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ANGRIFF AUF TRIKONT

Die junge Welt hat soeben, 13.10. 16h30, mit dem Titel „Angriff auf Trikont“ gemeldet:

„Die Rechten sind im Kommen. Das Klima der Gesellschaft verändert sich. Die Rechten reden nicht nur darüber, die schlagen auch zu. Am Freitag mittag las Karlheinz Weißmann, einer ihrer »Vordenker«, auf der Frankfurter Buchmesse am Stand der Jungen Freiheit vor versammelten Anzugträgern Haarsträubendes aus seinem Buch »Kulturbruch ’68. Die linke Revolte und ihre Folgen«: Gemeint waren natürlich Chaos und Zerfall. Der 68er Achim Bergmann, Geschäftsführer des linken Plattenlabels Trikont, war auch unter den Zuhörern und wagte es, diesen Unsinn zu kritisieren. Einer der jungen Anzugsträger ging zu ihm hin, holte aus und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Keiner der Anwesenden half dem 74jährigen. Nur Bergmanns Begleitung, Eva Mair-Holmes von Trikont, wollte die Situation mit dem Handy dokumentieren. Der Aggressor riss es ihr aus der Hand und schleuderte es über den Gang. Erst als sie um Hilfe rief, kamen Leute von den umliegenden Ständen und stoppten den Angreifer. Er versuchte zu flüchten und wurde schließlich von der Polizei gestellt.“

Siehe auch hier: https://www.facebook.com/trikont/?fref=ts



UND NOCH EINE MUSIKINSTITUTION

die ihr 50jähriges feiern kann : GURU GURU : Manni Neumeier und Freunde arbeiten am 34. Album, das von Dr. Greiner produziert wird. Check it out, wie Tony Allen sagt.

 1970



MONK

zum 100. Geburtstag von Christian Bröcking: http://taz.de/100-Geburtstag-von-Thelonious-Monk/!5450809/

Und die Ergänzung, warum er auf dem Cover von Underground mit einer MP umgehängt am Klavier sitzt:

GERMAN NAZI MEDICINE



NILS KOPPRUCH (19)

ist am 10.10.2012 gestorben. Aus diesem Anlass findet am 10.10.2017 in Leipzig in der Moritzbastei ab 20h ein Nils-Koppruch-Abend statt: „Loch in der Welt“. Seine Songs spielen Ralph Schüller & Band, Der Elegante Rest, Las Mañanitas, Reitler  und Karl die Große.

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Foto: c Kerstin Schomburg



SAUEREI HEIMAT

„Die Art und Weise wie Sie nach Afghanistan abschieben lassen aus Bayern ist eine Sauerei.“ (Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion Süddeutsche Zeitung, ins Gesicht des CSU-Heimatministers Söder)

http://www.ardmediathek.de/tv/Anne-Will/Wie-Sie-nach-Afghanistan-abschieben-las/Das-Erste/Video?bcastId=328454&documentId=46464998



VON DEN WILDESTEN DISCOTIEREN

Fräulein Brecheisen endlich das neue Album Supergrattler auf ingutehaen.de und hier ein Shot:



SERPICO

Ein Text des ehemaligen New Yorker Drogenfahnders Frank Serpico (nach dessen Geschichte Sidney Lumet seinen berühmten Film gemacht hat) über Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten: “ (…) Im August erhielt ich einen Anruf von Sergeant Edwin Raymond aus New York. Raymond gehört zu den »NYPD 12«, die im vergangenen Jahr ihren Dienstherrn verklagt haben. Der Grund war, dass die Beamten praktisch den Befehl erhalten hatten, ihren Amtseid zu verletzen, indem sie einem Quotensystem folgend ihre polizeilichen Maßnahmen vor allem gegen Minderheiten und Menschen nichtweißer Hautfarbe richten sollten (…)“

https://www.jungewelt.de/artikel/319317.doppelmoral-per-gesetz.html

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VIRGINIE DESPENTES

im taz-Interview mit Tania Martini: http://www.taz.de/Autorin-Despentes-ueber-neuen-Roman/!5450413/



AUS DEN WORTFELDERN

auch mal eine für manche eher traurige Wortmeldung, anlässlich dieses speziellen Feiertags für Übersetzer, der vor einigen Tagen begangen wurde. Da war doch in einigen regelrecht als Essays getarnten Grußbotschaften zu lesen, dass Übersetzer Autoren sind. Als jemand, der einige Bücher übersetzt und einen Stapel geschrieben hat, muss ich leider klarstellen: Der Übersetzer ist kein Autor. Egal, ob er tausend Fehler oder aus einem Haufen Mist was Gutes gemacht hat. Nevertheless I did not want to make you angstly!



