Produktion

DIE TRIKONT-STORY AB HEUTE

im Handel. 486 Seiten, gebunden, Großformat, ca. 666 Fotos und Abbildungen, 30.- für 1,505 Kilo. Morgen abend im BR-TV bei Capriccio und in Deutschlandradiokultur bei Tonart um 15h30.

Die Trikont-Story



EIN GRUSSWORT, AUF DAS WIR

besonders stolz sind. Das Buch  bei Heyne Hardcore, ab 23.10. im Handel…

 Notwist 11 Std.

Das Trikont -Label wird 50 und jetzt ist auch ein Buch da, ein schönes, dickes Buch und eine dicke Empfehlung !
Trikont mischen sich ein, haben keine Angst, und beziehen Stellung gegen reaktionäre, nationalistische, fremdenfeindliche Engstirnigkeit, für eine offene, vielfältige, interessante Welt. Und daß das sowieso immer und gerade jetzt wieder wichtig ist, hat man ja leider gerade von der Buchmesse erfahren müssen.
1000 Dank an Trikont dafür, für die Erinnerung daran, daß Musik immer auch mehr ist als Musik…und für so viele unglaublich tolle Lieblings-Platten über die Jahre.
❤️

 



MUH

In der aktuellen Ausgabe Nr. 26 des Magazins MUH („Bayerische Aspekte“) mein Beitrag zum 50-jährigen Jubiläum des Labels Trikont. Mit dem phantastischen Missverständnis, ich hätte „eine Erzählung von Hans Söllner ins Englische übersetzt“. Hell, es war ja schon brutal genug, die ganze bloß a gschicht vom deep down Oberbayrischen ins Hochdeutsche zu übertragen! Es kam übrigens nur ein Wort vor, mit dem ich nichts anfangen konnte, aber inzwischen habe ich es auch wieder vergessen.

Außerdem enthält das 98-Seiten-Heft Artikel über die Aktivitäten der „Reichsbürger“ in Bayern, über die lauter werdenden „Rufe nach einer generellen Legalisierung der Hanfpflanze“ und ein Interview mit dem seit über 40 Jahren tätigen Polizeireporter des Bayerischen Rundfunks.



Newsletter6/2708.2017

Schönen guten Tag, wieder einmal erlaube ich mir am schwärzesten Tag des Sommerlochs, Ihnen ein paar Neuigkeiten aus meiner Fabrik mitzuteilen:

Am 31.8. um 19h05 sendet Bayern2 in der Reihe „Sommergespräche im Zündfunk“ eines mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Claudia Roth und mir zum Thema „Alternative für Deutschland – wofür brauchen wir noch die Grünen?“ Ich habe mir schon ein paar Notizen gemacht wie z.B.: In Bayern brauchen wir von den Grünen einen erheblich stärkeren Widerstand gegen eine zunehmend nach rechts absackende CSU, die uns mit ihren reaktionären Vorstellungen von Humanität und Leitkultur auf das geistig-kulturelle Niveau von Weihnachten 1945 zurückzuschlagen versucht.

Am 10.10. startet „Das Benno-Ohnesorg-Theater“ am Theater Augsburg in seine vierte Spielzeit seit 1991 (Shows jeden 2. Dienstag im Monat), präsentiert von Friedrich Ani und mir. Was heißt, dass es eher selten um sprachlich interessante Tiergedichte geht. Unsere Texte und Kommentare flankiert von Topgästen: Im Oktober mit der Hamburger Autorin Simone Buchholz, dem neuen Theaterintendanten André Bücker und der Münchner Band Mrs Zwirbl; im November mit SZ-Autorin Lillian Ikulumet und Songs und Gedichten von Angela Aux (alias Heiner Hendrix bzw. vgl. Aloa Input) aus München.

Am 20.10. erscheint bei Heyne Hardcore ein schweres Buch, auf dem wie auf Woody Guthries Gitarre „this machine kills fascists“ stehen könnte: Christof Meueler mit Franz Dobler: „Die Trikont-Story: Musik, Krawall und andere schöne Künste“. 490 S., ca. 750 Abb., geb., Großformat. Zum 50. Geburtstag des international gefeierten Münchner Labels, das wie sonst kaum irgendwer oder -was dafür gesorgt hat, dass Bayern nicht auf dem kulturellen Niveau von Weihnachten 1945 hängengeblieben ist.

