Produktion

ICH ARBEITE IM MOMENT

an einem Buch mit dem Titel Die schönsten Einzelfälle der Freunde und Helfer – Teil 1: 2011-2020 und bin schon bei Seite 1111 angekommen. Werde sicher kürzen auf etwa 666 Seiten. Vielleicht paar Abbildungen dazu, damit es auch ansprechend aussieht, aber da muss ich mich natürlich zuerst mit meinen SicherheitsberaterInnen absprechen. Die gefühlte Sicherheit geht immer vor.



VERLOGENE WERTLOSE KRETINS

Mal wieder in den Spiegel zu schauen ist vielleicht sogar weniger seltsam als mal wieder in ein Buch zu schauen, das man selber vor zwanzig Jahren veröffentlicht hat. Muss nicht immer gleich ein Schocker sein, aber aus guten Gründen mache ich das selten. Und aus guten Gründen manchmal schon, so wie jetzt, wo ich nach Artikeln suche, die ich seit 1997 über Nils Koppruch oder seine erste Band Fink geschrieben habe. Weil ich demnächst mindestens einen Abend in Erinnerung an meinen im Oktober 2012 so früh verstorbenen Freund machen werde.

Ich blättere also in meinem Buch Auf des toten Mannes Kiste rum, eine Sammlung der Kolumnen über Countrymusik, die ich für die junge Welt geschrieben habe, und der am 19. August 1998 veröffentlichte Text mit dem Titel „Sonne Süden Hausmusik“, endet so:

„Aus aktuellen Anlass zuletzt ein Zitat von William S. Burroughs, der vor einem Jahr gestorben ist: <Wo bleibt die Kavallerie, das Raumschiff, das Rettungsteam? Wir sind alleingelassen auf diesem Planeten, und den regieren verlogene Drecksäcke mit bescheidenen Geistesgaben. Ohne Verstand und ohne einen Hauch von guten Absichten. Verlogene, wertlose Kretins.>“ (Notierte er eine Woche vor seinem Tod in seinem Tagebuch).

Klingt so isoliert natürlich auch (wie geschehen z.B. mit missbrauchten oder auch verfälschten Sophie-Scholl-Zitaten), als könnten das die Arschgeigen von der Corona-Demo-Front benutzen. Wer solche Zitate fälscht oder sie gegen die Absicht der Urheberinnen in Umlauf bringt, sollte genauso in den Knast wandern, wie die miesen Typen, die mit Verweis auf ihre christliche Gesinnung Menschen in Not verrecken lassen, oder wie jemand, der ne Oma krankenhausreif schlägt, um an die zwanzig Euro in ihrer Handtasche zu kommen.



ICH SCHÄME MICH DAFÜR

dass ich meinen Beitrag für BR-Kultur am 31.8. so zurückhaltend formuliert habe, anstatt z.B. vielleicht über eine Verbindung zum Delikt „Verbrechen gegen die Menschheit“ nachzudenken. Das betrifft besonders die blau markierte Stelle …

5 Jahre „Wir schaffen das“ – Ach, was!

Wir schaffen das“ ist die weltweit berühmteste und, was Deutschland betrifft, vielleicht folgenreichste Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer 15-jährigen Amtszeit. Ich vermute, dieser Spruch wird eines Tages in den Sockel ihres Denkmals gemeißelt. Was allerdings nichts mit dem Wahrheitsgehalt zu tun hat.

Die stärkste Reaktion auf diese humanitäre Geste, in dieser Notsituation mehr Geflüchtete aufzunehmen, kam damals von der AfD und anderen Rechtsradikalen und lautete: „Merkel muss weg!“ Weil: Deutschland in Gefahr! Und diese Ansicht wurde von vielen geteilt, die sich zur bürgerlichen Mitte zählen.

