MACHEN EPISODE 2 LANDSBERG 28+29.4.
Von Franz Dobler | 2. März 2023 | Kategorie: Musik | Kommentare deaktiviert für MACHEN EPISODE 2 LANDSBERG 28+29.4.

Unter dem Titel „Content versus Film“ schreibt Regisseur Dominik Graf gegen die Apparatschiks der Kunst, die sich ja nicht nur im Filmgeschäft ausbreiten und immer größere Flächen plattmachen. Zusammenfassen lässt sich die Kunstkatastrophe mit diesem Satz: „Französische Schnulzen über Lavendel anbauende Jüngling:Innen werden inzwischen der Filmkunst zugerechnet.“
https://www.artechock.de/film/text/artikel/2023/02_16_contentvsfilm.html
für alle (ernsthaften) Autor*innen (außer für diejenigen, die arbeitsscheu sind und sowieso unser vollstes Verständnis haben): der geschätzte Kollege Roland Spranger wollte ChatGPT mit einem neuen Buch beauftragen und bekam diesen Bescheid:

(Man könnte natürlich eine Diskussion über „gesetzliche Bestimmungen“ anfangen (falls man nicht in einer Killerzone wie Iran oder Russland festhängt), aber ich werd´s sicher nicht tun).
im Raum München, wenn das so weitergeht!: „Neu bei uns
: München – Aubing, 2.5 Zimmer, 46,00m², Miete: 875,00 EUR“ und das im Dachgeschoss. Eine Mahnwache zum Schutz Deutscher Vermieter wird schon organisiert!
„Auf unserer Kundgebung ist jeder willkommen, der ehrlichen Herzens für Frieden und für Verhandlungen demonstrieren möchte.“ (Sarah Wagenknecht)
Markus LiskeDie gedruckte Bild-Zeitung ist wohl bald Geschichte, aber der Boulevard bleibt
Gerhard HenschelGewalt und Pornographie – die Schlagzeilen der Bild-Zeitung
Doris AkrapGegner fetter Schlagzeilen machen es sich oft zu einfach
fing mit 16 an, als uns ein junger Referendar mit Brecht-Texten kam und damit 1976 etwas Licht in die bayerische Kleinstadtschule brachte. Man musste nicht wissen, dass Jim Morrison oder viel stärker noch David Bowie Brecht/Weill-Fans waren, um Brecht-Songs/Gedichte/Stücke als irgendwie Rock´n´Roll-verwandt sehen zu können und die Polit-Lektion anzunehmen. Ich war Zeuge, als es zu Brechts 100. Geburtstag in seiner Geburtsstadt 1998 zu einer Art Zeitenwende kam: als Ministerpräsident Edmund Stoiber die Festrede im Festsaal hielt, ein CSU-Führer, der immer wieder nicht nur durch lächerliche, sondern auch rassistische Äußerungen aufgefallen war. Die Frage heute ist nicht, ob Brecht seitdem im Grab rotiert, sondern ob die Christ-Sozialen immer noch auf dieser miesen Linie rumlaufen: das tun sie, und das lässt sich an vielen Beispielen belegen. Besonders in der Problemzone Flucht&Migration werfen sie immer wieder mit Äußerungen um sich, als würden sie auf eine Koalition mit der faschistoiden AFD hinarbeiten. Und dann nebenbei den Antifaschisten Brecht umarmen, der 12 Jahre auf der Flucht vor den Nazis war? Gegen derartige Vereinnahmungen, die oft als schlauer Kultur-Tourismus daherkommen, muss man das Brecht-Werk also verteidigen.

<„Im Hauptquartier in Gütersloh sitzen ganz normale Versager“, kommentiert die SZ heute den von den Bertelsmackern herbeigeführten Zeitschriftenexitus in Hamburg. Wäre ja nice, wenn sie so auch mal über die Manager anderer Branchen schriebe.> (René Martens, mdr/Altpapier)
Schönes Fundstück auf f-book, dessen Wahrheitsgehalt von unserer Literaturredaktion nicht überprüft wurde: „Unter anderem im Irak gibt es einen alten Brauch, dass Buchhandlungen ihre Bücher unbeaufsichtigt auf dem Bürgersteig liegen lassen und nachts nicht wegräumen. In Bagdad erstreckte sich ein solcher Buchmarkt über eine ganze Straße, die als Herz und Seele der Alphabetisierung und intellektuellen Gemeinschaft Bagdads bezeichnet wird. Die Iraker sagen: „Der Leser stiehlt nicht, und der Dieb liest nicht.“ – Dass auch diese Volksweisheit nicht stimmt, muss nicht überprüft werden.