Lifestyle

MUTIGE FRAU IM OLIVER-BIERHOFF-SHIRT

 Foto: Tina Bühner

„Unter dem Motto >Mut< steht das diesjährige Rahmenprogramm zum Friedensfest (…) Der Münchner Künstler Boris Maximowitz steht hinter der 2,80 Meter hohen Buchstabeninstallation, die zunächst auf dem Rathaus angebracht werden sollte, was allerdings nicht die Gnade der Verwaltung fand“, schreibt Kollege Florian Kapfer schon um 11h27, obwohl wir bis (gefühlt!) um 5h27, zuletzt in einer Kellerrockdisco namens Circus (die er schon als Teenager aufgesucht hat, nachdem er sich aus dem Haus der Eltern, die zurecht besorgt gewesen wären, geschlichen hatte), im Angesicht einer jungen Frau, die hinten auf ihrem Fußballshirt „Oliver Bierhoff“ stehen hatte (keine Erfindung!), über das Spiel und andere Meilensteine der deutsch-französischen Geschichte, das bzw. die ich inzwischen naturellement verdrängt habe, diskutierten.

http://www.neue-szene.de/magazin/news/der-mut-gelandet



JUST ANOTHER KARAOKE SONG

Sometimes I think about leaving, do a little bummin around
I wanna throw my bills out the window, catch a train to another town
But I go back working, I gotta buy my kids a brand new pair of shoes
Yeah drink a little beer in a tavern
Cry a little bit of these working man blues

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HEUTE ÜBER MORGEN

auch kritische Anmerkungen von Optimal-Boss Christos Davidopoulos in der Süddeutschen … und dieser Newsletter: „am SA 16.04.16 ist R E C O R D   S T O R E  D A Y +++ LIMITIERTES, RARES, VINYL TOTAL & DIE HOCHZEITSKAPELLE  live  um 20:00 Uhr im Optimal Plattenladen,  Kolosseumstr. 6, München

OPTIMAL! ACTION! Mi 20.04.2016 DÜSTERBUSCH CITY LIGHTS  Lesung von/mit Alexander Kühne. Underground Musik Kultur in der ehemaligen DDR. Veranstalter: Heyne Hardcore.  Mo 02.05.2016 ALFRED HILSBERG – EIN LEBEN  FÜR DEN UNDERGROUND Lesung von/mit Christof Meueler



JETZT

passt mal auf, Freunde, ich kann hier nicht so viel reinschreiben, wie ich möchte, ich kann nur versichern, ich gebe mein Bestes —  so finde ich jetzt nicht die Adresse der Bar, in der ich die ganze Zeit John Lee Hooker höreen durfvte konnte und wollte …. natürich jetzt bissechen betrujnken, kannts du dien st3ein auf mich werfenh, viel gl´ck.,,



DON’T TELL US WHAT TO PLAY (IN JAZZ CITY BELGRADE)

Sava Mala ist ein altes Viertel in der Nähe des Hauptbahnhofs, den Berg rauf Richtung Zentrum. Der Reiseführer sagt zurecht, es sei ziemlich kaputt und vergessen etc. Trotz der phantastischen Lage mit Nähe zur Donau. Genau deswegen finden sich jetzt eine Menge Anzeichen für den Beginn der Aufbau- und Aufräumarbeiten, die man Gentrifizierung nennt. +++ Ein paar Häuser links von der Reihe auf dem Foto unten das große Restaurant „Berliner“ (Slogan schon draußen: “bier-musik-essen”; der Wirt war natürlich mal in Berlin). Nur deshalb aufmerksam geworden, weil um 11h nicht irgendein Jazz aus der offenen Tür kam, sondern “Sidewinder” von Lee Morgan, was ich jetzt bei den Lesungen immer als Musikbeispiel benutzt habe, weil Lee Morgan in meinem Roman eine wichtige Nebenrolle hat; meine Reaktion also, hey, was ist das denn?! Auf den großen Unterlagen aus Packpapier am Tisch: “Ich bin ein Berliner”. Eines der Bilder an der Thekenverkleidung: ein Trabbi, der die Berliner Mauer durchbricht. (Adr. Facebook: berliner.pivnica) +++ An der Treppe rauf ins Zentrum der nächste Jazzclub. Früher Sonntagnachmittag: draußen ziemlich voll, viele schicke Leute; drei der vier Kellner haben die Haare oben am Kopf zu einem Zöpfchen gebunden. +++ Überhaupt glaube ich jetzt langsam behaupten zu können: Jazz City Belgrad. Wirklich verblüffend aus wie vielen Lokalen Jazz bzw. Jazzyfied Musik kommt, auch mit House oder Funky Zusätzen. Darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet, und ich habe noch nicht herausgefunden, warum das so ist. +++ Gestern kamen wir nach anstrengender 10-Std-Autofahrt im Zentrum nähe Goetheinstitut wieder in Belgrad an, und parkten genau vor dem Lokal, das wir erhofft, aber bisher nicht gefunden, nicht mal einen Hinweis darauf bekommen hatten. Aus der Tür kam so SoulJazz. Der Vinyl-DJ gleich am Fenster. Innen eine Wand Regale mit Platten zum Verkauf, und das Ganze zugleich eine Bar, die zum Glück nicht so studentisch ist. Hat jemand mal was Besseres erfunden? Großes Schild an der Wand: “We don´t tell you what to drink… So don´t tell us what to Play!“ Extrem sympathisch alles … Adr: LEILA Records and Books, Kralja Petra 41. www.leila.rs +++ Paar Straßen weiter ein Graffiti: „Call 1-800-Train“ mit Brustbild von John Coltrane. +++ Während im Supermarkt Maxi – anderes Viertel, zwanzig Fußminuten weiter – anscheinend immer Reggae und Ska läuft. Was auch, plus okayer aktueller Disco, aus dem Laden von gegenüber dröhnt. In dessen Biergarten eine Milosevic-Büste steht. Und heute abend auf dem Gehsteig zwei Plastikelephanten, so groß, dass ich im ersten Moment erschrocken bin. Was ich jetzt weder interpretieren könnte noch wagen würde… verdammt, diese magnetische Wirkung kommt mir jetzt bekannt vor!

