MAN DARF DOCH NICHTS MEHR
Von Franz Dobler | 2. September 2026 | Kategorie: Lifestyle | Kommentare deaktiviert für MAN DARF DOCH NICHTS MEHRsagen in diesem Land und worauf kann man denn dann noch stolz sein!
sagen in diesem Land und worauf kann man denn dann noch stolz sein!
mit dem Fortschritt, sieht er so aus: „11 Uhr vormittags am Bavariapark auf der Theresienhöhe. Wie aus dem Nichts taucht er auf, bewegt sich auf eine Gruppe Kinder zu und streckt ihnen die Carbonfaust zum Gruß entgegen: Ein ungefähr 1,20 Meter grosser Roboter in Trachtenhemd und Lederhose, auf dem Kopf einen Jägerhut.“
Der kleine Musterbayer, gekauft und betreut von einem natürlich engagierten Privatmann, „bekleidet mit einem grauen Kapuzenpullover“ möchte er jedoch anonym bleiben, kommt naturgemäß nicht bei allen, aber doch vielen gut an: “ „Süss“ ist das meist gebrauchte Wort, das vor allem jüngeren Frauen beim Anblick des Roboters über die Lippen kommt.“
Ein bisschen Vorsicht ist dennoch angebracht. Nicht weil er „aus dem Nichts“ auftauchen kann oder weil seine hübsche Trachten-„Hose (…) über das Internet in Pakistan“ kam, sondern: „Ersatzteile liefert der Hersteller des Humanoiden bisher noch nicht.“
jetzt anziehen?!? Das offizielle IOC-T-Shirt OLYMPIC GAMES GERMANY BERLIN 1936 ist ausverkauft! Hilft nur noch ein weiterer Besuch bei meinem Tattoo-Händler.
immer wieder, meint das Schlagerlied, aber das ist keins: „Die jüngste Veröffentlichung von Millionen Seiten aus den Akten des US-Justizministeriums zum Fall Jeffrey Epstein hat in sozialen Netzwerken eine Welle antisemitischer Verschwörungserzählungen ausgelöst.“
https://www.juedische-allgemeine.de/politik/epstein-dokumente-befeuern-antisemitische-verschwoerungsmythen-in-sozialen-medien/
Hat scheinbar nichts damit zu tun, aber es gibt eine Verbindung: „Viel Aufsehen gab es kürzlich, als Matt Damon im Podcast von Joe Rogan erzählt hat, dass Netflix die Vorgabe aufstellt, bei Filmen möglichst zu Beginn große Actionszenen zu platzieren (damit die Leute nicht gleich wieder wegzappen) und den Plot möglichst oft und einfach verständlich im Dialog zu erklären (weil die Leute beim Filmschauen lieber auf dem Handy daddeln, als den Film zu sehen). Werden Filme also immer dümmer? Philipp Bovermann hat sich für die SZ mal in der Branche umgehört. Deutsche Produzenten berichten ihm tatsächlich von einem Treffen mit „Frontalunterricht“, bei dem ihnen von Netflix die besten Strategien vorgebetet wurden: Bei einer Serie „müsse sofort klar sein, um welches Genre es sich handelt, welche Tonalität, wer die Figuren sind, was sie wollen. Die Erzählung solle ‚auf der Spur bleiben‘. ‚Wow-Effekte‘ bieten. ‚Spice‘. Keine Genre-Mixes. Keine ‚ungewöhnlichen‘ Erzählstrukturen. Alles solle möglichst deutlich und zugleich einfach aussehen, sagt ein Produzent, weshalb ihnen bis in die Farben von Haaren und Pullovern reingeredet worden sei – in einem Maß, das sie so noch nie erlebt hätten. … Seit ein, zwei Jahren, heißt es aus der Branche, gebe es vereinzelt sogar die Vorgabe, ‚blockartig‘ zu erzählen, in je für sich abgeschlossenen Handlungssequenzen. An Filmhochschulen wird so das Schreiben von Kinderstoffen gelehrt.“< (Perlentaucher.de, 7.2.) Die Verbindung: Totalverblödung, Ignoranz, Bösartigkeit usw.
