Unterhaltung

SPITZENSATZ (64)

„Schreibe als Coach, Trainer, Berater oder Experte dein erstes Buch und erreiche dadurch mehr Sichtbarkeit, Status und neue Kunden in deinem Markt. Nach mehr als 150+ Buchprojekten, wissen wir, worauf es ankommt.“ Wir auch: Macht euren Kram digital, das reicht doch, Ricardobiron.de, wir erkennen einen Roboter, wenn er zu sprechen versucht.



ZUR VAIER DES TAGES

gibt es hier diese und andere (auch lustige) günstige Postkarten: 

http://www.schaschko.de/htdocs/shop/index.htm

oder auch für solche, die es, das soll es ja immer noch geben, obwohl ich es fast nicht mehr glauben kann, genauer wissen wollen: https://trikont.de/

Bildergebnis für karl valentin dem rhythmus sein brudern



SPITZENSATZ (63)

„Ich wollte einfach eine Geschichte schreiben, nach deren Lektüre man ein bisschen glücklicher ist als vorher“ (Thomas Montasser, Buchmarkt 12.2.2021)

Die Diskussionen in unserer Literaturredaktion sind kaum zu unterdrücken, ob man in Zukunft die Äußerungen bodenlos naiver AutorInnen von dieser Rubrik ausschließen soll. Man hat Thea Dorn um Rat gebeten, was man tun soll, aber man hat noch keine Antwort bekommen und man weiß nicht, ob man sich diese Hoffnungen machen soll, an denen man angeblich zuletzt stirbt.



MORE BRECHT ON BRECHT

könnte man in Erinnerung an George Tabori sagen – und ich habe überprüft, ob ich den Titel vielleicht falsch in Erinnerung habe, denkste, „Originally produced Off-Broadway in 1962, Brecht on Brecht is a musical and dramatic collage of Brecht’s writings, which have been culled by George Tabori“, von dem ich einmal, das war in Essen, eine Inszenierung gesehen habe, ein Stück von Thomas Brasch, an dessen Titel ich mich nicht erinnern kann, und falls jemand mal die Bissspuren an meinem Arsch sehen sollte, gibt es eine einfache Erklärung dafür, ich interessierte mich nämlich einen Dreck für Theater, als Tabori Anfang der Achtziger in München inszenierte, falsch, der Punkt ist ja, dass ich nicht wusste, wer ist Tabori, den ich erst mitbekam, als ich in Dortmund eine Hospitanz bei Guido Huonder machte, der „Mein Kampf“ inszeniert hatte und jetzt mit „Masada“ weitermachte und eines Tages sagte, wir fahren heute alle nach Essen  – wenn sich das jährliche Brecht-Festival wieder nähert, das jetzt zum zweiten Mal von Kühnel & Kuttner kuratiert wird (wobei Kuttner kürzlich eine sehr gute ACAB-Variante äußerte, nämlich „All Curators Are Bastards“), und mir wie immer Stoff für Beschäftigung gibt, zum Beispiel blätterte ich jetzt in der nützlichen Zusammenstellung von Tom Kindt „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? – Das Brecht-Brevier zur Wirtschaftskrise“ für nur 7,20 bei Suhrkamp und finde dies:

„Man muss in aller Öffentlichkeit das ungelöste Problem hinstellen und das Falsche verwerfen, auch wenn das Richtige nicht gewußt wird.“

Hier das Programm ab 26.2.21: https://brechtfestival.de/

Bildergebnis für george tabori brecht on brecht

Er hat es nicht selbst directed?! Das würde ich jetzt lieber nicht gewusst haben. Eine 2-LP, die bald nach der Vorstellung veröffentlicht wurde. Auf Columbia, etwa zeitgleich mit der zweiten von Dylan, der (übrigens nicht nur aufgrund dieser 2-LP) schwer von Brecht beeinflusst war (letztes Jahr hatte ich das Angebot vom Brecht-Festival, genau darüber einen Abend zu machen, aber ich hatte keine Zeit, immer dieses fucking Zeitfenstaaa!). Steht auf discogs für nur 5,75. Zu viele verblüffende Informationen. Am frühen Morgen, nichts zu danken, gute Nacht.



