Produktion

DEN GROSSEN CHUCK BERRY

der heute 90 Jahre abgerissen hat, würdigte ich in „Rock’n’Roll Fever“ mit diesen Zeilen: Richard Berry „war nicht verwandt mit dem Ex-Friseur CHUCK BERRY (Abb. 103), der sie im Sommer 1955 einwarf, die eigentliche Gitarre des Rock´n´Roll, die grundlegenden Riffs, die verdreht-verspielten Poeme mit den eingebauten tausend Namen der US-Landkarte. Es musste irgendwann zum Klischee gegossen sein. Damit trainierten alle, die „Rock And Roll Music“ ablösten. Wie im Fall von LaVern Baker versteht man die Chuck Berry-Geschichte nicht, wenn man glaubt, schwarze und weiße Rock´n´Roller wären unter gleichen Bedingungen angetreten. Anfang der 80-er sah ich in München ein denkwürdiges Konzert. Im Rahmen eines Jazzfestivals. Die Ablehnung der Jazzfans war mit Händen zu greifen. Vielleicht weil er seiner Sängerin zuviel Platz ließ, die nicht so tat, als wäre ihr Lederrock länger als der kleine Finger. Vielleicht weil Chuck Berry mit einer umwerfenden Ihr-könnt-mich-mal-Haltung auftrumpfte. Wahrscheinlich weil sie genug Musikkenntnisse hatten, um eine schwächer gewordene Ex-Größe zu erkennen. Es war ein toller Take-the-money-and-run-Coup. Was das bedeutet, davon hatten sie keine Ahnung.“



EIN SCHLAG INS GESICHT (5)

>In „Ein Bulle im Zug“ und „Ein Schlag ins Gesicht“ hat Dobler eine Sprache entwickelt, die am klassischen US-Hardboiled-Stil geschult ist, aber niemals bloße Imitation bleibt. Sein Sound ist manchmal aggressiv, manchmal zermürbt, aber immer ganz eigen … Dobler schreibt Kriminalromane wie kein Zweiter in Deutschland.< Marcus Müntefering, Spiegel Online

>Die Dialoge sind kleine Meisterwerke … Einen weiteren Preis hat das Finale seines Romans verdient.< Florian Kapfer, Neue Szene Augsburg

>Ein dunkles Buch, so verzweifelt und heiter wie etwa „Alles wird gut“, von Jörg Fauser, an das es mich immer wieder erinnert hat. Ich möchte es all jenen ans Herz legen, die noch nicht resigniert haben, denen Mut und Literatur noch etwas bedeuten.< Andreas Niedermann, Songdog.at/blog/



THAILAND (4)

Eindrücke von den Lesungen in Thailand mit dem Schweizer Autor Michael Theurillat. 2´38 der offizielle Clip des Goethe Institut Thailand, das alles optimal organisiert und durchgeführt hat. Großer Dank an alle Beteiligten, die einen doch tatsächlich auf den Gedanken bringen könnten, dass der Literaturbetrieb eine tolle Sache ist …

Und 3´54 von einer Studentengruppe:

Und der Grund, warum ich heute sozusagen schon wieder im Flieger sitze:

„Deutschlands tollkühnster Dichter Werner Fritsch ist zu Gast am Goethe-Institut Thailand.
Freuen Sie sich auf einen Lese- und Filmabend mit dem deutschen Star-Schriftsteller und Regisseur Werner Fritsch am Goethe-Institut, moderiert von der Institutsleiterin Maren Niemeyer. Die Veranstaltung findet am 12. Oktober 2016 um 19.00 Uhr im Goethe-Saal statt.  Im Format des Salon-Gesprächs wird uns der preisgekrönte Autor Werner Fritsch von seinem atemberaubenden Filmprojekt FAUST SONNENGESANG berichten und uns die spannendsten Ausschnitte aus dieser weltweit gedrehten Filmtrilogie zeigen.  2010 vollendet Werner Fritsch den 1. Teil von FAUST SONNENGESANG, ein experimentelles Filmgedicht von 180 Minuten Länge. Es ist als Gesamtkunstwerk in 6 Teilen zu je 180 Minuten angelegt. Inzwischen ist auch Teil 2 erschienen und Teil 3 ist in Arbeit.
Kommen Sie vorbei und entscheiden Sie selbst!“



THAILAND



EIN SCHLAG INS GESICHT (4)

Heute ein Vorabdruck unter dem Titel „Nicht die Polizei“ in der Wochenendbeilage der jungen Welt, eine Zusammenstellung, die im Buch so nicht vorkommt. 16 Tausend Zeichen und das Motto des Romans: „Kümmere dich nicht darum, was deine Mutter von deiner Sprache hält.“ (Elmore Leonard)



Newsletter5.0809.2016

Schönen guten Tag, wieder einmal erlaube ich mir im Sommerloch, Ihnen ein paar Neuigkeiten aus meiner Fabrik mitzuteilen: Mein Roman Ein Schlag ins Gesicht erscheint am 24.9. bei Klett-Cotta/Tropen (am 10.9. ein Vorabdruck in der jungen Welt in der Wochenendbeilage „Faulheit & Arbeit“). Ich möchte schon jetzt verraten, dass es im Anhang etwas gibt, was bei Kriminalromanen eher selten vorkommt: ein Quellenverzeichnis. Dennoch möchte ich das Label Wissenschaftskrimi nicht erfunden haben. http://www.klett-cotta.de/buch/Literarischer_Krimi/Ein_Schlag_ins_Gesicht/74767

Ein Schlag ins Gesicht ist die Fortsetzung (incl. Blondinenwitz) des Romans Ein Bulle im Zug, der 2015 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde und weiterhin als Taschenbuch (HeyneHardcore), ebook und Hardcover (Tropen) erhältlich ist. Während sich die Verfilmung im Angriffsstadium befindet: sicher ist im Moment, dass mein alter Freund Christian Lyra das Drehbuch (für Network Movie) in diesen Tagen beendet – und ich mich am Rand der Verzweiflung bewege, weil er mir absolut nichts verraten hat. Warum gibt es eigentlich kein Autoren-Notfalltelefon!? Naja, ich weiß es: man würde aufgrund permanenter Überlastung sowieso nie durchkommen.

