WAS IM TAPFEREN WIR-SCHAFFEN-DAS-DEUTSCHLAND GESCHAFFT WIRD
Von Franz Dobler | 22. August 2020 | Kategorie: Allgemein | Kommentare deaktiviert für WAS IM TAPFEREN WIR-SCHAFFEN-DAS-DEUTSCHLAND GESCHAFFT WIRD







ist die Tageszeitung junge Welt für solche, die ihnen nicht passende Berichterstattung stoppen wollen, und das natürlich nicht nur, weil dort, wie heute, manchmal ein neues, in der Regel friedvolles Gedicht von mir gedruckt wird. Ein Bericht zur aktuellen Kampfsituation von Denis Gabriel:
Auszug: „… Vor allem mit juristischen Angriffen reagieren nicht selten Personen, Unternehmen, Parteien und Institutionen, wenn ihnen die jW-Berichterstattung missfällt. Irrtümlich halten viele die junge Welt für einen leichten Gegner, weil sie davon ausgehen, dass diese Zeitung weder organisatorisch noch materiell in der Lage ist, sich effektiv zu wehren. Ein Irrtum, wie diese Woche die Firma Dennree GmbH, ein Großhändler für Biolebensmittel, erleben durfte. Ein Bericht in der jungen Welt über Schwierigkeiten bei der Betriebsratsarbeit wurde vom Biokonzern mit schärfstem juristischen Geschütz angegriffen …“
https://www.jungewelt.de/artikel/384846.prozesse-angriffe-gegen-die-junge-welt.html

Endlich auch mal eine poetische Reflexion zum Film von Nina Grosse nach meinem Roman:
<Iris Berben wird 70 und spielt im ZDF-Film „Nicht tot werden“ [:] Geburtstag kann Iris Berben Geben Sie einen Film, in dem eine Heldin der Schauspielerin, gespielt von sich selbst und vom Change geschlagen, seufzt: „Warum tue ich mir das an?“ Und gleich darauf gibt die Frau selbst die Antwort: „Ich bin ein Amoklaufschwein.“„Nicht getötet werden“ ist eine Krimikomödie, die nur wegen des Vergnügens, mit den Augen zu winken, in Bewegung stolpert und dann immer noch Spaß macht.>
(Die Quelle, den angeblichen Edinger Boten, sollte genauer angesehen, wenn Suchkommando verkauft Pferdemist auf Oma Schutzmaskito nur 199.- capito):
https://www.edinger-bote.de/iris-berben-wird-70-und-spielt-im-zdf-film-nicht-tot-werden/
Wenn man in einem Dschungel sitzt und nur ein Netz hat, das kaum eine Feldmaus tragen könnte, muss man mit Worten sparsam umgehen bzw. – und das wäre schon mal eine Bukowski-Lektion – noch vorsichtiger als sonst. Ich war 17 und hatte immerhin eine Buchhandlung in Reichweite, die das Taschenbuch Aufzeichnungen eines Außenseiters im Angebot hatte. Am Anfang also ein falscher Titel, denn das Original heißt ja Notes of a dirty old man, genauer gesagt eine Marketing-Lektion, but anyway, das wusste ich natürlich nicht, und von da an gings aufwärts. Jetzt, vielleicht animiert vom Rauschen der Autobahnen und Landstraßen um mich herum, fällt mir ein, dass mich eine Zeitung einlud, einen Nachruf zu schreiben, ich weiß nicht mehr, welche, aber ich könnte es jetzt in meinem Buch Sprung aus den Wolken nachlesen, wenn ich so blöd wäre, mit einem Buch von mir in den Dschungel zu gehen.
Michael Schweßinger hat eine sehr schöne Buk-Reflexion geschrieben: „Es gibt also für mich eine zweifache Lesart bei der Lektüre von Bukowski. Eine frühe und eine, die sich mir erst nach und nach durch die Erfahrungen des eigenen Lebens offenbart. Outsider zu sein, gegen den Strom schwimmen, ist irgendwann nicht mehr ein glänzendes Pin-up-Poster wie in der Jugend, sondern wird eher zur dusty beaten road, aber da erst lernst du die kleinen poetischen Zärtlichkeiten am Rande schätzen.“
https://www.jungewelt.de/artikel/384332.literatur-die-kleinen-z%C3%A4rtlichkeiten-am-rande.html




