Erotik

LIEBE SOPHIE SCHNEIDER

Ihnen ist natürlich ganz klar, dass ich´s gar nicht fassen kann, ich bin fast aus dem Fenster gesprungen, als ich Ihre Mail gesehen habe, und bin jetzt (immerhin aus dieser Gefahrenzone) immer noch zu durch, um einfach mal „Ja! Logo! Danke!“ zu sagen:). Aber es ist natürlich so ein Moment, der einem kaum jemals in einem Leben passiert, wo ein einfaches „Danke“ nicht annähernd irgendwas ausdrückt.

Schon eher passt da die Redensart „Ich weiß jetzt gar nicht, was ich sagen soll“ auf Ihre Frage „Willst du ein paar Millionen auf deinem Bankkonto?“ Ich war so verwirrt, dass ich mich zuerst auch noch gefragt habe, ob wir uns vielleicht wirklich kennen und schon bis zum „du“ kennengelernt haben, denn, das weiß man ja, Leute, die auch mal  was echt Großes zu verschenken haben – falls das überhaupt ein „Geschenk“ ist, was mir aber herzlich egal ist, denn dafür kann man ja auch mal sozusagen in die Hände spucken…:) – outen sich oft nicht so schnell. Also wundere dich mal nicht länger über das „Sie“!

Wie machen wir denn jetzt weiter? Ich habe dir Offline alle meine Daten angehängt, aber ich glaube, wenn wir das Ding etwas persönlicher schaukeln, wäre es doch netter:) Ich hol dich gerne von jedem Flughafen ab, ehe dich noch irgendein Taxifahrer vollllabert. Gib mir einfach Bescheid, und das jederzeit. Ich weiß natürlich genau wie du, dass Geld nicht glücklich macht, aber ich kann dir versichern, dass ich das jetzt mal ausprobieren will. Total ohne wenn und aber:) Wer, wenn nicht du, hätte mich denn davon überzeugen sollen? XOXO und bis gleich!



DIESEN ALPTRAUM

hatte ich letzte Nacht:

Ein langhaariger Gitarrist bearbeitet eine Gitarre mit dreiii Griffbrettern! (Und das Foto wurde geklaut!)

 

c / The contest is open from March 10th – 17th and entries can be submitted @ http://smarturl.it/SVGuitarChallenge. Tickets are currently on sale for $78, $98, $128 and $148 (exclusive of Sistic’s $3 booking fee) and they can be purchased at Sistic @ http://sistic.com.sg/events/vai0314



DUANE THE TAXIDRIVER

Wir schalten um zu http://pencilquincy.org/index.php/category/news/

 

(Das Gedicht steht in meinem Buch „Ich fühlte mich stark wie die Braut im Rosa Luxemburg T-Shirt“ (Songdog Verlag, Wien, 2009), und Pencil Quincy wurde davon getroffen, als wir für unser Theater-Projekt Diamond Motel zusammenkamen).


WEIHNACHTEN IST KEIN FEST

das für alle Menschen die gleiche Bedeutung hat. Jeder begeht es anders oder auch nicht. Das sollten Sie nicht vergessen. Ich habe einmal ein Landser-Heft gelesen, wo tapfere Hunnen-Kämpfer das Fest in bzw. vor Stalingrad begingen. Das war ein ganz anderes Christkind! Und ihre Niederlage wurde dann, von Westen gesehen, durch den Einfall anderer Magazine repräsentiert. Wie schon die Bibel sagt: Der HErr lässt seine Sonne auf die einen wie die anderen Magazine scheinen. Wir sind, wie immer, für die ganz die anderen…



UND JETZT ABER WAGNER

Ohne den Wagnersound anyway faszinierend oder auch nur im Geringsten fucking erträglich zu finden, bin ich doch anscheinend – in dem Fall würde ich wirklich lieber „scheinbar“ verwenden können – auch von diesem Giganten des deutschen Erdbodens beeinflusst (geprägt wäre dann hoffentlich wohl doch zu stark). Also durchaus auch passend zur Zeit. Obwohl ich mich in der aktuellen Diskussion, man sollte Bayreuth nach Offenbach verlegen, noch zu keiner Meinung durchringen konnte. Denn schließlich ist ganz Deutschland ein Offenbach.

„Faschistisches Kabuki in Bayreuth“ ist der Titel des Texts von Harry Mulisch, ein Auszug aus seinem Buch „Die Zukunft von gestern. Betrachtungen über einen ungeschriebenen Roman“ (Edition Tiamat, 1995), der sich im Tiamat-Reader „Perlen & Trüffel. Eine kleine Reise durch 25 Jahre Verlagsgeschichte“ (erschienen 2004) findet. Beide Bücher schwer zu empfehlen.