Der damalige bayerische Ministerpräsident Seehofer agitierte besonders dafür, in Not geratene Menschen von seiner Heimat fernzuhalten, deren NS-Geschichte er offensichtlich vergessen hatte. Er trommelte schon am 9. Oktober 2015 für wirksame „Notwehrmaßnahmen“ (*). Und schon einen Monat später konnte der christlich-soziale Anführer Vollzug melden in Sachen Begrenzung der Flüchtlingszahlen: „Wir haben jetzt die schärfsten Regeln, die es jemals in unserem Lande gab – mit Zustimmung der SPD!“, sagte er stolz. (**)

Besser kann man nicht ausdrücken, was die Deutschen in diesen fünf Jahren auf diesem Gebiet geschafft haben: nämlich nichts – außer schmutzige Deals mit Libyen oder der Türkei, um die Mauern gegen Asylsuchende zu verstärken.

Hier die Belege dafür: Als im Februar 2020 die Situation im türkisch-griechischen Grenzgebiet explosiv wurde, ertönte in Deutschland vielstimmig der Schlachtruf: Nie wieder 2015! Als wären die Deutschen vor fünf Jahren von einer nationalen Katastrophe heimgesucht worden, unter deren Folgen sie bis heute schwer leiden müssten. Eine Ansicht, die ich so einstufen würde wie den Aluhut als Schutz gegen Corona und gegen tödliche Strahlen vom Mars.

Und es kam dann, zweitens, am 4. März zu dieser Abstimmung im Deutschen Bundestag: eingebracht wurde der Antrag, aus dem griechischen Krisengebiet wenigstens 5000 besonders Schutzbedürftige, also Kinder und Schwangere et cetera, in Deutschland aufzunehmen.

Das Ergebnis lautete: Vollständige Ablehnung bei AfD und FDP. Bei den sogenannten christlichen Parteien waren 3 Stimmen für eine Aufnahme von 5000 besonders Schutzbedürftigen, und bei den Sozialdemokraten votierten genau 2 Abgeordnete für eine Aufnahme. Meine Meinung dazu möchte ich jetzt nicht äußern, weil schutzbedürftige deutsche Jugendliche zuhören könnten. Den Antrag gestellt hatten übrigens die Grünen, die ebenso wie die Linke geschlossen für eine Aufnahme der ärmsten der armen Schweine – pardon: Menschen – waren, aber ich möchte hinzufügen: sie haben keinen Grund, sich darauf allzu viel einzubilden.

Für mich ist dieses Verhalten des Deutschen Bundestags eine humanitäre Bankrotterklärung: eines der reichsten Länder der Welt ist davon überfordert, 5000 Leute aufzunehmen – obwohl sich genügend Städte und Gemeinden bereit erklärten, dieses Problem auf ihre Schultern zu nehmen. Das könnte eine große Abrechnung am Tag des Jüngsten Gerichts geben.

Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Heinrich Bedford-Strohm, klang nicht sehr glücklich, als er vor wenigen Tagen im Bayerischen Rundfunk forderte, „dass die Kriminalisierung der zivilen Seenotretter aufhören muss“ – verbunden mit seiner „Erwartung an die Bundesregierung, dass sie sich auch dafür einsetzt, dass, wenn Menschen gerettet worden sind, es nicht wieder ein wochenlanges Geschacher gibt.“

Ich habe noch nie eine christliche Partei gewählt – aber als die Bundeskanzlerin damals „wir schaffen das“ sagte, hatte ich großen Respekt. Wie vor allen Menschen mit Herz und Courage. Schade, dass ihre Einschätzung falsch war.

Ich ende dennoch mit einem ebenso optimistischen Spruch von Herbert Achternbusch – für alle, die sich weiter dafür einsetzen, etwas zu schaffen: „Du hast keine Chance, aber nutze sie!“

Quellen: (*) Süddeutsche Zeitung, 9.10.2015, (**) Spiegel.de 6.11.2015



WAS SIE GESCHAFFT HABEN

Mein Kommentar zum 5-jährigen Jubiläum von Bundeskanzlerin Merkels Behauptung „Wir schaffen das“ für die Bayern2-KulturWelt. Kommt am Anfang und endet mit:

Ich habe noch nie eine christliche Partei gewählt – aber als die Bundeskanzlerin damals „wir schaffen das“ sagte, hatte ich großen Respekt. Wie vor allen Menschen mit Herz und Courage. Schade, dass ihre Einschätzung falsch war. Ich ende dennoch mit einem ebenso optimistischen Spruch von Herbert Achternbusch – für alle, die sich weiter dafür einsetzen, etwas zu schaffen: „Du hast keine Chance, aber nutze sie!“

https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/sendung-2815416.html



NICHT TOT ZU KRIEGEN (9) / EIN SCHLAG INS GESICHT (30)

