DROHUNGEN VON ALLEN SEITEN
Von Franz Dobler | 13. Januar 2021 | Kategorie: Unterhaltung | Kommentare deaktiviert für DROHUNGEN VON ALLEN SEITEN

In meiner Nähe hängt traditionell der Jahresabreißkalender der Stadtsparkasse Dachau. Auf der Rückseite der abgerissenen Blätter sind nicht selten nützliche Informationen oder interessante Meldungen zu lesen. Unter dem Hinweis, dass am 9. Januar die Sonne um 1635 unterging, gab es eine neue Folge in der Rubrik „Wörter unter der Lupe“:
„<Alles in Butter> ist eine Redewendung aus dem Mittelalter. Über die Alpen wurden von Italien nach Deutschland teure Gläser transportiert … Ein Händler hatte da einen Einfall. Er legte die Gläser in Fässer und schüttete heiße Butter darüber“ und so „konnte man die Gläser sicher transportieren … Am Ziel war die erste Frage: Ist noch alles in Butter?“
Ich möchte diesen historischen Schwank ergänzen: Aufgrund der drei Bücher, die ich aus dem Englischen übersetzt habe, kann ich mitteilen, dass das Verb „buttern“, jedenfalls im Amerikanischen, sehr unterschiedliche Tätigkeiten meint. Da gilt es auf den Zusammenhang zu achten. Die Tätigkeit hat nicht zwingend mit dem Nahrungsmittel „Butter“ zu tun, auch wenn man nach Ansicht von Bertoluccis Film Der letzte Tango in Paris anderer Meinung sein könnte.
„Der Deutsche Wetterdienst hat zwar keinen Sonnenschein angekündigt, die Polizei rechnet aber trotzdem nicht mit einem Abflauen des Besucherandrangs.“
(tagesschau.de, 2.1.2020)
Eine volle und hochwertige Breitseite Jahresrückblick liefert das KulturMagazin Culturmag, und dabei taucht etwas mehr auf als in den Listen der Oberfeuilletonbeamten der großen Tageszeitungen, die (was die Genres betrifft, wo ich es so´n bisschen beurteilen kann) im Grunde meistens nur 2-3 Mainstream-Firmen im Blick haben bzw. kulturell systemrelevant finden:
„Pünktlich zu Silvester tischen wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder unseren großen Jahresrückblick auf, den Alf Mayer zusammen mit Sonja Hartl und Thomas Wörtche kuratiert hat: 16 Kapitel mit 87Autorinnen und Autoren aus aller Welt, 22 Texte davon in Englisch, aus den USA, Australien, Südafrika, Großbritannien und Thailand – und dazu sechs große Einzelbeiträge sowie unsere CrimeMag Top Eight.“
http://culturmag.de/highlights/editorial-looking-back-at-2020-unser-mammut-jahresrueckblick/131481?fbclid=IwAR0hTkmJzM0dbbFW1Xa1AWubVPdq6JAtqdrqY4huN_Q2s76H5wDqPX01ZEU
(wahrscheinlich nicht zb im hanser verlag erschienen, aber weiß der henker, der in seiner freizeit auch ein gentleman sein kann, wie man hier sieht, aber nur, wenn man ganz genau hinsieht)
CORONA TÖTET AUCH MÖRDER.
(Oliver Meiler, SZ 19.12.2020)
„Wer mich kennt, weiß ich liebe Ästhetik! In Musikvideos, auf der Bühne im Theater, auf Fotos, in Cafés, meiner eigenen Bude und an mir dran. Und ich liebe Mode. Stil, auch meiner nicht, trifft zwar nicht immer den Konsens aller, aber das ist ja auch einer der Aspekte, die Mode so spannend macht.“ (Facebook, „Bianca Hauda“, 29.11.2020)
(Wir müssen doch noch ein bisschen mehr zitieren: „Steckbrief
Moderatorin bei Arte
Professionelle Sprecherin
Moderatorin & Reportagen bei WDR
Hat als Moderatorin bei 1LIVE gearbeitet
Hat als Moderatorin bei one ARD gearbeitet
Hat als Moderatorin bei Deutschlandfunk Nova gearbeitet
Hat als Moderatorin bei DASDING gearbeitet“).
DIE EINEN FAHRN AUF DER AUTOBAHN ZUR HÖLLE
UND ICH GEH ZU FUSS.
olifr maurmann (die aeronauten/“schwarzer fluss“)
Gepostet von einer Band, von der wir schon immer lieber viel mehr gehabt hätten, Family 5, mit dem Titel „Aus dem Leben eines Songs“:

