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GLAUBEN SIE KEINEM HEIMATMINISTER

 

design: c stuffy sauter

 



DER NACHRUF

auf Fanny Müller von ihrem Verleger Klaus Bittermann, der hoffentlich ihre Notizbücher, Schmierzettel, Briefe, Telefonkritzeleien, Tagebücher, Mails, Behördenschreiben und Sonstiges herausgeben wird:

http://www.taz.de/!5306200/

  

Ob Homosexualität, Sexismus oder Punks, Frau K. mischt sich überall ein und kommentiert, lapidar und mit Witz: »Ne Maak wollt ihr? Ich hab selbs keine Maak. Ihr seid doch noch jung und gesund. Ihr könnt doch ma ’ne Bank überfalln.«



IN MEMORIAM FANNY MÜLLER

http://www.edition-tiamat.de/home.htm



RAUS AUS DEM GARTEN

ist der Titel des Artikels, den der große Historiker-Journalist Otto Köhler der großen Reporterin Gabriele Göttle zum Siebzigsten schrieb. Der Inhalt ist fast so nett wie der verdammte Mist, mit dem uns die Christsozialen-Superchristen auf die Nerven gehen …

Ein Auszug: „Jetzt, pünktlich zu ihrem heutigen 70. Geburtstag steht Gabriele Goettle vor der Altersarmut. Die Frauenrechtlerin im Ruhestand Barbara Duden ist Besitzerin des Hauses in Berlin-Lichterfelde, in dem die an Arthrose erkrankte Schriftstellerin Goettle wohnt. Vergangenen Freitag bekam sie vorzeitige Geburtstagspost von der auf solche Angelegenheiten spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei Gross (»Die Kanzlei konzentriert sich ausschließlich auf ein Rechtsgebiet: Mietrecht und vertritt nur Vermieter«). An Goettle schrieb die Kanzlei: »Namens unserer Mandantschaft« – das ist Barbara Duden – »kündigen wir das Mietobjekt fristlos«, schrieb die Kanzlei und fuhr syntaktisch problematisch, aber letztlich unmissverständlich fort: »fordern Sie umgehend auf, das Mietobjekt zu räumen und geräumt spätestens bis zum 31.5.2016 zurückzugeben.«“ Alles hier:

https://www.jungewelt.de/2016/05-31/049.php?sstr=gabriele%7Cg%C3%B6ttle

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EINE ANDERE ROLLE

Lesung von & mit Viv Albertine. Gast: Conny Lösch (Deutsche Übersetzung). Im Optimal Records, Kolosseumstr. 6, München, Dienstag, 24.05.16, Einlass 20:00 Uhr, Beginn 20:30 Uhr, Eintritt 10,00 €

 

„London, Mitte der Siebziger. Die Popkultur wird neu erfunden, in der revolutionären Ursuppe des Punk scheint alles möglich. Aber gilt das auch für Frauen? Gibt es außer Groupie, Elfe oder Rockröhre noch andere Rollen? Besteht vielleicht zum ersten Mal die Chance, mit allen Typical-Girl-Klischees aufzuräumen, statt selber eins zu werden? Viv Albertine wurde zum Riot Girl, lange bevor es diesen Ausdruck gab. Bei den legendären Flowers of Romance kreierte sie neben Sid Vicious (später Sex Pistols) und Keith Levene (später PIL) ihren individuellen Gitarrensound. Um dann mit den Slits, der ersten autonomen Frauenpunkband, die Türen aufzustoßen, durch die später Madonna oder Lady Gaga eigene Wege gehen konnten. Wie die Punkszene entstand, wie sie aus weiblicher Sicht erlebt und feministisch neu erfunden wurde und welche Rückschläge es dabei gab – all das wurde noch nie so plastisch und zugleich so reflektiert, so abgeklärt und zugleich so amüsant geschildert wie von Viv Albertine in ihrem umwerfenden Memoir. Shoes off!“



