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ANTISEMITISMUS IST DER BANKROTT GROSSER TEILE DER LINKEN WELTWEIT

DIE LINKE ist immer noch nicht zu verwechseln mit der Partei gleichen Namens und die linken Publikationen konkret und Jungle World sind weiterhin starke Posten gegen Antisemitismus und die „vollends entfesselte globale Intifada“ und den „vollkommenen Bankrott großer Teile der Linken weltweit“. Dazu die Fakten – und konkret mal wieder auch am Kiosk:

„Das aktuelle konkret-Sonderheft widmet sich Israels aussichtslosem Existenzkampf und der seit dem 7. Oktober vollends entfesselten globalen Intifada. In Interviews, Dokumentationen, Beiträgen und Kommentaren wird nicht nur die weitgehende Isoliertheit des jüdischen Staates, sondern auch der vollkommene Bankrott großer Teile der Linken weltweit deutlich. In dem Heft erscheinen neben Stücken, die in den letzten zweieinhalb Jahren in konkret zu lesen waren, ein umfangreiches Streitgespräch zwischen Richard Schuberth, Robin Forstenhäusler und Markus Ströhlein, sowie ein ausführlicher Beitrag zum Krieg zwischen Israel und Iran.“
Das Heft ist im Zeitschriftenhandel und über den Verlag bestellbar: https://konkret-magazin.shop/

 



AM HEUTIGEN TAG

also mein Geständnis, Bekenntnis könnte auch passen, dass ich zur Zeit lese, von Janet Flanner+Rebecca West+Martha Gellhorn „Im Herzen des Weltfeindes – Der Nürnberger Kriegsverbrecherprozess. Reportagen“ mit Fotos von Lee Miller (Edition Tiamat, 2026), und von Klaus Mann „Der Vulkan“ (Original 1939), und von Les Edgerton „Das grenzgeniale Pseudo-Kidnapping“ (Pulp Master, 2025), und ich werfe jeden Morgen ein paar Knochen, um rauszufinden, mit welchem dieser Hammerbücher ich weitermachen soll, ehe ich dann wahrscheinlich die Anweisung der geworfenen Knochen doch in den Wind schieße, also keine leichte Sache, wie es eben so ist mit Spitzenliteratur, und wie geht´s dann weiter, jedenfalls wird´s gehn, aber falls es morgen den Welttag der Knochenarbeit gibt, werde ich mich nicht dazu äußern.



SPITZENSATZ (109)

„PUNKMUSI VON DAHOAM“ 

(Eine Konzertankündigung, die mir die Frage stellt, Fortschritt oder Untergang? bzw. muss man es als Anzeichen für ein Comeback betrachten?)



DIE NACKTE HAUT

ist der Titel des neuen Kriminalromans von Robert Brack, ein Jazzroman, inspiriert vom echten Leben der Pianistin Jutta Hipp. Während Brack, damals mein Verlagskollege bei Edition Nautilus, mich beim Schreiben von Kriminalromanen beeinflusste. Seit 1988 hat er einen Stapel großartiger Bücher veröffentlicht, auch „Die nackte Haut“ ist wieder große Kunst.

Mein Artikel dazu im Neuen Deutschland geht so los: „Warum kann man sich schon lange Rechtsrock anhören, aber Rechtsjazz gibt’s immer noch nicht? Weil Jazz trotz eines Comebacks, das seit einigen Jahren, auch jenseits von Hochkultur, stattfindet, nicht populär genug ist? Oder weil AfD- und ähnliche Volkskörper sich auch musikalisch an traditionelle Vorgaben halten?“

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198560.die-nackte-haut-die-geister-und-der-jazz-damals-in-st-pauli.html?sstr=robert|brack



DIE WELT IN SCHACH HALTEN MIT DEM GEIST VON WIGLAF DROSTE

10.4.2026 20h Kulturwirtschaft Walden, 86695 Nordendorf

11.4.2026 20h Optimal Plattenladen, München, Kolosseumstr. 6

EIN ABEND IN MEMORIAM WIGLAF DROSTE

mit Christof Meueler

und seiner Droste-Biografie „Die Welt in Schach halten“ (Edition Tiamat)