„When John Coltrane and the quartet arrived at Van Gelder´s Studio that afternoon in 1963, they knew they had to record and run. They had a gig that evening in Manhattan, the last night of a two-week residency at the Birdland jazz club. Depending on traffic, the drive could require forty minutes to an hour to get there. Everyone was busy that week – especially Van Gelder. That Monday, he recorded Tyner for Impulse in trio format (…) Late on Wednesday, after Coltrane, he engineered a Blue Note date with Hank Mobley that created music to be released on his albums No Room For Squares and The Turnaround. On Thursday he oversaw Coltrane and the quartet joined for the first and only time by a singer. And on Friday, Van Gelder recorded a Prestige Records Date … “ (Ravi Coltrane) * Und am Ende heißt es The Lost Album. * Oder wie The Mekons später sagten: „Never want to work, always want to play, pleasure pleasure every day.“
elvin jones jimmy garrison mccoy tyner
„Zwei Staatsanwälte der Staatsschutz-Abteilung, die in der andauernden extrem rechten Anschlagsserie von Berlin-Neukölln ermitteln, sind wegen des Verdachts auf Befangenheit versetzt worden. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen in der über 70 Anschläge umfassenden und seit 2016 andauernden Anschlagsserie und rollt diese noch einmal komplett neu auf. „
https://taz.de/Rechte-Gewalt-in-Berlin-Neukoelln/!5700358/
Endlich auch mal eine so begeisterte wie realistisch-zupackende Einschätzung zum Film von Nina Grosse (ab jetzt bis ca. 2066 in der ZDF-Mediathek) von Oliver Junge in der FAZ:
„… das Ganze nach einer derb-poetischen, bereits vor Filmanspielungen berstenden Romanvorlage („Ein Schlag ins Gesicht“) von Franz Dobler, der so etwas ist wie der bewaffnete (Krimi-)Arm der bayerischen Subkultur. Behutsam umgearbeitet hat die Vorlage die mit Dobler und Berben befreundete Regisseurin Nina Grosse höchstselbst.“
https://www.faz.net/2.1755/der-zdf-film-nicht-tot-zu-kriegen-mit-iris-berben-16897024.html
Einen nicht zupackenden, sondern voll zuschlagenden Verriss hat der von mir auch jetzt noch voll geschätzte Bertold Seliger geschrieben, was mich übrigens an einen mindestens ebenso harten Verriss für meinen ersten Roman erinnert, bei dem mir mein erster Verleger, der legendäre Lutz Schulenburg von Edition Nautilus, folgenden Hinweis mit auf den Weg gab, dass nämlich ein gut geschriebener Verriss viel besser und wichtiger sei als eine lahme, Presseinfos abschreibende und also tatsächlich respektlose und nur scheinbar gute Kritik, was ich hier etwas leichthin erwähnen kann, weil ich in diesem Verriss keinen (ich sag mal) Schlag ins Gesicht kriege. Jetzt aber, ganz unter uns Marketing-Profis, let´s go mit diesem Auszug:
„Am ehesten wirkt im Film noch glaubwürdig, wie sich die beiden auf ihre je eigene Art gescheiterten Hauptfiguren näherkommen: der Exbulle Fallner (eindrucksvoll: Murathan Muslu, auch wenn ich mir Fallner immer ganz anders vorstelle), jetzt Mitarbeiter in der Securityfirma seines Bruders, und die alternde, trinkende Diva (Iris Berben, logisch), die mal »ein goldenes Mädchen« war. »We were stardust, we were golden« – sie fügt »Joni Mitchell« hinzu, als sie die Zeilen abwandelt, denn wer kennt heute noch Joni Mitchell.“
https://www.jungewelt.de/artikel/383851.fernsehen-es-ist-eben-alles-etwas-kleiner-hierzulande.html?sstr=iris%7Cberben
Endlich eine Besprechung zu Nina Grosses Verfilmung meines Romans (TV-Live-Premiere ZDF heute 20h15), die sich auf den noch nicht so wahnsinnig bekannten Hauptdarsteller Murathan Muslu konzentriert:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1140224.mit-dem-boesen-blick.html
M.Muslu
(c zdf / alexander fischerkoesen ) :: im Büro mit dem Mann (Helgi Schmid), dessen Dossiers zu lesen er nicht die Geduld hat.