Was diese Leute hassen: Neuster bester Film von einem der Besten, „Verbrannte Erde“ von Thomas Arslan. Hab ich gesehn in der Sonderschule für visuelle Erzählstrukturen, Werkstattkino München, und jetzt hier:
https://www.arte.tv/de/videos/110256-000-A/verbrannte-erde/
leider nur musikalisch morgen in der Wirtschaft Kappeneck mit DJ Matthias Hacker vom Bayerischen Rundfunk. Die Sounds von Zydeco & Cajun & Nawlins´SoulJazzFunk begleiten ab mittags den „Soul Food Sunday“ von Wirt und Chefkoch Sandro DiNobili. Um die Uhrzeit war ich noch nie als Plattenleger tätig, bin aber jetzt alt genug für so ´nen Sondereinsatz. Der übrigens klargemacht wurde bevor jetzt das Cajun&Zydeco prägende Akkordeon als Instrument des Jahres in die Nachrichten kam. Wobei ich übrigens erleben möchte, dass das Waschbrett etc.
Angestochen von Louisiana-Music (und informiert von den Romanen von James Lee Burke) waren wir 1994 dort. In den Jahren war die Musik ein bisschen trendy in South of Germany, bei Trikont sind neun Compilations mit Cajun/Zydeco (-History) erschienen – (die man mit vier New Orleans Old School Rhythm&Blues/Funk-Compilations bei SoulJazz Rec. ergänzen kann) -, aufgestellt von Christoph Wagner und Jonathan Fischer, der auch Konzerte u.a. mit John Delafose und Rosie Ledet veranstaltete, und 1995 gaben Peter Bommas und ich den Reader Down In Louisiana heraus, mit Beiträgen von Christiane Lembert, Thomas Meinecke, Thomas Palzer u.a. über Musik, Voodoo, Essen und sonstige kulturellen Eigenarten.
Nicht ausgeschlossen, dass es jetzt ein Comeback gibt, nachdem das Akkordeon in Germany als Instrument des Jahres aufgestellt wurde, weshalb nd-Redakteur Christof Meueler seinen Artikel dazu mit der Aufforderung beendete, „hört Attwenger, Cajun und Zydeco.“ Was er natürlich auch im Sinn von Rock´n´Roll meinte oder, wie man dort sagt, hot music, wenn nicht sogar hot hot.
Der Romancier James Lee Burke hat alles beschrieben, was es über Louisiana/Cajun-Country zu wissen gibt, absolut alles und ausnahmslos mit die beste Literatur, die ich kenne. Allein im Pendragon Verlag gibt es 24 Romane mit Detective Dave Robicheaux in der Hauptrolle. Wer von Kriminalromanen ´ne nette Sache zum locker Weglesen beim Fernsehn mit lecker-lustiger Blutwurst erwartet, sollte sich davon fernhalten. Und der fast 90-jährige JLBurke bleibt dran, auch wenn er in Interviews auf seine immer auch bodenständige Art den Präsidenten angreift. Der alte Burke ist deshalb eine starke Stimme gegen die Rechten, weil er nicht nur hochgebildet ist, sondern echten Kuhdreck an den Stiefeln hat und man keine zehn Seminare besucht haben muss, um seine Romane zu verstehen.
Ohne Hintergedanken und eher zufällig hab ich grad seinen Roman Flamingo wiedergelesen, der im Original 1990, deutsch 93 erschien. Eine Stelle, die uns damals von der Reise nicht abgeschreckt hat: „Im Augenblick haben viele Leute ihre Liebe zur Cajun-Kultur entdeckt, aber sie wissen nur wenig von deren dunkler Seite: organisierte Hunde- und Hahnenkämpfe, die beiläufige sexuelle Ausbeutung schwarzer Frauen, die ignorante Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt, die unter anderem dazu geführt hat, daß große Teile der Sumpfgebiete trockengelegt und durch Industrie schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Und nur wenige Leute, die nicht von hier sind, verstehen die extremen Gefühle der Cajuns, wenn es um Treue und das Besitzdenken gegenüber anderen Menschen geht (…) Manche mögen das als die einfache Bigotterie von Rednecks abtun, aber meiner Meinung nach sind die Hintergründe wesentlich vielschichtiger …“
https://www.pendragon.de/james-lee-burke
https://www.discogs.com/de/release/6707966-Various-Kings-Of-Zydeco-Black-Creole-Music-From-The-Deep-South-Swamp-Music-VolIII
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196859.bessere-musik-bitte-das-akkordeon-neu-entdecken.html
Abonnent*innen unseres Blocks wünschen wir ein besseres gutes neues Jahr und das auf allen privaten, politischen, beruflichen, medizinischen und sonstigen Ebenen.