VON A-Z

die immer tolle letzte Seite des Freitag aus aktuellem Anlass für Dylanhörer und Dylanologen, zusammengestellt von Rüdiger Dannemann. Ein Auszug aus P wie Philosophische Brocken: „Sein Werk präsentiert keinen System-Monismus à la Hegel, sondern eine Serie von philosophischen Brocken, die Problemkonstellationen zu dechiffrieren helfen und Lernprozesse befeuern.“ Und wer es nicht kennt, sollte damit weitergehen:

Edition-tiamat.de



WIE GEFÄHRLICH SIND

Fakes im Netz? Dazu eine Reportage von BR/Puls (via B2-Notizbuch): „Die Geschichte eines falschen Facebook-Posts. Von Michael Bartlewski. Fakes verbreiten sich im Netz wie sonst nur Katzenvideos. Richtig übel wird das, wenn solche Falschmeldungen gezielt eingesetzt werden, um zu hetzen. Zum Beispiel gegen Flüchtlinge. Ich habe mich auf die Spur eines solchen Fakes im Netz gemacht. Wer schleudert das in die Welt? Wie trifft das die Opfer? Und welche Auswirkungen kann so ein Netz-Fake im echten Leben haben?“

http://blog.br.de/die-frage/   # Mit einem Beitrag über „Die Fakejäger“, die (auch aus Österreich gibt es gute Nachrichten!) über Netzbetrug informieren bzw. möglichen Falschmeldungen nachgehen: http://www.mimikama.at/



HARDCORE TONIGHT

 Verlagsleiter Markus Nägele informiert: „…heute Abend die vorerst letzte Hardcore-Night. Wir machen dann eine kleine Kreativpause, damit wir 2017  wieder angreifen. Diesmal kommt Besuch aus Berlin. Die Journalistin (u.a. Vice) , Porno-Bloggerin (www.mimiundkaethe.com) und künftige Hardcore-Buchautorin Mimi Erhardt stellt ihre liebsten Hardcore-Bücher vor. Dazu haben wir die Münchner French-Chanson-Punk-Sensation Les Millionnaires zu Gast. Und danach legen Kai Keup und meine Wenigkeit Platten auf.“



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DESPERADOS WAITIN´ FOR A TRAIN

Guy Clark Kreuz17 5 2016

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WAS KÖNNTEN WIR

von der Zeitung denn mehr erwarten als die Inspiration zu eigenen Gedanken und Erinnerungen? Und kommt das in den Zeiten des schnellen  Internet nicht viel zu selten vor? Oder oft genug? Jedenfalls Folgendes: „Amateursaxofonisten wie John Lurie und James Chance versuchten, das Stümpern zum Stil zu erklären. Allerdings verschwanden ihre Bands Lounge Lizards und The Contortions dann auch sehr schnell wieder.“ (SZ, 14.5.2016)

Ich fragte mich allerdings nicht nur, ob ich den Ausdruck „sehr schnell“ mein Leben lang falsch benutzt hatte, sondern erinnerte mich an einen der beste Witze, die ich lebenslänglich mitbekommen habe: „<Das ist ja Free Jazz>, sagte eine Frau am Nebentisch entsetzt zu ihrer Freundin, nachdem sie (…) ein paar Minuten zugehört hatte. Aus einem lobenswerten Grund hielt sie dann tapfer durch: <Die Instrumente tun mir leid.>“ (Ich darf das mit einem kleinen Witz ergänzen: Wer´s nicht glaubt, kann es in meinem Buch The Boy named Sue ab S.136 nachlesen).

Wenn ich der Musikjournalist wäre, der das geschrieben hat, und diese Anmerkung hier lesen würde, würde ich antworten, dass da allerdings von Free Jazz nicht die Rede war und mich nicht betroffen fühlen. Und würde mich schnell wieder neuen Themen zuwenden. Ehe womöglich irgendein Amateur sehr schnell schneller ist.