Zeiten ist die Redaktion dieses Blocks total bemüht, die Abonnent*innen mit guten oder sogar aufheiternden Nachrichten psychisch zu stärken. Soviel Verantwortung muss sein, auch wenn der Rechercheaufwand fast nicht zu packen ist.
Die Autorin Caroline Wahl interessiert sich (wie alle vernünftigen Menschen) in ihrem neuen Roman auch für Produkte des täglichen Bedarfs, „für Müllermilch zum Beispiel, 37 Mal erwähnt“ (aber WARNUNG!: diese Angabe aus der Süddeutschen vom 26.8. haben wir noch nicht überprüft, weshalb auch nicht ausgeschlossen ist, dass es sich dabei um einen Zahlendreher handelt, was im Arbeitsstress bekanntlich leicht mal vorkommt, also 73 könnte korrekt sein oder, man verzählt sich leicht, 74). – Dabei habe ich mich übrigens erinnert, dass ich mal für die Whiskymarke Makers Mark Werbung gemacht habe und in einem Gedicht von 37 Zeilen 74 andere Whiskysorten ekelhaft nannte, obwohl ich vertraglich nicht dazu verpflichtet war. WARNUNG: auch diese Zahlen wurden nicht überprüft. Jedenfalls war das eine total schöne Sache.
Und im Fall der iranischen Sängerin Parastoo Ahmadi gibt es 5, also geradezu eine Flut von positiven Nachrichten. Sie wurde ja nach einem nicht-öffentlichten, aber zB auf ytube veröffentlichten Konzert im Iran aufgrund ihrer Verbrechen Frau singt öffentlich und Frau ohne Kopftuch (=nackt) a) nicht zum Tode verurteilt, sondern b) nur zu 74 Peitschenhieben (wie auch die Musiker), die c) soweit bekannt zwei Monate nach dem Urteil immer noch nicht vollstreckt wurden und d) die Iran-Regierung an dieser liberalen Haltung festhält, obwohl ihre befreundeten Hamas-„Freiheitskämpfer“ angeblich vehement protestieren und damit drohen, demnächst ein iranisches Musikfestival zu besuchen, bei dem e) keine Berliner Pro-Palestine-„From the River to the Sea“-DJs auftreten.
Vor meinem Fenster kommt es angeblich bald zu Unwetter. Ist mir bei so vielen schönen Nachrichten ganz egal. Ist doch dann ne gute Zeit zum Weiterlesen/hören:
https://taz.de/Verfolgung-von-iranischen-Musikerinnen/!6191488/
Nichts zu danken. Wir machen doch nur unsern Job. Come Hell or High Water.