Harry Mulisch: „Im August 1971 kam ich in Gesellschaft einiger Freunde zu den Festspielen. Ich fühlte mich wie ein Ethnologe, der ins Inland von Neuguinea gereist ist, um die letzten Überreste kannibalischer Rituale zu studieren. (…) Die achtzehnhundert Zuschauer wurden so still wie bei einer Totenfeier – mit dem Unterschied, daß es hier die Totschläger waren, die verstummten. Ich hätte gern gewußt, ob das Theater auch ausgereicht hätte, die Menschen zu fassen, die von den Anwesenden umgebracht worden waren. (…) Wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, wäre es dort genauso gewesen, wie es jetzt ist – nur ohne mich und noch ein paar andere Menschen.“

Und selbst für die Ankündigung im Edition Tiamat-Katalog Herbst 2013 für mein neues Buch „The Boy named Sue. Aus den Memoiren eines zerstreuten Musikliebhabers“ kam ich ums Rumwagnerianern nicht rum:

„Ich würde mich in meinen dreckigsten Stiefeln auf den Schminktisch von jedem aus der Liga dieser von und zu Guttenbergs stellen und ihnen erklären, warum ich mich lieber im Schlamm zu den Gesängen von Woodstock wälzen würde, als an ihrem Arm durch die Hallen Bayreuths bis an den Rand des Orchestergrabens zu wandeln, obwohl mich auch das nicht glücklich machen würde.“



CISSY & THE GIRLIEMAN

„Der californische Gouverneur Arnold Schwarzenegger“, schrieb ich am 20. Juli 2004 in San Francisco in mein Notizbuch, „nennt laut San Francisco Chronicle lawmakers GIRLIEMEN und Senatspräsident John Burton bläst ins gleiche Horn, wenn er sagt, dass diese Typen ‚unsere Männlichkeit angreifen und verletzen‘.

Ich dachte zuerst, es geht um Männer, die auf Girlies stehen, im Sinn von sexuellem Missbrauch – ehe ich kapierte, dass der Arnold von Feiglingen sprach.“

Schnitt auf die Gegenwart – was Countrymusiker zum heute immer noch brennenden Thema sagen, kann man sich leicht vorstellen! Zum Beispiel jetzt Willie Nelson, kurz vor seinem 80. Geburtstag, im Interview mit Johannes Waechter auf die Frage, was ihn veranlasst habe, „sich kürzlich zum Streit um die Schwulen-Ehe“ zu äußern:

Nelson: „Mich hat jemand nach meiner Meinung gefragt. Und dieser Punkt ist für mich einfach sonnenklar. Ich habe mein ganzes Leben mit Schwulen und Heteros zu tun gehabt, ich komme mit allen gut aus, und ich denke, so sollten wir alle das handhaben.“

Hier das ganze Interview: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/blogs/musikblog/4121/willie-nelson-im-interview-ich-wuerde-meinen-geburtstag-gern-vergessen/

 



GEBURTSTAGSKINDER

heute sind Hias Schaschko und Johnny Cash. Eine so schöne wie passende Verbindung. Denn in der Sammlung graphischer Werke des Salzburgers (der seit vielen Jahren zum Besten gehört, was München zu bieten hat), von den vielen Covers für Trikont bis zu Badges für seinen eigenen Shop, hat der Fan den Sänger sozusagen immer wieder getroffen:

  

Auch seine Postkarten haben viele Menschen glücklich gemacht:

Ebenso die von ihm hrsg. CDs mit Hank Williams und Kraudn Sepp. Hervorzuheben ist natürlich die 4-CD-Sammlung mit erotischer Musik, die der „Intim-DJ Cpt Schneider“ als Fachmann für Normal Rec. zusammengestellt hat:

Wir wünschen ihm noch viele schöne Jahre im Kreise seiner Freunde und auch überhaupt:

 Auf gehts beim Schaschko.de



CRAIG VS MARTINI

Der Berliner Filmemacher Christoph Rüter, seit seinem Film über Jörg Fauser ein großer Freund und Bündnispartner dieses Blocks, hat nicht nur ein großes Werk vorzuweisen, sonder auch eine Menge nicht verwendetes Material dazu.

Er hat jetzt angefangen, sein Archiv zu sichten und wird hochwertige Teile auf Youtube zu stellen. Schon die Nr.1 ist ein toller Clip: Der junge Daniel Craig during the shooting of Obsession (D: Peter Sehr), 1996 in Berlin with Heike Makatsch, Heinz Kraehkamp u.a. – 6´30

http://www.youtube.com/watch?v=TIiAtqKT3cw

Hier ein Überblick über Christoph Rüters Arbeiten:

http://christoph-rueter-filmproduktion.de/



FLORIAN GÜNTHER IST NICHT NUR

ein zurecht viel beachteter Autor und Hrsg. der besten deutschsprachigen Literaturzeitschrift, „Drecksack“, sondern seit vielen Jahren Fotograf. Jetzt hat er endlich ein Fotobuch gemacht:

“Reisen ohne wegzumüssen”. Fotografien von 1984-1994 (Edition Lükk Nösens)

Wir zitieren einmal mehr die Kollegen von songdog.at/blog: „Als ich hinten auf Seite 302 angelangt war, fühlte ich mich gut. Warum? Weil es erstens ein Buch ist, das alles hat, was ein gutes Buch braucht, um ein verdammt gutes Buch zu sein, und zweitens, weil uns hier ein wahrer Menschenfreund bei der Hand nimmt und uns zeigt, dass arm nicht armselig,  heruntergekommen nicht erbärmlich, und kaputt nicht trostlos ist.“

Hier die Seite des Künstlers, mit allen Büchern und einem langen Interview zu seinen Fotos:

http://florianguenther.blogspot.de/

 



MUTTER THERESA SAGT

Die Welt, die von Gott erschaffen wurde, wäre schöner, wenn alle Menschen tolerieren lernen würden, dass sich andere Menschen an Weihnachten anders anziehen als man sich selbst anziehen möchte.

(Wir wissen nicht, bei wessen Anblick die Mutter Theresa das sagte, aber bestellen Sie diesen heißen Skianzug nur bei partyalarm.de und nennen Sie den Namen dieses Blocks, dann erhalten Sie obendrein ein schönes Giveaway!)

 



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