Mehr Fotos dazu u.a.: http://textbaufranzdobler.tumblr.com/

belgradestreetphotography: Sava Mala  |©Carlos González Moreno Sava Mala (vgl. auch die Eintragung vom 31.3.) ist ein altes Viertel in der Nähe des Hauptbahnhofs, den Berg rauf Richtung Zentrum. Der Reiseführer sagt, es sei ziemlich kaputt und vergessen etc. Trotz der phantastischen Lage mit Nähe zur Donau. Genau deswegen finden sich jetzt eine Menge Anzeichen für den Beginn der Aufbau- und Aufräumarbeiten, die man Gentrifizierung nennt. +++ Ein paar Häuser links von der Reihe auf diesem Foto das große Restaurant &quot;Berliner&quot; (Slogan schon draußen: &ldquo;bier-musik-essen&rdquo;; der Wirt war natürlich mal in Berlin). Nur deshalb aufmerksam geworden, weil um 11h nicht irgendein Jazz aus der offenen Tür kam, sondern &ldquo;Sidewinder&rdquo; von Lee Morgan, was ich jetzt bei den Lesungen immer als Musikbeispiel benutzt habe, weil Lee Morgan in meinem Roman eine wichtige Nebenrolle hat; meine Reaktion also, hey, was ist das denn?! Auf den großen Unterlagen aus Packpapier am Tisch: &ldquo;Ich bin ein Berliner&rdquo;. Eines der Bilder an der Thekenverkleidung: ein Trabbi, der die Berliner Mauer durchbricht. (Adr. Facebook: berliner.pivnica) +++ An der Treppe rauf ins Zentrum der nächste Jazzclub. Früher Sonntagnachmittag: draußen ziemlich voll, viele schicke Leute; drei der vier Kellner haben die Haare oben am Kopf zu einem Zöpfchen gebunden. +++ Überhaupt glaube ich jetzt langsam behaupten zu können: Jazz City Belgrad. Wirklich verblüffend aus wie vielen Lokalen Jazz bzw. Jazzyfied Musik kommt, auch mit House oder Funky Zusätzen. Darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet, und ich habe noch nicht herausgefunden, warum das so ist. +++ Gestern kamen wir nach anstrengender 10-Std-Autofahrt im Zentrum nähe Goetheinstitut wieder in Belgrad an, und parkten genau vor dem Lokal, das wir erhofft, aber bisher nicht gefunden, nicht mal einen Hinweis darauf bekommen hatten. Aus der Tür kam so SoulJazz. Der Vinyl-DJ gleich am Fenster. Innen eine Wand Regale mit Platten zum Verkauf, und das Ganze zugleich eine Bar. Hat jemand mal was Besseres erfunden? Großes Schild an der Wand: &ldquo;We don´t tell you what to drink&hellip; So don´t tell us what to Play!&quot; Extrem sympathisch alles &hellip; Adr: LEILA Records and Books, Kralja Petra 41. www.leila.rs +++ Paar Straßen weiter Graffiti: Call 1-800-Train mit Brustbild von John Coltrane. +++ over and out.  

