Lifestyle

WIR ERINNERN UNS

heute an den Schriftsteller Heiner Link, der vor fünfzehn Jahren mit verdammt wenigen Jahren aufm Buckel ums Leben kam. Ein Mann, der viel auf dem Kasten hatte und noch viel rausgeholt hätte.

portrait heiner link  Mein Jahrtausend

www.heinerlink.de



DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

werde ich freundlicherweise informiert, nachdem ich die neue Folge von Eric Pfeils Pop-Tagebuch mit dem Titel „Event-Labern“ gelesen habe. So lernte ich endlich Mister Spex kennen. Und seinen schön schlanken Essay über „Moderne Geradlinigkeit“: „Geradlinig und dennoch gelassen, reduziert und trotzdem nicht langweilig: Hier rückt der dezente Charakter des asiatischen Stils in den Fokus. Er schafft es, sich mit wenigen Mitteln wie Metallrahmen aufs Wesentliche zu beschränken und einen klaren, modernen Look zu kreieren – eben ganz minimalistisch.“ Es war jedoch allein schon deshalb totaler Blödsinn, mir das minimalistisch einzuspielen, weil meine Sonnenbrille noch völlig reduziert und trotzdem nicht langweilig okay ist. Natürlich freue ich mich trotzdem darauf, auch den dezenten Charakter von Miss Spex einmal kennenzulernen. Aber nur wenn sie geradlinig und dennoch gelassen ist. Sonst brennen meine Sicherungen wie Metallrahmen durch den Fokus.



VORSTELLUNG

„Als ich die Place d´Italie erreichte, überwältigte mich plötzlich die Vorstellung, dass alles verschwinden könnte.“ Michel Houellebecq, Unterwerfung



AUS DEM MAGAZIN

zum Record Store Day können wir auch was Neues erfahren: „Was passiert mit der Plattensammlung? (…) Diese Gedanken im Zusammenhang mit dem eigenen Tod hat sicher der ein oder andere schon mal im Kopf hin- und hergewälzt. Noch einen Schritt weiter geht das britische Bestattungsunternehmen And Vinyly. Hier kann man seine Asche in Vinyl pressen lassen – und so den Hinterbliebenen mit einer Kleinstauflage ein besonderes Andenken vermachen.“ Moment, mal langsam, Leute: Kostenpunkt „Basis-Paket 3000 Pfund“ bzw. „rund 4200 Euro“. Nur die Ruhe: „Offiziell … inoffiziell aber … hängt davon ab, ob man eine Seven oder Twelve Inch will, ob Musik … Cover … Die meisten unserer Pakete sind für 1000 bis 2000 Pfund zu haben.“ Dann jedoch sicher ohne Downloadcode! Mit einer weiteren Vermarktungsidee möchte ich mich hier jedoch zurückhalten. And finally…

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BURNER

An den Freitagen von 15:00 – 17:30 Uhr könnt Ihr gerne persönlich in der Atelierwerkstatt RED CAN COMPANY, Kirchenstraße 26, 81675 München vorbeikommen – Beratung & Verkauf. Die große Palette online findet Ihr auf senorburns.bigcartel.com, Tonträger und Verpackungen zusätzlich im RED CAN SHOP



CHRISTOF SCHREUF SAGT:

Ich weiß jetzt besser, wo ich stehe

denn ich weiß jetzt besser

wo ich aufschlage.



SUPPORT THE A

Augsburger Flüchtlingsrat – mit vielen neuen tollen Einkaufsmöglichkeiten!

Bild könnte enthalten: Text



IRGENDWAS-MIT-BALKAN-BEAT-MACHEN-MUSIKER

Wenn alle deutschen Musiker, die Irgendwas-mit-Balkan-Beat-Musik machen, den hier lebenden oder gestrandeten Sinti und Roma auch nur irgendwie helfen würden gegen jene und dies, dann wäre denen schon mal ziemlich viel besser geholfen. (Das können Sie unserem Musikredakteur jetzt glauben oder nicht, es ist ihm egal.)



DIE NEUSTE HEILIGE KUH DER DEUTSCHEN KULTURNATION

heißt schon ein wenig wie die neuste Dogge einer so tierfreundlichen wie sprachbewussten Highsocietyfamilie („unsere Elbphilharmonie will nur spielen!“), und wer wenn nicht Kulturkritiker Berthold Seliger hätte sich das Superspielzeug mal genauer ansehen sollen bzw. können? „Es herrschte Einigkeit, wie es hierzulande sonst nur der Fall ist, wenn es gegen Putin oder Nordkorea geht. Oder wenn die Stadt Hamburg zehn Millionen Euro in eine Eröffnungskampagne investiert – den Angaben des Branchenmagazins Horizont zufolge hat ein von der unter anderem für Angela Merkel und Zalando tätigen Werbeagentur Jung von Matt angeführtes »internationales Agenturnetzwerk« mit diesem Budget dafür gesorgt, dass sich das Image des Bauwerks vom gigantischen Skandal zum allseits beliebten Kulturtempel wandelt … „

http://jungle-world.com/artikel/2017/03/55591.html



WENN WEISSE ÜBER-70JÄHRIGE-MÄNNER-MULTIMILLIONÄRE

ein Bluesalbum aufnehmen, dann ist das in einer halbwegs zivilisierten Welt natürlich nicht verboten, aber man sollte es sich schon etwas genauer ansehen. Um dann vielleicht sowas zu entdecken: dass das Rolling Stones-Album schneller verkauft war als die Seele von Robert Johnson, während ich mich schon bei ersten Einspielung im Radio langweilte, war das keine Überraschung – aber dann entdeckte ich bei Optimal Records, dass es auch eine schön gemachte Single im Maxi-Format gab mit dem Titel-Song. Die musste notgedrungen knapp 12 Euro kosten: obwohl sie nur eine a-Seite hat: eine Single mit nur einem Song. Wow. Das ist also der Blues, den weiße über 70jährige-Männer-Multimillionäre ihren Käufern anzubieten haben. Wenn man sich klarmacht, dass keine Plattenfirma der Welt irgendwas über den Kopf der Stones hinweg machen kann, dann ist das eine Geschäftstüchtigkeit, die selbst den Teufel blass aussehen lässt. Zumindest Robert Johnson-Fan Keith Richards könnte ahnen, was damit gemeint ist. Anders gesagt: soviel zu Stones-Fans.