Als Gast Franz Dobler: liest Texte und Gedichte

Mit Unterhaltungsmusik von Singer-Songwriter Droste

mit Bela B, Danny Dziuk, Spardosen Terzett

WIGLAF DROSTE

(verstorben am 15. Mai 2019 mit 57) war Autor, Sänger, Vorleser und einer der bekanntesten und schärfsten deutschen Satiriker. Gefürchtet und gefeiert als „der Kurt Tucholsky unserer Tage“ (schrieb Willi Winkler in der SZ). Seine 40 Bücher und 20 Tonträger sind auch Dokumente eines wilden Lebens, das Biograf Christof Meueler mit Berichten von Weggefährten wie Vincent Klink, Bela B, Danny Dziuk, Max Goldt, Friedrich Küppersbusch oder seinem langjährigen Verleger Klaus Bittermann so detailliert wie spannend dargestellt hat.

ZUM BUCH die taz: »Minutiös zeichnet Meueler nach, aus welcher Zeit Droste kommt und vor welchem Erfahrungshorizont er spricht. Immer wieder lässt der Biograf Weggefährt*innen zu Wort kommen. Durch diese Technik der Montage entsteht ein Bild des Satirikers, das wohl nicht vollständiger und trotz Meuelers sympathisierenden Zugangs nicht differenzierter sein könnte.«

CHRISTOF MEUELER lebt in Berlin und war 21 Jahre Wiglaf Drostes Redakteur. Seit 2019 leitet er das Feuilleton von neues deutschland. Er veröffentlichte u.a. die Biografie über den legendären Hamburger Musikverleger Alfred Hilsberg „Das Zick-Zack-Prinzip“, „Die Trikont Story“ (mit Franz Dobler) und „Rausch und Terror“ (mit Bommi Baumann).

FRANZ DOBLER Autor von Romanen, Gedichtbänden etc., war ein langjähriger Freund und Verlagskollege von Wiglaf Droste, der eine Johnny-Cash-Biografie von ihm forderte und ihm dafür eine Hauptrolle in seiner Roman-Revue „Schalldämpfer“ gab. Zuletzt erschien „Ein Sohn von zwei Müttern“.

DROSTEBÜCHER zB https://edition-tiamat.de/unsere-autoren/droste-wiglaf



JAN KUHLBRODT ERHÄLT

den Klopstock-Preis für neue Literatur, „der Leipziger Autor erhält die wichtigste Literatur-Auszeichnung des Landes Sachsen-Anhalt für sein literarisches Gesamtwerk.“ Die Jury hat bestens entschieden; kann ich sagen, nachdem ich einige Kuhlbrodt-Werke gelesen habe.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsenanhalt/mdr-jan-kuhlbrodt-erhaelt-klopstock-preis-2026-100.html?

U.a.: https://www.gansverlag.de/produkt/kuhlbrodt-chemnitzer-trilogie/

„Jan Kuhlbrodts Werke seien von einer einer tiefgehenden Erinnerungsarbeit, insbesondere zu den Erfahrungen in der DDR, geprägt, heißt es in der Begründung der Jury. Er setze sich als Lyriker und Prosaautor mit ostdeutschem Hintergrund seit Jahrzehnten intensiv mit gesellschaftlichen Themen auseinander. Sein politisches Engagement zeige sich sowohl in der Auseinandersetzung mit der Geschichte als auch im Einsatz für Inklusion und Teilhabe. Es gelinge dem Autor, existenzielle und gesellschaftliche Fragen literarisch zu reflektieren und neue Perspektiven zu eröffnen.“



SPITZENSATZ (108)

„Ein Buch, das auf Tiktok gehypt wird, muss noch lang nicht gut sein.“

(SZ, 25.3., Christiane Lutz)



DAS BAJSZEL

ist eine Wirtschaft in Berlin, die von Antisemiten, die keine sein wollen, häufig bedroht und nicht nur mit Worten angegriffen wird. Wie auch von solchen, die das sehr wohl sein wollen. Weil dort Veranstaltungen wie diese Buchpräsentation am 26.3. um 19h30 stattfinden:

„Vom Antisemitismus, der keiner sein will“, von und mit Richard Schuberth. Erschienen im Verlag, der von Antisemiten, die keine sein wollen, besonders gehasst wird: Edition Tiamat.

