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ARTISTS AGAINST ANTISEMITISM

Auf 17-Grad-Radio eine Stunde über die Kampagne Artists Against Antisemitism, Hintergründe-Verbindungen-Entwicklung, mit einem Blick auf unsere Gruppe in Augsburg, vertreten durch den Kollegen Gerald Fiebig, und mit passenden Musikeinspielungen von Egotronic, Björn Peng & Strizi Streuner, DVMP, Danny Dziuks Küche, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen und Elvis de Sade.

https://www.17grad.net/pages/293-tripplea-artists-against-antisemitism/

„17grad gehört zur Redaktion 3 im Freien Sender Kombinat, Hamburg.

Wir senden … [dankenswerterweise eine Menge against Antisemitism, A.d.V.]

  • jeden ersten Sonntag im Monat von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr bei Radio Corax in Halle auf DAB+
  • jeden zweiten Dienstag im Monat von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr beim Freies Radio Neumünster auf 100,8 Mhz
  • jeden dritten Montag im Monat von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr bei Radio Dreyeckland in Freiburg auf 102,3 Mhz
  • jeden dritten Dienstag im Monat von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr bei der Radiofabrik in Salzburg auf 107,5 MHz und 97,3 MHz
  • jeden dritten Mittwoch im Monat von 12:00 Uhr – 13:00 Uhr bei Radio Pi in Berlin im Süden Berlins auf UKW 88,4 MHz und in der Region Potsdam-Babelsberg auf UKW 90,7 MHz
  • jeden dritten Donnerstag im Monat von 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr bei Radio Lotte in Weimar auf UKW 106,6 MHz (Kabel: Apolda und Weimar auf 107.90 MHz)
  • jeden vierten Samstag im Monat von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr bei Radio Unerhört in Marburg auf UKW 90,1 Mhz und über Kabel auf 100,15 Mhz
  • jeden vierten Sonntag im Monat von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr beim Freien Sender Kombinat in Hamburg auf UKW 93,0 Mhz

Livestreaming (ogg) Jeden vierten Sonntag im Monat – von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter http://www.fsk-hh.org. Benötigte Software: Windows: Winamp, Mac: VLC Media Player abspielen.

Einzelne Sendungen sind im Netz unter http://freie-radios.net zu finden.

Unsere Sendungen gibt es auch als podcast unter http://radio-17grad.podspot.de/rss und der Itunes-Link lautet: http://itunes.apple.com/de/podcast/17grad/id369254091.
Außerdem gibt es uns auch auf Facebook.



EIN NEUER AfD-WITZ

geht so: Wer spricht bei einer AfD-Demo gegen eine Dragqueen, die aus Kinderbüchern vorliest? Ein wegen Vergewaltigung vorbestrafter Mitarbeiter vom AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Jurca.

(Ebenso sachlich, aber ausführlich am 8.8.): https://www.br.de/nachrichten/bayern/dragqueen-liest-kinderbuecher-vor-afd-naher-protest-in-augsburg,VRPu9Ts



VIEL LOS IM OSTEN

Der Verein, den ich mitfinanziere, geht aus Gründen mit vielen Veranstaltungen in die Sagt-man-nicht-mehr-Ostzone und man kann nur hoffen, dass es was nützt…

Pressemitteilung des PENberlin vom 7. August 2026: „36 mal in Sachsen-Anhalt, Meck-Pomm & Berlin: Ist das noch|schon mein Land?

Am Montag, den 10. August, geht die Veranstaltungsreihe »Ist das noch|schon mein Land? – Gespräche über Heimat« der Autorenvereinigung PEN Berlin in die zweite Runde: in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, von Dessau bis Demmin, von Halberstadt bis Hellersdorf. 36 Veranstaltungen, 41 Tage, 112 Teilnehmer:innen. Den Abschluss der Reihe, die Anfang des Jahres in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz begann, bildet ein Poetry Slam in der Mokka-Milch-Eisbar in Berlin-Mitte.
Zu den Podiumsgästen gehören u.a. die Schriftsteller:innen Alhierd Bacharevič, Katerina Poladjan, Anne Rabe, Judith Schalansky, Helga Schubert und Ece Temelkuran, die Publizist:innen Jana Hensel, Jan Fleischhauer, Ronen Steinke und Ralf Schuler, der Schauspieler Charly Hübner, die Musiker Monchi und Sookee, die Soziologen Aladin El-Mafaalani und Steffen Mau, der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der Präsident des 1. FC Union Berlin, Dirk Zingler, der Präsidenten Bund der Steuerzahler, Reiner Holznagel, die Neuköllner Integrationsbeauftragte Güner Balci und der Vonovia-CEO Luka Mucic.

Und immer und überall gestaltet das Publikum den Abend maßgeblich mit.

Zu Gast sind wir in Theatern, Kulturzentren und Literaturhäusern, aber auch in anderen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt relevanten Einrichtungen: in der Jüdischen Gemeinde Halle, im Grundtvighaus Sassnitz, im Stendaler Dom, bei der Freiwilligen Feuerwehr Pasewalk oder bei Union Berlin.

