme mit Ezgi Zengin (Augsburg), Pauline Füg (Fürth), Helmuth Steierwald (Nürnberg), Max Czollek (Berlin) u.a.

Ort: Beim Weissen Lamm, Ludwigstraße 23, 86152 Augsburg



DEPORTATION ALERT AFGHANISTAN 19.3.

Die Nachrichtenagentur xtr meldet: „Die Lage in Afghanistan ist nach wie vor verheerend. Auch in den angeblich sicheren Regionen kommt es immer wieder zu Anschlägen mit zahlreichen Todesopfern. Und doch müssen wir Sie und Euch leider erneut auf eine bevorstehende Sammelabschiebung hinweisen. Am kommenden Dienstag, 19.03., wird die nächste Sammelabschiebung stattfinden. 

Angesichts dessen möchten wir dazu anregen, alle erforderlichen Maßnahmen in Betracht zu ziehen. An dieser Stelle verweisen wir gerne nochmal auf die Zusammenstellung von Hinweisen vom Bayerischen Flüchtlingsrat in deutsch (aktualisiert!) und dari/persisch. Dort findet/n Ihr/sie Informationen, welche Personengruppen gefährdet sind und welche nicht – außerdem einige Tipps. Generell betroffen sind nach der Aufhebung der Einschränkungen insbesondere alle rechtskräftig abgelehnten, alleinstehenden Männer.

Wir fordern weiterhin einen sofortigen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan!Afghanistan ist nicht sicher! Mehr Informationen zur Not-safe-Kampagne und der Situation in Afghanistan sind hier zu finden.“


PRESSEMITTEILUNG DES AUGSBURGER FLÜCHTLINGSRATS

21.2.2019

Pressemitteilung des Augsburger Flüchtlingsrats 

Mit vereinten Kräften: Said Fardnour aus Abschiebehaft entlassen!

„Am Abend des 20. Februar konnte Said Fardnour das Abschiebegefängnis in Eichstätt verlassen. Dort war er seit Ende letzten Jahres inhaftiert und für die Abschiebung in den Iran vorgesehen, wo ihm als zum Christentum Konvertierten lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe drohen. Inhaftiert wurde er bei einem Besuch auf dem Standesamt, den er mit seiner Verlobten, einer EU-Bürgerin, wahrnahm, um die Ehe schließen zu können. Seine „innere Überzeugung“ wollte ihm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht abnehmen, obwohl sein Taufpfarrer, Dekan Dr. Slencka, bestätigt, dass er bereits vor Besuch des Taufkurses einen sicheren Umgang mit der Bibel pflegte.

Der Augsburger Flüchtlingsrat und matteo – Kirche und Asyl e.V. hatten deshalb im November 2018 gemeinsam eine Petition initiiert, die sich zum einen gegen die Abschiebung wendete und zum anderen die Eheschließung zwischen Said Fardnour und seiner Verlobten ermöglichen sollte. Anne-Kathrin Kapp-Kleineidam, Pfarrerin der Dreifaltigkeitskirche in Göggingen und Vorsitzende von matteo, hat die Petition am 06.02. vor dem Landtagsausschuss vertreten und konnte die Abgeordneten von der Richtigkeit dieses Vorhabens überzeugen.

Said Fardnour ist nun frei. Das Standesamt prüft derzeit die seit geraumer Zeit vorliegenden Unterlagen zur Eheschließung und es bleibt zu hoffen, dass Said Fardnour nicht nur vorrübergehend aus der Haft entlassen wurde, sondern auch sein weiteres Leben in Deutschland verbringen kann – frei von der Angst vor Abschiebung und den damit einhergehenden Konsequenzen.

Es gelang mit vereinten Kräften und der Unterstützung vieler, diesen Zwischenschritt zu erreichen. Ohne öffentliche Aufmerksamkeit und das intensive Engagement zahlreicher Unterstützer*innen wäre Said Fardnour jedoch – wie auch andere iranischen Konvertiten, denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ihre Konversion nicht abnimmt – in den Iran abgeschoben worden.

Ohne Einbeziehung der Situation im jeweiligen Heimatland, ohne Rücksicht auf familiäre Bindungen und selbst kurz vor einer Eheschließung werden Menschen so jeglicher Perspektive beraubt. Der Fall von Said Fardnour offenbart exemplarisch die rücksichtslose und einzig auf Abschiebungen zielende Asylpolitik der Bundesregierung. Besonderes Augenmerk verdient dabei auch die bei Said Fardnour und zahlreichen anderen angewandte, rechtsstaatlich skandalöse Praxis der Abschiebehaft. Ohne jegliches Gerichtsurteil erlaubt sie es den sogenannten Sicherheitsbehörden, Menschen unter fadenscheinigen Gründen festzusetzen und auf unbestimmte Zeit zu inhaftieren. 

Blickt die Institution der Abschiebehaft in Deutschland bereits auf eine unrühmliche Geschichte von 100 Jahren zurück, so soll nach dem Willen von Heimatminister Seehofer die Zahl der Abschiebehaftplätze künftig stark ausgeweitet und die Praktiken der Durchsetzung massiv verschärft werden. Immer mehr Menschen würden dann ohne zivilgesellschaftliche Kontrolle unter fragwürdigen Bedingungen interniert und abgeschoben. Staatlicher Willkür wird damit Tür und Tor geöffnet.

Trotz der menschenverachtenden Politik von einigen Regierenden und trotz deren anhaltender Kriminalisierungsversuche von Unterstützer*innen und Aktivist*innen, zeigt der Fall Fardnour jedoch auch, dass viele gemeinsam in der Lage sind, der autoritär-verrohten Politik in Deutschland die Grenzen aufzuzeigen.“



HEUTE IST MIR KLAR

geworden, dass sie jetzt auch mich beobachten. Ich grinse den Bildschirm an (naturgemäß weil ich schon wieder so einen tollen Satz geschrieben habe), und paar Sekunden später kommt die Antwort.  Gar nicht mal unfreundlich. Deswegen überlege ich, ob ich die Linse verkleben soll. Wird mein Leben wirklich besser, wenn ich keine Botschaften mehr bekomme?

 

Warnung: Es erfolgt keine Haftungsübernahme, wenn Sie draufklicken!

 



BLACKBOX ABSCHIEBEHAFT

Eine Veranstaltung des Augsburger Flüchtlingsrats: 22.2. 19h30 @ Café Tür an Tür