Ebenfalls bei Heyne Hardcore erscheint im März 2018 die Taschenbuchausgabe meines bei Tropen-Klett-Cotta verlegten Romans „Ein Schlag ins Gesicht“, der auf Nr.1 der KrimiZeit-Bestenliste stand (und im Moment auf der Longlist des Crime Cologne Award ist). Während die Verfilmung des Vorläufers „Ein Bulle im Zug“ beste Startchancen hat: Regie Lars Becker, Produktion Bettina Wente für Network Movie, Drehbuch Christian Lyra. Wer wen wann spielt, steht noch nicht fest. Im Herbst 2018 erscheint dann – oh, leider ist die Zeit hier um.

Feststeht jedoch, dass ich auch weiterhin Spenden für die Spendenseite des Augsburger Flüchtlingsrats aufzutreiben versuche. Fühlen Sie sich angesprochen und besuchen Sie die Seite spendekunst.org



MEHR RUMMEL MIT BILL

Aufgrund der großen Nachfrage ist Bill Cardosos von mir übersetzte Reportage „Rummel im Dschungel“ (Muhammad Ali gegen George Foreman) in einer erweiterten Neuausgabe bei Edition Tiamat erschienen: „Das Massaker im Goldenen Drachen – Bandenkrieg, Kidnapping und Helden“ enthält auch alle übrigen (von Norbert Hofmann übersetzten) Storys aus dem einzigen Buch „The Maltese Sangweech & other Heroes“, das der so exzentrische wie großartige Journalist Cardoso (1937-2006) veröffentlichen konnte.

Da wurde sogar Hunter S. Thompson mal kurz bescheiden: „Bills Arbeiten sind so genau und selten und einzigartig, dass ich ganz eingeschüchtert bin.“



EIN SCHLAG INS GESICHT (20)

steht auf der Longlist für den Crime Cologne Award 2017. Das ganze 14er-Feld sieht so aus: Nichts bleibtWilli Achten (Pendragon) Nackter Mann, der brenntFriedrich Ani (Suhrkamp) IllegalMax Annas (Rowohlt) TrümmerkindMechtild Borrmann (Droemer Knaur) Ein Schlag ins GesichtFranz Dobler (Klett-Cotta) WintergewitterAngelika Felenda (Suhrkamp) BühlerhöheBrigitte Glaser (List Verlag) Drei Meter unter NullMarina Heib (Heyne) Das ScherbenhausSusanne Kliem (carl’s books) Die Toten, die dich suchen Gisa Klönne (Piper) BullenbrüderHans Rath und Edgar Rai (Wunderlich) Das Ding drehnHans Schefczyk (Transit Verlag) AsphaltseeleGregor Weber (Heyne) Der ClubTakis Würger (Kein & Aber)



COLLAGE 67 PLUS

Von mir gebaut und am 24.7. als Einleitung zur Veranstaltung „50 Jahre 1967“ mit Tania Martini, Thorwald Proll und Volker Weiß vorgetragen:

COLLAGE 67 PLUS

Noch immer gehe ich in die Filmakademie, wenn ich kein Kleingeld für die Telefonzelle habe. Es zieht mich an diesen Ort, obwohl ich weiß, dass ich den Vater meines Kindes dort treffen könnte. Ich schaue in die offenen Schneideräume, wo Spulen mit Filmmaterial leise surrend hin- und herlaufen. Manchmal will es der Zufall, dass auf dem Bildschirm am Schneidetisch ein Gegenstand aus meiner Wohnung auftaucht, eine Lampe, die sich Studenten für eine Szene bei mir ausgeliehen haben, ein Tisch, an dem ein Schauspieler sitzt, oder mein aus der Mode gekommener Pelzmantel, den jetzt irgendeine Frau trägt, als sie aus dem Auto steigt. -Ulrike Edschmid

Im Nachkriegsdeutschland behaupteten sich die Eliten, die in der Nazizeit gedient hatten, mit ihren Tugenden: Pflicht, Gehorsam, Ordnung, Fleiß. Arbeit macht frei. Gegen diese Elite, gegen das Establishment, das von meiner Generation wie eine Besatzungsmacht empfunden wurde, richtete sich die Revolte, zunächst als emotionaler Protest, als eine individuelle, ästhetisch-moralische Revolte. Sie berief sich ähnlich wie Camus auf das Leben, ein freies, ein nicht durch gesellschaftliche Konventionen, Ideologien und durch religiöse Gebote geregeltes Leben. -Uwe Timm