»Wir laden sehr unterschiedliche Menschen dazu ein, über Heimat zu reden, persönlich und politisch«, sagte Deniz Yücel, Sprecher von PEN Berlin. »Das lässt sich nicht trennen, das persönliche Heimatempfinden hat auch etwas damit zu tun, ob man sich im öffentlichen Raum sicher fühlt, Angst hat, keinen bezahlbaren Wohnraum zu finden oder sich um die wirtschaftliche Zukunft sorgt.«

Diese Fragen stellen sich in großen Städten teils anders als in kleinen Orten, in Ostdeutschland mit anderen Nuancen als in Westdeutschland. Aber sie stellen sich überall und bewegen die Menschen dieses Landes.

Einen Überblick über alle Termine, Orte und Mitwirkenden in Sachsen-Anhalt finden Sie hier, in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie da und in Berlin dort. Wir bedanken uns bei der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, dem Deutschen Bundestag, dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesprogramm »Demokratie leben!« und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Vonovia SE, der Berthold Leibinger Stiftung, der Wüstenrot Stiftung sowie der Agentur Scholz & Friends für ihre Unterstützung. Ganz besonders danken wir allen mitwirkenden Einrichtungen.

Also, Sachsen-Anhalt, also MV, also Berlin: Reden wir über Heimat.“

>>> penberlin.de

(Stärker denn je halte ich mich übrigens an meine langjährige Erkenntnis: Heimat ist da, wo man sich aufhängt)



UNSCHLAGBAR

Dem berühmten Schlagerkomponist Ralph Siegel gehts nach schwerer Erkrankung besser und er berichtete (laut Spiegel.de, 1.8.) der Presse: »Ich habe aus dem Koma ein fantastisches Lied mitgebracht. Es ist in meinem Kopf, und ich weiß schon jetzt: Es ist unschlagbar« und er „wolle den Song beim nächsten Eurovision Song Contest (ESC) einreichen und habe genau so ein Gefühl wie damals mit »Ein bisschen Frieden«.“

Das finde ich noch nicht so bemerkenswert, sondern erst in Kombination mit Siegels Schilderung über sein künstliches Koma: „»Das war das Schrecklichste, was ich jemals erlebt habe … Ich kann mich nicht an Details erinnern, aber ich hatte Angst.« Das Koma sei »wie ein immerwährender Albtraum« gewesen: »Es war ein Gefühl, als ob ich gefangen und gefoltert wurde.«“



ZUM BESTEN AUS BAYERN

gehört zweifellos das Magazin MUH. Großformat 100 Seiten. Ausgabe Nr.61 „Sommer“ ist erschienen. Mit wie immer nützlichen, abenteuerlichen, politischen, historischen, irrsinnigen Beiträgen. Und mit meinem Nachruf auf den Freund, Abenteurer und Autor, den im März verstorbenen Ludwig Lugmeier. Der genau heute seinen 77. Geburtstag in Berlin gefeiert hätte.

Man kanns nur in echt lesen – bestellen und Infos und Covers hier:

https://www.muh.bayern/



WAS IST EIGENTLICH PEINLICH?

fragen wir uns fast schon lebenslänglich und manchmal ist die Antwort verflucht einfach. „Es ist wirklich peinlich, die Hamas als islamistisch abzustempeln“, hat ein gewisser Limes Schäfer, Bundessprecher der Linksjugend [solid], herausgefunden.

Während ich es wirklich peinlich finde, dass das Rumstempeln derart krasser Lügen nicht strafbar ist. Hundert Sozialstunden sollten in diesem Fall drin sein. Wahrscheinlich wäre es peinlich, dass es nicht mehr sind.



INDIEPOP & POPJOURNALISMUS TODAY

Song XX „wird mit ziemlicher Sicherheit ein Wiesn-Hit werden. Ist das nicht eh die höchste Auszeichnung für eine Münchner Band: „Wiesn-Hit“?“ (Michael Zirnstein in der Süddeutschen über Sportfreunde Stiller). [Wird schon so sein].

Der Konkurrenzkampf ist aber brutal: „KI-Song über Wal Timmy wird zum Hit – schafft er es zur Wiesn?“ (BR24 13.6.)



DIE KULTURWIRTSCHAFT WALDEN

in 86695 Blankenburg präsentiert seit einigen Jahren ein Kulturprogramm, das zum Allerbesten in der bayrischen Metropolregion Augsburg-München gehört. Und jetzt vom 26.-28.6. das Festival HOI, das nur noch unglaublich ist.