Draußen auf dbate ist jetzt allerdings das Filmportrait von Dr. Hubl Greiner. 45 Minuten, an deren Ende ich, wie schon lange erträumt, zeigen konnte, was ich bei Jerry Lewis mühsam gelernt habe: http://dbate.de/videos/standing-ein-portrait-des-schriftstellers-franz-dobler/ # Ebenfalls neu: im Clip „Fuck Yeah“ der Band Fuck Yeah musste ich auf Druck des Sängers und HeyneHardcore-Verlegers Don Marco Naegele  den Bad Guy geben. # Die TV-Vorschau: am 16.11. kommt im Arte-Magazin „Kurzschluss“ ein Beitrag über das Theaterprojekt Diamond Motel, das ich mit Digger Barnes und Pencil Quincy auch weiterhin durchziehe. Der Trailer zum Stück: http://diamondmotel.jimdo.com/video/

Zuletzt die gute Nachricht: Nachdem mich im April das Goethe-Institut Belgrad zu Lesungen eingeladen hatte, werde ich mich bald im Namen Goethes zusammen mit dem Schweizer Autor Michael Theurillat durch Thailand lesen. Alle Termine: franzdobler.de

Srdacni pozdravi & chai-yoh!

PS: zuletzt eine kleine Bitte: unterstützen Sie die Facebookseite „Wiesnverbot-fuer-Luegenpresse-jetzt!“



FUCK YEAHTZT IST ES DRAUSSEN

das Video Fuck Yeah zum Debutalbum Fuck Yeah der Band Fuck Yeah, und natürlich habe ich sofort Fuck Yeah gebrüllt, als mir Gitarrist und Sänger Don Marco Naegele die Rolle des Bad Guys angeboten hat. Für einen, der bei den Einsätzen für Nena in „Gib Gas, ich will Spaß“ und für die Toten Hosen in „Eisgekühlter Bommerlunder“ in der harten Wolfgang Büldt-Schule fast draufgegangen wäre, habe ich mich doch eigentlich gar nicht mal so schlecht gehalten. Okay, für Shakespeare würde es nicht reichen, aber das habe ich auch nie gewollt. Obwohl. Wie schon Wynn Stewart sagte: Another day, another dollar.

FUCK YEAH - FUCK YEAH 98009 cd.lp my redemption records / fuckyeahmusic.de



BALKANBALKON (19)

Im neuen der Freitag mein Artikel (in der Serie „Nicht in Berlin“) über meine Musikabenteuer in Belgrad: „Der Drive des Diamanten“ („Die Nächte in Belgrad gehören nicht dem Balkan-Trash, sondern James Blood Ulmers Enkeln“).



STANDING

Im Winter 2012 hat mein alter Freund und Berater Dr. Hubl Greiner mit den Dreharbeiten angefangen, und nach diversen anderen Projekten ist jetzt auch „Standing“ draußen, und steht auch noch auf dem großartigen Videoportal Dbate. Natürlich bin ich der Falscheste, der den 45´-Film irgendwie bewerten könnte, an dem neben Andreas Niedermann (Buch) und HF Coltello (Musik) einige Freunde mitgearbeitet haben, aber an eine Weisheit meines Großvaters erinnere ich mich besonders gern: Ich mag nicht alle Männer, die ich bin.

STANDING – Ein Portrait des Schriftstellers Franz Dobler



AN JEDEM 20. JULI

muss ich auch daran denken, dass meine Eltern 1944 an diesem Tag heirateten. Meine Mutter erzählte mir einmal, dass sie an diesem Tag eine riesige Wut auf diesen Hitler gehabt hatte, weil er ihre Hochzeit kaputt machte. Denn kaum hatten sie Ja gesagt, wurde schon der Attentatsversuch gemeldet, und dann drehte sich alles nur noch um Hitler und für die Hochzeit interessierte sich niemand mehr. Und der Urlaub ihres Mannes war anders als geplant sofort wieder beendet. Ich weiß nicht, von welcher Front er kam und wohin er zurückbeordert wurde, weil er nie was Nennenswertes über Krieg und Fronterlebnisse erzählte. Er war in Norwegen, Griechenland und Frankreich. In unserem Hausgang hing ein kleines Ölgemälde mit der Akropolis drauf. Ich weiß nicht genau, was er in diesen Ländern gemacht hat, und ich weiß heute auch nicht, ob ich es jetzt wissen wollen würde. Er war bei der Marine, und ich glaube, sie haben mir schon als Kind den Witz erzählt, dass er nicht schwimmen konnte. Er hat es auch später nie gelernt. Als er schon alt war, wurde ein Neffe (oder die Verlängerung eines Neffen, ich weiß es nicht mehr) des Attentäters von Stauffenberg sein Hausarzt, und ich kann mich erinnern, dass er das mehrmals und immer mit großem Respekt, also für den Attentäter und seine Familie, erzählte, und ich kann mich erinnern, dass mich das etwas verblüfft hat.