Das einzige, was das Bild der Ruhe manchmal störte, war der schon wieder zerschmetterte Glaskasten des SDS an der Wilhelmstraße, wo für den Kampf gegen Atomwaffen, Wiederaufrüstung, alte Nazis in neuen Ämtern geworben worden war. Aber selbst dieser Akt der Zerstörung war mehr ein Jux als eine politische Aussage, wer kannte schon den SDS, oder gar die Subversive Aktion, die sich in Plakaten im Adorno-Stil an Tübingens Bevölkerung wandte (während Adorno selbst bereits den Missbrauch seines Namens geißelte). -Bernward Vesper

Die Seminare, die ich besuchte, glichen eher Ritualen, als dass wirkliche Auseinandersetzungen stattfanden. Bei Adorno herrschte im Oberseminar dezente Stille, fast weihevoll; bei Habermas traf sich die soziologische Elite, gegen die nichts zu sagen gewesen wäre, wenn sie nicht ihren frisch erlernten Jargon bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit sich herumgetragen hätte, bei Festen, in Kneipen, beim Vögeln, im SDS, und ihn nicht vorwiegend dazu verwandt hätte, andere damit einzuschüchtern. -Inga Buhmann

Die meistverkauften Singles in der BRD 1967: Platz 10 Penny Lane von the Beatles, 9 All you need is Love von the Beatles, 8 Ha!Ha! Said the Clown von Manfred Mann, 7 Frag nur dein Herz von Roy Black, 6 Let´s spend the night together von the Rolling Stones, 5 I´m a believer von the Monkeys, 4 Meine Liebe zu dir von Roy Black, 3 Dear Mrs. Applebee von David Garrick, 2 San Francisco von Scott McKenzie, 1 Puppet on a string von Sandie Shaw.

Ich habe ein derart gestörtes Verhältnis zum Gesetzesbruch, dass ich schon zu zittern beginne, wenn ich im Supermarkt einen Flachmann in die Hand nehme, in der Absicht, ihn zu klauen. Menschen wie ich haben nur dann nichts gegen die Anwendung von Gewalt, wenn sie nicht selber Gewalt anwenden müssen und ihr nicht ausgesetzt sind. -Peter O. Chotjewitz

Ich habe eben früher auch viele Kneipenkeilereien mitgemacht, bei denen behältst du, obwohl die oft hart sind, einen Teil von Fairness. Ich habe auch mal ´ne zeitlang geboxt, bin im Boxerverein gewesen und so und habe dadurch immer ein anderes, vollkommen klares Verhältnis zur Gewalt gehabt, und so ´ne Sache war für mich einfach glatter Mord. Irgendwie hat mir das ein irres Ding gegeben damals, Benno Ohnesorg. Echt, sein Sarg, wo der an mir vorbeigefahren ist, hat´s richtig kling gemacht. Da ist einfach irgendwas abgefahren. -Bommi Baumann

Es ist schwer, nach fast vierzig Jahren die eigenen Erinnerungen zu trennen von der Überlagerung durch Beschreibungen anderer und die Flut der Bilder. Aber schon unmittelbar nach dem 2. Juni wurde mir klar, wie bruchstückhaft meine Wahrnehmungen vom Geschehen dieses Abends waren. Bruchstückhaft deshalb, weil ich, von einer Mischung aus Panik und Wut überwältigt, wie in einem „Tunnelblick“ nur meine unmittelbare Umgebung erfassen konnte. Dieser Schockzustand begann nicht erst, als ich einen jungen Mann im Hof eines Wohnhauses blutend auf dem Boden liegen sah, sondern von dem Augenblick an, als die Polizei die Anti-Schah-Demonstranten auseinandertrieb, die gegenüber der Deutschen Oper zwischen spanischen Reitern und einem Bauzaun eingezwängt waren. -Friederike Hausmann

Ein Angehöriger dieser Greiftrupps war der langjährige Mitarbeiter der Politischen Polizei und Meisterschütze Karl-Heinz Kurras. Er erschoss gegen 20.30 Uhr den von drei Polizeikollegen schon halb totgeschlagenen 26jährigen Studenten der Romanistik und Germanistik Benno Ohnesorg in einem abgelegenen Hof. Der Regierende Bürgermeister Albertz ließ am nächsten Tag eine Erklärung verbreiten, die das tatsächlich Geschehene auf den Kopf stellte. –Hannes Heer