Im Style der Wirtschaft „genre – und generationenübergreifend“ mit „über 20 musikalischen Acts“ (präsentiert von BR-Zündfunk, Programm unten) und dafür gibt es „die Gaststube, den Biergarten mit Bühne und Tanzboden, eine Festivalwiese mit großer Bühne (samt dem dazugehörigen Wäldchen)“. „Park- und Zeltplatz sind kostenlos. Es gibt einen Shuttle Service vom Bahnhof Nordendorf. Fußweg vom Bahnhof 20-30 Minuten.“

Dabei sind u.a. die Krautrocklegende (der seit Faust konstant großartig unverwüstliche) Hans-Joachim Irmler, Stefanie Schrank, vom Trikont-Label Maxi Pongratz und Su Yono, der Frauenchor Witches of Westend, Joasihno, Angela Aux, G.Rag Y Los Hermanos Patchekos, Rabenbad, Rosa Anschütz&Kevin Kuhn (Die Nerven), Dr. Drexler Project.

Tickets und mehr Info: https://waldenkulturwirtschaft.de/hoi/

Freitag

Samstagneu

Sonntagneu 2



AN ALLEM SCHULD SIND DIE

Sozialdemokraten! Das glaube ich langsam wirklich. Jetzt wieder ein krasses Beispiel. Und dann platzen sie wieder vor Wut, wenn sie den alten Spruch „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ zu hören bekommen, und behaupten, es wäre ein Nazispruch, obwohl sie wissen, dass das nicht stimmt, sondern dass der Spruch 1919 von links kam und erst später von Nazis benutzt wurde. Und wen verraten sie – (ach ja, es gibt Ausnahmen, man muss es natürlich erwähnen, sonst käme niemand auf die Idee, dass es Ausnahmen gibt) – jetzt wieder? Alle, die gegen Antisemitismus antreten.

„Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, hat“ am 2.6. „ein neues Video und einen begleitenden Text zur Lage im Nahen Osten veröffentlicht. Darin macht er keinen Hehl daraus, wen er zum Hauptverantwortlichen für nahezu sämtliche Probleme, Konflikte und Krisen der Region erklärt: den jüdischen Staat. Hamas? Keine Erwähnung. Hisbollah? Keine Erwähnung. Iran? Keine Erwähnung.“

Der ganze Kommentar mit Belegen: 

https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/an-allem-sind-oder-herr-ahmetovic/



DEUTSCHLAND WURDE VERNICHTET

was anscheinend noch nicht alle mitbekommen haben, wahrscheinlich wegen Tikstock und so, und deshalb habe ich in einem Artikel fürs neue deutschland (12.5.) mal bisschen drüber nachgedacht:

IRGENDWAS MIT SPRACHE

Wer sich entschlossen hat, in der Irgendwas-mit-Sprache-Branche irgendwas zu machen, interessiert sich in der Regel, so´n bisschen wenigstens, für die Frage, welches ist das richtige Wort?

Wenn sich jemand einen Dr.-Titel erarbeitet hat und sogar in Geschichtswissenschaft und sogar Gymnasiallehrer ist und nur deshalb zur Zeit davon freigestellt, weil er sogar im Brandenburger Landtag sitzt, habe ich sofort vollstes Vertrauen, dass er so gut wie garantiert immer das richtige Wort benutzt. Von gewissen Grauzonen, in denen manche Wörter dummerweise hängen und alle vor das Problem stellen, wo man sie einsetzen soll, mal abgesehn, das ist klar.

Ein gewisser Dr. Dominik Kaufner hat alle genannten Lebensleistungen erreicht und, soweit bekannt, sogar legal. Zu diesem auch in Deutschland nicht ganz unbekannten Jahrestag hat er vor wenigen Tagen dann dies veröffentlicht, Plakatstyle, große Buchstaben auf einem Foto (Flüchtlingstreck, Frauen und Kinder):

„KEIN TAG ZUM FEIERN 8. MAI 1945 TAG DER VERNICHTUNG“ und dazu sein Name mit AfD-Logo und Brandenburg-Adler.

Vernichtung also. Aber wer oder was wurde vernichtet? Die Nazis, das gilt als gesichert, nichtmal unmittelbar danach. Deutschland? Ebenfalls und offensichtlich bis heute nicht, bzw. um es ganz präzise zu formulieren: noch nicht. Oder ist es eine rein persönliche Aussage von Historiker Dr. Kaufner? Wurde seine Familie vernichtet, bevor er 1983 geboren wurde?

Findet man was dazu in seiner Dr.-Arbeit? Erschienen 2019 bei C.H.Beck und immer noch lieferbar: „Kloster, Stadt und Umland – Wirtschaftliche, memoriale und personelle Verflechtungen der Benediktinerabtei St. Emmeram in Regensburg“.

Und weiter geht die Suche nach dem richtigen Wort: Von der CSU kommend wurde Dr. Kaufner nach eigenen Angaben 2013 AfD-Mitglied und 2018 stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes der AfD Havelland. Daher die Frage, hat man ihn beim renommierten Verlag C.H.Beck aufgenommen, obwohl oder weil er ein AfD-Politiker ist? Keine Ahnung, Spekulation!

Aber auch ein weder-noch ist natürlich nicht ausgeschlossen. Weil der Dr. Kaufner einfach eine sensationell bahnbrechende Historikerdoktorarbeit abgeliefert haben könnte, deren Nichtveröffentlichung geradezu ein Verbrechen gewesen wäre: das zur Vernichtung von Regensburg geführt hätte.