Eine Meldung, die mit den spektakulären dieser Tage nicht mithalten und vielleicht sogar als unterhaltsam verstanden werden kann, erinnert mich an meine graue Vergangenheit, als in der Kirche die Frauen links und die Männer rechts saßen, wobei niemand rausgeschmissen wurde, der auf der falschen (bzw. ggf. eben doch richtigen, wer konnte das wissen, wenn es nicht offensichtlich war!) Seite saß (oder stand, wenn es die Messe anordnete), zum Beispiel eine Frau im Mannbereich, weil ihr Mann sie nicht unkontrolliert in das Frauenfeld lassen wollte, aber das waren immer nur Einzelfälle, weit unterhalb einer, allerdings nicht definierten, Toleranzgrenze:
„Trifft KI bessere Entscheidungen als der Mensch?“ Dann soll die sich aber bloß nichts drauf einbilden!
„Spezialisierte Decision Intelligence-Systeme rechnen mit harten Daten“, ach nee, ich rechne schon lange mit allem!
Und die Quelle? Liegt bei Deimudda.
mit den radikalen Antisemiten von BDS, die mit Boykott-Desinvestitionen-Sanktionen Israel bekämpfen, was nichts anderes als die Fortsetzung von „Deutsche, kauft nicht bei Juden!“ ist:
„Die Verherrlichung islamistischer Terrororganisationen wie Hamas, Hisbollah und Palestinian Islamic Jihad als antikoloniale Widerstandskämpfer, die seit dem 7. Oktober in einigen linken Kreisen Konjunktur hat, kann man ohne die Vorarbeit von BDS nicht erklären. Die Kampagne ebnete den Weg für autoritäre Weltbilder, in denen der jüdische Staat zum Inbegriff des Bösen wird, zum Endgegner, den es zu bekämpfen gelte.“ (Nicholas Potter)
https://taz.de/-BDS-Bewegung-wird-20/!6095994/
Mit dieser Ergänzung nicht von Irgendwem, sondern von Antilopengangs Kolja Podkowik (dessen Resümee wenig Hoffnung verbreitet: „Die internationale Musikszene ist ein antisemitisches shithole.“):
„… Antisemitismus ist eine hippe Jugendbewegung. Der ganz normale Mainstream-Pop hat längst geschafft, wovon der Rechtsrock (und die, die vor ihm warnten) nur träumen konnte (…) Massive Attack, Portishead, Macklemore, Elvis Costello, Public Enemy, Bikini Kill, Thurston Moore, Rage Against the Machine, Patti Smith, Green Day – sie alle und noch viele mehr unterstützen die BDS-Kampagne oder sind sonstwie Teil der globalen Intifada (…) Doch es gibt Lichtblicke: [Sex Pistols] John Lydon ließ einmal mehr verlauten, dass er selbstverständlich Konzerte in Israel spiele, teilte gegen antisemitische Studenten aus und nannte die Hamas »just Jew exterminators«. Auch Nick Cave, die Rolling Stones und Radiohead trotzten dem öffentlichen Druck und sagten ihre Gigs in Tel Aviv nicht ab. Azealia Banks zog sich jüngst sogar von zwei Festivals zurück, weil sie von den Veranstaltern genötigt worden sei, während ihrer Auftritte »Free Palestine« zu rufen. Leider bestätigen diese Ausnahmen die Regel: Die internationale Musikszene ist ein antisemitisches shithole.“