Endlich auch mal eine poetische Reflexion zum Film von Nina Grosse nach meinem Roman:

<Iris Berben wird 70 und spielt im ZDF-Film „Nicht tot werden“ [:] Geburtstag kann Iris Berben Geben Sie einen Film, in dem eine Heldin der Schauspielerin, gespielt von sich selbst und vom Change geschlagen, seufzt: „Warum tue ich mir das an?“ Und gleich darauf gibt die Frau selbst die Antwort: „Ich bin ein Amoklaufschwein.“„Nicht getötet werden“ ist eine Krimikomödie, die nur wegen des Vergnügens, mit den Augen zu winken, in Bewegung stolpert und dann immer noch Spaß macht.>

(Die Quelle, den angeblichen Edinger Boten, sollte genauer angesehen, wenn Suchkommando verkauft Pferdemist auf Oma Schutzmaskito nur 199.- capito):

https://www.edinger-bote.de/iris-berben-wird-70-und-spielt-im-zdf-film-nicht-tot-werden/



NICHT TOT ZU KRIEGEN (8) / EIN SCHLAG INS GESICHT (29)

Endlich auch mal eine so begeisterte wie realistisch-zupackende Einschätzung zum Film von Nina Grosse (ab jetzt bis ca. 2066 in der ZDF-Mediathek) von Oliver Junge in der FAZ:

„… das Ganze nach einer derb-poetischen, bereits vor Filmanspielungen berstenden Romanvorlage („Ein Schlag ins Gesicht“) von Franz Dobler, der so etwas ist wie der bewaffnete (Krimi-)Arm der bayerischen Subkultur. Behutsam umgearbeitet hat die Vorlage die mit Dobler und Berben befreundete Regisseurin Nina Grosse höchstselbst.“

https://www.faz.net/2.1755/der-zdf-film-nicht-tot-zu-kriegen-mit-iris-berben-16897024.html

Einen nicht zupackenden, sondern voll zuschlagenden Verriss hat der von mir auch jetzt noch voll geschätzte Bertold Seliger geschrieben, was mich übrigens an einen mindestens ebenso harten Verriss für meinen ersten Roman erinnert, bei dem mir mein erster Verleger, der legendäre Lutz Schulenburg von Edition Nautilus, folgenden Hinweis mit auf den Weg gab, dass nämlich ein gut geschriebener Verriss viel besser und wichtiger sei als eine lahme, Presseinfos abschreibende und also tatsächlich respektlose und nur scheinbar gute Kritik, was ich hier etwas leichthin erwähnen kann, weil ich in diesem Verriss keinen (ich sag mal) Schlag ins Gesicht kriege. Jetzt aber, ganz unter uns Marketing-Profis, let´s go mit diesem Auszug:

„Am ehesten wirkt im Film noch glaubwürdig, wie sich die beiden auf ihre je eigene Art gescheiterten Hauptfiguren näherkommen: der Exbulle Fallner (eindrucksvoll: Murathan Muslu, auch wenn ich mir Fallner immer ganz anders vorstelle), jetzt Mitarbeiter in der Securityfirma seines Bruders, und die alternde, trinkende Diva (Iris Berben, logisch), die mal »ein goldenes Mädchen« war. »We were stardust, we were golden« – sie fügt »Joni Mitchell« hinzu, als sie die Zeilen abwandelt, denn wer kennt heute noch Joni Mitchell.“

https://www.jungewelt.de/artikel/383851.fernsehen-es-ist-eben-alles-etwas-kleiner-hierzulande.html?sstr=iris%7Cberben



NICHT TOT ZU KRIEGEN (7) / EIN SCHLAG INS GESICHT (28)

Endlich eine Besprechung zu Nina Grosses Verfilmung meines Romans (TV-Live-Premiere ZDF heute 20h15), die sich auf den noch nicht so wahnsinnig bekannten Hauptdarsteller Murathan Muslu konzentriert:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1140224.mit-dem-boesen-blick.html

Nicht tot zu kriegen - TV.de M.Muslu

(c zdf / alexander fischerkoesen ) :: im Büro mit dem Mann (Helgi Schmid), dessen Dossiers zu lesen er nicht die Geduld hat.