„Ebenso polemisch wie analytisch ergründet Richard Schuberth die Metamorphosen des neuen Antisemitismus – als einen weiteren, zeitgeistig adaptierten Versuch, individuelle Realitätsverluste und gesellschaftliche Widersprüche zu einer wahnhaften Meta-Erzählung zu harmonisieren.“

zB S.34: »Und doch sieht es so aus, als hätte der Antisemitismus – learning by doing – seine Gestalt gewechselt und wäre von den Rechten zu den Gerechten übergelaufen, wo er, ständig das Lachen über den gelungenen Coup unterdrückend, die Palästinaflagge schwenkt.« 

https://edition-tiamat.de/books/vom-antisemitismus-der-keiner-sein-will

Vorarbeiten von Richard Schuberth zu seinem großartigen Buch bei jungleworld, zB:

https://jungle.world/artikel/2025/43/wahn-wirklichkeit-vom-antisemitismus-der-keiner-sein-will

»Richard Schuberth, der sachkundig und sprachmächtig wie kaum ein anderer seit Jahren über Israel und Palästina schreibt und gegen Falschmeldungen aller politischen Bastionen anschreibt …« (Karl-Markus Gauß)

Außerdem der soeben ausgezeichnete Verleger Klaus Bittermann: »(…) der Empfänger des Hauptpreises der Kurt-Wolff-Stiftung (…), den Mara Delius zuvor für den über Jahrzehnte gehaltenen Kurs seiner Edition Tiamat gegen den Mainstream und den vorherrschenden Literaturgeschmack gewürdigt hatte, gab seiner Rede dann allerdings noch einen anderen Dreh, indem er dafür plädierte, Weimer doch seinem Schicksal zu überlassen und sich übergeordneten Themen zuzuwenden (…)

https://www.youtube.com/watch?v=KypJ4GyAM9M



GEGEN AUTORITÄRE LINKE

Ein Essay vom geschätzten Nicholas Potter, dessen Buch „Die neue autoritäre Linke“   am 20. März 2026 bei dtv erscheint:

„(…) Diese Gruppen stehen sinnbildlich für das, was ich als die neue autoritäre Linke bezeichne. Und die Positionierungen dieser an sich sektenhaften K-Gruppen strahlen aus – in Universitäten, in die Kulturszene und in die sozialen Medien. Die Verherrlichung islamistischer Terroranschläge wird in diesem Milieu normalisiert, und zwar weltweit. Es wird zur „Globalisierung der Intifada“ aufgerufen, während von Belgien bis Bondi Beach Anschläge gegen Jüdinnen und Juden verübt werden.“

https://taz.de/Genossen-von-Mullahs-und-Moerdern/!6163550/



LINKS SO KAPUTT

dass man dachte, mehr geht nicht mehr, aber es geht immer noch kaputter: Für die Linkspartei „ist, wenn man den Beschluss ihres niedersächsischen Landesparteitags vom Wochenende und zahlreiche Wortmeldungen auch aus Berlin und anderen Landesverbänden und der Bundesspitze zugrunde legt, klar, wer die Feinde sind. Nicht das Mullah-Regime, das seit fast einem halben Jahrhundert das iranische Volk unterdrückt, foltert und ermordet, besonders die Frauen, das Terrorkriege in die ganze Region exportiert hat und nach der islamischen Atombombe griff. Sondern die USA und das „zionistische Gebilde“, wie die Mullahs ihren Todfeind seit jeher nennen. Das es auch nach dem Willen vieler vor allem junger Linken-Neumitglieder als „Apartheid“- und „Völkermord“-Staat“ zu beseitigen gilt. Da die Parteispitze dem nicht widersprach, kann man die Linke nun getrost die erste offen antisemitische deutsche Partei seit der NSdAP nennen …“

https://www.ruhrbarone.de/nahost-und-der-nahtod-der-linken-2/256530/

Man könnte sich sagen, dass es nicht groß interessiert, was ein niedersächsischer Landesparteitag der Linkspartei für links hält, aber das ginge an der Sache dann doch vorbei…