WER WENN NICHT

Benno Käsmayrs Maro Verlag hätte auch noch einen viel bzw. jeden größeren Preis verdient. Der Verlag hatte zweifellos großen Anteil daran, die Bahn meines Lebens erheblich zu verändern. Ob zum Guten oder Schlechten weiß ich immer noch nicht…

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Wir zitieren die Verlagsseite: „Aus der Pressemitteilung: „Den Preis für einen bayerischen Kleinverlag erhält in diesem Jahr der Maro Verlag aus Augsburg“, dies gab Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle heute in München bekannt. „Seit fast 50 Jahren sorgt der Maro Verlag für literarische Überraschungen. Er hat die freiheitsliebenden und wortmächtigen Autoren der Beat-Generation aus den USA in den deutschsprachigen Raum gebracht und zeigt bis heute besonderen Spürsinn für bemerkenswerte Autorinnen und Autoren“, gratulierte der Minister.

Der Kleinverlagspreis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird 2017 zum neunten Mal vom Bayerischen Kunstministerium auf Vorschlag einer Jury vergeben. „Mit dem Bayerischen Kleinverlagspreis zeichnen wir bayerische Unternehmen aus, die die Verlagslandschaft im Freistaat mit innovativen Ideen, herausragenden Programmen und Lust am Entdecken von Autorinnen und Autoren beleben“, so Minister Spaenle.

Der Maro Verlag wurde 1969 von Benno Käsmayr und Franz Bermeitinger gegründet. Ab Frühjahr 1970 erschienen die ersten Buchveröffentlichungen. Der Durchbruch kam mit den Büchern von Charles Bukowski (Gedichte und Kurzprosa, kongenial übersetzt von Carl Weissner), der Anfang der 1970er-Jahre Schwierigkeiten hatte, in Deutschland einen Verlag zu finden. Weitere Titel von in Deutschland unveröffentlichten amerikanischen Autoren der Beat-Generation, den sogenannten Beatniks, wie William S. Burroughs, Jack Kerouac, Paul Bowles oder John Fante verschafften dem Maro Verlag sein bis heute gültiges Renommee. Maro machte das deutsche Publikum auch mit den Texten herausragender Autorinnen aus den USA wie Jane Kerouac, Anne Waldmann oder Juliet Escoria bekannt. Als besonders gewagtes und zu seiner Zeit zukunftsweisendes Projekt galt die Subskriptionsausgabe des Romans Mulligan Stew von Gilbert Sorrentino 1997. 100 nummerierte und signierte Exemplare, verkauft binnen drei Wochen, finanzierten die Publikation.

Der Maro Verlag entdeckte zahlreiche deutsche Autorinnen und Autoren wie Jörg Fauser, Günter Ohnemus, Uli Becker, Michael Schulte, Andreas Mand und Susanne Neuffer. Im Maro Verlag erschienen auch die ersten 15 Ausgaben der legendären in Original-Flachdruck-Graphik hergestellten „Tollen Hefte“, 1991-2012 von Armin Abmeier, nach dessen Tod von Rotraut Susanne Berner herausgegeben. Die Illustratorin und Autorin prägte die besondere Ästhetik des Maro Verlags. Bereits 1983 erhielt sie für die Gestaltung der Bucheinbände den Celestino-Piatti-Preis für Buchgrafik. Weitere Schwerpunkte des Maro Verlags sind Typographie-Bücher, Fachbücher zum Thema Textildesign und Textiltechnik sowie Fachbücher aus den Bereichen Sozialpolitik und Sozialpädagogik. 2002 erhielt der Verlag den Kurt-Wolff-Preis zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

Die Jury würdigt mit ihrem Vorschlag, dem Minister Spaenle gern folgt, die Unbeirrbarkeit des Verlags: „Seit beinahe einem halben Jahrhundert leistet der Maro Verlag Pionierarbeit als innovativer Kleinverlag und ist dabei seinem Grundanliegen, qualitativ hochwertige Belletristik zu verlegen, ohne Kompromisse an den Zeitgeist treu geblieben. Das gilt auch für seine hohen gestalterischen Maßstäbe. Bei seinem Publikum hat sich der Verlag immer wieder auf überraschende Weise in Erinnerung gebracht. Der Maro Verlag ist in Bewegung geblieben und will bewegen.“ Ein besonderer Schwerpunkt sei die Pflege der deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die ihrem Verlag treu geblieben sind. Nach wie vor sei dem Verlag das Aufspüren von Talenten ein wichtiges Anliegen.

 

Die Preisverleihung ist für den 27. November 2017 im Münchner Literaturhaus als Auftakt zum Markt der unabhängigen Verlage im Rahmen des Literaturfests München geplant.“