NICHT TOT ZU KRIEGEN (6) / EIN SCHLAG INS GESICHT (27)

Der ORF schneller als das ZDF, wo Nina Grosses Thriller erst am 10. Premiere hat, nachdem ihn sogar schon meine seligen Großeltern in der Mediathek gesehen haben. Verdienter Erfolg für die starke Austro-Crew im Film: Murathan Muslu, Marianne Mendt, Jaques Breuer, Johannes Zeiler, Philipp Hochmair.

<Immer wieder flackert ein Hauch von Supergirl, eine Ahnung von Hippie-Vergangenheit auf: „We are stardust, we are golden“, singt Joni Mitchell. Als Fallner seine Klientin auffordert, den Lockvogel zu spielen, tanzt sie zu Blondie durchs Wohnzimmer: „Ich liebe Debbie Harry. Wenn es eine Frau gibt, die mir Mut gemacht hat, dann sie.“ Es macht den Reiz dieses Filmes aus, dass man nicht weiß, wo die Realität aufhört und die Fiktion anfängt. „Ich bin eine Rampensau“, sagt sie. Fallner beginnt, sich für diese wunderbare Frau zu interessieren. Es knistert. Unglaubwürdig oder peinlich wirkt das trotz des Altersunterschieds nicht. Denn Berben wie Muslu spielen großartig. Beide zeigen, wie man eine Figur ohne zu outrieren mit Tiefgang und Feingefühl ausstatten kann.> (Die Presse, Isabella Wallnöfer)

https://www.diepresse.com/5848632/dieses-supergirl-ist-nicht-totzukriegen

Klett-Cotta :: Ein Schlag ins Gesicht - Franz Dobler

366 S., gebunden bei Klett-Cotta-Tropen, TB bei Heyne Hardcore * Achtung: Die Frau auf dem Foto ist nicht Iris Berben!



NICHT TOT ZU KRIEGEN (5) / EIN SCHLAG INS GESICHT (26)

Ein ausführliches und viel enthüllendes Interview von Regisseurin Nina Grosse zu ihrem Film „Nicht tot zu kriegen“ nach meinem Roman „Ein Schlag ins Gesicht“ (TV-Premiere 10.8. und schon in der Mediathek):

http://www.quotenmeter.de/n/120290/nina-grosse-vielleicht-haette-ich-die-geschichte-auch-ohne-iris-berbens-geburtstag-aus-der-sicht-einer-frau-erzaehlt

AUSZUG (QM) „Es gibt die Anekdote, dass Walt Disney seiner Crew von «Das Dschungelbuch» bat, die Buchvorlage wegzuwerfen, weil sie etwas Eigenes entwickeln sollten. (…) Das exakte Gegenteil wurde mir neulich zugetragen (…) Wo in ihren vier Wänden lag «Ein Schlag ins Gesicht» während des Produktionsprozesses von «Nicht totzukriegen»?
(GROSSE) Ich bin da schon eher bei der Wegwerf-Variante. Und ich meine das gar nicht abwertend dem Roman gegenüber. In dem Fall hatte es einfach damit zu tun, dass die Hauptfigur im Buch Robert Fallner ist. Das ist die Rolle, die im Film von Murathan Muslu gespielt wird. Da der Film aber eine Hommage an Iris sein soll, musste die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt werden. Das war der erste wesentliche Unterschied zwischen Buch und Film. Dann ist da natürlich der Switch von der Pornodarstellerin zur alternden Schauspielerin und dann noch die Sache mit dem Stalker, der sich die alten Filme anschaut – ich habe dem Franz [Dobler] viel zugemutet. [naja; Anm.d.A.]
Er sagte aber wunderbarerweise, dass ich machen könne, was ich wolle, solange die Seele seines Romans erhalten bleibt. Und er hatte sofort begriffen, dass Roman und Film zwei völlig unterschiedliche Medien sind und dass er sich vom Roman verabschieden muss, wenn daraus ein guter Film werden soll. Dann habe ich ihm kürzlich den Film gezeigt und ein wenig gebibbert, wie er ihn denn nun findet. Und er ist super happy damit. Also ist alles gut ausgegangen.“