Foto: belgradestreetphotography.tumblr.com



WÄHREND IN BERLIN

das hier Thema ist, wie die jW meldet: „Saufen aktuell Nummer zwei – Das einzig nüchtern lesbare Magazin für Politik und schöne Künste gibt tatsächlich die zweite Runde aus. »Trinker sorgen als letzte konservative Elite des Abendlandes für die Erhaltung des Freiraumes um den Aschenbecher und wissen, was beschleunigte Theorieaneignung ist: Warten. Wer zu früh kommt, den bestrafen die Frauen!« Das demonstrieren live, über und unterm Mikrophon heute abend um 20 Uhr in der Baiz Berlin, Schönhauser 26 A: Paul Gröbel, Peter Wawerzinek, Robert Mießner, Bernadette Lemaitre, Holger Schlotter, René Beder und Matthias Hering.“



WAS MIR DANN DOCH UNENDLICH

auf den Sack geht, sind Autor_/:Innen, die jeden auch noch so kleinen Gedanken unendlich auswalzen – elegant, das schon, hallo?, bestenfalls jedenfalls – , nur um am Ende mit ihrem wahnsinnigen Eifer und 600-1000 Seiten angeben zu können. 1000 sind dann auch noch besser als 600. Gibt es was Kleinkarierteres? Das Eifrige ist der Kunstkiller. Ich habe mal 30 Seiten von  David Edgar Wallace gelesen und mich schon fast zu Tode gelangweilt, und dann dachte ich, wenn ich jetzt noch ca. 1000 lesen muss, laufe ich Gefahr, in echt abzukratzen. Ich liebe das Risiko, aber manchmal ist es mir einfach zu hoch. Jetzt werfen Sie Ihre Steine, Messieudams. Wenn Sie nicht treffen, gnade Ihnen Gott. Wenn´s ihn nicht gibt, hamse Pech gehabt.



VIEL MEHR SO GUTES

wie Fräulein Brecheisen mit ihrem neuem Song/Video Bad Disco hat diese Welt doch nicht zu bieten. Moment, wir bekommen soeben eine Meldung rein, einer geht noch, soviel Platz muss sein…

(Fräulein Brecheisen mit Frau links)

https://www.youtube.com/watch?v=rR9pnIJdrQA

… MSN.com meldet: „Die AfD steht für preußische Tugenden. Nun werden pikante Details einer Schweriner AfD-Stadtvertreterin bekannt: Petra Federau soll in Abu Dhabi für einen Begleitservice Schönheiten vermittelt haben. Hart arbeitenden Männern hübsche deutsche Frauen zur Entspannung zuzugesellen ist in Mecklenburg-Vorpommern wohl nicht ehrenrühriger als anderswo. Delikat wird die Sache, wenn eine künftige Kandidatin der Alternative für Deutschland (AfD) für die Landtagswahl am 4. September noch vor Jahren diesen Dienst am Mann im eigenen Land wie im arabischen Raum betrieb.

Diesen Umstand legt ein detailreicher Artikel der „Schweriner Volkszeitung“ („SVZ“) nahe. Unter dem Titel „Sauberfrau im Zwielicht“ schreibt das Blatt, dass die Schweriner AfD-Stadtverordnete Petra Federau für den einst in Abu Dhabi ansässigen, gehobenen Begleit-Service Escort4You – German Beautys als Vermittlerin tätig gewesen sei und bisweilen die Damen selbst zu ihren Auslandseinsätzen begleitet habe. Nach Angaben der Zeitung lehnte die Politikerin die Beantwortung schriftlich gestellter Fragen dazu ab, gegen „sorgfältig recherchierte Zeitungsartikel“, so ihr Anwalt, sei jedoch nichts einzuwenden.“

Soviel zu Anwälten und Sauberfrauen. Oder preußischen Tugenden? Wenn wir´s nur endlich mal auseinander halten könnten!



GUIDO SIEBERs NEUE ABENTEUER

und unsere gemeinsame Dauerausstellung seit 2010



HOFFNUNG

Großes Interview von Gisela Sonnenburg mit der Schauspielerin Carmen-Maja Antoni über Theater, Film, politisches Denken, Brecht etc. anlässlich ihrer Premiere heute mit Der Selbstmörder am Berliner Ensemble.

Antoni: Heiner Müller war ein kluger Mann, der seine Zeit geprägt hat (…) Mein Lebensspruch ist ein Zitat von ihm: „Hoffnung ist nur ein Mangel an Information.“

https://www.jungewelt.de/2016/02-13/063.php?sstr=antoni