Das möchte ich noch mal unterstreichen, dass den Polizisten von ihren eigenen Vorgesetzten, nachdem diese Versuchsanordnung schon aufgebaut war, gesagt worden ist: Die haben einen von uns umgebracht. Das ist überhaupt der entscheidende Schlüssel, um zu verstehen, dass diese Polizisten, die dann losgeprügelt haben – ich weiß nicht, wie viele Verletzte es genau gegeben hat, die Verletzungen waren teilweise sehr schwer –, dass diese Polizisten überhaupt so entfesselt losprügeln konnten. Man kann das Doping nennen. -Uwe Soukup

Wir haben gefragt, wann die Vertuschung begann. Das muss schon direkt nach dem Schuss angefangen haben. Da haben Polizisten – man muss sagen – dafür gesorgt, dass der Krankenwagen nicht direkt zum Krankenhaus fuhr, sondern eine große Runde durch die Stadt machte, der Polizeiwagen fuhr voraus. -Margot Overath

Berlin und der 2. Juni nehmen sich wie Sandkastenspiele aus neben der Manifestation der farbigen Rassen, für die die Frage der Gewalt keine Frage ist, da sie seit Jahrhunderten unter der Gewalt der rassistischen Weißen leben und sterben. Und als ein verängstigter liberaler Weißer fragt: „Aber was sollen wir denn tun, um Euch zu helfen?“ brüllt Stokely ihn an: „Go home, kill father and mother, hang up yourself!“ -Bernward Vesper

Er drängt sich durch die Gruppe, die das Pult umsteht, ans Mikro und formuliert seinen Antrag: Dem zweiten Antragsteller soll das Wort entzogen und der schon gestellte Antrag zurückgezogen werden. Einer behauptet, das sei falsch formuliert, weil der zweite Antragsteller gar keinen Antrag vormuliert habe. Jemand ruft hinsetzen. Einer schreit: Scheiße. Einer ruft: Godzilla. Jemand will verzweifeln. Einer schlägt vor, die Rednerliste aufzulösen und so zu tun, als sein gar kein Antrag gestellt worden. Einige meinen, das sei inkonsequent. Einer behauptet, es handle sich hier um ein Scheinproblem. Er wird niedergeschrien. Jemand ruft: Alles muss ausdiskutiert werden. -Uwe Timm

Denn die kamen mit vorgehaltener Pistole, Fritz Teufel und Ulrich Enzensberger, und haben gesagt: ‚Wenn ihr uns kein Geld gebt, ihr habt ja so wahnsinnig viel, dann knallen wir euch über den Haufen. Ihr verramscht nämlich unsere Revolution!‘ Die sind also tatsächlich bei uns in der Highfisch-Kommune aufgekreuzt, um Geld einzutreiben für ihre Lehrlingsarbeit im Untergrund, wie es hieß. -Rainer Langhans

Erkenne ich die Signale richtig, dann ist der Augenblick gekommen, an dem die Neue Linke ihre Positionen radikal revidieren, eine Selbstdefinition auf neuen Grundlagen erarbeiten, eine brauchbare, für die Welt entzifferbare Imago finden muss. Die Kritik an der Theorie und Praxis neolinker Aktivität kommt zuhauf – und die Warner, Unzufriedenen, die resigniert Abwinkenden sind vielfach „repressiver“ und „faschistoider“ Tendenzen unverdächtig. -Jean Améry

Auch wer damals, wie zum Beispiel ich, niemals ein Fatah-Tuch trug oder an einer anti-israelischen Demonstration teilgenommen hat, las die Untergrundzeitung Agit 883 doch sehr gern und verdrängte wesentliche Teile des Gelesenen später. Bis zur Lektüre des aufklärenden Buchs von Wolfgang Kraushaar über die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus im Jahr 2005 hatte ich alle Details vergessen, selbst die Tatsache, dass es überhaupt einen solchen Bombenanschlag gegeben hatte. Der Spiritus Rector der Aktion, Dieter Kunzelmann, galt innerhalb der Berliner Linken, dann auch als Abgeordneter der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus, lange Zeit als ein zwar übergeschnappter Subversiver, aber in seiner Authentizität akzeptabler, in seiner entschlossenen Antibürgerlichkeit bewundernswerter Kampfgenosse. -Götz Aly