SPITZENSATZ (62)

ES GIBT, AUSSER DEM BEISCHLAF UND DER KUGEL IN DEN EIGENEN KOPF, EINE DRITTE SENSATIONELLE ART, IN EINEN MENSCHLICHEN KÖRPER EINZUDRINGEN: MILES DAVIS. (Wiglaf Droste, 1989)



VOLKSSPORT NR 1

Immer lesenswert und immer noch nicht ganz humorfrei die Serie mit Weltobservation und -obsession von Lea Rothdach in ihrem Meinwortdrauf-Blog, deren neuste Folge vor wenigen Sekunden aufgetaucht ist.

Auszug: „Die restliche Menschheit bleibt daheim, hält sich miesmuschlig an die Regeln und jammert. Volkssport Nummer eins in der neuen Normalität. Man hört die Schluchzer aus den frisch sanierten Altbaupalästen und Tränchen fallen in den, beim Händler online georderten, Rotwein.“

https://meinwortdrauf.wordpress.com/2021/01/30/the-end-punkt/



NEU IM KAUFHAUS SPENDEKUNST

Hello everybody!
Wir vom digitalen Kaufhaus #spendekunst (spendekunst.org), das die Arbeit des #augsburgerflüchtlingsrat unterstützt, wissen, was es bedeutet, dass wir auch in diesen Tagen Spenden von KünstlerInnen bekommen und dass bei uns eingekauft und damit gespendet wird. Wir sagen allen herzlichen Dank – die Gottheiten eurer Wahl mögen euch beschützen!
Wir können diese neuen Spenden melden: Zwei noch kaum trockene Bilder der Künstlerin #tineklink / ein umfangreiches Buch der Kunsthistorikerin #hildestrobl / das neuste Album der Electro-Folk-Band #dashobos .
Also besuchen Sie uns – wir ham durchgehend geöffnet mit ca. 120 Produkten – besuchen Sie auch unsere Verbündeten – und besuchen Sie auf dem Weg zur Hölle nicht die Demonstrationen, die diesen Weg pflastern.
Herzliche Grüße von Spendekunst.org
hilde strobl - ZVAB


SPITZENSATZ (61)

SIE FANDEN IN SEINEN HOSENTASCHEN EINEN KRIMINALROMAN, ETWAS

KHIFF, FLUGBLÄTTER, EIN DEUTSCHES TASCHENMESSER, EINEN

BINDFADEN UND KARL MARX.

(hubert fichte, der platz der gehenkten, 1989)



DROHUNGEN VON ALLEN SEITEN

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ALLES IN BUTTER

In meiner Nähe hängt traditionell der Jahresabreißkalender der Stadtsparkasse Dachau. Auf der Rückseite der abgerissenen Blätter sind nicht selten nützliche Informationen oder interessante Meldungen zu lesen. Unter dem Hinweis, dass am 9. Januar die Sonne um 1635 unterging, gab es eine neue Folge in der Rubrik „Wörter unter der Lupe“:

„<Alles in Butter> ist eine Redewendung aus dem Mittelalter. Über die Alpen wurden von Italien nach Deutschland teure Gläser transportiert … Ein Händler hatte da einen Einfall. Er legte die Gläser in Fässer und schüttete heiße Butter darüber“ und so „konnte man die Gläser sicher transportieren … Am Ziel war die erste Frage: Ist noch alles in Butter?“

Ich möchte diesen historischen Schwank ergänzen: Aufgrund der drei Bücher, die ich aus dem Englischen übersetzt habe, kann ich mitteilen, dass das Verb „buttern“, jedenfalls im Amerikanischen, sehr unterschiedliche Tätigkeiten meint. Da gilt es auf den Zusammenhang zu achten. Die Tätigkeit hat nicht zwingend mit dem Nahrungsmittel „Butter“ zu tun, auch wenn man nach Ansicht von Bertoluccis Film Der letzte Tango in Paris anderer Meinung sein könnte.