Nicht tot zu kriegen | Montag, 20.15 im TV | TV TODAY

Bild: MOOVIE dreht für das ZDF die Hommage NICHT TOT ZU KRIEGEN ... c fotos

zdf / alexander fischerkoesen



MY OWN PRIVATE NEWSLETTER No.8-2020

3. August 2020 * Schönen guten Tag,

wie üblich vertreibe ich mir im Sommerloch und sogar in diesem Sommerloch die Zeit damit, Ihnen ein paar Neuigkeiten aus meiner Fabrik mitzuteilen:

Am 10. August um 20h15 hat die Verfilmung meines Romans Ein Schlag ins Gesicht im ZDF Premiere: Nicht tot zu kriegen heißt der Film meiner alten Freundin Nina Grosse, die sich nach ihrer Serie Die Protokollantin tatsächlich noch steigern konnte. In ihrem Drehbuch hat sie einige Sachen, die ich auch im Roman gerne gehabt hätte. Aber komm mal immer rechtzeitig drauf. In diesem Haifischbecken!

Am 10. Oktober (oder zwei Tage später) erscheint mein neuer Gedichtband Ich will doch immer nur kriegen was ich haben will im Verlag Starfruit Publications, mit Fotos von Juliane Liebert (die selber so gut schreibt). Verleger Manfred Rothenberger hatte diese Idee: Als Bonus Tracks sind meine ersten beiden, lange vergriffenen Gedichtbände dabei. Damit man schnell überprüfen kann, ob ich was dazugelernt habe. In dieser gefährlichen Branche!

Auch mein Freund Friedrich Ani veröffentlicht gleich seinen neuen Gedichtband, und deshalb haben wir uns wild entschlossen, eine gemeinsame Neverending-Tour zu starten. Obwohl es eine solche leider nicht gibt, konnten wir – in diesen Tagen! – die Booking-Abteilung von Trikont für die Organisation gewinnen. Bei Interesse an der besinnlichen Show Ani&Dobler: Gedichte! schreiben Sie an Alex J. Friedrich: email hidden; JavaScript is required

Am 11. November um 20h05 im Bayern2Radio hat meine neue Folge für den ARD-Radio-Tatort Premiere: Bankraub und Gerechtigkeit. Regisseur Ulrich Lampen rauft im Moment mit seinen langen Haaren. Die Sounds&Songs kommen wieder von der Musikgruppe Das Hobos – mit denen ich eine Woche vorher unsere neue Single plus Videotrailer veröffentliche: Falsche Hose und b-Seite Es ist laut. Diesmal DasHobos&Dobler digital only auf Bandcamp. In diesen Zeiten!

Im Vertrauen auf die alte Weisheit, dass man sich besser nicht allein auf staatliche KünstlerInnenförderungshilfsprojektplanungsstellen verlassen sollte, habe ich ein Geschäft eröffnet: Im Angebot ist mein Buch Nachmittag eines Reporters (104 S., Paperback, Fotos, Verlag Belleville, 1998). Signiert und mit einem von mir selbst hergestellten Kartoffeldruck ist der Kostenpunkt – gegen den Rat meiner Anwälte! – inklusive Versand nur: 20.- € Übergabemodalitäten nur per Mail.

An meinen Feierabenden bin ich auch weiterhin als Spendensammler für den Augsburger Flüchtlingsrat tätig: Kaufen Sie bitte bei keinem anderen Konzern als spendekunst.org etwas aus dem abenteuerlichen Angebot. Nicht nur im Notfall! Wenn Sie irgendwelche Nazis schon nach Weißgottwo umgevolkt haben.

Zuletzt eine kleine Lektion: Eine Verlegerin lud mich zu einem Beitrag für eine geplante Anthologie ein. Ich fing am selben Tag damit an und arbeitete täglich weiter. Nach einem Monat Anthologie abgesagt. Ich bin ihr dennoch dankbar, denn sie hat mich zu etwas angestoßen. Also vergessen Sie nie diese Weisheit von Jim Thompson: There is only one plot – things are not what they seem.

Alles Gute bis zum Winterloch! Ihr Franz Dobler