Kaum war ich von der Spritze runter, tappte ich in die nächste Falle: die Revolution. Die Revolution hieß Louise, hatte unglaublich schmale Hüften, blitzende Augen, flatterndes schwarzes Haar, kam aus Paris und war Trotzkistin. Wir wohnten zusammen in einem der besetzten Häuser, hielten uns glänzend in Schuss, hielten es sogar für Liebe, und ich palaverte, wenn Palaver gefragt war, schwenkte Fahnen, wenn Fahnen gefragt waren, und frühstückte entgegen allen Lehren des Großen Vorsitzenden mit einer Flasche Wermut und einem netten dekadenten Gefühl im Bett. -Jörg Fauser

es gibt zwei welten, die eine ist die kapitalistische, die andere die sozialistische, die eine ist immer noch eine, die andere ist immer noch keine. produktive manie erzeugt eine manische produktion. ein toller tag, proll hat mehr gewollt, durch lachen verändere ich die welt. -Thorwald Proll

Überlegungen, die es in Berlin schon gab, haben wir in München zu realisieren versucht: die Idee eines Popkonzerns, so habe ich das genannt. Die Idee war folgende: Wir müssen mit den Medien arbeiten. Das können wir nur, wenn wir die schöneren Bilder entwerfen und herstellen, also auch multiplizieren und weitergeben. Dafür brauchen wir Videokameras und Produktionsräume. Dann werden wir dieses schönere Leben, das wir leben, per Bild in die Häuser bringen. Per Krieg wirst du ihnen nichts verkaufen können, du musst es mit den Medien tun, mit den modernen Medien. Es ist sowieso besser, statt eine Bank zu berauben, selber eine zu gründen. -Rainer Langhans

Du kannst vor deinem Land nicht davonlaufen. Du trägst es immer mit dir herum. Doch es ist mir nur möglich, dieses Land mit mir herumzutragen, wenn es mir fremd bleibt. -John Cale



KRAUDN SEPP

In der neuen Ausgabe des Magazins MUH (muh.by) der saulange Text, den ich zum Doppel-Album Kraudn Sepp: Sonntag geschrieben habe, das Hias Schaschko 2005 bei Trikont herausgegeben hat. Mit vielen Fotos. Weil Bayern jetzt seit 40 Jahren tot ist, also Schmarrn, also er natürlich, der Kraudn.

Bildergebnis für kraudn sepp



HUNTER S. THOMPSON SAGT:

Wenn die Sache irre wird, werden die Irren zu Profis.

Heyne Hardcore 2.10.


DAS BENNO-OHNESORG-THEATER

startet am 10. Oktober 2017 in seine vierte Spielzeit, die von Friedrich Ani und Franz Dobler erstmals am Theater Augsburg präsentiert wird. Gäste zur Eröffnung sind: Simone Buchholz (die Hamburger Autorin präsentiert ihren neuen Roman Beton Rouge), André Bücker (der neue Intendant im Gespräch), und live „autonome Wirtshausmusik“ von der Trikont-Frauengruppe Mrs. Zwirbl. Die Gastgeber sind mit den Neuigkeiten Ermordung des Glücks (Ani) und Die Trikont-Story: Musik, Krawall und andere schöne Künste (Dobler) vertreten. Das detaillierte Programm ist dennoch kein Widerspruch zum neuen Theater-Wahlspruch: Du weiß nicht was dich erwartet, aber es wird nicht ganz blöd sein.

Das Benno-Ohnesorg-Theater wurde 1991 von Wiglaf Droste und Michael Stein nicht im Keller des Hamburger Ohnsorg Theaters, sondern in Berlin gegründet. Die erste Phase der „Politshowlesebühne“ wurde im Eiszeit Kino und an der Volksbühne durchgeführt, wo Wiglaf Droste in Phase 2 ab 1994 allein und weiterhin mit Gästen bis 2000 weitermachte. 2007/8 leitete Franz Dobler in Phase 3 die schon mit den Theater-Gründern vage anvisierte Filiale in München im Vereinsheim und an den Kammerspielen. Auch in der nunmehr konzipierten Phase 4 wird die Grundausrichtung der Einrichtung – politische Nachdenklichkeit mit familienfreundlichem Humor – naturgemäß beibehalten.

Abb.: ja/nein